Blog

Ich raste, also roste ich

Es ist bisweilen traurig, wie manche Menschen ihr Gehirn durch Unter­forde­rung oder zu viel Routine langsam »einrosten« lassen. Dieses ziemlich wichtige Körperteil ist nämlich weder eine Maschine noch ein Computer, die stupide immer wieder dieselben Arbeiten erledigen, sondern ein Organ, das trainiert werden will.

Kleine Kinder gehen noch ganz natürlich und sehr vernünftig mit ihrem Denkapparillo um: Sie sind neugierig, sie wollen ständig etwas Neues wissen und sie lassen sich, zum Beispiel beim Laufenlernen, nicht ent­mutigen. Sie fallen zwar in der ersten Zeit immer wieder auf den Popo. Aber irgendwann klappt es mit dem Gehen, und das Krabbeln auf dem Boden ist Schnee von gestern.

Insofern kann man auch als Erwachsener eigentlich froh sein, wenn man das Glück hat, kein völlig ereignisloses Leben zu führen, sondern wenn man ab und zu auch mal auf Hindernisse, Schwierigkeiten und Probleme stößt. Die zwingen einen, das Gehirn ordentlich rattern zu lassen, sodass es erstens fit bleibt und zweitens sogar meistens eine Lösung findet.

Noch mehr Gedanken übers Denken hat sich Dr. Constantin Sander auf BusinessVillage gemacht. Interessant zu lesen!

Stadtbranchenbuch

Einträge in deutsche Branchenverzeichnisse können mithelfen, die Auf­find­bar­keit Ihres Unternehmens im WWW mittels Suchmaschinen zu erhöhen. Ein solches Verzeichnis ist zum Beispiel Stadtbranchenbuch.com. Die Be­treiber bieten solche Branchenbücher in mehreren Ländern an, nicht nur in Deutschland – deswegen haben sie wohl auch die international wir­ken­de .com-Endung gewählt.

Übersichtlichkeit und visuelle Attraktivität dieser Plattform sind aus­ge­spro­chen gut, manche ähnlichen Angebote könnten sich hier eine Scheibe von abschneiden. Man kann entweder die Stadt, in der man nach Branchen suchen will, direkt in ein Suchfeld eingeben oder aber sich über die Wahl eines Bundeslandes und eine alphabetische Liste der Städte­na­men so zu sagen durchhangeln.

Im jeweiligen Stadtbereich findet man neben der alphabetischen Branchen­liste und der ebenfalls alphabetischen Firmenliste auch ver­schie­dene Kate­go­rien, etwa Topbranchen, neueste Einträge oder letzte Be­wer­tungen.

Durch die Möglichkeit, Unternehmen zu bewerten, kommt hier auch eine Gemeinschafts- oder Mitmachkomponente hinein, wie man sie ja auch von einigen anderen Plattformen her kennt. Allerdings wird im Stadt­bran­chen­buch nicht gerade fleißig bewertet – die meisten eingetragenen Unternehmen haben noch keinerlei Sterne erhalten. Vielleicht ist dieses Portal einfach (noch) zu unbekannt.

Falls Sie selbst die Mühe scheuen: Ich biete Ihnen als Dienstleistung (zum Beispiel zusätzlich zum Webdesign) das Eintragen in mehrere solcher Verzeichnisse zu einem fairen Preis an.

Google Analytics in Deutschland unzulässig?

Wie in Spiegel Online Netzwelt zu lesen ist, sieht der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar die Nutzung von Google Analytics als rechtswidrig an.

In dem Beschluss der obersten Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich mit dem unheimlichen Titel Daten­schutz­kon­forme Ausgestaltung von Analyseverfahren zur Reichweitenmessung bei Internet-Angeboten ist genau beschrieben, in welcher Form Daten­analy­sen vorgenommen werden dürfen. Unter anderem heißt es: »Nutzungs­pro­file dürfen nur bei Verwendung von Pseudonymen erstellt werden. Die IP-Adresse ist kein Pseudonym im Sinne des Telemediengesetzes.«

Und das ist der Punkt. Caspar wirft Google vor, dass die Analytics-Software vollsändige IP-Adressen ohne Zustimmung der Nutzer erfasst. Google hat zwar bestimmte Maßnahmen getroffen, aber diese werden wohl als nicht ausreichend angesehen.

Jedenfalls wird derzeitig geprüft, ob deutsche Nutzer dieses Dienstes zu Bußgeldern verurteilt werden können. Da ist es wohl besser, auf andere Analyse-Tools auszuweichen, zum Beispiel die Open-Source-Software Piwik. So mache ich es schon lange.

Abelssoft CheckDrive

Wenn man unter Windows seine Festplatten auf eventuelle Fehler überprüfen will, kann man das ja mit dem eingebauten Scandisk oder Checkdisk machen, siehe WindowsPower.

Ein wenig hübscher und einfacher geht es mit Abelssoft CheckDrive, und man kann sich gleich noch anzeigen lassen, wie voll die Festplatten sind.

Das Programm ist kostenlos; allerdings wird um ein Trinkgeld von zehn Euro für die Weiterentwicklung der Software gebeten. Darauf weist eine Nachricht beim Beenden des Programmes hin, solange man dieses Trinkgeld eben noch nicht gespendet hat.

Abelssoft AbAlarm

Von Abelssoft gibt es ein kostenloses Erinnerungs-Programm für das Windows-Betriebssystem.

Jeder kennt das: Man hat Tee aufgesetzt oder eine Pizza in den Ofen geschoben, arbeitet derweil aber am PC weiter und vergisst dann als fleißiger Bildschirmarbeiter oder konzentrierter Zocker einfach, den Tee rechtzeitig abzugießen oder die Pizza aus dem Ofen zu nehmen.

Da hilft dann eben AbAlarm. Man kann entweder eine Uhrzeit einstellen, zu der man erinnert werden will, oder aber eine bestimmte Zeit, die als Countdown ablaufen soll. Außerdem gibt es noch diverse Voreinstellungen für Tee und für Pizza. Ja klar, schwarzer Tee darf ja nicht so lange ziehen wie Kräutertee, und eine Wagner-Knusperdünn ist halt was anderes als eine Dr.-Oetker-Ristorante.

Das ist aber noch nicht alles. Es gibt noch einen einfachen Zeitplaner und sogar einen Taskplaner, der zur eingestellten Zeit zum Beispiel eine Web­seite aufrufen, ein Programm starten oder den Rechner herunter­fah­ren kann.

Nicht schlecht für umsonst! Aber: AbAlarm ist kostenlos, es wird bei dauerhafter Nutzung allerdings ein kleines Trinkgeld erwartet: »Sie helfen uns damit, die Software weiter zu entwickeln und erhalten zudem als kleines Dankeschön eine Plus-Version ohne Werbung.« Ich finde das völlig in Ordnung, denn wenn man ein nützliches Programm regelmäßig benutzt, sollte man sich fairer Weise auch erkenntlich zeigen.

Link zu näheren Informationen und Download: Abelssoft AbAlarm.

Eine Kleinigkeit zum Schluss: Die Programmierer sind selbst anscheinend keine Pizza-Enthusiasten, weil sie Ristorante falsch schreiben (»Restau­rante«), aber das soll uns mal nicht stören.

Nachtrag 5. Februar 2022:
AbAlarm ist nicht mehr bei Abelssoft erhältlich, kann aber noch von Download-Sammlungen wie Download.com heruntergeladen werden.

WordPress-Feed ohne Bilder

Wenn man im Feed seines WordPress-Blogs die Bilder nicht anzeigen lassen, aber auch den Text nicht gekürzt anbieten will, geht das mit Bordmitteln nicht. Ich habe aber eine Funktion gefunden, die man in die Datei functions.php im themes-Verzeichnis einfügen kann:

function cy_noImagesFeed($content){
    
$content=preg_replace("=<img(.*)/>=Uims""&raquo;Screenshot&laquo;"$content);
    return(
$content);
}
if(
is_feed()){
    
add_filter('the_content''cy_noImagesFeed',99);


Danke an cywhale für den Code! Und hier ist der Link zum entsprechenden Thread des WordPress-Deutschland-Forums:
rss-ausgabe-bitte-ohne-bilder

Google sites

Was ist »Google sites«? Lesen wir, was Google selbst schreibt: »Google Sites ist eine kostenlose und einfache Möglichkeit, Webseiten zu erstellen und anderen verfügbar zu machen.«

Ich habe es mal ausprobiert, und tatsächlich lässt sich damit schnell und einfach eine Website aufsetzen. Allerdings muss man einen Google-Account haben oder einen neuen anlegen, denn ohne eingeloggt zu sein, kann man auch nichts erstellen.

Ist man eingeloggt, werden einem verschiedene Vorlagen angeboten, von Wiki über Familien-Treffpunkt bis zur »professionellen« Website. Man kann aber auch eine leere Vorlage wählen und sich dann die einzelnen Seiten des neuen Auftritts selbst zusammenstellen. Auch hierfür gibt es Vorlagen, die sogar ganz hübsch aussehen.

Nach Fertigstellung hat man dann eine Adresse mit »sites.google.com/site/« am Anfang und dem selbst gewählten Namen dahinter, sagen wir mal »profiauftritt/«. Ein Corporate Design oder spezielle Konfi­gurations­möglich­keiten kann natürlich so ein Baukastensystem nicht bieten, oder nur unter erheblichem Aufwand, und das ist eben auch das Manko dieser ganzen »Homepage«-Baukästen der großen Webhoster.

Jetzt wollen wir uns noch die Frage stellen, warum Google so etwas überhaupt kostenlos anbietet. Nun, sie wollen Geld verdienen. Klingt paradox? Ist es aber gar nicht. Denn man wird ziemlich stark mit der Nase darauf gestoßen, dass man seine neue Website doch »mone­tisie­ren« kann (so heißt es in der deutschen Version). Und zwar mittels Google AdSense. Das geht, grob gesagt, so:

Google tritt als Anzeigenvermittler auf. Also, Unternehmen schalten Anzeigen über Google AdWords. Und ein Website-Betreiber kann wie­derum Anzeigen per AdSense auf seinen Seiten einbinden. So werden je nach Thematik der Webseite automatisch passende Anzeigen an­ge­zeigt. Klickt ein Seitenbesucher nun auf so eine Anzeige, bezahlt der Advertiser (Inserent) eine Gebühr an Google und Google wiederum zahlt eine Provision an den Publisher, also denjenigen, der die Anzeigen bei sich einbindet. Der Traum vom schnellen und dicken Geld durch AdSense dürfte aber im Regelfall unrealistisch sein, was jedoch hier nicht zum Thema gehört.

AdSense kann man natürlich ganz unabhängig davon einsetzen, ob die Website nun bei Google oder sonstwo gehostet wird. Insofern sehe ich in »Google sites« keinen wirklichen Vorteil gegenüber vergleichbaren Lö­sun­gen, noch zumal man bei Google ja nie wissen kann, was sie alles für Daten sammeln. Nun gut, die Kombination von Gratis-Webspace (wenn auch nur 100 MB) und einfachem Bau­kasten­system könnte man als Pluspunkt zählen.

Wie gesagt, für wirklich umfangreiche und individuelle Anforderungen reichen derartige Baukästen kaum aus. Für Privatleute und Hobbyisten ist »Google sites« aber eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Wie kreativ kann man sein?

Natürlich muss man in einem gestalterischen Beruf kreativ sein.

Keine Website soll aussehen wie eine, die man früher schon einmal gestaltet hat. Und schon gar nicht wie eine, die jemand anders gestaltet hat. Und mit Flyern, Foldern und was es sonst noch alles gibt, ist es genauso. Andererseits lässt sich das Rad eben auch nicht neu erfinden – und wenn doch, wäre das kaum sinnvoll. Denn erstens gibt es all­ge­mein­gültige, ziemlich klar definierte Gestal­tungs­prin­zipien und zweitens haben sich bestimmte – wenn auch, kulturell bedingt, teilweise von einander abweichende – Seh- und Benutzungsgewohnheiten etabliert. Wenn man die ignoriert, leidet die Benutzerfreundlichkeit, und die Besucher werden ganz schnell die Website wegklicken oder den Prospekt in den Papierkorb werfen.

Aber wie kreativ kann man dann überhaupt sein?

Oft liest man, es komme auf die Kombination vorhandener Bauteile an, besser noch: auf die Kombination von Bestandteilen, die zunächst gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Ja, das stimmt, so kann man sicherlich auf Ideen für pfiffige neue Produkte kommen. Aber um etwas völlig Neues geht es ja oft gar nicht. In meinem Metier zum Beispiel, dem Webdesign, gibt es verschiedene »Bausteine«, zwischen denen man die Wahl hat und die man kombinieren kann: eckige/abgerundete Kanten, gerade/geschwungene Linien, Schlag­schatten oder eine flache Wirkung, kalte/warme Farben, Navigationsmenü oben oder Textlinks in der Seitenleiste und so weiter und so fort.

Trotzdem stößt man bei all der Kombiniererei ziemlich bald an die natürlichen Grenzen. Damit muss man halt leben. Dennoch kann jede Website individuell aussehen. Wie man das letztlich erreicht, ist eine Frage, die sehr schwer zu beantworten ist, finde ich. Da spielen solche Sachen wie Erfahrung, viel Übung, Intuition, ein gutes Gespür für Form- und Farbharmonien und andere Dinge eine Rolle. Und sehr viel macht gutes Fotomaterial aus. Ein passendes Bild als Kopfbanner, das sich harmonisch in die Gesamtgestaltung einfügt, macht schon einiges her.

Aber die Frage bleibt offen, ob und wie man sich Kreativität antrainieren kann und welche Berufe überhaupt Kreativität erfordern. Hierauf gibt ein interessanter Artikel Antworten:
Mythos Kreativität – Abschied von den Klischees.

Ob die Kreativität nun ein Mythos ist oder nicht – ich behaupte, dass man, egal auf welchem Gebiet, nur dann wirklich schöpferisch wirken kann, wenn man sich intensiv mit ebendiesem Fachgebiet auseinander setzt.

Was ist ein RSS-Feed?

E-Mail und WWW kennt wohl jeder, aber ein paar Internet-Dienste sind weniger bekannt. Dazu gehören sicherlich der RSS-Feed und der modernere Atom-Feed, der vermutlich irgendwann den erstgenannten verdrängen wird. Ich will nicht auf die technischen Aspekte eingehen, denn die kann man besser bei Wikipedia nachlesen (Links siehe unten); sondern ich möchte ganz kurz umreißen, was der Anwender für einen Nutzen davon hat.

Stellen Sie sich vor, Sie sind interessiert an den Informationen von – sagen wir mal – zwölf Websites und Blogs, die sich mit Ihren Lieb­lings­themen befassen. Nun wäre es sehr mühselig, ständig diese zwölf Quellen nacheinander mit Ihrem Webbrowser abklappern zu müssen, um in Erfahrung zu bringen, ob und was es für neue Artikel oder Ankün­di­gungen gibt.

Einfacher wäre es doch, alles »in einem Abwasch« abrufen und an zentraler Stelle sammeln zu können, sodass Sie auf einen Blick sehen, was es Neues gibt und was davon interessant für Sie ist und was nicht. Nun, genau diese Möglichkeit bietet ein Feed. Manchmal werden im Feed komplette Artikel dargestellt, manchmal auch nur die Überschrift und ein Anriss, sodass man die Webseite besuchen muss, um alles zu lesen. Aber man kann eben schnell entscheiden, was lesenswert ist und was nicht.

Aber wie kommen Sie an so einen Feed dran? Zunächst einmal muss er natürlich von der Website oder dem Blog überhaupt angeboten werden. Meistens ist die Möglichkeit, einen Feed zu abonnieren, durch ein oranges Icon gekennzeichnet. Doch was heißt abonnieren?

Um einen Feed (kostenlos) zu abonnieren und zu lesen, benötigen Sie entweder einen speziellen Feedreader oder ein E-Mail-Programm wie Thunderbird, das fähig ist, Feeds zu abonnieren. Und sogar jeder moderne Browser hat eine Feed-Funktion. Die meisten Browser zeigen das orange Symbol in der Adressleiste an, sobald sie erkannt haben, dass eine Webseite einen Feed anbietet. Beim Internet Explorer 8 findet man das Feed-Symbol hingegen in der sogenannten Befehlsleiste, die auch die Symbole für Startseite, Drucken etc. beherbergt.

Vielleicht fragen Sie sich, was denn an einem Feed besser sein soll als an einem Newsletter. Ich glaube, der Hauptvorteil ist, dass Sie für das Abonnement nicht Ihre E-Mail-Adresse bekannt geben müssen, so wie bei der Bestellung eines Newsletters. Und genauso anonym können Sie das Feed-Abo auch wieder kündigen. Außerdem bieten viele Blogs gar keine Newsletter an, statt dessen aber die Möglichkeit, nur bestimmte Kate­go­rien per Feed zu abonnieren oder sich über neue Kommentare zu den Blogartikeln informieren zu lassen.

In einem weiteren Artikel werde ich demnächst ein paar Feedreader vorstellen. Es gibt kostenlose sowohl für Windows als auch für Mac und Linux.

Wikipedia: RSS
Wikipedia: Atom (Format)

Nutzung fremder RSS-Feeds

Dass man (im Regelfall) fremdes Bild-, Video-, Audio- und Textmaterial – aus urheberrechtlichen Gründen – nicht einfach kopieren und auf einer eigenen Webseite veröffentlichen darf, sollte sich ja allgemein herum­gesprochen haben. Holt man sich die Einwilligung vom Urheber der persönlichen geistigen Schöpfung ein (am besten schriftlich) und gibt zusätzlich die Quelle bekannt, ist es in Ordnung. Siehe auch Wikipedia.

Doch wie verhält es sich mit RSS-Feeds? Kurz gesagt, genauso. Zwar sind Feeds technisch ja gerade darauf ausgelegt, an anderer Stelle auf einfache Weise eingebunden zu werden – doch das ändert ja nichts an der urheberrechtlichen Situation. Also auch hier: fragen, fragen, fragen, ob man die freundliche Genehmigung erhält!

Hierzu hatte ich einen interessanten Blogartikel gefunden, der mich überhaupt erst veranlasst hat, selber kurz über das Thema zu schreiben:
Die Nutzung fremder RSS-Feeds kann teuer werden.