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Newsletter versenden mit Thunderbird

Wenn man Newsletter versenden will, hat man verschiedene Möglichkeiten. Es gibt diverse SaaS-Lösungen (Software as a Service), und für Windows auch spezielle Anwendungsprogramme wie SuperMailer oder Newsletter Pro. Serienmails mit Outlook sind ebenfalls möglich.

Der Vorteil ist die Möglichkeit der Personalisierung. Wenigstens die Begrüßungsformel sollte so beschaffen sein, dass der Empfängername dort erscheint und die Anrede variabel ist, sodass also etwa Lieber Karl-Hugo oder Sehr geehrte Frau Meier vom Programm eingesetzt werden kann. Die schlechteste Möglichkeit ist immer, auf die persönliche Anrede zu verzichten und alle Empfänger ins BCC-Feld zu setzen; aber auch die Unsitte, die Empfänger ins CC-Feld zu setzen, sodass alle Adressen von allen Empfängern eingesehen werden können, ist leider immer noch weit verbreitet und scheint nicht auszurotten zu sein. Außerdem werden solche Massenmails auch gern mal vom Spamfilter markiert, wenn nicht gar aussortiert statt zugestellt.

Doch was macht man, wenn man als E-Mail-Client den Thunderbird verwendet und auch nicht auf andere Möglichkeiten ausweichen will? Nun, es gibt die Erweiterung Mail Merge. Damit hat man die Möglichkeit, personalisierte Nachrichten entweder mittels Zugriff aufs Thunderbird-Adressbuch oder mittels Zugriff auf eine CSV-Datei zu verschicken. Mir gefällt die letztere Möglichkeit besser, weil ich sie für am einfachsten und flexibelsten halte. Ich muss halt keine Empfängergruppen einrichten und mein Adressbuch dadurch aufblähen, sondern kann mir verschiedene Tabellen für verschiedene Empfangsgruppen anlegen und brauche diese dann nur als CSV-Datei abspeichern. Auf der oben genannten Webseite wird dies genau erklärt.

Mail Merge

Ich arbeite seit vielen Jahren und sehr gern mit Thunderbird, früher unter Windows, heute unter GNU/Linux, aber dieses geniale Add-on habe ich erst kürzlich gefunden, nachdem ich mehrmals und lange nach Möglichkeiten eines Newsletter-Versands unter GNU/Linux gesucht hatte. Ich brauchte ein bisschen, um die Funktionsweise im Detail zu verstehen, aber einmal fertig eingerichtet, arbeitet diese Erweiterung perfekt.

Vivaldi-Lesezeichen exportieren

Der Webbrowser Vivaldi ist ein Abkömmling von Opera, und ich finde ihn fantastisch. Und da ich nicht gerne Daten verliere, speichere ich mir zur Sicherheit von Zeit zu Zeit die Lesezeichen gesondert ab, exportiere sie also. Doch immer wieder vergesse ich, wie das bei Vivaldi geht. Ich klicke auf das Vivaldi-Symbol, dann auf Erweiterungen und sehe dort auch einen Eintrag Lesezeichen – aber keinen zum Abspeichern selbiger.

Vivaldi: Lesezeichen

Nun – man findet diese Funktion unter Datei, denn dort gibt es einen Eintrag Lesezeichen exportieren. Ich fände es logischer und übersichtlicher, wenn die Exportfunktion ebenfalls unter den Werkzeugen zu finden wäre, die Lesezeichenverwaltung sich also nur an einer einzigen Stelle befände, aber na gut – vielleicht prägt sich das alles jetzt in mein Gehirn ein, da ich darüber geschrieben habe.

Vivaldi: Lesezeichen speichern

Thunderbird oder Evolution?

Vor einiger Zeit hatte ich Probleme mit dem E-Mail-Client Thunderbird: Das Kalendermodul Lightning wurde bei einem Thudnerbird-Update nicht aktualisiert, sondern deaktiviert, wie ich in einem Blogartikel beschrieb, und ferner klappten die Vorschläge beim Eintippen einer Empfängeradresse nicht, was wiederum an einer nicht kompatiblen Erweiterung lag, wie ich in einem weiteren Artikel beschrieb.

Weil ich diese Probleme nicht sofort lösen konnte, aber ein E-Mail-Programm für die tägliche Arbeit dringend benötige, stieg ich für einige Zeit auf Evolution um. Dieses Programm ist standardmäßig installiert auf GNU/Linux-Systemen mit Distributionen, die die Desktop-Umgebung GNOME verwenden. Inzwischen benutze ich längst wieder Thunderbird, da die Probleme gelöst sind, ich es viele Jahre lang verwendet hatte und eigentlich doch nicht missen wollte. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Doch ich muss sagen, mir gefallen beide E-Mail-Clients, also sowohl Evolution als auch Thunderbird, sehr gut. Ich fand einen englischen Artikel aus 2015, der beide Programme miteinander vergleicht und den ich hier ins Deutsche übersetzen möchte. Der Autor entscheidet sich, anders als ich, letztendlich für Evolution. Meiner Ansicht nach hat Evolution hauptsächlich dann Vorteile, wenn man es in in einer gemischten Umgebung einsetzt – wenn es also darum geht, sowohl von einem Windows-Computer aus mit Outlook als auch von einem Computer mit einem anderen E-Mail-Client auf IMAP-Ordner zugreifen zu wollen oder Nachrichten zwischen verschiedenen Systemen oder Online-Konten abgleichen zu müssen. Für mich selbst spielen diese Dinge allerdings keine Rolle.

Es folgt der von mir übersetzte Text des Artikels Evolution vs Thunderbird:

Warum Evolution benutzen statt Thunderbird und seine Lightning-Kalender-Erweiterung?

Ich benutzte Thunderbird als meinen einzigen Mail- und Kalender-Client fast achtzehn Monate, bis er eines Tages aufhörte, E-Mails zu empfangen. Der Thunderbird/Mozilla-IRC-Kanal konnte mir keine Reparaturlösung anbieten, sodass ich mich entschied, Evolution stattdessen auszuprobieren, und so lernte ich, dass Evolution diverse Vorteile gegenüber Thunderbird hat:

  1. Man benötigt mindestens zwei Erweiterungen für Thunderbird, um eine Exchange-Kalender-Unterstützung zu ermöglichen. Ich hatte nie das Problem mit Lightning, dass es nach einer Aktualisierung nicht mehr funktionierte, aber jedes Mal, wenn man Thunderbird aktualisiert, riskiert man den Verlust der Kalenderfunktion, falls die Erweiterungen nicht mit der neuen Version klappen. Evolution enthält ein (optionales) Exchange-Web-Services-Modul als Standard für diejenigen, die es mit Exchange verwenden wollen.
  2. Evolution hat eine bessere Unterstützung für IMAP als Thunderbird. Dies ist äußerst bedeutend in der Hinsicht, dass Evolution Nachrichtenordner unterstützt, die unter Outlook erstellt worden sind. Solche Ordner sind unsichtbar für den Benutzer unter Thunderbird. Evolution markiert außerdem Nachrichten mit hoher Priorität, im Gegensatz zu Thunderbird.
  3. Bei der Durchführung einer Neuinstallation erinnert sich Evolution, welche E-Mails bereits gelesen worden sind, selbst wenn sie mit anderen Clients gelesen wurden. Thunderbird klassifiziert alle Nachrichten als ungelesen, wenn es eine Mailbox zum ersten Mal überprüft, und es erinnert sich lediglich, welche Nachrichten auf einer lokalen Basis gelesen worden sind.
  4. Evolution hat eine automatische Antwort-Funktion aus Office heraus, während man unter Thunderbird umsortieren muss, um Outlook so verwenden zu können, dass diese Funktion unterstützt wird.
  5. Evolution ist leichter zu installieren als Thunderbird.
  6. Evolution hat eine einfacher zu benutzende, modernere Oberfläche.

Ich habe heute um Erlaubnis des Autors mit dem Pseudonym danboid gebeten, und ich warte natürlich noch auf eine Antwort, gehe aber von seinem Einverständnis aus.

Eigene Schnellwahl-Bilder in Vivaldi 1.10

Mein Lieblings-Webbrowser Vivaldi hat mit Version 1.10 endlich eine Möglichkeit eingebaut, die Favoriten in der Schnellwahl mit eigenen Vorschaubildern auszustatten. Bisher war es ja so, dass man mit den durch Vivaldi generierten Bildern Vorlieb nehmen musste. Meistens wurden zwar aus den verlinkten Websites ganz passende Vorschaukacheln generiert, aber bisweilen sahen sie auch ziemlich »daneben« aus. Nun kann man die hässlichen eben gegen hübschere eigene austauschen.

Eigene Schnellwahl-Bilder in Vivaldi 1.10

Kleiner Fehler in der deutschen Übersetzung: »Eigens Bild auswählen« statt »Eigenes Bild auswählen«.

Was es sonst noch für Neuerungen in Vivaldi 1.10 gibt, kann man auf BITblokes nachlesen.

Thunderbird: Verteilerliste als BCC

Elektronische Rundbriefe an einen kleinen vertrauten Kreis kann man freilich so versenden, dass jeder Empfänger die E-Mail-Adressen der anderen Empfänger lesen kann. Im Falle geschäftlicher Newsletter ist das natürlich ein Unding – man verschickt die Rundmail so, dass die Adressen eben nicht einsehbar sind. Dies kann man entweder über einen Dienstleister bzw. eine SaaS-Anwendung handhaben, oder man benutzt spezielle Software auf dem eigenen Computer. Für Windows gibt es zum Beispiel SuperMailer und Newsletter Pro. Beide verschicken die Nachrichten automatisiert einzeln. Solche Software ist meines Wissens für GNU/Linux nicht erhältlich, und ich habe auch keines dieser beiden Programme unter Wine ans Laufen gekriegt.

Man kann aber auch den gewohnten E-Mail-Client verwenden. Nur sollte man tunlichst die Empfänger in die BCC-Felder setzen. Um nicht alle Adressen von Hand eingeben zu müssen, empfiehlt sich die Verwendung von Verteilerlisten. In Mozilla Thunderbird ist so eine Liste leicht zu erstellen.

Thunderbird: Neue Verteilerliste

Die gewünschten Adressen aus dem Adressbuch kann man dann mit der Maus in diese Liste ziehen; sie werden in abgespeckter Form dort hinein kopiert; die ursprünglichen Einträge bleiben vollständig erhalten. Die weitere Vorgehensweise ist ebenso einfach: Man adressiert die Nachricht an sich selbst und fügt den Listennamen in das BCC-Feld ein.

Thunderbird: Verteilerliste als BCC

Hunderte oder gar Tausende von Nachrichten sollte man auf diese Weise aber nicht versenden – da würde wohl so mancher Spamfilter anschlagen.

Domain blablanet.de steht zum Verkauf

Ich fände es erfreulich, wenn Facebook und Twitter endlich ihre Quasi-Monopolstellung verlören. Solche Dienste sollten nicht so gut wie konkurrenzlos in den Händen einzelner kommerzieller Unternehmer liegen, meiner Meinung nach. Und es gibt ja seit längerem schon Bemühungen, dezentralisierte soziale Netzwerke aufzubauen. Angefangen hatte dies wohl mit diaspora* (das Sternchen hinter dem Namen symbolisiert eine Pusteblume). Und es gibt inzwischen einige weitere Netzwerke, die in den meisten Fällen als FLOSS (Free/Libre Open Source Software) konzipiert sind. Aufgrund der offenen Architektur und freien Protokolle können sogar verschiedene dieser Netzwerke miteinander Verbindung aufnehmen. Zum Beispiel lässt sich Friendica mit diaspora* verbinden. Das Prinzip bei all dem ist, dass es keine zentralen Server im Besitz eines Unternehmens gibt, sondern dass diverse Knoten (bei diaspora* Pods genannt) weit verstreut sind. Einen solchen Knoten kann prinzipiell jeder aufbauen und zur Verfügung stellen, jedenfalls im Rahmen genügender technischer, finanzieller und sachkundiger Möglichkeiten.

Auch Blablanet ist eines solcher dezentralisierten sozialen Netzwerke. Es macht allerdings auf mich einen irgendwie unausgereiften Eindruck, die Website sieht furchtbar aus und zeigt Fehlermeldungen an, und zu guter Letzt funktioniert die Auflistung und Anzeige der Kanäle, wie die Knoten hier genannt werden, nicht (Stand: 15. Mai 2017). Ich habe den Eindruck, dass es sich um ein sterbendes Projekt handelt, auch wenn ich den Teufel ungern an die Wand malen mag.

Jedenfalls ist einer der Knoten oder Kanäle schon »platt«, nämlich ein deutscher, und zwar blablanet.de. Ich denke, dass es extrem schwer ist, gegen Facebook anzukämpfen. Denn Facebook ist gut durchdacht und ist leicht zu bedienen, auch für einen manchmal spöttisch als »DAU« bezeichneten Benutzer (dümmster anzunehmender User). Und alle sind bei Facebook, weil alle bei Facebook sind.

blablanet.de kaufen

Nach meinen Erfahrungen wissen die meisten Menschen noch nicht einmal, dass es Alternativen zu Facebook gibt. Und selbst wenn sie es wissen oder man es ihnen sagt, dann hört man doch immer wieder dasselbe Argument: »Aber woanders ist doch keiner meiner Freunde.« Dass Facebook nicht gerade zimperlich mit den persönlichen Daten der Benutzer umgeht; dass es bei Facebook in Wirklichkeit darum geht, die Benutzer zu »melken«; dass man als Benutzer sogar nach dem Ausloggen über Cookies im Browser und per Geräte-Standorterkennung noch getrackt wird; und dass Facebook manipulative Methoden zur Beeinflussung der Benutzer anwendet – das interessiert, geschweige denn stört anscheinend kaum jemanden.

Thunderbird-Addon: Faster autocompletion of e-mail addresses

Der deutsche Bürosoftware-Hersteller SoftMaker gibt seinem Office-Paket seit einiger Zeit den durch eigene Erweiterungen aufgepimpten E-Mail-Client Thunderbird dazu. Ich hatte das Addon Faster autocompletion of e-mail addresses installiert.
Thunderbird-Addon Faster autocompletion
Und das funktionierte beim Update auf die Thunderbird-Version 52.0 (unter GNU/Linux) nicht mehr; es wurden überhaupt keine Vorschläge mehr gemacht, welche Empfängeradresse aus dem Adressbuch in eine neu zu erstellende E-Mail eingetragen werden soll.

Normalerweise geht das ja so: Man fängt an, einen Empfängernamen einzutippen und schon erscheinen passende Vorschläge:
Thunderbird: Adressvervollständigung
Wie gesagt, das klappte jetzt nicht mehr, es erschienen einfach keine Vorschläge und man musste die Empfängeradresse von Hand eingeben.

Leider kann ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern; ich weiß aber noch, dass Thunderbird schon auf meinem Computer installiert war, bevor ich SoftMaker Office installierte. Ich habe mich wohl entschieden, Thunderbird trotzdem mitzuinstallieren – vermutlich, weil mich eben die oben genannte Erweiterung interessierte. Das klappte ja auch anfänglich alles. Ich glaube, ich habe später Thunderbird von SoftMaker Office sozusagen abgekoppelt und neu installiert; auf jeden Fall blieb dieses SoftMaker-Addon erhalten.

Jedenfalls funktioniert Thunderbird nach der Deinstallation von Faster autocompletion of e-mail addresses wieder einwandfrei.

Und da sieht man mal wieder, dass in Bezug auf Programm-Erweiterungen in aller Regel das alte Motto gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Und letztendlich weiß ich gar nicht, was dieses Faster autocompletion überhaupt gebracht haben soll.

Firefox zeigt nur abgespeckte Informationen in der Adressleiste an

Es ist schon eine Weile her, dass Mozilla die Unsitte einführte, im Webbrowser Firefox die Daten in der Adressleiste nicht mehr vollständig anzuzeigen. Wann das war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern – noch zumal Mozilla mit Haupt-Versionsnummern ihrer Anwendungen ja nur so um sich schmeißt; eine weitere Unsitte, meiner Meinung nach. Jedenfalls möchte ich schon noch gern das Protokoll in der Adressleiste erkennen, also http:// oder https://. Aber ich wusste nicht, ob und wie man die Anzeige dieser Daten zurückbekommen könnte. In den Einstellungen fand ich nichts Entsprechendes.

Die Lösung fand ich im Artikel Mozilla Firefox: http und https wieder in der Adresszeile anzeigen auf der Website Dirks-Computerecke.de. Vielen Dank an Dirk Löbe, der sehr gut verständlich und reichlich bebildert erklärt, was man tun muss. Und zwar gibt man about:config in die Adresszeile des Browsers ein. In der dann erscheinenden Liste sucht man per Filter nach dem Eintrag browser.urlbar.trimURLs. Den Wert true setzt man auf false, und anschließend werden die Angaben in der Adressleiste nicht mehr kastriert. Das war jetzt meine Kurzversion; die ausführliche Anleitung findet ihr, wie gesagt, in Dirks Computerecke

Mein Umstieg von Thunderbird auf Evolution

Ich bin jahrelang Thunderbird-Benutzer gewesen. Thunderbird ist ein sehr verbreiteter E-Mail-Client, der für Windows, macOS, Linux und Linux 64-bit erhältlich ist. Er hat neben umfangreichen Funktionen rund um das Arbeiten mit E-Mails auch ein Adressbuch, einen Kalender namens Lightning mitsamt Tätigkeitsliste und einen Feed-/Newsreader und ist somit ein vollwertiger PIM. Der einzige Grund, warum ich mich entschieden habe, Thunderbird den Rücken zu kehren, sind die wiederholten Probleme, die ich damit hatte und die ich in meinem Artikel FossaMail wird eingestellt beschrieben habe. FossaMail wäre wohl eine Alternative gewesen, wenn es eben nicht zum Mai eingestellt werden würde.

Logo Thunderbird
Logo Thunderbird

E-Mail-Clients/PIMs

E-Mail-Clients gibt es ja etliche, auch für ein GNU/Linux-Betriebssystem. Aber wenn man einen vollwertigen PIM als Desktop-Applikation (und nicht als SaaS) sucht, stellt man fest, dass die Auswahl gering ist. Linux-Distributionen liefern jedoch in aller Regel einen PIM mit; unter der Desktop-Umgebung KDE ist es Kontact und unter GNOME Evolution. Da ich KDE nicht verwende, bleibt für mich also nur Evolution. Und das ist genauso umfangreich wie mein ehemaliger Favorit Thunderbird, erinnert aber eher an Outlook. Eine aktuelle Windows-Portierung ist übrigens seit Jahren nicht mehr erhältlich; umgekehrt gibt es Microsofts Outlook natürlich nicht für GNU/Linux.

Logo Evolution
Logo Evolution

Export aus Thunderbird

Doch wie gut lassen sich lokal gespeicherte E-Mails, Adressen und Kalenderdaten von Thunderbird nach Evolution übertragen? Wichtig: Thunderbird muss zunächst noch installiert bleiben, denn die Daten sollten in ihrem letzten, also aktuellen Zustand so exportiert werden, dass sie eben von dem neuen Anwendungsprogramm gut eingelesen werden können. Der Kalender lässt sich mit Bordmitteln exportieren. Für den Export des Adressbuches empfiehlt sich das Add-on MoreFunctionsForAdressBook, für den Export der Nachrichten die ImportExportTools; beide sind von Paolo »Kaosmos«.

Thunderbird: Kalender-Export
Kalender exportieren

Thunderbird: Adressbuch-Export
Adressbuch exportieren

Thunderbird: Nachrichten-Export
Nachrichten exportieren

Import in Evolution

Der Import des Kalenders aus der gesicherten Kalenderdatei im iCalendar-Format war ein Kinderspiel und klappte auf Anhieb.

Die Übertragung meiner Adressbücher ist hingegen mit Nacharbeit verbunden, da sich das Thunderbird-Adressbuch in der Struktur von dem in Evolution unterscheidet und die im CSV-Dateiformat gesicherten Daten teilweise in falsche Felder importiert werden; zum Beispiel steht die Postleitzahl im Feld für das Land usw. Ich hätte also wohl die CSV-Datei für Evolution aufbereiten müssen; allerdings erscheint es mir leichter und im Endeffekt weniger aufwändig, die Adresseinträge bedarfsweise nach und nach zu korrigieren.

Der Import der E-Mails ist leider ebenfalls mit etwas Arbeit verbunden, da ich eine verzweigte Ordnerstruktur habe. Diese lässt sich mit den oben genannten ImportExportTools aus Thunderbird heraus exportieren; nur lässt sie sich so nicht in Evolution einlesen. Ich muss also die Ordnerstruktur in Evolution neu anlegen und die Nachrichten Ordner für Ordner importieren. Die Nachrichten selbst liegen im EML-Format vor und sind somit Reintext-Dateien und enthalten die Kopfzeilen, den Nachrichteninhalt und gegebenenfalls Anhänge. So lassen sich die empfangenen und gesendeten Nachrichten jedenfalls ohne Datenverlust von einer Anwendung in die andere übertragen.

Nachrichten importieren
Nachrichten importieren (aufs Bild klicken zum Vergrößern)

Und zu guter Letzt habe ich die abonnierten Feeds in Evolution einfach neu angelegt.

Hoffnungen für die Zukunft

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass Evolution auch in der Zukunft bei mir stabil läuft, dass keine Bugs auftauchen, die ein vernünftiges Arbeiten erschweren, und ich dauerhaft ordentlich mit der Software werde arbeiten können. Denn ich benötige ein solches Programm für berufliche Zwecke, und da wünscht man sich neben einer guten, intuitiven Bedienbarkeit natürlich auch eine hohe Stabilität und möglichst eine Freiheit zumindest von gravierenden Fehlern.

Lightning für Thunderbird 52.0 unter Arch Linux

Bei einem automatischen Update auf die deutsche Ausgabe von Mozilla Thunderbird 52.0 wurde unter Antergos, das auf Arch Linux basiert, das entsprechende aktuelle Kalendermodul Lightning nicht mitinstalliert. Ich habe zunächst im Netz nur die veraltete Lightning-Version 4.7.8 finden können. Schließlich stieß ich aber im deutschen Thunderbird-Forum auf eine Diskussion, in der jemand den Link zu einer Seite bekanntgibt, von der man die aktuelle Lightning-Version 5.4 herunterladen und in Thunderbird nachinstallieren kann. Das funktionierte bei mir.