Installieren von Schriftarten unter Linux

Das Installieren von Schriftarten ist unter Linux genau so einfach wie unter Windows. Gewusst, wie es geht, hatte ich in der ganzen langen Vergangenheit allerdings nicht, da ich mit den standardmäßig installierten Schriften auskam und mir nie Gedanken darüber machte. Nachdem ich aber meinen Haupt-PC, also den beruflich genutzten, auf Linux umgestellt hatte, benötigte ich doch einige zusätzliche Fonts – insbesondere meine Hausschrift, also die Schrift, die ich fürs Logo und sämtlichen Schriftverkehr verwende.

Nun, das Installieren geht folgendermaßen: Man klickt mit der rechten Maustaste auf die Fontdatei, danach im sich öffnenden Menü auf Mit Schriftanzeiger öffnen (je nach Distribution und/oder Dateimanager kann es auch etwas anders heißen) und findet dort eine Schaltfläche Installieren vor, die man anklickt. Und das war es auch schon. Gefunden habe ich diese Vorgehensweise bei Der tägliche Linux-User.

Wie die Post beim Empfänger ankommt

»Der weitaus größte Teil der Leute, die sich mittels e-mail austauschen, tut das, ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden, wie die Post beim Empfänger ankommt«, heißt es in einem Artikel des Instituts für Textkritik, Heidelberg. Aufgezählt und besprochen werden so einige Unsitten beim Versenden von E-Mails.

Ganz so dramatisch wie die Autorin oder der Autor sehe ich die Dinge nicht, aber über endlose Wüsten zitierten Textes rege ich mich auch bisweilen auf, oder wenn große Bilder oder gar sensible Daten beim Zitieren erneut mitgeschickt bzw. zurück geschickt werden. Dass mir jemand E-Mails mit »Briefpapier«, also geschmücktem Hintergrund, schickt, habe ich zum Glück schon lange nicht mehr erlebt, seit Jahren nicht mehr. Dafür aber, kürzlich erst, dass jemand mir eine Info komplett in Kleinbuchstaben schickte – ohne dass die Versenderin die Hände in Gips gehabt hätte oder so etwas.

In dem oben genannten Artikel geht es ferner um ungünstige Zeilenbreiten, die Aufforderung zu einer Empfangsbestätigung, mangelnden Respekt dem Empfänger gegenüber und anderen unschönen Dingen und Verhaltensweisen beim Versenden elektronischer Post. Ich fand den Text sehr interessant, und ich muss zustimmen, dass in der heutigen Zeit oft Gedankenlosigkeit das Handeln der Menschen bestimmt.

Den Rechnernamen unter Linux ändern

Nach der Installation einiger Linux-Distributionen fiel mir auf, dass ich gar keinen Rechnernamen hatte eingeben können, und der Hostname offensichtlich automatisch festgelegt worden war, zum Beispiel linux.fritzbox oder so was Ähnliches. Nicht sehr aussagekräftig, zumindest nicht, wenn mehrere Geräte im lokalen Netz diesen Namen verpasst bekommen haben. Wie man diesen Hostnamen unter Linux ändern kann, falls die Distribution kein grafisches Tool dafür anbietet, wusste ich nicht. Aber ich fand natürlich die Lösung mit Hilfe der Suchmaschine meiner Wahl (DuckDuckGo, falls es jemanden interessiert).

Im Terminal schaltet man auf den Superuser um (su eintippen und das Root-Passwort eingeben). Nun schreibt man folgenden Befehl:
hostname neuername,
wobei neuername hier natürlich nur ein Beispiel ist.

Bild: Hostname ändern (1)

Dadurch ist der neue Name allerdings noch nicht dauerhaft gespeichert. Man muss ihn nämlich noch in die Datei /etc/hostname eintragen, ebenfalls als Superuser und mit einem Reintext-Editor, beispielsweise Vi, Vim, Nano oder Geany:
geany /etc/hostname

Bild: Hostname ändern (2)

Bilder unter Linux fürs Web komprimieren

Ich bin vor kurzem von Windows auf Linux umgestiegen und habe mich als Webdesigner gefragt, ob es auch für Linux Werkzeuge gibt, die Bilddateien effektiv, aber möglichst verlustarm komprimieren können. Unter Windows hatte ich dazu IrfanView mit dem RIOT-Plugin verwendet – für Linux gibt es diese beiden Programme leider nicht. Und ich möchte nur in Ausnahme­fällen Windows-Software mit Hilfe von Wine unter Linux laufen lassen.

Im Blog meines Berufskollegen Marc Chiroiu fand ich eine mögliche Lösung: In einem seiner Artikel stellt er eine Software namens Trimage vor. Ich habe Trimage daraufhin selbst getestet. Dieses Werkzeug entfernt EXIF- und andere Metadaten aus den Bilddateien, wodurch die Dateigröße reduziert wird, ohne irgendetwas an der Bildqualität zu verändern. Darüber hinaus verwendet die Software die Techniken optipng, pngcrush, advpng und jpegoptim, je nach Dateityp – unterstützt werden die Formate PNG und JPG. Wenn das Bildbearbeitungsprogramm, das man benutzt, aber selbst schon diese oder ähnliche Techniken anwendet, kann Trimage die Größen der Bilddateien allerdings nicht weiter verkleinern, denn irgendwo ist ja die Grenze des Machbaren, wenn man ohne Verluste komprimieren will.

Trimage kann man als Kommandozeilen-Tool oder mit grafischer Benutzeroberfläche verwenden. Es ist quelloffen, kostenlos und steht unter der MIT-Lizenz.

Wenn die Dateigrößen der Bilder nach der Behandlung mit Trimage einem immer noch zu fett fürs Web erscheinen (Ladezeit!), hat man natürlich noch die Möglichkeit, sie verlustbehaftet zu komprimieren, indem man zum Beispiel die Kompressionsrate erhöht oder die Bilder kleiner skaliert. Und vielleicht muss es ja auch nicht immer ein farbiges Bild sein, sondern es reicht eins in Graustufen.

Kanboard: There is no suitable CSPRNG installed on your system

Kanboard ist eine Projektverwaltungs-Software, die sich am Kanban-Prinzip orientiert. Sie ist Open Source und lässt sich auf dem eigenen Webserver installieren; ein Standard-Hosting-Paket mit PHP und MySQL/MariaDB, PostgreSQL oder SQLite 3 reicht aus.

Nach dem Update von einer ziemlich alten auf eine neue Version wurde meine Kanboard-Installation nicht mehr angezeigt. Statt dessen war die Fehlermeldung zu lesen: There is no suitable CSPRNG installed on your system. Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass es mit den Pfad-Einstellungen zu temporären Dateien oder mit der open_basedir-Restriktion zu tun haben könnte – beides PHP-Konfigurationen. Aber entsprechende Änderungen an den Einstellungen über die Verwaltungsoberfläche meines Webhosters halfen nicht.

Was man tun kann, wird in den FAQ von Kanboard erläutert. Darauf stieß ich, als ich die Dokumentation von Kanboard durchsuchte. Eine der Möglichkeiten besteht darin, die Domain oder Subdomain von PHP 5 auf PHP 7 umzustellen. Und das war die Maßnahme, die bei mir auch funktionierte.

Einbindung von Social-Media-Plugins rechtswidrig – was tun?

Es ist ja schon lange bekannt, dass die Einbindung von Facebook-Like-Buttons und ähnlichen Plugins datenschutzrechtlich bedenklich ist. Doch mit einem Gerichtsurteil vom März 2016 kommt noch ein wettbewerbsrechtlicher Aspekt dazu. Das Landgericht Düsseldorf hatte der Verbraucherschutzzentrale NRW zugestimmt und entschieden, dass der Onlineshop Fashion ID by Peek & Cloppenburg das Facebook-Page-Plugin nicht in der bisher eingesetzten Form mehr einsetzen darf. In dem Urteil des Landgerichtes Düsseldorf heißt es, der »Gefällt-mir«-Button werde allein zu Werbezwecken eingebunden, da häufige Klicks auf diesen Button zu einer besseren Platzierung von Werbung und zu dem vermehrten Erhalt personalisierter Werbung der Beklagten bei Facebook führe. Eine Zwei-Klick-Lösung wie etwa die von Heise gilt dann aber wieder als rechtens, da in diesem Fall die Benutzer vor der Datenübermittlung über die Übermittlung derer IP-Adresse und Browserstring aufgeklärt werden.

Was ich persönlich als Nicht-Jurist nicht verstehe, ist diese Durchmischung von Telemediengesetz und Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Auch die Lektüre eines Artikels auf allfacebook.de hat mir da keine wirkliche Klarheit bringen können.

Jedenfalls ist man zur Zeit wohl auf der sicheren Seite, wenn man nur noch eine Zwei-Klick-Lösung einsetzt – oder, noch besser, ganz auf die Einbindung von Social-Media-Plugins und -Buttons verzichtet.

Kontextmenü-Einträge aus dem Windows-Explorer entfernen

Oft genug ärgere ich mich, dass Anwendungssoftware bei der Installation ungefragt Einträge ins Kontextmenü des Windows-Explorer vornimmt. Denn irgendwann hat man in diesem Kontextmenü einen Wust von Einträgen. Und ich finde, dass nur bei häufig eingesetzten Anwendungen diese Einträge überhaupt viel Sinn ergeben. Also muss ausgemistet werden. Aber wie? Nun, man muss schon ein bisschen an der Windows-Registry herum fummeln. Was genau man machen muss, habe ich auf WinTotal gefunden. Doch Vorsicht: Macht man was falsch beim Manipulieren der Registry, kann das fatale Folgen haben!

Stilvolle Fotogrüße ganz einfach?

Der deutsche Software-Hersteller Ashampoo vertreibt unter anderem System-, Multimedia- und Grafiksoftware. Zum Beispiel benutze ich gern deren Brennprogramm oder ihr Snap, mit dem man Webseiten fotografieren kann, und zwar auch die Teile, die außerhalb des gerade auf dem Monitor sichtbaren Bereiches liegen.

Aber als ich ihre Grafiksoftware Photo Card 2 ausprobiert habe, war ich doch arg enttäuscht. Man soll damit auf einfache Weise elektronische Grußkarten erstellen können, und das stimmt auch, die Bedienung ist sehr leicht. Doch das erste Wort in der Werbeaussage »Stilvolle Fotogrüße ganz einfach« finde ich, gelinde gesagt, ein wenig übertrieben. Stil mag ja immer auch ein bisschen Geschmackssache sein, aber wenn man als Benutzer keine Möglichkeit hat, die Farbgebung des eigenen in die Vorlage eingefügten Fotos an ebendiese Vorlage anzupassen oder umgekehrt, dann kommt doch schnell etwas zustande, das mit »stilvoll« recht wenig bis gar nichts zu tun hat, aus gestalterischer Sicht.

Und darüber hinaus finde ich die angebotenen Vorlagen auch verdammt nah am Kitsch. Viele davon haben mit gutem, stilvollem Geschmack in etwa so viel zu tun wie die Exponate in den Schaufenstern von bahnhofsnahen Souvenirläden. Aber gut, mit dieser furchtbaren, vielleicht schon all zu einfachen Ashampoo-Software kann sich jeder wie ein großer Künstler vorkommen und seine Machwerke an die lieben Verwandten, Freunde und sonstigen mehr oder weniger interessierten Menschen versenden – zum Beispiel per E-Mail, Picasa oder Facebook. Na dann: Viel Spaß!

Browser und Betriebssystem feststellen

Gelegentlich kommt es vor, dass Kunden einen Fehler oder ein seltsames Aussehen der für sie gestalteten Website melden. Zum Beispiel laufen Schriften in verschiedenen Browsern oder unter verschiedenen Betriebssystemen verschieden breit, wenn auch nur geringfügig. Und der Kunde meldet dann unschöne Zeilenumbrüche. Außerdem gibt es immer mal wieder Bugs in der einen oder anderen Browserversion.

Frage ich dann die Kundin oder den Kunden, welchen Browser sie oder er genau hat, kann mir oft genug keine Auskunft gegeben werden. Nun kann man zwar am Telefon durchgeben, wo diese Angaben zu finden sind – einfacher und schneller ist es aber womöglich, den Kunden zu bitten, folgenden URL aufzurufen: https://whichbrowser.net/. Dort werden Browser, Browserversion und Betriebssystem angezeigt, also etwa You are using Opera 39.0 on Windows 10.

Which Browser?

Austausch der Windows-Systemfestplatte gegen ein SSD

Kürzlich habe ich eine defekte Festplatte gegen ein SSD (Solid State Drive) ausgetauscht. Die Anforderung war die, dass es sich um die Systemfestplatte mit Windows® als Betriebssystem handelte und ich natürlich nicht alles neu installieren wollte. In den beigelegten Unterlagen zu dem neuen Speichermedium von Toshiba stand der Hinweis, man könne eine kostenlose Software herunterladen, die bei so einem Umzug helfe.

Dieses Programm heißt Echo und ist von dem System-Tools-Hersteller NTi, den ich vorher noch nicht gekannt hatte. Die kostenlose Version funktioniert nur mit einem SSD- oder HDD-Laufwerk von Toshiba als Zielmedium, aber eine Vollversion für herstellerunabhängige Datenträger kostet nur 15 US-Dollar.

Folgendermaßen bin ich vorgegangen: Programm installiert, PC ausgeschaltet, neue SSD an einen freien SATA-Port angeschlossen, PC hochgefahren und das Programm gestartet. Es hat eine ordentlich aussehende Benutzeroberfläche. Hier kann man einstellen, was wohin geklont werden soll.

NTi Echo

Anschließend fährt der Computer herunter, startet neu und das Klonen wird begonnen. Nachdem der Vorgang fertig ist, kann man den PC herunterfahren und ausschalten, die alte HDD ausbauen und die neue SSD an den SATA-Port hängen, wo sich die bisherige HDD befunden hatte.

Auf diese Weise war mein System nach dem Festplatten-Umbau schnell wieder startklar. Denn NTi Echo arbeitete zügig und fehlerfrei. Natürlich gibt es von verschiedenen anderen Herstellern ähnliche Programme; aber von der unkomplizierten Handhabung der hier beschriebenen Software war ich doch sehr angetan.