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Chyrp Lite, ein sehr schlankes Blogsystem

Ich bin kürzlich auf das Blogsystem Chyrp Lite gestoßen, und es hat mich zunächst begeistert. Doch die Begeisterung wurde getrübt, als ich auf einige Schwachstellen stieß.

Installation

Chyrp Lite ist ein Fork des nicht mehr weiterentwickelten Blogsystems Chyrp. Es ist leichtgewichtig, wurde in PHP programmiert und ermöglicht das Schreiben von Artikeln auf einfache, intuitive Weise. Die Installation ging tatsächlich schnell und einfach. Chyrp Lite benötigt eine Datenbank, man kann sich zwischen SQLite und MySQL-/MariaDB entscheiden.

Bedienung

Nach der Installation meldete ich mich am System mit den von mir vergebenen Daten an und konnte gleich schon loslegen. Man versteht das System sofort, auch wenn es keine deutsche Übersetzung gibt. Der Adminbereich kommt sehr aufgeräumt und übersichtlich daher. Er ist in die vier Bereiche Write, Manage, Settings und Extend aufgeteilt, die sich ja von selbst erklären. Der Bereich Write ist natürlich derjenige, der später am häufigsten benutzt werden wird. Er ist per Registerkartenreiter in Page und Text unterteilt, sodass man sehr einfach sowohl Seiten als auch Blogartikel erstellen kann. Beide werden nach Veröffentlichung automatisch in der Navigation angezeigt, die bei dem Standard-Theme in der linken Seitenleiste zu sehen ist.

Chyrp Lite: Schreiben

Chyrp Lite: Seitenleiste

Chyrp Lite ist mehrbenutzerfähig. Vorgegebene Gruppen sind Admin, Member, Friend, Banned und Guest. Ferner gibt es eine Import- und Exportfunktion, die ich allerdings nicht ausprobiert habe. Importiert werden können Beiträge und Seiten im ATOM-Format und Benutzer und Gruppen im JSON-Format – vermutlich nur aus anderen Chyrp-Lite-Installationen, vielleicht aber auch aus dem eingestellten Chyrp.

Ungereimtheiten

Doch nicht alles ist ganz rund bei Chyrp Lite. Die zunächst aufs Nötigste beschränkte Funktionalität lässt sich über mitgelieferte Erweiterungen ausbauen. Ich habe zuallererst die Kategorien aktiviert, aber ich finde keinen Weg, welche anzulegen. Das soll zwar im Adminbereich unter Manage machbar sein, aber dort gibt es so eine Möglichkeit gar nicht. Das ist natürlich blöd. Ein Blogsystem ohne Kategorien ist für mich im großen Ganzen nicht vollständig. Sicherlich kann man Kategorien über die Datenbank handhaben, aber das kann ja nicht der Sinn der Sache sein, und ob sie dann im Adminbereich auch selektierbar sind und alles so funktioniert, wie es soll, weiß ich nicht.

Ferner kommen sich wohl bestimmte Erweiterungen untereinander in die Quere: Das Modul Pingable, das Pingbacks ermöglicht, versteht sich nicht mit dem Modul Comments. Was eventuell sonst noch nicht richtig klappt, kann ich noch nicht sagen, da ich Chyrp Lite bisher nur recht oberflächlich getestet und noch nicht auf Herz und Nieren geprüft habe. Aber die genannten Punkte sind für mich eigentlich schon K.O.-Kriterien genug, da es ja nicht gerade einen Mangel an leistungsfähigen Blog-Engines gibt. Man muss allerdings zu Gute halten, dass Chyrp Lite ja noch sehr jung ist. Die Fehler werden hoffentlich nach und nach beseitigt werden, denn Potenzial hat dieses schlanke Blogsystem.

Chyrp Lite: Konflikt

Auch werden keine Sprachdateien außer Englisch mitgeliefert, sodass die Oberfläche, sowohl im Frontend als auch im Backend, nicht beispielsweise auf Deutsch umgeschaltet werden kann. Wer will, kann sich aber die Mühe machen, selber Sprachdateien zu erstellen, und zwar im POT-Format, zum Beispiel mit Poedit.

Module und Federn

Was mir nicht ganz klar ist: Es gibt als Erweiterungen sowohl Modules als auch Feathers. Was nun der Unterschied sein soll und warum man überhaupt eine Unterscheidung vorgenommen hat, verstehe ich hier genauso wenig, wie ich es etwa bei Joomla! verstehe. Etliche andere Content-Management-Systeme unterscheiden da nicht, da sind eben alles Add-ons, Plug-ins oder wie immer sie jeweils genannt werden.

Chyrp Lite: Modules/Feathers

Fazit

Chyrp Lite ist schnell aufgesetzt, einfach zu bedienen und im Vergleich zu alten, etablierten Blogsystemen sehr leichtgewichtig (Vergleich: Chyrp Lite 863 Dateien der Gesamtgröße 4,4 MB, WordPress 1645 Dateien der Gesamtgröße 25,7 MB). Es gibt einige Erweiterungen und eine Handvoll Themes (= Motive, Gestaltungen, Erscheinungsbilder). Das ist nichts im Vergleich zu der Fülle an Zusätzen, die es etwa für WordPress gibt, aber ein Dschungel aus Tausenden von Erweiterungen ist ja auch nicht wirklich notwendig. Wer also schnell zu einem intuitiv zu bedienenden, schlanken Blog kommen will und milde über die paar momentan noch vorhandenen Kinderkrankheiten (Stand: September 2017) hinwegsehen kann, sollte sich Chyrp Lite einfach mal anschauen.

Windows-Programme im MSI-Format unter Wine installieren

Bekanntlich lassen sich Windows-Programme mittels Wine auch unter GNU/Linux ans Laufen bringen – manche, durchaus nicht alle. Wine kann allerdings, sofern man einen grafischen Dateimanager benutzt, Software nur per EXE-Dateien installieren; mit MSI-Dateien geht es nicht, da muss man das Terminal bemühen. Was man einzugeben hat, fand ich auf askubuntu.com.

According to the official WineHQ FAQ:

MSI files cannot be run directly, you need to use the msiexec program. msiexec is a tool for installing .msi packages. MSI files can be installed in Wine from the terminal like this:

wine msiexec /i whatever-filename.msi

Alternatively:

wine start whatever-filename.msi

That will then run the MSI program the same as if you had double-clicked it in Windows.

The /i option is for installing, if you want to uninstall later, run: wine msiexec /uninstall whatever-filename.msi or the equivalent short form of the same command: wine msiexec /x whatever-filename.msi

Danke an den Benutzer karel, der diese Information im Ubuntu-Forum geteilt hat.

Keine kabelgebundene Internet-Verbindung mehr nach Upgrade von Lubuntu 16.04 auf 17.04

Nach dem Upgrade von Lubuntu 16.04 auf 17.04, das ich in einem früheren Artikel kurz beschrieben habe, klappte die kabelgebundene Internetverbindung nicht mehr, während die WiFi-Verbindung durchaus funktionierte. Mir ist das erst kürzlich aufgefallen, sodass ich nicht sagen kann, ob dieser Fehler unmittelbar nach dem Upgrade oder erst später, durch andere Umstände, auftrat. Ich stöberte in unzähligen Foren, fand aber keine Lösung, die bei mir fruchtete. Da blieb mir also nur eine Neuinstallation von Lubuntu in der aktuellen Version.

Natürlich speichert man sich alle seine Benutzerdaten und die Programmeinstellungen vor so einem Schritt. Es ging aber gut, denn bei der Installation wurde angeboten, Lubuntu 17.04 neu zu installieren und dabei den sogenannten persönlichen Ordner mit den ganzen eigenen Dateien unberührt zu lassen. Auch nachträglich installierte Anwendungsprogramme sollten, wenn möglich, erhalten bleiben. Letzteres war zwar nicht der Fall, aber da ich auf dem Netbook nicht so viel Zeug wie auf meinen Desktop-PCs habe, ließen sich diese Anwendungen recht schnell neu aufspielen.

Jedenfalls klappt nach der Neuinstallation von Lubuntu nun auch die kabelgebundene Internetverbindung wieder und alles andere auch. Was mir noch aufgefallen ist: In Lubuntu 17.04 kann man endlich den Papierkorb vom Desktop aus löschen und muss nicht erst in den Dateimanager wechseln. In älteren Versionen ging das nicht, worüber ich mich immer gewundert hatte.

Mein gescheiterter Versuch mit TrueOS

Windows habe ich zum Glück hinter mir, doch immer mal wieder möchte ich gern über den Tellerrand von GNU/Linux hinausschauen. Und auch früher schon habe ich in gewissen Zeitabständen mehrmals versucht, mit BSD klarzukommen. An irgendwas bin ich allerdings immer gescheitert. Heute habe ich mich noch einmal dran gewagt. Ich habe das mir vielversprechend vorkommende TrueOS, das auf FreeBSD basiert, installiert – besser gesagt: zu installieren versucht. Das klappte auch zunächst ganz gut, aber – man muss es hervorheben – ABER:

  • Das manuelle Partitionieren neben einer bestehenden GNU/Linux-Installation ging völlig in die Hose, sodass ich neu partitionierte, um TrueOS der Einfachheit halber als einziges System auf dem SSD zu haben (kein Produktiv-Rechner, also egal); und ich machte eine manuelle Partition nun nicht gerade zum ersten Mal.
  • Der Zeichensatz bzw. das Tastaturlayout ließ sich nicht auf DE umschalten; der OK-Button zum Abschließen des Wechsels funktionierte einfach nicht.
  • Das Anlegen eines Root- und eines normalen Benutzers lief in einer Endlosschleife; nach Abschluss der Eingaben wurde also wieder erneut aufgefordert, diese Eingaben zu machen.
  • Die Bildschirmgröße wurde mit dem empfohlenen VESA-Treiber für die Grafikkarte nicht richtig erkannt, sodass ich schwarze Ränder um den Anzeigebereich herum hatte; der alternative NVidia-Treiber funktionierte gar nicht.

Also, ich habe jetzt die Schnauze voll von BSD. Als Server-Betriebssystem mag es super und für Systemadministratoren ein Klacks sein. Ich für meinen Teil bin damit überfordert, vielleicht ist meine selbst zusammengebaute Desktop-Hardware auch völlig ungeeignet, ich weiß es nicht. Tja, so ein Profi-System hätte mich ja schon sehr interessiert. Aber was nicht ist, ist nicht. Schade um die vergeudete Zeit.

Solus 3

Solus ist ein GNU/Linux-Betriebssystem, das ich in der Vergangenheit schon einmal ausprobiert hatte. Es muss wohl die erste stabile Version gewesen sein, also Solus 1.0. Ich wollte es eigentlich als Betriebssystem auf meinem für private Zwecke genutzten PC benutzen, entschied mich aber nach einer kurzen Zeit dagegen, weil ich fand, dass viel zu wenig Anwendungssoftware im Repositorium war.

Inzwischen gibt es Version 3.0 (seit 15. August 2017), und ich war neugierig, wie sich Solus so entwickelt hat. Heute habe ich es auf einem Rechner, den ich nur selten benutze, installiert. Und ich bin auch diesmal wieder schwer von dem rasend schnellen Startvorgang begeistert, mit dem höchstens MX Linux mitkommt.

Solus ist seit eh und je erhältlich mit der eigenen Schreibtischumgebung Budgie, aber nun wahlweise auch mit GNOME oder MATE. Ich habe mich für Budgie entschieden. GNOME 3 habe ich unter anderen Distributionen lange benutzt, aber letztlich ist es mir zu fett, und MATE mag ich nicht so richtig (ich bin eher ein Fan von Xfce, Cinnamon und – auf ganz schwachen Computern – irgendwie auch LXDE).

Die Software-Auswahl ist anscheinend erweitert worden, aber so viel wie für Debian und Ubuntu gibt es natürlich nicht. Doch Solus unterstützt nun Snaps; dies sind Software-Pakete, die distributionsunabhängig sind, wenn ich es richtig verstehe. Solche Snaps sind über den sogenannten Snap Store erhältlich.

Ich werde mich wohl mal ein wenig näher mit Solus befassen; bisher kann ich sagen, dass es ein System ist, das sehr flott läuft, einfach zu bedienen ist und mir wirklich Spaß macht.

Newsletter versenden mit Thunderbird

Wenn man Newsletter versenden will, hat man verschiedene Möglichkeiten. Es gibt diverse SaaS-Lösungen (Software as a Service), und für Windows auch spezielle Anwendungsprogramme wie SuperMailer oder Newsletter Pro. Serienmails mit Outlook sind ebenfalls möglich.

Der Vorteil ist die Möglichkeit der Personalisierung. Wenigstens die Begrüßungsformel sollte so beschaffen sein, dass der Empfängername dort erscheint und die Anrede variabel ist, sodass also etwa Lieber Karl-Hugo oder Sehr geehrte Frau Meier vom Programm eingesetzt werden kann. Die schlechteste Möglichkeit ist immer, auf die persönliche Anrede zu verzichten und alle Empfänger ins BCC-Feld zu setzen; aber auch die Unsitte, die Empfänger ins CC-Feld zu setzen, sodass alle Adressen von allen Empfängern eingesehen werden können, ist leider immer noch weit verbreitet und scheint nicht auszurotten zu sein. Außerdem werden solche Massenmails auch gern mal vom Spamfilter markiert, wenn nicht gar aussortiert statt zugestellt.

Doch was macht man, wenn man als E-Mail-Client den Thunderbird verwendet und auch nicht auf andere Möglichkeiten ausweichen will? Nun, es gibt die Erweiterung Mail Merge. Damit hat man die Möglichkeit, personalisierte Nachrichten entweder mittels Zugriff aufs Thunderbird-Adressbuch oder mittels Zugriff auf eine CSV-Datei zu verschicken. Mir gefällt die letztere Möglichkeit besser, weil ich sie für am einfachsten und flexibelsten halte. Ich muss halt keine Empfängergruppen einrichten und mein Adressbuch dadurch aufblähen, sondern kann mir verschiedene Tabellen für verschiedene Empfangsgruppen anlegen und brauche diese dann nur als CSV-Datei abspeichern. Auf der oben genannten Webseite wird dies genau erklärt.

Mail Merge

Ich arbeite seit vielen Jahren und sehr gern mit Thunderbird, früher unter Windows, heute unter GNU/Linux, aber dieses geniale Add-on habe ich erst kürzlich gefunden, nachdem ich mehrmals und lange nach Möglichkeiten eines Newsletter-Versands unter GNU/Linux gesucht hatte. Ich brauchte ein bisschen, um die Funktionsweise im Detail zu verstehen, aber einmal fertig eingerichtet, arbeitet diese Erweiterung perfekt.

Xfce: Wenn STRG + F5 im Browser wirkungslos ist

Dass man mit der F5-Taste die Seite im Browser neu laden kann, wissen viele Benutzer. Dass man aber mit STRG + F5 zusätzlich den Seitencache löscht, ist nach meinen Erfahrungen sogar einigen Webdesignerinnen und Webdesignern fremd. Nun ist das natürlich eine wichtige Tastenkombination beim Entwickeln von Webseiten, will man nicht ständig per Einstellungsmenü den Browsercache löschen. Denn beispielsweise Änderungen in der CSS-Datei können eben nur angezeigt werden, wenn der Browser die Seite neu vom Server anfordert, also nicht aus dem lokalen Cache lädt.

Und diese Tastenkombination funktionierte auf meiner GNU/Linux-Büchse auf einmal nicht mehr. Ich dachte zuerst, es läge am Browser, doch in einem anderen klappte es auch nicht. Dann fiel mir ein, dass ich die Desktop-Umgebung gewechselt hatte, nämlich von GNOME zu Xfce. Dann auf einem anderen Computer getestet: Auch hier bewirkte STRG + F5 im Browser nichts. Sollte Xfce zu etwas unfähig sein, was alle anderen Schreibtischumgebungen beherrschen?

Nun, des Rätsels Lösung lautet: Diese Tastenkombination ist in Xfce vorbelegt. Löscht man diese Vorbelegung unter Einstellungen > Fensterverwaltung > Tastatur, wird diese Kombination wieder für die Browserfunktion frei. Präsentiert wurde diese Lösung im Forum von ubuntuusers – vielen Dank an die engagierten Forumsteilnehmer!

SSD einbinden unter Debian oder Ubuntu

Meine vielen Fotos, Grafiken und eigenen Musikstücke passten gar nicht mehr alle auf das Solid-State-Laufwerk, aber ich hatte noch SSDs zur Verfügung, sodass ich die Bilder und die Musik jeweils auf einem eigenen Laufwerk speichern wollte. Natürlich sollten sie so ins Dateisystem eingebunden werden, dass ich sie innerhalb von Persönlicher Ordner ansprechen kann.

Persönlicher Ordner

Wie man das macht, das las ich im Forum von Gargi. Der Beitrag heißt Eine weitere Festplatte unter Debian hinzufügen und erklärt genau, wie man vorgehen muss. Das Geschriebene gilt genauso für das von mir verwendete Xubuntu. Doch anders als in dem Artikel beschrieben, hatte ich die Partitionierung und Formatierung bereits unter GParted vorgenommen, da mir grafische Werkzeuge in vielen Fällen doch lieber sind als die Konsole. Ich wusste nur nicht, was man anschließend tun muss. Nun, man muss die File-System-Tabelle bearbeiten (als Superuser), die man unter /etc/fstab findet – und diese für mich entscheidende Information fand ich in dem genannten Beitrag.

Kurzum, es klappte alles wunderbar. Nachdem ich meine Daten von der Sicherung auf der externen Festplatte zurück auf die internen SSDs kopiert hatte, kann ich die Dateien wie gewohnt ansprechen. Im Dateimanager sind die Ordner Bilder und Musik nun durch ein Laufwerks-Symbol gekennzeichnet.

Eingebundene Laufwerke

Grub-Customizer installieren

Mit dem Grub-Customizer kann man das Grub-Boot-Menü manipulieren. So etwas wird nur in seltenen Fällen nötig sein, und natürlich sollte man genau wissen, was man tut. Macht man einen Fehler, kann es nämlich im schlimmsten Fall passieren, dass die Betriebssysteme nicht mehr starten. Und hier sind wir schon beim Ausschlag gebenden Punkt: Hat man nur ein einziges Betriebssystem auf dem Computer, wird wohl kaum ein Anlass bestehen, das Boot-Menü zu verändern.

Bei mir war es aber neulich so: Ich hatte auf zwei SSDs zwei verschiedene GNU/Linux-Distributionen installiert und entschied mich letztlich dafür, eine davon wieder loszuwerden. Das entsprechende Solid-State-Laufwerk wurde also, nachdem wichtige Daten gesichert worden waren, neu partitioniert, womit natürlich das darauf befindliche Betriebssystem vernichtet wurde. Nur – im Boot-Eintrag war es freilich nach wie vor vorhanden. So etwas ist nicht schlimm, stört mich aber. Und man kann das mit dem Grub-Customizer in einer grafischen Benutzeroberfläche bereinigen. In der Anleitung How to download and compile wird erklärt, wie man diese Anwendung unter den verschiedenen Distributionen installieren bzw. selbst kompilieren kann.

Wird der Grub-Customizer, nachdem man ihn installiert hat, gestartet, erkennt er, was für Betriebssysteme installiert sind und entfernt von sich aus diejenigen, die nicht mehr vorhanden sind, sodass man noch nicht einmal selbst irgendetwas einstellen muss. Aber natürlich ist es darüber hinaus durchaus möglich, bestimmte andere Einstellungen zu verändern – und sie werden unter Verwendung dieses Tools bei einem Distributions-Upgrade auch nicht überschrieben.

Bildschirm-Schnappschüsse unter Xfce

Ich benötige öfters Bildschirmfotos, zum Beispiel für dieses Blog hier. In letzter Zeit verwende ich als Desktop-Umgebung unter GNU/Linux ganz gerne Xfce. Wenn man ein wenig daran herum fummelt, kann es sogar einigermaßen hübsch aussehen. Im aktuellen Xubuntu 17.04 ist Xfce sogar gleich von Haus aus recht ansehnlich gestaltet worden; unter Debian 9 hingegen sieht es schrecklich aus.

Worauf ich hinaus wollte: Man kann sich ein Screenshot-Tool in eine Leiste legen, indem man diese mit Rechtsklick anklickt, dann Neue Elemente hinzufügen auswählt und dort im Menü Bildschirmfoto auswählt. Das verschiebt man sich dann innerhalb der Leiste an eine Stelle, wo man es haben will. So ist es immer schnell zur Hand. Nicht jeder wird so etwas regelmäßig benötigen, zugegeben, aber ich brauche es, wie gesagt, doch recht häufig.

Bildschirmfoto