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Schrift in Thunderbird wieder in Ordnung

In meinem vorigen Artikel Unsaubere Schrift in Thunderbird habe ich meine Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, dass von einem Tag auf den anderen die Schrift in Thunderbird schlecht lesbar geworden war. Ich hatte zwar einen Weg gefunden, die Schrift der Bedienungsoberfläche wenigstens wieder einigermaßen hübsch hinzubekommen, aber eben nicht wirklich perfekt. Doch inzwischen sieht alles wieder normal aus. Warum? Ich weiß es nicht. Es könnte damit zusammenhängen, dass ich kürzlich den Font ttf-dejavu neu installiert habe. Aber ob wirklich das eine mit dem anderen in Zusammenhang steht? Vielleicht wurde das Problem auch mit dem Thunderbird-Update auf die Version 52.4.0, die am 6. Oktober veröffentlicht wurde, behoben – in den Veröffentlichungs-Hinweisen ist allerdings nichts Entsprechendes vermerkt. Kurzum, ich kann es nicht mehr nachvollziehen. Wie heißt es so schön: Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich.

Unsaubere Schrift in Thunderbird

Von einem Tag auf den anderen wurde bei mir die Schrift im E-Mail-Client Thunderbird in der Version 52.3.0 (64-Bit) unter Antergos, einem Arch-Derivat, nicht mehr sauber angezeigt. Es sah so aus, als würde die Schriftglättung völlig fehlschlagen, denn mal waren senkrechte Striche der Buchstaben zu dünn, mal waren Teile der Buchstaben rötlich statt schwarz. Der Fehler trat aber nur im Thunderbird auf, in keiner anderen Anwendungssoftware. An Einstellungen im Betriebssystem oder am Monitor konnte es also nicht liegen. Was nun die Ursache gewesen ist, ist mir völlig unklar, ich kann es nicht nachvollziehen.

Logo: Thunderbird

Ich suchte lange im Web, fand aber keinerlei Hinweise, dass andere Benutzer auch schon einmal so etwas erlebt hätten. Der Blogbeitrag Schriftarten in Thunderbird ändern von Mario Hommel aus dem Jahr 2013 behandelt aber die Schriftgrößen in der Benutzeroberfläche von Thunderbird. Es heißt dort:

Bei höheren Bildschirmauflösungen kommt es gerade unter Linux manchmal vor, dass im Mailprogramm Thunderbird die Schriftarten von Menüs und in der Mailübersicht zu groß oder zu klein dargestellt werden.

Es wird auch aufgezeigt, wie man die Schriftgröße ändern kann, und zwar mittels einer zu erstellenden CSS-Datei – nur war bei mir ja nicht die Schriftgröße das eigentliche Problem, sondern das schlechte Rendering der Schrift. Ich gab also über diese CSS-Datei auch eine Schrift an, also einen Font, und zwar Liberation Sans, womit ich recht gute Ergebnisse erzielte.

Doch gestern entdeckte ich eine weitere Lösung: Es gibt ein Add-on für Thunderbird, mit dem man diese Einstellungen sehr einfach vornehmen kann. Es nennt sich bezeichnender Weise Theme Font & Size Changer und funktioniert gut. Ich habe jetzt die Beschriftungen in meinem Donnervogel so hingekriegt, dass sie wieder – na ja – fast schön aussehen.

Newsletter versenden mit Thunderbird

Wenn man Newsletter versenden will, hat man verschiedene Möglichkeiten. Es gibt diverse SaaS-Lösungen (Software as a Service), und für Windows auch spezielle Anwendungsprogramme wie SuperMailer oder Newsletter Pro. Serienmails mit Outlook sind ebenfalls möglich.

Der Vorteil ist die Möglichkeit der Personalisierung. Wenigstens die Begrüßungsformel sollte so beschaffen sein, dass der Empfängername dort erscheint und die Anrede variabel ist, sodass also etwa Lieber Karl-Hugo oder Sehr geehrte Frau Meier vom Programm eingesetzt werden kann. Die schlechteste Möglichkeit ist immer, auf die persönliche Anrede zu verzichten und alle Empfänger ins BCC-Feld zu setzen; aber auch die Unsitte, die Empfänger ins CC-Feld zu setzen, sodass alle Adressen von allen Empfängern eingesehen werden können, ist leider immer noch weit verbreitet und scheint nicht auszurotten zu sein. Außerdem werden solche Massenmails auch gern mal vom Spamfilter markiert, wenn nicht gar aussortiert statt zugestellt.

Doch was macht man, wenn man als E-Mail-Client den Thunderbird verwendet und auch nicht auf andere Möglichkeiten ausweichen will? Nun, es gibt die Erweiterung Mail Merge. Damit hat man die Möglichkeit, personalisierte Nachrichten entweder mittels Zugriff aufs Thunderbird-Adressbuch oder mittels Zugriff auf eine CSV-Datei zu verschicken. Mir gefällt die letztere Möglichkeit besser, weil ich sie für am einfachsten und flexibelsten halte. Ich muss halt keine Empfängergruppen einrichten und mein Adressbuch dadurch aufblähen, sondern kann mir verschiedene Tabellen für verschiedene Empfangsgruppen anlegen und brauche diese dann nur als CSV-Datei abspeichern. Auf der oben genannten Webseite wird dies genau erklärt.

Mail Merge

Ich arbeite seit vielen Jahren und sehr gern mit Thunderbird, früher unter Windows, heute unter GNU/Linux, aber dieses geniale Add-on habe ich erst kürzlich gefunden, nachdem ich mehrmals und lange nach Möglichkeiten eines Newsletter-Versands unter GNU/Linux gesucht hatte. Ich brauchte ein bisschen, um die Funktionsweise im Detail zu verstehen, aber einmal fertig eingerichtet, arbeitet diese Erweiterung perfekt.

Thunderbird oder Evolution?

Vor einiger Zeit hatte ich Probleme mit dem E-Mail-Client Thunderbird: Das Kalendermodul Lightning wurde bei einem Thudnerbird-Update nicht aktualisiert, sondern deaktiviert, wie ich in einem Blogartikel beschrieb, und ferner klappten die Vorschläge beim Eintippen einer Empfängeradresse nicht, was wiederum an einer nicht kompatiblen Erweiterung lag, wie ich in einem weiteren Artikel beschrieb.

Weil ich diese Probleme nicht sofort lösen konnte, aber ein E-Mail-Programm für die tägliche Arbeit dringend benötige, stieg ich für einige Zeit auf Evolution um. Dieses Programm ist standardmäßig installiert auf GNU/Linux-Systemen mit Distributionen, die die Desktop-Umgebung GNOME verwenden. Inzwischen benutze ich längst wieder Thunderbird, da die Probleme gelöst sind, ich es viele Jahre lang verwendet hatte und eigentlich doch nicht missen wollte. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.

Doch ich muss sagen, mir gefallen beide E-Mail-Clients, also sowohl Evolution als auch Thunderbird, sehr gut. Ich fand einen englischen Artikel aus 2015, der beide Programme miteinander vergleicht und den ich hier ins Deutsche übersetzen möchte. Der Autor entscheidet sich, anders als ich, letztendlich für Evolution. Meiner Ansicht nach hat Evolution hauptsächlich dann Vorteile, wenn man es in in einer gemischten Umgebung einsetzt – wenn es also darum geht, sowohl von einem Windows-Computer aus mit Outlook als auch von einem Computer mit einem anderen E-Mail-Client auf IMAP-Ordner zugreifen zu wollen oder Nachrichten zwischen verschiedenen Systemen oder Online-Konten abgleichen zu müssen. Für mich selbst spielen diese Dinge allerdings keine Rolle.

Es folgt der von mir übersetzte Text des Artikels Evolution vs Thunderbird:

Warum Evolution benutzen statt Thunderbird und seine Lightning-Kalender-Erweiterung?

Ich benutzte Thunderbird als meinen einzigen Mail- und Kalender-Client fast achtzehn Monate, bis er eines Tages aufhörte, E-Mails zu empfangen. Der Thunderbird/Mozilla-IRC-Kanal konnte mir keine Reparaturlösung anbieten, sodass ich mich entschied, Evolution stattdessen auszuprobieren, und so lernte ich, dass Evolution diverse Vorteile gegenüber Thunderbird hat:

  1. Man benötigt mindestens zwei Erweiterungen für Thunderbird, um eine Exchange-Kalender-Unterstützung zu ermöglichen. Ich hatte nie das Problem mit Lightning, dass es nach einer Aktualisierung nicht mehr funktionierte, aber jedes Mal, wenn man Thunderbird aktualisiert, riskiert man den Verlust der Kalenderfunktion, falls die Erweiterungen nicht mit der neuen Version klappen. Evolution enthält ein (optionales) Exchange-Web-Services-Modul als Standard für diejenigen, die es mit Exchange verwenden wollen.
  2. Evolution hat eine bessere Unterstützung für IMAP als Thunderbird. Dies ist äußerst bedeutend in der Hinsicht, dass Evolution Nachrichtenordner unterstützt, die unter Outlook erstellt worden sind. Solche Ordner sind unsichtbar für den Benutzer unter Thunderbird. Evolution markiert außerdem Nachrichten mit hoher Priorität, im Gegensatz zu Thunderbird.
  3. Bei der Durchführung einer Neuinstallation erinnert sich Evolution, welche E-Mails bereits gelesen worden sind, selbst wenn sie mit anderen Clients gelesen wurden. Thunderbird klassifiziert alle Nachrichten als ungelesen, wenn es eine Mailbox zum ersten Mal überprüft, und es erinnert sich lediglich, welche Nachrichten auf einer lokalen Basis gelesen worden sind.
  4. Evolution hat eine automatische Antwort-Funktion aus Office heraus, während man unter Thunderbird umsortieren muss, um Outlook so verwenden zu können, dass diese Funktion unterstützt wird.
  5. Evolution ist leichter zu installieren als Thunderbird.
  6. Evolution hat eine einfacher zu benutzende, modernere Oberfläche.

Ich habe heute um Erlaubnis des Autors mit dem Pseudonym danboid gebeten, und ich warte natürlich noch auf eine Antwort, gehe aber von seinem Einverständnis aus.

Thunderbird: Verteilerliste als BCC

Elektronische Rundbriefe an einen kleinen vertrauten Kreis kann man freilich so versenden, dass jeder Empfänger die E-Mail-Adressen der anderen Empfänger lesen kann. Im Falle geschäftlicher Newsletter ist das natürlich ein Unding – man verschickt die Rundmail so, dass die Adressen eben nicht einsehbar sind. Dies kann man entweder über einen Dienstleister bzw. eine SaaS-Anwendung handhaben, oder man benutzt spezielle Software auf dem eigenen Computer. Für Windows gibt es zum Beispiel SuperMailer und Newsletter Pro. Beide verschicken die Nachrichten automatisiert einzeln. Solche Software ist meines Wissens für GNU/Linux nicht erhältlich, und ich habe auch keines dieser beiden Programme unter Wine ans Laufen gekriegt.

Man kann aber auch den gewohnten E-Mail-Client verwenden. Nur sollte man tunlichst die Empfänger in die BCC-Felder setzen. Um nicht alle Adressen von Hand eingeben zu müssen, empfiehlt sich die Verwendung von Verteilerlisten. In Mozilla Thunderbird ist so eine Liste leicht zu erstellen.

Thunderbird: Neue Verteilerliste

Die gewünschten Adressen aus dem Adressbuch kann man dann mit der Maus in diese Liste ziehen; sie werden in abgespeckter Form dort hinein kopiert; die ursprünglichen Einträge bleiben vollständig erhalten. Die weitere Vorgehensweise ist ebenso einfach: Man adressiert die Nachricht an sich selbst und fügt den Listennamen in das BCC-Feld ein.

Thunderbird: Verteilerliste als BCC

Hunderte oder gar Tausende von Nachrichten sollte man auf diese Weise aber nicht versenden – da würde wohl so mancher Spamfilter anschlagen.

Thunderbird-Addon: Faster autocompletion of e-mail addresses

Der deutsche Bürosoftware-Hersteller SoftMaker gibt seinem Office-Paket seit einiger Zeit den durch eigene Erweiterungen aufgepimpten E-Mail-Client Thunderbird dazu. Ich hatte das Addon Faster autocompletion of e-mail addresses installiert.
Thunderbird-Addon Faster autocompletion
Und das funktionierte beim Update auf die Thunderbird-Version 52.0 (unter GNU/Linux) nicht mehr; es wurden überhaupt keine Vorschläge mehr gemacht, welche Empfängeradresse aus dem Adressbuch in eine neu zu erstellende E-Mail eingetragen werden soll.

Normalerweise geht das ja so: Man fängt an, einen Empfängernamen einzutippen und schon erscheinen passende Vorschläge:
Thunderbird: Adressvervollständigung
Wie gesagt, das klappte jetzt nicht mehr, es erschienen einfach keine Vorschläge und man musste die Empfängeradresse von Hand eingeben.

Leider kann ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern; ich weiß aber noch, dass Thunderbird schon auf meinem Computer installiert war, bevor ich SoftMaker Office installierte. Ich habe mich wohl entschieden, Thunderbird trotzdem mitzuinstallieren – vermutlich, weil mich eben die oben genannte Erweiterung interessierte. Das klappte ja auch anfänglich alles. Ich glaube, ich habe später Thunderbird von SoftMaker Office sozusagen abgekoppelt und neu installiert; auf jeden Fall blieb dieses SoftMaker-Addon erhalten.

Jedenfalls funktioniert Thunderbird nach der Deinstallation von Faster autocompletion of e-mail addresses wieder einwandfrei.

Und da sieht man mal wieder, dass in Bezug auf Programm-Erweiterungen in aller Regel das alte Motto gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Und letztendlich weiß ich gar nicht, was dieses Faster autocompletion überhaupt gebracht haben soll.

Mein Umstieg von Thunderbird auf Evolution

Ich bin jahrelang Thunderbird-Benutzer gewesen. Thunderbird ist ein sehr verbreiteter E-Mail-Client, der für Windows, macOS, Linux und Linux 64-bit erhältlich ist. Er hat neben umfangreichen Funktionen rund um das Arbeiten mit E-Mails auch ein Adressbuch, einen Kalender namens Lightning mitsamt Tätigkeitsliste und einen Feed-/Newsreader und ist somit ein vollwertiger PIM. Der einzige Grund, warum ich mich entschieden habe, Thunderbird den Rücken zu kehren, sind die wiederholten Probleme, die ich damit hatte und die ich in meinem Artikel FossaMail wird eingestellt beschrieben habe. FossaMail wäre wohl eine Alternative gewesen, wenn es eben nicht zum Mai eingestellt werden würde.

Logo Thunderbird
Logo Thunderbird

E-Mail-Clients/PIMs

E-Mail-Clients gibt es ja etliche, auch für ein GNU/Linux-Betriebssystem. Aber wenn man einen vollwertigen PIM als Desktop-Applikation (und nicht als SaaS) sucht, stellt man fest, dass die Auswahl gering ist. Linux-Distributionen liefern jedoch in aller Regel einen PIM mit; unter der Desktop-Umgebung KDE ist es Kontact und unter GNOME Evolution. Da ich KDE nicht verwende, bleibt für mich also nur Evolution. Und das ist genauso umfangreich wie mein ehemaliger Favorit Thunderbird, erinnert aber eher an Outlook. Eine aktuelle Windows-Portierung ist übrigens seit Jahren nicht mehr erhältlich; umgekehrt gibt es Microsofts Outlook natürlich nicht für GNU/Linux.

Logo Evolution
Logo Evolution

Export aus Thunderbird

Doch wie gut lassen sich lokal gespeicherte E-Mails, Adressen und Kalenderdaten von Thunderbird nach Evolution übertragen? Wichtig: Thunderbird muss zunächst noch installiert bleiben, denn die Daten sollten in ihrem letzten, also aktuellen Zustand so exportiert werden, dass sie eben von dem neuen Anwendungsprogramm gut eingelesen werden können. Der Kalender lässt sich mit Bordmitteln exportieren. Für den Export des Adressbuches empfiehlt sich das Add-on MoreFunctionsForAdressBook, für den Export der Nachrichten die ImportExportTools; beide sind von Paolo »Kaosmos«.

Thunderbird: Kalender-Export
Kalender exportieren

Thunderbird: Adressbuch-Export
Adressbuch exportieren

Thunderbird: Nachrichten-Export
Nachrichten exportieren

Import in Evolution

Der Import des Kalenders aus der gesicherten Kalenderdatei im iCalendar-Format war ein Kinderspiel und klappte auf Anhieb.

Die Übertragung meiner Adressbücher ist hingegen mit Nacharbeit verbunden, da sich das Thunderbird-Adressbuch in der Struktur von dem in Evolution unterscheidet und die im CSV-Dateiformat gesicherten Daten teilweise in falsche Felder importiert werden; zum Beispiel steht die Postleitzahl im Feld für das Land usw. Ich hätte also wohl die CSV-Datei für Evolution aufbereiten müssen; allerdings erscheint es mir leichter und im Endeffekt weniger aufwändig, die Adresseinträge bedarfsweise nach und nach zu korrigieren.

Der Import der E-Mails ist leider ebenfalls mit etwas Arbeit verbunden, da ich eine verzweigte Ordnerstruktur habe. Diese lässt sich mit den oben genannten ImportExportTools aus Thunderbird heraus exportieren; nur lässt sie sich so nicht in Evolution einlesen. Ich muss also die Ordnerstruktur in Evolution neu anlegen und die Nachrichten Ordner für Ordner importieren. Die Nachrichten selbst liegen im EML-Format vor und sind somit Reintext-Dateien und enthalten die Kopfzeilen, den Nachrichteninhalt und gegebenenfalls Anhänge. So lassen sich die empfangenen und gesendeten Nachrichten jedenfalls ohne Datenverlust von einer Anwendung in die andere übertragen.

Nachrichten importieren
Nachrichten importieren (aufs Bild klicken zum Vergrößern)

Und zu guter Letzt habe ich die abonnierten Feeds in Evolution einfach neu angelegt.

Hoffnungen für die Zukunft

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass Evolution auch in der Zukunft bei mir stabil läuft, dass keine Bugs auftauchen, die ein vernünftiges Arbeiten erschweren, und ich dauerhaft ordentlich mit der Software werde arbeiten können. Denn ich benötige ein solches Programm für berufliche Zwecke, und da wünscht man sich neben einer guten, intuitiven Bedienbarkeit natürlich auch eine hohe Stabilität und möglichst eine Freiheit zumindest von gravierenden Fehlern.

Lightning für Thunderbird 52.0 unter Arch Linux

Bei einem automatischen Update auf die deutsche Ausgabe von Mozilla Thunderbird 52.0 wurde unter Antergos, das auf Arch Linux basiert, das entsprechende aktuelle Kalendermodul Lightning nicht mitinstalliert. Ich habe zunächst im Netz nur die veraltete Lightning-Version 4.7.8 finden können. Schließlich stieß ich aber im deutschen Thunderbird-Forum auf eine Diskussion, in der jemand den Link zu einer Seite bekanntgibt, von der man die aktuelle Lightning-Version 5.4 herunterladen und in Thunderbird nachinstallieren kann. Das funktionierte bei mir.

FossaMail wird eingestellt

FossaMail ist ein E-Mail-Client, der auf Mozilla Thunderbird basiert. Er wird, unabhängig von Mozilla, von den Entwicklern des Browsers Pale Moon. herausgebracht.

Logo FossaMail

Ich hatte mir FossaMail installiert, weil ich (mal wieder) Probleme mit Thunderbird hatte. Seit dem Update auf Version 52.0 war der Kalender Lightning verschwunden, wie schon mehrmals in der Vergangenheit. Ich fand nach längerem Suchen endlich einen Link, wo man die aktuelle Lightning-Version herunterladen und nachinstallieren kann und beschreibe das in einem weiteren Artikel näher. Aber damit nicht genug: Es trat ein Bug auf, den ich ebenfalls bei einem länger zurückliegenden Update schon einmal erlebt hatte, nämlich dass beim Erstellen einer E-Mail die im Adressbuch gespeicherten E-Mail-Adressen gar nicht mehr automatisch in das Empfänger-Adressfeld übernommen werden können.

Nachtrag:
Dass die Adressbuch-Daten nicht ins Adressfeld übernommen wurden, war kein Bug in Thunderbird, sondern es lag an einer Erweiterung:
Thunderbird-Addon Faster-Autocompletion
Dazu mehr in meinem Artikel Thunderbird-Addon Faster autocompletion of e-mail adresses.

Vielleicht treten diese Probleme nicht unter allen Betriebssystemen auf. In meinem Fall handelt es sich um die Linux-Distribution Antergos, die auf Arch Linux basiert. In der Vergangenheit hatte ich die beschriebenen Probleme unter Windows. Und es kann sein, dass die Fehler nur in der deutschsprachigen Ausgabe von Thunderbird auftreten, aber nicht beim englischen Original.

Mit FossaMail hatte ich die beschriebenen Probleme nicht und ich wäre auch bei dieser Software geblieben, wenn ich nicht ein paar Tage nach meiner frischen Installation auf die Nachricht gestoßen wäre, dass FossaMail zum Mai 2017 eingestellt werden wird, also in wenigen Wochen vom Zeitpunkt an, da ich diesen Blogartikel schreibe. Begründet wird die Entscheidung damit, dass die Entwickler wohl nach Leuten gesucht hatten, die dieses Projekt übernehmen wollten, aber sich aufgrund der sehr kleinen Benutzerschar sich niemand gemeldet hat. Es werden also keine neuen Versionen erscheinen und die Website wird vom Netz genommen werden.

Ich bin schließlich auf Evolution umgestiegen, das unter mehreren Linux-Distributionen, die die GNOME-Desktop-Umgebung verwenden, mitgeliefert wird. Auch darüber werde ich in einem gesonderten Blogartikel berichten.

Logo Evolution

Thunderbird: Gelöschter Feed ließ sich nicht neu installieren

Ich benutze den Mozilla Thunderbird als E-Mail-Client und Feed-Reader. Ich hatte vor einiger Zeit ein Abonnement gelöscht, wollte den Feed aber später neu abonnieren. Das klappte aber nicht, es kam immer die Fehlermeldung, der Feed sei ja schon abonniert. Der Fehler war wohl gewesen, dass ich das Abonnement nicht ordnungsgemäß abbestellt, sondern den entsprechenden Unterordner in Thunderbird einfach gelöscht hatte.

Wie man das Problem lösen kann, erfuhr ich im Forum von thunderbird-mail.de. Der Benutzer chimpo schreibt dort, man müsse im Ordner [Profil]\Mail\RSS-News & Weblogs die Dateien feeds.rdf, feeditems.rdf, Trash und Trash.msf löschen. Die gespeicherten Nachrichten blieben zwar erhalten, man solle aber dennoch vorher vorsichtshalber eine Datensicherung machen.

Diesen Tipp, die genannten Dateien zu löschen, habe ich befolgt, und verloren ging nichts; vielleicht wurden auch die Artikel erneut heruntergeladen, das weiß ich nicht mehr so genau. Was mir auffiel, war, dass die Feed-Icons zum großen Teil nicht mehr vorhanden waren, sondern durch ein Standardsymbol ersetzt worden waren. Sie werden aber wohl neu geladen und angezeigt, sobald neue Artikel erscheinen.

Also: Ein Feed-Abo immer abbestellen über Blogs & News-Feeds > Abonnements verwalten.

Thunderbird: Feed-Abonnements verwalten


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