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SoftMaker Office 2018 für Windows

Seit 8. November 2018 ist SoftMaker Office 2018 für Windows verfügbar. Eine Linux-Version wird noch folgen. Ich werde die neue Version dieser robusten Bürosoftware in Kürze testen und näher hier vorstellen. Wer sich die Software gerne selber anschauen und sie ausprobieren möchte, kann sich die Testversion herunterladen. Sie ist dreißig Tage lang gültig, sodass man genügend Zeit zum Ausprobieren hat – so kauft man nicht die Katze im Sack.

Logo: SoftMaker Office 2018

Die Officelösung „made in Germany“ wartet mit einem komplett überarbeiteten Bedienkonzept auf – Anwender können nun wahlweise mit klassischen Menüs oder mit Ribbons arbeiten. Durch die native Verwendung der Microsoft-Dateiformate DOCX, XLSX und PPTX bietet SoftMaker Office 2018 nahtlose Kompatibilität zu Microsoft Office. Wie gewohnt besteht das Paket aus der Textverarbeitung TextMaker, der Tabellenkalkulation PlanMaker und dem Präsentationsprogramm Presentations. Für E-Mails, Aufgaben und Termine steht Anwendern ein von SoftMaker erweiterter Thunderbird zur Verfügung.

Wie gesagt: Ein ausführlicher Testbericht wird in Kürze folgen.

SoftMaker Office 2018 für Windows: Betaversion

Der deutsche Bürosoftware-Hersteller SoftMaker aus Nürnberg arbeitet an einer neuen Version seines Büropaketes SoftMaker Office. Man kann sich eine kostenlose Beta-Version herunterladen, die unter Windows 7, 8 oder 10 läuft. Neben einem komplett überarbeiteten Bedienkonzept, das Anwender wahlweise mit klassischen Menüs oder mit Ribbons arbeiten lässt, bietet es durch die native Verwendung der Dateiformate DOCX, XLSX und PPTX nahtlose Kompatibilität zu Microsoft Office. SoftMaker lädt alle Interessenten ein, die Betaversion kostenlos herunterzuladen und zu testen.

Logo: SoftMaker Office 2018

Ich selbst nutze SoftMaker Office seit – ich weiß es gar nicht mehr, es muss 1999 oder noch früher gewesen sein, 1997. Ich habe immer den schnellen Programmstart und die Robustheit bewundert, denn Abstürze habe ich in den vielen Jahren nur sehr selten erlebt. Hauptsächlich arbeite ich mit dem TextMaker. Damit lassen sich nicht nur normale Schreibarbeiten erledigen, sondern die DTP-Fähigkeiten sind auch sehr gut. Es lassen sich also durchaus damit Flugblätter oder Broschüren gestalten.

Im November oder Dezember wird vermutlich die fertige Version 2018 von SoftMaker Office erscheinen, zunächst für Windows, aber ich hoffe, bald danach auch für GNU/Linux. Dann werde ich darüber berichten; unter Windows arbeite ich ja inzwischen gar nicht mehr. SoftMaker hat mir jedoch Bilder von der neuen Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt, sodass ich sie hier zeigen kann:

TextMaker 2018, neue Benutzeroberfläche
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PlanMaker 2018, neue Benutzeroberfläche
(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)

Presentations 2018, neue Benutzeroberfläche
(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)

My Personal Kanban

Einen sehr einfachen Aufgaben-Manager nach der Kanban-Methode hat Greg Gigon aus London programmiert. Diese Software nennt sich My Personal Kanban, ist sehr schlank und läuft im Webbrowser. Herunterladen kann man die Software von Github.

Dieses Kanban-Board bietet nur wenige Funktionen und ist nur für Einzelbenutzer geeignet, benötigt dafür aber auch keine Installation auf einem Webserver, verzichtet auf eine Datenbank und dürfte auf jedem lokalen Computer laufen. Man kann mehrere Boards erstellen und dort jeweils beliebig viele Spalten anlegen, zum Beispiel Ideen, Geplant, In Arbeit, Erledigt. In diesen Spalten lassen sich Aufgaben »anpinnen«. Diese »Zettel« können verschieden eingefärbt werden, um Zusammengehörigkeiten oder auch Wichtigkeiten visuell leicht erfassen zu können. Per Ziehen und Ablegen lassen sich die Zettel von Spalte zu Spalte verschieben, je nach Bearbeitungsstatus. Man sieht zwar immer nur die Titelleiste der Zettel, doch es lassen sich Beschreibungen eingeben, die man durch Klick auf den Titel sichtbar machen kann.

My Personal Kanban
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Und wer möchte, kann auch die Google-Cloud benutzen, um seine Kanban-Boards zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren oder von unterwegs erreichbar zu machen. Dazu muss man sich vom Anbieter der Software einen Schlüssel besorgen, damit alles verschlüsselt werden kann. Daten werden nach Angaben des Anbieters auf keinem Server gespeichert, nur die E-Mail-Adressen der Schlüssel-Antragsteller. Diese Cloud-Funktionalität habe ich allerdings nicht ausprobiert.

Wer einen ähnlichen, aber wesentlich umfangreicheren und leistungsfähigeren Aufgaben-Manager mit Projektplanungs-Eigenschaften und Mehrbenutzerfähigkeit sucht, sollte sich einmal Kanboard anschauen. Dieses Programm muss allerdings auf einem Webserver, etwa dem Apache-HTTP-Server, installiert werden und benötigt PHP und eine Datenbank.

Kostenlos PDF-Dateien bearbeiten mit FlexiPDF Basic 2017

Logo FlexiPDF Basic

Seit dem 20. Juni 2017 ist von SoftMaker die kostenlose PDF-Software FlexiPDF Basic für Windows (ab Vista) mit erweiterter Funktionalität erhältlich – es sind nämlich einige grundlegende Editierfunktionen hinzugekommen. Bislang war die Basic-Version ein reiner PDF-Betrachter und PDF-Druckertreiber gewesen. Nun kann man aber zusätzlich die Seitenreihenfolge in einer PDF-Datei ändern, Seiten löschen, Seiten aus anderen PDF-Dokumenten einfügen und Kommentare einfügen, wie auf dem folgenden Screenshot zu sehen ist.

FlexiPDF Basic: Kommentieren
(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)

FlexiPDF Basic 2017 steht zum kostenlosen Download bereit und kann sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden.

Die Professional-Version kann natürlich nach wie vor mehr. Hiermit ist es möglich, direkt in der PDF-Datei Änderungen an den Inhalten vorzunehmen – es lassen sich Texte unmittelbar bearbeiten, Bilder einfügen oder mit dem Scanner eingelesene Dokumente mittels automatischer Texterkennung (OCR) in echten Text umwandeln, der dann zum Beispiel mit dem TextMaker weiter bearbeitet werden kann. Im Dezember 2016 hatte ich FlexiPDF Professional in einem Blogartikel vorgestellt.

dieUmweltDruckerei senkt die Preise für Broschüren

Wie heute, am 20. April 2017, im Newsletter von dieUmweltDruckerei zu lesen war, gibt es neue Umschlagsvarianten für Broschüren. Es heißt im Newsletter:

Bei unseren Broschüren mit Klammerheftung und Softcover können Sie ab sofort für vorne und hinten individuell große Umschlagklappen gestalten. Das Softcover bietet darüber hinaus neben der gewohnten Klebebindung nun auch die elegante Fadenheftung und die praktische Schweizer Broschur, welches das Aufschlagverhalten der Broschüre erheblich verbessert.

Wie das Unternehmen weiter bekanntgibt, konnten darüber hinaus aufgrund interner Prozessoptimierungen die Kosten reduziert werden. Die Einsparungen werden an die Kunden weitergegeben, indem die Preise für die Broschüren gesenkt worden sind.

PDF Converter Elite 5

Ich habe ein Rezensionsexemplar des Programmes PDF Converter Elite 5 (PCE) von dem kanadischen Hersteller PDFConverter.com erhalten und die Software unter Microsoft Windows 10 Professional 64-bit getestet.

PCE-5-Box

Der folgende Text ist nicht als Anleitung der Software zu verstehen, sondern als Test der Möglichkeiten und Funktionalitäten. Eine englischsprachige Anleitung findet man unter www.pdfconverter.com/support/help/pce5/.

Installationsvoraussetzungen

Die Software ist für Windows erhältlich, für alle Versionen von XP bis 10 in 32-bit oder 64-bit. Man benötigt 350 MB Speicherplatz auf der Festplatte oder dem Solid-State-Laufwerk, einen Arbeitsspeicher von mindestens 512 MB und eine Bildschirmauflösung von mindestens 1366 Pixeln Breite und 768 Pixeln Höhe.

Man kann sich eine Testversion herunterladen und das Programm sieben Tage lang ausprobieren.

Die Programmoberfläche

PDF Converter Elite 5 ist wunderbar intuitiv bedienbar. Die Benutzeroberfläche kommt sehr übersichtlich und aufgeräumt daher, und die Bildchen in der oberen Menüleiste sind sofort verständlich. Dennoch: Leider lässt sich auch in Version 5 immer noch keine Sprache einstellen, alles ist in Englisch.

PDF Converter Elite 5: Benutzeroberfläche
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Die Oberfläche ist in folgende Bereiche unterteilt: Textliche und bebilderte Menüleiste ganz oben, darunter eine linke und rechte Seitenleiste und zwischen diesen der Hauptbereich, in welchem die geöffnete Datei angezeigt wird.

Die Hilfe

Trotz der leichten Bedienbarkeit kann es immer mal sein, dass man eine Hilfestellung braucht. Drückt man, während das Programm im Vordergrund läuft, auf die F1-Taste oder navigiert man in der Menüleiste zu Help > Help, so öffnet sich das Handbuch im Webbrowser. Dieses Handbuch kann man von dort aber auch als PDF-Datei herunterladen. Auch das Handbuch gibt es leider ausschließlich in Englisch.

Die zwei Modi

Wichtig zu wissen ist, dass man das Programm in zwei Modi betreiben kann, je nachdem, was man machen will: es gibt den Konvertierungsmodus (Convert) und den Bearbeitungsmodus (Edit).

Convert
Edit

Zwischen beiden kann man wechseln, indem man entweder die Tastenkombination STRG+j drückt, die vierte Schaltfläche von links in der Menüleiste anklickt oder in dem textlichen Menü auf File > Edit bzw. File > Convert klickt. Im Konvertiermodus lassen sich PDF-Dateien in folgende Formate umwandeln: Word, Excel, CSV, PowerPoint, Publisher, OpenOffice, HTML und AutoCAD, außerdem auch in eine Bilddatei. Und im Editiermodus kann man die PDF-Datei direkt bearbeiten.

Konvertierungsmodus

Menüleiste

Die Menüleiste besteht aus zwei Teilen. Oben sehen wir ein Textmenü, darunter befindet sich ein Bildmenü. Ich konzentriere mich hier auf letzteres.

Menüleiste

Linke Seitenleiste

Die linke Seitenleiste hat am Rand drei Registerkartenreiter. Der oberste Reiter trägt das Symbol eines Fensters (vier Karos), der mittlere einen Stern und der untere eine Büroklammer. Je nachdem, welchen Reiter man anklickt, verändert sich der Inhalt der Seitenleiste. Ist der oberste Reiter aktiv, ist deer Kopf der Seitenleiste betitel mit *Thumbnails* und zeigt, wie in gängigen PDF-Anzeigeprogrammen, eine Übersicht über die Seiten des geöffneten PDF-Dokumentes. Der Stern bedeutet *Bookmarks*, also Lesezeichen, und die Büroklammer zeigt eventuell vorhandene Anhänge – mit beispielsweise dem Adobe Acrobet kann man ja sowohl Lesezeichen anlegen als auch einem PDF-Dokument PDF-Dateien und andere Dateitypen anhängen. Dies würde also in PDF Converter alles angezeigt werden.

Linke Seitenleiste

Rechte Seitenleiste

Die rechte Seitenleiste gibt dem Benutzer ein paar Tipps zum Einstieg.

Rechte Seitenleiste

Dateien konvertieren

Nun zur Praxis. Wir wollen eine PDF-Datei in ein anderes Format umwandeln. Ich habe zu diesem Zweck ein uraltes Dokument aus dem Jahr 2009 hervorgekramt, denn ich will sehen, ob der PDF-Konverter mit so einem alten Ding noch klarkommt. Ja, es lässt sich öffnen und wird korrekt angezeigt.

Um eine Datei in ein Microsoft-Office-Dokument umwandeln zu können, muss Microsoft Office auf dem PC installiert sein. Bei mir ist das nicht der Fall, und so erscheint diese Fehlermeldung:

MS Office fehlt

Doch es gibt zum Glück auch die Möglichkeit, in ein Apache-OpenOffice-Dokument umzuwandeln.

In OpenOffice/LibreOffice konvertieren

LibreOffice, das zu OpenOffice kompatibel ist, ist auf meinem Rechner installiert, und somit klappt auch die Konvertierung:

LibreOffice Writer

Perfekt! Weitere Konvertierungen hatte ich ja bereits in meinem Artikel über die Version 4 von PDF Converter Elite getestet, deswegen belasse ich es jetzt bei diesem einen Beispiel. Damals hatte sich ja schon die korrekte Arbeitsweise des Programmes gezeigt.

Die einzelnen Dokumentformate des OpenOffice-Paketes sind nicht in der oberen Menüleiste aufgelistet, aber man kann sie in der rechten Seitenleiste auswählen. Man hat die Wahl zwischen Writer, Calc und Impress, also der Textverarbeitung, der Tabellenkalkulation und der Präsentation.

OpenOffice-Konvertierungsmodus

Bearbeitungsmodus

Menüleiste

Im Bearbeitungsmodus hat die Menüleiste viel weniger Einträge als im Konvertierungsmodus.

Menüleiste Bearbeitungsmodus

Dafür finden wir viele Funktionen zum Editieren in der rechten Seitenleiste (siehe weiter unten).

Linke Seitenleiste

Die linke Seitenleiste ist dieselbe wie im Umwandlungsmodus und dient der Übersicht über das geöffnete Dokument, wie schon weiter oben beschrieben.

Rechte Seitenleiste

Die rechte Seitenleiste bietet im Bearbeitungsmodus diverse Möglichkeiten, das Dokument zu manipulieren. Es lassen sich erstens die Texte und zweitens die Seiten bearbeiten.

Rechte Seitenleiste, Edit

Text bearbeiten

Nachdem ich eins meiner alten Dokumente ins PDF-Format umgewandelt habe, will ich es bearbeiten. Zunächst nehme ich mir den Text vor. Leider zeigt sich, dass nicht die gesamte Zeile markiert wird, sondern nur ein Teil davon:

Text bearbeiten

Nach Rücksprache mit einer Mitarbeiterin des Herstellers wurde mir erklärt, dass PCE durchaus die Zeilen, aber auch Bilder in »chunks«, also in Teilstücke zerlegt. Warum das so ist, ist mir ein wenig rätselhaft, da ich so ein Verhalten bisher noch bei keinem PDF-Bearbeitungsprogramm vorgefunden habe und ich auch keinen Sinn darin sehe.

Und wenn ich jetzt den Text an der linken oberen Ecke der grünen Markierung mit der Maus packe und an eine andere Stelle verschiebe, zeigt sich, dass der Text zwar zwar korrekt erkannt worden ist, aber Teile des Textes offensichtlich noch als Bild gespeichert worden sind und unter dem eigentlichen Text lagen:

Text verschieben

Nun muss ich allerdings zugeben, dass ich auch ein schwieriges Dokument ausgesucht habe, denn der Text liegt zwischen einem Bild und mehreren Strichen:

Schwieriges Ausgangsmaterial

Und dafür hat sich PDF Converter gut geschlagen, finde ich. Ich wollte PCE aber noch an einem reinen Textdokument ohne Bilder testen. Und hier war es nur möglich, einzelne Buchstaben auszuwählen, nicht die ganze Zeile oder den ganzen Absatz. Jedenfalls habe ich keine Tastenkombination gefunden, die das ermöglicht hätte:

Nur Einzelbuchstaben

So lässt sich ein Fließtext natürlich nicht vernünftig bearbeiten; Passagen in den bestehenden Text einzufügen war mir nicht möglich. Hier sollte PDFConverter.com also noch dringend nachbessern.

Wichtig zu wissen ist Folgendes: In den Fällen, in denen ein Font nicht komplett ins PDF-Dokument eingebettet wurde und somit bestimmte Buchstaben unter Umständen fehlen, kann PCE diese fehlenden Buchstaben auch nicht ins Dokument schreiben. Hier muss man einen Standard- oder System-Font auswählen, damit es klappt:

Standard- oder System-Font

Seiten bearbeiten

Wenn man nicht die Inhalte, sondern die Seiten als solche verändern möchte, bieten sich ebenfalls etliche Möglichkeiten. Besonders nützlich finde ich die Rotations-Funktion, denn manchmal bekomme ich von Kunden PDF-Dateien zugeschickt, die aus irgendwelchen Gründen um 90 Grad gedreht sind, also im Quer- statt Hochformat vorliegen oder umgekehrt. Mit PCE kann ich sie in die richtige Position bringen und auch so abspeichern.

Was man noch alles tun kann: Seiten löschen, PDF-Dokumente zusammenführen, ein aus mehreren Seiten bestehendes Dokument in mehrere Dokumente aufsplitten, die Reihenfolge der Seiten verändern und die Seiten umzuformatieren (zum Beispiel Letter in DIN A4) oder zu skalieren.

Weitere Fähigkeiten

PDF Converter Elite 5 kann aber nicht nur PDF-Dateien öffnen. Ich habe problemlos ein TextMaker-Dokument (TextMaker ist Teil des Office-Paketes des deutschen Bürosoftware-Herstellers SoftMaker) öffnen können – das ist erstaunlich, denn bisher war es mir noch nie gelungen, eine solche Datei in einem Fremdprogramm anzuzeigen. Ob PDF Converter Elite 5 auf die Bibliotheken von SoftMaker zugreift, sodass das Office-Paket zwangsläufig auf dem PC installiert sein muss, kann ich allerdings nicht sagen.

Natürlich kann der PDF-Converter auch PDF-Dokumente erstellen, und zwar auch aus anderen Anwendungen heraus. Dazu wird beim Setup der Anwendung ein virtueller Druckertreiber installiert.

Preis

Als Einzelplatzlizenz kostet die Software knapp 100 US-Dollar, und dieser Preis gilt für den Download. Wer eine CD haben möchte, bezahlt 10 Dollar mehr. Es sind auch Mehrplatzlizenzen erhältlich, hierfür gibt es gestaffelte Rabatte. Man kann sowohl mit Kreditkarte als auch per PayPal bezahlen. Die Lizenz gilt lebenslang, und wer die Vorversion besitzt, kann für den halben Preis ein Upgrade erwerben.

Fazit

PDF Converter Elite 5 erzielt sehr gute Konvertierungsergebnisse. Das Umwandeln von PDF-Dateien in Microsoft-Office-Formate konnte ich leider nicht testen, da ich diese Bürosoftware nicht habe. Doch die Umwandlung in OpenOffice- bzw. LibreOffice-Dateien hat bei meinen Tests sehr gut funktioniert, sogar mit recht schwierigen Dokumenten, die aus einem Mischmasch von Text und Grafiken bestehen. Auch die Funktionen zum Manipulieren der Seiten, wie das Umsortieren, Skalieren oder Drehen finde ich sehr nützlich. Schwächen zeigt leider die Text-Bearbeitungsfunktion.

PCE-5-Box

Able2Extract Professional 11

Von dem kanadischen Softwarehersteller Investintech.com Inc. habe ich ein Rezensionsexemplar der kürzlich erschienenen Pro-Version 11 der PDF-Software Able2Extract erhalten.

Überblick

Was ist Able2Extract?

Able2Extract ist eine Konvertierungs-Software für PDF-Dateien. Sie hat folgende Fähigkeiten:

  • PDF in Excel umwandeln
  • PDF in Word umwandeln
  • PDF editieren
  • PDF erstellen
  • OCR (Texterkennung) für PDF
  • PDF in AutoCAD umwandeln

Able2Extract, Box

Der Preis für die Able2Extract Professional 11 Full License liegt bei $ 149,95 (Einzelbenutzer). Es gibt auch Mehrbenutzerlizenzen. Eine erworbene Lizenz ist für die entsprechende Hauptversion zeitlich unbegrenzt gültig. Von einer älteren Version kann bei Bedarf zum Preis von $ 49,50 pro Lizenz aufgestockt werden.

Installation

Die System-Voraussetzungen sind sehr moderat: Ein Prozessor in x86-Architektur, mindestens 512 MiB verfügbarer Arbeitsspeicher und 200 bis 300 MiB freier Festplattenplatz.

Ich wollte gern die Linux-Version von Able2Extract testen. Leider ließ sich das Programm nach der Installation nicht starten – ich habe es unter Fedora 25, openSUSE Tumbleweed, Linux Mint 18 und Zorin OS probiert. Bei Rücksprache mit dem Hersteller wurde mir gesagt, dass dieses Fehlverhalten demnächst bereinigt werden soll.

Unter Windows 10 hatte ich keinerlei Probleme, weswegen ich hier die Windows-Version bespreche.

Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche ist angenehm schlicht und übersichtlich gehalten. Leider ist sie nur in englischer Sprache erhältlich.

Able2Extract, Benutzeroberfläche
(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)

Die Funktionen

Die Version 10 von Able2Extract habe ich ja [in einem früheren Blogartikel](https://www.torstenkelsch.de/blog/2016/buero/pdf-konverter-able2extract-10/) besprochen. Das meiste gilt natürlich auch für Version 11, weswegen ich mich hier auf Änderungen und Dinge beschränken möchte, die ich damals nicht getestet oder näher erwähnt hatte.

Konvertiermodus und Editiermodus

Das Wichtigste, das man wissen muss, ist: Es gibt einen Umwandlungs- und einen Bearbeitungsmodus in Able2Extract (Convert/Edit). Zwischen diesen beiden kann man umschalten:

Able2Extract, Bearbeitungsmodus

Able2Extract, Umwandlungsmodus

Entsprechend ändern sich auch sowohl die Menüleiste als auch die rechte Seitenleiste. Nur das, was an Funktionen im jeweiligen Modus verfügbar ist, wird in den Leisten auch angezeigt.

Mit Able2Extract Professional 11 kann man also sowohl PDF-Dateien in andere Formate umwandeln als auch Bearbeitungen an den PDFs vornehmen. Näher erklärt wird das alles weiter unten.

Was ist neu in Version 11?

  • Es lassen sich Kommentare zu einer PDF-Datei hinzufügen.
  • Textpassagen können geschwärzt werden.
  • Erweiterte Texterkennungs-Fähigkeiten: Eingescannte PDFs können
    • durchsuchbar gemacht werden
    • und in AutoCAD-Dateien umgewandelt werden.

Konvertiermodus

PDF in Microsoft-Office-Dokumente umwandeln

PDF in Microsoft-Office-Dokumente umzuwandeln funktioniert bei mir nicht, da das Office-Paket installiert sein muss, ich aber andere Office-Software verwende. Eine Fehlermeldung weist auf diesen Umstand hin:

Able2Extract, MS-Office vermisst

Und so war ich auch reichlich schockiert, dass eine Umwandlung in OpenOffice- oder LibreOffice-Dateien in der Windows-Version von Able2Extract 11 – im Gegensatz zu Version 10 – gar nicht mehr möglich ist!

Able2Extract, Umwandlung unter Able2Extract 10
Konvertierungs-Möglichkeiten unter Able2Extract 10

Able2Extract, Umwandlung unter Able2Extract 11
Konvertierungs-Möglichkeiten unter Able2Extract 11

Man kann sich aber meinen alten Blogartikel durchlesen, denn damals hatte ich die Dateiumwandlungen sowohl mit einer Testversion von Microsoft Office als auch mit LibreOffice getestet und für gut befunden.

Stapelkonvertierung

Es ist auch möglich, mehrere Dateien in einem Rutsch zu konvertieren (Batch). Man wählt die Dateien aus, die man umwandeln möchte und gibt Speicherort und Zielformat an.

Able2Extract, Umwandlung unter Able2Extract 11

Bilder in andere Formate umwandeln

Angenehme überrascht war ich, als ich feststellte, dass Able2Extract Pixelgrafiken in andere Bildformate umwandeln kann. Es lassen sich also nicht nur PDF-Dateien mit Able2Extract öffnen, sondern auch Bilddateien. Über die Schaltfläche Open lassen sich Bilder ins Programm laden und anschließend umwandeln.

Able2Extract, Öffnen

Die Umwandlung ist zwischen folgenden Formaten möglich:

  • BMP
  • GIF
  • JPG
  • PNG
  • TIFF

Able2Extract, Öffnen

Bei manchen Bildern stürzt das Programm allerdings ab, entweder schon beim Laden oder aber beim Umwandeln. Leider konnte ich nicht herausfinden, woran es liegt. Die Dateigröße schien keine Rolle zu spielen.

Able2Extract, Bitmap umwandeln

PDF in AutoCAD umwandeln

Pixelgrafiken lassen sich auch in AutoCAD-Dateien umwandeln. Ich habe zwar kein AutoCAD, aber mit einem anderen Vektorgrafikprogramm konnte ich die erzeugte Datei öffnen. Die Pixelgrafik war in Pfade umgewandelt worden. Natürlich funktioniert so etwas mit Fotos, die ja feine Farbverläufe enthalten, nicht besonders gut, aber mit Grafiken, die deutliche Konturen halten, hingegen schon – also etwa Diagramme, technische Zeichnungen und Ähnliches.

Anmerkungen und Kennzeichnungen

Im Konvertiermodus lassen sich zwar Texte nicht direkt ändern (das geht im Editiermodus, wie wir weiter unten sehen werden), doch es lassen sich diverse Anmerkungen oder Kennzeichnungen vornehmen. So kann beispielsweise Text durchgestrichen, gekringelt unterstrichen oder farbig markiert werden. Ferner lassen sich Stempel und Wasserzeichen über die Inhalte legen. Die Farben und Transparenzwerte sind einstellbar.

Able2Extract, Anmerkungen

Editiermodus

Seiten bearbeiten

Ist der Editiermodus eingeschaltet, lassen sich Seiten aus einem PDF-Dokument entfernen oder diesem hinzufügen. Ferner lassen sich Seiten auch skalieren, extrahieren oder drehen. Extrahieren bedeutet, dass man Seiten aus einem mehrseitigen Dokument herauslösen und als separate Datei abspeichern kann. Das Drehen ist praktisch, wenn man eine PDF-Datei zugeschickt bekommt, die zum Beispiel die Inhalte querformatig enthält, aber hochformatig abgespeichert wurde oder umgekehrt. Einfache PDF-Editoren können zwar in aller Regel Seiten in der Ansicht drehen, nur lassen sie sich dann so nicht abspeichern. Mit Able2Extract geht das aber.

Able2Extract, Seiten bearbeiten

Inhalte bearbeiten

Natürlich kann man nicht nur die Seiten als Ganzes bearbeiten, sondern auch deren einzelne Inhalte. Ein wichtiger Unterschied zum Konvertiermodus ist, dass man im Editiermodus die Texte direkt verändern kann. Es werden hier also keine Anmerkungen als Schichten oder Ebenen über die eigentlichen Inhalte gelegt, die sich später wieder verschieben oder entfernen ließen, sondern es wird direkt am Text gearbeitet. Das bedeutet natürlich, dass Änderungen am Text, ähnlich wie in einem Textverarbeitungsprogramm, nach dem Speichern des Dokuments und Schließen der Anwendung später, nach erneutem Öffnen, nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

Und folgende Bearbeitungsmöglichkeiten hat man: Es lassen sich Texte verändern, Schriften gegen andere austauschen, Schriftgrößen ändern und Sätze hinzufügen oder löschen. Darüber hinaus kann man Texte schwärzen, also unkenntlich machen (Redaction). In schlechteren PDF-Bearbeitungsprogrammen ist es manchmal so, dass über den Text nur ein schwarzer Balken gelegt wird, der Text darunter aber nicht wirklich gelöscht wird. Bei Able2Extract ist nach dem Abspeichern der Datei der geschwärzte Text aber wirklich weg und nicht mehr rekonstruierbar, soweit ich es erkennen konnte.

Able2Extract, Passagen schwärzen, Texte hinzufügen

PDF-Dateien speichern

PDF-Dateien, die man in Able2Extract geöffnet hat, lassen sich, ohne dass man eine Bearbeitung vorgenommen hat, leider gar nicht an anderer Stelle oder unter einem anderen Dateinamen abspeichern. Nach einer Bearbeitung klappt das allerdings.

Die Seitenleisten

Linke Seitenleiste

Die linke Seitenleiste bietet drei Ansichten, zwischen denen man umschalten kann:

  • Miniaturbilder als Übersicht über die Seiten,
  • Lesezeichen
  • und Anhänge.

Sie lässt sich auch einklappen.

Able2Extract, Seitenleiste links

Rechte Seitenleiste

Die rechte Seitenleiste bietet die Bearbeitungsmöglichkeiten an, die man im Konvertier- und im Editiermodus jeweils hat.

Able2Extract, Seitenleiste rechts, Konvertiermodus

Able2Extract, Seitenleiste rechts, Editiermodus

PDF-Dateien aus beliebigen Anwendungen heraus

Able2Extract bietet nicht nur die Umwandlungs- und die Bearbeitungsfunktion, sondern es ist durch einen mitinstallierten Druckertreiber möglich, aus jeder Anwendung heraus, die eine Druckfunktion bietet, PDF-Dateien zu erstellen.

Fazit

Able2Extract, Logo

Able2Extract Professional 11 bietet gute Bearbeitungs- und Umwandlungsmöglichkeiten. Texte können direkt in der PDF-Datei bearbeitet werden, PDF-Dateien kann man mit Anmerkungen versehen und Bilder und Texte lassen sich in PDF-Dateien konvertieren, aber auch umgekehrt. Außerdem ist es möglich, aus jeder Anwendung heraus, die eine Druckfunktion bietet, PDF-Dateien zu erstellen. Insgesamt bietet Able2Extract also eine große Funktionsvielfalt, die mit knapp 150 US-Dollar natürlich auch ihren Preis hat. Die Lizenz bleibt dafür aber auch lebenslang gültig. Unverständlich ist mir nur, warum die Möglichkeit, in OpenOffice- oder LibreOffice-Formate zu konvertieren, weggefallen ist.

SoftMaker Office Professional: Dank Gruppenrichtlinien jetzt fit für Firmen

Von SoftMaker habe ich am 12. Dezember 2016 die folgende Pressemitteilung erhalten (leicht gekürzt):

SoftMaker Office Professional jetzt auch für Firmenkunden:
Zentral administrierbar mit über 270 Gruppenrichtlinien

Nürnberg, 12. Dezember 2016 – Mit einem kostenlosen Update macht SoftMaker sein Officepaket SoftMaker Office Professional 2016 für Windows fit für Firmenkunden: dank über 270 Gruppenrichtlinien können Administratoren jetzt zentral Funktionen konfigurieren und sperren.

Speziell bei SoftMaker Office Professional 2016 für Windows gibt es im aktuellen Servicepack neben den üblichen Fehlerkorrekturen und Verbesserungen eine weitere Änderung: diese Version des Büropakets von SoftMaker wurde mit 276 Gruppenrichtlinienobjekten ausgestattet. Mit diesen können Systemadministratoren in Firmen, Behörden und Organisationen das Officepaket zentral konfigurieren und so den Firmenrichtlinien anpassen.

So lässt sich nun die automatische Suche nach Updates ausschalten, es können die Sprachen der Benutzeroberfläche und der Rechtschreibprüfung einheitlich gesetzt werden, und es kann firmenweit festgelegt werden, welches Dateiformat standardmäßig benutzt wird: entweder eines der SoftMaker-Formate oder eines der zahlreichen unterstützten Microsoft-Office-Formate. Ist von der IT-Abteilung gewünscht, dass SoftMaker Office Professional Dokumente nur aus einem bestimmten Ordner lädt und auch dorthin wieder speichert, regeln das ebenfalls die Gruppenrichtlinien.

Generell lassen sich mit den Gruppenrichtlinienobjekten alle Programmeinstellungen von SoftMaker Office so festschreiben, dass sie von Anwendern nicht mehr verstellt werden können.

Martin Kotulla, Geschäftsführer von SoftMaker, erklärt: »Viele Kunden, vom Freiberufler bis zum Mittelstand, schätzen SoftMaker Office bereits als kostengünstige und leistungsstarke Alternative zu Microsoft Office. Mit den neuen Gruppenrichtlinien geben wir jetzt auch größeren Behörden und Firmen die Werkzeuge an die Hand, SoftMaker Office Professional einzusetzen und so abzusichern, dass der Administrations- und Supportaufwand kleingehalten wird.«

SoftMaker Office Professional 2016 für Windows ist kompatibel mit allen Windows-Versionen von Windows XP bis Windows 10. Für den Einsatz der Gruppenrichtlinienobjekte wird Windows Vista, 7, 8 oder 10 benötigt. SoftMaker Office Professional ist für € 99,95 erhältlich.

Dokumentation der Gruppenrichtlinien:
http://www.softmaker.de/tipps-installation

Die Updates für SoftMaker Office 2016 können hier heruntergeladen werden:
http://www.softmaker.de/download/servicepacks

Die Produktseite zu SoftMaker Office:
http://www.softmaker.de/softmaker-office

SoftMaker FlexiPDF 2017

Ich habe von dem deutschen Softwarehersteller SoftMaker ein Rezensionsexemplar der vor kurzem erschienenen Software FlexiPDF 2017 Professional erhalten.

Seit langer Zeit schon benutze ich das Büropaket SoftMaker Office, und so war ich natürlich neugierig auf die neue PDF-Software. Versprochen wird, dass man damit PDF-Dateien genau so einfach bearbeiten kann, wie man mit Textdokumenten im Textbearbeitungsprogramm umgeht. Das brandneue FlexiPDF gibt es bislang nur für Windows, doch Mac- und Linux-Versionen sind fürs Frühjahr 2017 geplant, wie mir am Telefon gesagt wurde.

SoftMaker FlexiPDF 2017 Professional

Versionen

FlexiPDF 2017 ist in zwei verschiedenen Versionen verfügbar: FlexiPDF Standard und FlexiPDF Professional. Letztere hat einige brauchbare Funktionen mehr an Bord, zum Beispiel Wasserzeichen, Kopf- und Fußzeilen, Schwärzen sensibler Textpassagen oder dateiübergreifendes Suchen und Ersetzen. Der Einführungspreis liegt bei € 59,95 für die Standardversion und bei € 79,95 für die Profi-Version.

Überblick: Funktionen

Mit FlexiPDF 2017 Professional kann man:

  • die Inhalte von PDF-Dateien überarbeiten,
  • neue PDF-Dateien erstellen,
  • Seiten hinzufügen oder entfernen,
  • Seiten extrahieren und als neue Datei speichern,
  • das Layout verändern (Objekte verschieben, umranden etc.),
  • Inhalte schwärzen,
  • Wasserzeichen einfügen,
  • das Dokument gegen bestimmte Bearbeitungen schützen

und einiges mehr.

Vorüberlegungen

Was ist PDF?

Natürlich stellt sich die Frage, ob man so eine Software wie FlexiPDF 2017 überhaupt braucht. Nun, sicherlich sind jedem schon einmal PDF-Dateien begegnet, aber was ist PDF genau? Die Abkürzung bedeutet Portable Document Format. Die Firma Adobe hatte bereits im Jahr 1993 damit ein Format geschaffen, das über die verschiedenen Betriebssysteme und Hardwareplattformen hinweg einen einfachen Austausch von Dokumenten gewährleistet und die Dokumente überall gleich aussehen lässt, auch wenn sie ein aufwändiges Layout haben. Genaueres kann man zum Beispiel bei Wikipedia nachlesen. Ursprünglich konnte ein PDF-Dokument mit Fremdsoftware nicht direkt bearbeitet, sondern höchstens mit Anmerkungen versehen werden. Doch neben der Acrobat-Produktreihe aus dem Hause Adobe gibt es seit Jahren schon eine Vielzahl von Programmen, die PDF-Dateien anzeigen, erstellen und auch bearbeiten können. Letzteres allerdings oft mit erheblicher Fummelei und nicht immer zufriedenstellend. Hier kommt nun SoftMakers FlexiPDF ins Spiel.

Wozu überhaupt PDF-Dateien bearbeiten und warum direkt?

Notwendigkeiten, PDF-Dokumente zu verändern, kann es immer geben, etwa dass ein altes Dokument überarbeitet werden soll, aber nur noch die PDF-Datei existiert, jedoch nicht mehr die ursprüngliche, mit dem Textverarbeitungsprogramm erstellte Datei. Zwar gibt es Software, die aus PDF eine Microsoft-Word- oder LibreOffice-/OpenOffice-Datei machen kann, sodass man diese anschließend überarbeiten kann. Doch SoftMaker geht hier einen einfacheren, direkteren Weg, anstatt sozusagen von hinten durch die Brust ins Auge zu schießen.

Wie also schlägt sich FlexiPDF?

Installation

Nicht mehr ganz selbstverständlich heutzutage: Man kann frei entscheiden, wohin das Programm installiert werden soll, falls man eine vom Windows-Standard abweichende Ordnerstruktur bevorzugt oder Betriebssystem und Anwendungsprogramme gern auf verschiedenen Partitionen liegen hat. Schon während der Installation lässt sich die Sprache für die Benutzeroberfläche einstellen. Für die spätere Rechtschreibprüfung werden Wörterbücher für sehr viele europäische Sprachen installiert, unabhängig von der gewählten Sprache der Oberfläche. Ferner kann man gleich einen Druckertreiber mitinstallieren lassen, falls auf dem Computer noch keiner vorhanden ist, um überhaupt PDF-Dokumente erstellen zu können.

Einstellungen

Das Einstellungmenü (Datei > Einstellungen) kommt angenehm schlank daher; das Wichtigste für mich war, die Maßeinheit von Inch auf Zentimeter umzustellen.

Einstellungen

Die Arbeitsmodi

Wichtig zu wissen ist, dass es drei Arbeitsmodi gibt, nämlich »Anzeigen«, »Kommentieren« und »Volle Bearbeitung«. Je nachdem, was man tun will, schaltet man zwischen diesen Arten um, und zwar unter Werkzeuge > Arbeitsmodus. Leider fand ich diese Umschaltmöglichkeit nicht gleich – hier hätte vielleicht die entsprechende Symbolleiste standardmäßig aktiviert sein sollen (Ansicht > Symbolleisten > Arbeitsmodus).

Arbeitsmodus

Im Modus »Anzeigen« ist keinerlei Bearbeitung möglich. Hier steht ein Hand-Werkzeug zur Verfügung, mit dem sich leicht über die Seiten navigieren lässt. Mit der Lupe und einem linken Mausklick lässt sich die Ansicht bequem vergrößern, mit STRG und Mausklick verkleinern. Im Modus »Kommentieren« ist zusätzlich das Textbearbeitungswerkzeug freigeschaltet. Und im Modus »Volle Bearbeitung« stehen einem alle Möglichkeiten offen. Hier können nichtbearbeitbare Formulare ausgefüllt, Objekte verschoben oder Hyperlinks erstellt werden und vieles andere.

Symbolleiste Arbeitsmodus

Text bearbeiten

Text lässt sich mit FlexiPDF tatsächlich wie mit einem Textverarbeitungsprogramm bearbeiten. Voraussetzung ist natürlich, dass die im PDF-Dokument verwendete Schrift auch auf dem Computer, mit dem man das Dokument bearbeitet, installiert sein muss. Ist das nicht der Fall oder ist der Font nicht als vollständiger Zeichensatz ins Dokument eingebettet worden, kann man den Font ohne weiteres gegen einen anderen austauschen.

Mit der Professional-Version lassen sich Wörter oder Passagen schwärzen. Diese werden, soweit ich es feststellen konnte, nicht nur übermalt, sondern aus dem Dokument entfernt. »Schwärzen« ist hier nicht ganz wörtlich zu nehmen, denn statt Schwarz kann man auch eine beliebige andere Farbe verwenden. Darüber hinaus lässt sich der schwarze oder farbige Balken auch beschriften.

Text schwärzen

Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten

Bilder kann man ebenfalls bearbeiten. Sie lassen sich skalieren, in eine Datei extrahieren, verschieben oder austauschen. Und sowohl Textbereiche als auch Bilder kann man umrahmen oder ihnen eine Transparenz zuweisen.

Bearbeitungsschritte lassen sich rückgängig machen per Tastenkombination STRG + Z, aber Achtung: Rückgängig gemachte Bearbeitungen lassen sich nicht wiederherstellen; normalerweise ist so etwas mit STRG + Y möglich. Hier muss der Hersteller noch nachbessern.

Dokumentumfang verändern

Manchmal möchte man neue Seiten zu einem bestehenden PDF-Dokument hinzufügen oder auch Seiten löschen. Das ist mit FlexiPDF problemlos möglich. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, mehrere PDF-Dateien zusammenzuführen, etwa um aus einem Sammelsurium thematisch zusammenpassender Schriftstücke ein einziges zu machen. Umgekehrt kann man auch Seiten aus einer Datei herauslösen und als neue Datei speichern. Das kann nützlich sein, wenn man aus einem großen Schriftstück nur eine oder ein paar Seiten an jemanden weitergeben möchte.

Neue Datei erstellen

Mit FlexiPDF kann man jedoch nicht nur vorhandene PDF-Dateien verändern, sondern auch ganz neue erstellen. Dabei zeigt die Software sogar gewisse DTP-Fähigkeiten, denn Textboxen und Bilder lassen sich frei auf der Fläche (dem »Blatt Papier«) anordnen, aber auch aneinander ausrichten; ebenfalls lassen sich die Abstände zwischen Objekten automatisch gleich machen. Und verschiedene Dinge helfen beim Layouten: Hilfslinien, ein einblendbares und frei einstellbares Raster oder Gitter (ähnlich einem Blatt Millimeterpapier) und sich bei Bedarf am Gitter ausrichtende Objekte.

Es gibt auch die Möglichkeit, einfache Zeichnungen als Vektorgrafiken anzufertigen. Hierfür stehen einige Standardwerkzeuge zur Verfügung: Stift für Freihandzeichnungen, Rechteck/Quadrat, Ellipse/Kreis, Linienwerkzeug, Stift für verbundene Linien.

Zeichenwerkzeuge

OCR

Die Professional-Version enthält sogar eine OCR-Funktion. Eingescannte Dokumente lassen sich so direkt in der Software bearbeiten. Diese Funktion habe ich allerdings bislang noch nicht getestet.

Exportfunktion

Die erstellte Datei kann man nicht nur als PDF abspeichern, sondern auch in anderen Dateiformaten, nämlich Einfacher Text, HTML, RTF, Microsoft Word, TextMaker, Epub – ja, auch ein Export nach HTML ist möglich und funktioniert; allerdings wird – wie üblich – ziemlich furchtbarer Quellcode erzeugt. Eine Ausgabe als Bild ist ebenfalls machbar, und zwar in den Formaten JPEG, Tiff, BMP und PNG.

Die Vektorgrafik, die ich zum Testen erstellt hatte, wurde leider beim Exportieren in Word, RTF und TextMaker nicht ins Dokument eingefügt; beim Export in HTML wurde sie hingegen in eine Bitmapgrafik umgewandelt und auf der erzeugten Webseite angezeigt.

Fazit

FlexiPDF 2017 Professional von SoftMaker macht einen ausgereiften Eindruck – an ein paar Stellen müsste SoftMaker allerdings mit einem Service-Pack noch nachbessern: Eine Wiederherstellung rückgängig gemachter Bearbeitungsschritte sollte möglich gemacht werden, und in der Software erstellte Vektorgrafiken sollten auch in alle angebotenen Dateiformate exportiert werden können.

Der Slogan auf der Verpackung, »Der PDF-Allrounder«, ist zutreffend, denn man kann wirklich viel mit der Software machen – ich habe vermutlich bei meinem Test noch gar nicht alle Feinheiten und Fähigkeiten des Programms kennengelernt. An einigen Stellen könnte es vielleicht noch etwas intuitiver bedienbar gemacht werden. Andererseits kam ich, ohne die Anleitung zu lesen, ziemlich schnell mit dem Programm zurecht. Der Preis von knapp 80 Euro erscheint mir als angemessen für diesen Funktionsumfang.

Weißes Rauschen

Wenn Umweltgeräusche einen bei der Arbeit stören, kann man versuchen, sie zu überdecken. Musik anzuschalten wäre eine Möglichkeit, aber auch Musik beeinträchtigt bisweilen die Konzentration. Da bietet sich das sogenannte Weiße Rauschen an. Einen sehr einfachen Generator namens Simple HTML5 White Noise bietet der Webentwickler Xavi Esteve an. Man kann das Rauschen mit drei Reglern einstellen und per Klick auf den Browser-Reiter stumm schalten.

White Noise


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