Blog

Makr.io: eine Meme-Plattform von Diaspora*

Maker, geschrieben Makr (also unter Auslassung des »e«, ähnlich wie bei Flickr, Flattr etc.) ist ein neues »Baby« der Diaspora*-Entwickler. Es erinnert mich ein wenig an Pinterest, aber soll vermutlich noch darüber hinaus gehen. Jeder kann ein Meme erstellen, andere Benutzer können es weiter verteilen, verändern oder darüber diskutieren. Ein Meme ist eine Gedankeneinheit oder auch Einheit kultureller Information. Makr wird mit dem Leitsatz beworben, dass jeder ein Macher sein kann (»Makr is the place for simple, creative collaboration«).

In den USA dürfte Makr.io (Launch war letzte Woche, also Mitte August 2012) in Kürze bestimmt als ziemlich hip gelten; hier in Deutschland hinkt man immer ein bisschen hinterher (sagen wir mal, so zwei bis drei Jahre).

Bedenklich finde ich die völlig vernachlässigte urheberrechtliche Seite. Es werden, wie schon auf anderen Plattformen, bestimmt massenhaft Fotos, Cartoons und Videos verteilt und bearbeitet werden, ohne sich eine Nutzungserlaubnis vom Urheber geben zu lassen. Diese Problematik wird mit keinem Wort erwähnt.

Weblinks:
makr.io
Makr.io: Diaspora-Gründer starten Mem-Maschine
Technology Review: Facebook ist doch abwegig

URL-Rewriting in lokaler Testumgebung

In meiner lokalen Testumgebung auf meinem Windows-Computer läuft als HTTP-Server Apache, natürlich PHP als Programmiersprache und MariaDB – das Datenbank-Management-System, das kompatibel zu MySQL ist. Alle Komponenten sind separat installiert, also nicht als XAMPP-Paket; aber das nur am Rande.

Natürlich betreibt man lokal keine Suchmaschinenoptimierung, und so ist es eigentlich egal, wie der URL geformt ist. Dennoch möchte man gern alles so testen, als liefe es auf einem Produktiv-Server »da draußen«. Als ich in einem CMS, das ich ausprobieren wollte, die »hübschen URLs« einschaltete, wurde auch die .htaccess-Datei korrekt erstellt. Aber die Website war nicht voll benutzbar, weil sich die Unterseiten nicht besuchen ließen. Es wurden Fehlermeldungen ausgespuckt: die jeweilige Seite sei nicht erreichbar.

Ich dachte zunächst an einen Fehler im CMS. Aber in einem Shopsystem, das ich daraufhin zum Testen installierte, trat genau dasselbe Phänomen auf. Also kam mir die Idee: Die .htaccess-Datei wird nicht ausgelesen oder deren Anweisungen werden nicht befolgt. Das Modul mod_rewrite war allerdings installiert. Ich wusste aber nicht, was in der Konfigurationsdatei des Apache-Servers falsch sein könnte.

Bei Stack Overflow fand ich die Lösung (danke an Sidney Veiga und todofixthis): In der httpd.conf muss man im zweiten Bereich Directory (dort, wo das Wurzelverzeichnis, DocumentRoot, angegeben wird) AllowOverride auf All setzen. Bei mir hatte None gestanden.

allowoverride-all.png

Admin-Passwort in osCommerce vergessen

Ich hatte vor einiger Zeit in meiner Testumgebung osCommerce installiert und wollte kürzlich mal daran weiter arbeiten. Doch ich hatte mir das Admin-Passwort nicht notiert, was mir eigentlich selten passiert. Erinnern konnte ich mich auch nicht.

Es gibt aber eine einfache und schnelle Möglichkeit, das Passwort auf einen Standard zurückzusetzen. Anschließend loggt man sich ein und gibt wieder ein sicheres Wort ein.

Man benötigt dazu ein auf dem Webserver installiertes phpMyAdmin, was eigentlich bei jedem Webhosting-Vertrag Standard ist. Man sucht sich die Tablle administrators heraus, die je nach Tabellen-Präfix natürlich zum Beispiel auch osc_adminstrators heißen kann. Die Passwörter sind verschlüsselt gespeichert. Im Passwortfeld überschreibt man den bisherigen Eintrag mit b5eb650d32fc4980284427104829b556:f6, was im Klartext admin heißt, und danach kann man sich wieder einloggen. Der erste Handgriff ist dann, wie gesagt, die Änderung des Passwortes.

Übrigens sollte man in einer Produktivumgebung den Admin-Benutzernamen als kleine Zusatz-Sicherheitsmaßnahme immer in einen möglichst nicht zu erratenden Namen umbenennen.

Besucheranalyse mit Piwik

Wer seine Webpräsenz möglichst gut an die Interessen der Besucher anpassen will, wird wohl die Besucherströme analysieren müssen. Welche Seiten oder Blogartikel werden am meisten besucht, wie lange halten sich die Besucher auf, welche Links klicken sie an – das sind einige der Fragen, die beantwortet werden wollen. Kurzum: was interessiert die User am meisten?

Mit einem Tool wie Google Analytics oder Piwik lässt sich das gut bewerkstelligen. Mir persönlich gefällt Piwik besser, und auch Kunden finden sich leicht zurecht und können schnell die ersten Schlüsse ziehen. Piwik ist Open-Source-Software und wird im Regelfall auf dem eigenen Webhoster installiert. Nachdem man die zu überprüfende Website angegeben hat, wird ein Code ausgespuckt, den man dann im Regelfall in die Footer-Datei im Themes-Ordner kopiert.

So weit ist alles ganz einfach. Aber was ist mit dem Datenschutz, der in Deutschland wesentlich strenger als zum Beispiel in den USA ist? Nun, man kann Piwik datenschutzkonform einsetzen. Allerdings erfordert das ein paar lästige Handgriffe:

  • Die IP-Adressen der Seitenbesucher müssen verschleiert werden,
  • es muss eine Möglichkeit für Besucher geschaffen werden, sich nicht tracken zu lassen, und
  • in den Datenschutzbestimmungen bzw. im Impressum muss der Besucher aufgeklärt werden.

Wie man das alles genau macht, dazu habe ich eine sehr gut geschriebene, bebilderte Erklärung bei rechtsanwalt-schwenke.de gefunden. Sie ist vom März 2011. Ob inzwischen weitere gesetzliche Vorgaben hinzugekommen sind, darüber habe ich keine Informationen. Die sogenannte EU-Cookie-Richtlinie (EU-Richtlinie 2009/136/EG) war zumindest bis zum Juni 2012 noch immer nicht in deutsches Recht umgesetzt worden. Im Zweifelsfall sollte man einen Fachanwalt für Online-Recht befragen.

Website und Blog jetzt responsiv

Ich habe meine Website und mein Blog endlich auf responsives Webdesign umgestellt. Was ist responsives Webdesign? Nun, es bedeutet, vereinfacht ausgedrückt, dass sich das Layout an die verschiedensten Endgeräte und Bildschirmauflösungen anpasst. Im Falle von Tablet-PCs und Smartphones muss also weder horizontal gescrollt noch gezoomt werden.

Für Kunden erstelle ich seit Anfang 2012 Websites nur noch responsiv – doch es bleibt selten Zeit, sich um die eigenen Belange zu kümmern. Und das Aufwändige in meinem Fall ist, dass Website und Blog auf verschiedenen Systemen laufen: Website = concrete5, Blog = WordPress. Designänderungen sind also immer doppelte Arbeit. Sie mögen sich fragen, warum ich denn dann überhaupt zwei Systeme einsetze. Na, sagen wir, beide sind Spezialisten für ihren jeweiligen Einsatzzweck. Auf jeden Fall sehen Sie, dass man verschiedene Systeme so gestalten und aneinander anpassen kann, dass sie optisch »aus einem Guss« sind.

Ich habe bei der Gelegenheit übrigens auch noch gestalterische Änderungen vorgenommen:

  • neues Kopfbanner-Bild
  • schlichtere Navigationsleiste ohne plastische Zierleisten-Anmutung
  • kein Schattenwurf des Inhaltsbereiches mehr, dafür grauer Seitenhintergrund
  • die Menüpunkte Kontakt und Impressum sind wieder in der Hauptnavigation.

Es gibt wesentlich künstlerischer gestaltete Websites, gerade unter den freischaffenden Gestaltern und Werbeagenturen. Ich selbst tendiere allerdings eher zu möglichst schlichten Designs, die das Wesentliche, nämlich die Texte, gut genug hervorheben.

Fuß bis an den unteren Rand

Ich hatte lange gerätselt, wie man es bewerkstelligen kann, dass ein Footer, also der Fußbereich einer Webseite, immer bis zum unteren Browserende reicht, auch wenn die Seite eine geringe Höhe hat.

Ich habe das irgendwie mit einer prozentualen Mindesthöhe des Inhaltsbereiches hingefummelt bekommen, aber gerade elegant war das nicht, denn dann hatte der Inhaltsbereich viel Leerraum bis zum Beginn des Fußbereiches. Schöner wäre es ja, wenn der dunkler eingefärbte Fuß eben direkt am Ende des Inhaltstextes begänne, aber dann nicht irgendwie »in der Luft« hinge.

Eine Lösung habe ich kürzlich bei Stadtpirat gefunden. Nico Knoll beschreibt in seinem Blog, wie man das Problem per CSS lösen kann (danke schön!). In seinem Beispiel handelt es sich um einen Footer, der sich über die gesamte Breite des Browserfensters aufspannt. Mit einem in der Breite begrenzten, mittig ausgerichteten Footer müsste es aber auch gehen. Das muss ich noch ausprobieren.

Jedenfalls habe ich den in Nicos Blog beschriebenen Trick auf der Website der Hindenburgstraße Remscheid umgesetzt. Meistens sind dort die Inhalte ziemlich hoch, sodass man scrollen muss, aber in einigen Fällen gibt es auch kurze Seiten. Wenn man einen großen Bildschirm hat (beispielsweise 1920 x 1080 Pixel), kann man den Effekt ganz gut beobachten.

Schriftverwaltung mit Typograf

Bei der Gestaltung zum Beispiel von Plakaten ist es sehr wichtig, eine zur Thematik und zum Bildmaterial passende Schrift einzusetzen. Ein typografisch interessierter Gestalter hat sicherlich wesentlich mehr Schriften auf dem Computer als ein normaler Benutzer, und da kann es zeitaufwändig sein, sich durchzuwühlen.

Gut, wenn man eine Software zur Schriftverwaltung hat. Solche Programme gibt es allerdings nicht gerade wie Sand am Meer, und außerdem sind sie oftmals eher mäßig brauchbar. Unter den Programmen für das Windows®-Betriebssystem finde ich »Typograf« besonders herausragend. Es zeigt die installierten Fonts an und es lassen sich neue Fonts aus Ordnern oder von CD-ROMs installieren.

Doch der große Vorteil ist die einfache Möglichkeit, die Schriften in Schriftgruppen einzuteilen. Denkbar wäre eine Einteilung nach Einsatz bei Kunden. Ich persönlich sortiere gern nach Schriftkategorien, wie Serifenschriften, serifenlose Schriften, Schreib- und Pinselschriften etc. Diese Oberkategorien lassen sich auch noch weiter untergliedern. Die Hilfe-Datei klärt darüber hinaus über Schriftstilgruppen auf.

Der Preis von EUR 29,– für eine Einzellizenz ist äußerst moderat. Für Besitzer einer älteren Version, die also von einer 4.x-Version auf die gerade aktuelle 5.1.2 aktualisieren wollen, liegt der Preis sogar bei nur EUR 14,95. Typograf läuft unter Windows 7, Vista, XP, 2000 und Windows Server (32 Bit/64 Bit).

http://www.neuber.com/typograf/index.html

Einfache Datensicherung in WordPress

Ich habe lange nach einem Datensicherungs-Plugin für WordPress gesucht. Vor einiger Zeit fand ich DBC Backup, mit dessen Hilfe man Datenbank-Backups auf dem Webserver in regelmäßigen Zeitabständen speichern kann. Man kann auch zwischen verschiedenen Kompressions-Methoden wählen, je nachdem, was vom Server unterstützt wird. Und ein Backup lässt sich auch von Hand anstoßen.

Der Nachteil ist allerdings, dass keine direkte Download-Möglichkeit angeboten wird, denn manchmal möchte man ja direkt aus WordPress heraus die Datenbank auf den PC speichern.

Doch kürzlich habe ich ein Datenbank-Backup-Plugin gefunden, das mich rundum zufriedenstellt. Es nennt sich PressBackup und kann auf den Webserver speichern, aber auch nach Dropbox oder Amazon S3. Oder für 10 USD pro Monat nach PressBackup.com. Dies bietet sich an, wenn man sehr große Datenmengen sichern und viele Backup-Versionen gespeichert lassen will (bis zu 50 möglich).

Gefunden habe ich den Tipp zu PressBackup im Blog von Matthias Pabst. Vielen Dank!

Nachträge:

  • Einen weiteren heißen Tipp gab Trickser (siehe Kommentarbereich). Danke dafür!
  • PressBackup ist seit 2018 nicht mehr erhältlich: This plugin has been closed as of November 30, 2018 and is not available for download. Reason: Guideline Violation.

Jeden Monat ein kostenlose Schrift

Das deutsche Softwarehaus SoftMaker bietet jeden Monat eine kostenlose Schrift an. Manchmal ist es eine ganze Schriftfamilie, wie zum Beispiel diesen Monat. »Schriftfamilie« bedeutet, dass eine Schrift in verschiedenen Schnitten vorliegt, also zum Beispiel normal, fett, kursiv, eng, weit etc.

Momentan gibt es die Familie Veracruz Serial als Download. Es ist eine elegant aussehende Venezianische Renaissance-Antiqua. Ausgedruckt, zum Beispiel in 10 Punkt, bietet sie eine sehr gute Lesbarkeit. Auch riesengroß, zum Beispiel für Plakate, kann ich sie mir – je nach Thematik – gut vorstellen.

Unter folgender Adresse ist sie für begrenzte Zeit kostenfrei erhältlich: www.freefont.de. Sie darf für den eigenen Gebrauch heruntergeladen, aber selbstverständlich nicht als Font weiterverteilt werden.

Inhalte teilen: ganz privat mit Glassboard

Gerade heute entdeckt: den Dienst Glassboard (im Web und als App), über den man chatten und Fotos oder Dateien teilen kann. Das Besondere und der Unterschied zu Facebook, Google+ und Twitter ist, dass hier keine Daten gesammelt werden. Und Werbung gibt es auch nicht.

Die Anmeldung ist super einfach und schnell: man muss nur Namen und E-Mail-Adresse angeben, sich ein Passwort ausdenken, das Konto über den Link in der zugesendeten E-Mail bestätigen und schon kann es losgehen. Angaben im Profil? Nun, man kann ein Foto von sich hochladen. Mehr Informationen lassen sich gar nicht eintragen.

Es gibt quasi keine Öffentlichkeit, denn man muss zu seinem Board erst mal weitere Personen einladen. Und nur die haben dann auch die Möglichkeit, dieses Board zu sehen. Querverbindungen zwischen den Boards gibt es nicht. Es lässt sich auch nicht nach Personen oder Boards suchen. Alles völlig privat. Und, wie gesagt, völlig werbefrei.

Mich wundert nur, dass Glassboard kostenlos ist.