Klassifizierung von Schriften

Schon als junger Bursche habe ich mich in meiner ersten Ausbildung zum Schauwerbegestalter sehr für Typografie interessiert, und in meiner zweiten Ausbildung zum Mediengestalter und in der jetzigen beruflichen Tätigkeit tue ich das noch viel mehr. Eine gut gestaltete Schrift ist so schön wie eine gute Fotografie, finde ich. Und ich freue mich, wenn ich es in seltenen Fällen mal schaffe, jemanden für Typografie zu begeistern.

Doch schwierig ist die Sache mit der Klassifizierung. Natürlich kann man ganz grob sagen: Es gibt Schriften mit Serifen, ohne Serifen, mit betonten Serifen, es gibt gebrochene Schriften und dann noch die Schreib- und Schmuckschriften. Ja gut, aber Schrift hat sich im Laufe vieler Jahrhunderte entwickelt und verändert, ähnlich wie Sprache, Kleidung, Musik, Architektur und so weiter. Es gibt also unheimlich viele verschiedene Stile, die sich manchmal nur in Feinheiten unterscheiden. In Deutschland ist die Klassifizierung nach DIN 16518 üblich, und es gibt hier elf Schriftkategorien. Jan Öztürk-Lettau stellt auf seiner Website oezet.de sehr anschaulich dar, wie man Schriften unterscheiden und zuordnen kann.

Zu der Unterteilung nach DIN 16518 gibt es durchaus kritische Stimmen, denn nicht alle Zuordnungen erscheinen als logisch. Und auch ich empfinde die DIN-Klassifizierung als teilweise verwirrend. Wo ich mich mehr mit anfreunden kann, ist die Schrift-Unterteilung (Classification of Type), die ein Lehrer namens John Magnik aus Melbourne, Australien, auf seiner offensichtlich uralten, aber nichtsdestotrotz immer noch nützlichen und informativen Website typography1st.com vorstellt. Hier werden die feinen Unterschiede der verschiedenen typografischen Zeitalter per Text und Bild sehr gut veranschaulicht. Da hier englische Begrifflichkeiten verwendet werden, werden mir als Deutschem auch die englischen Bezeichnungen der vielen Schriftenhersteller oder -händler verständlicher.

Typografie ist ein sehr weites Feld und wir haben uns hier nur mit einem kleinen Teilbereich befasst. Ich muss gestehen: Ich weiß ganz bestimmt nicht alles, was es auf diesem Fachgebiet zu wissen gäbe (gelernte Schriftsetzer werden da deutlich fitter sein), doch ich finde die Thematik spannend und lerne immer mal wieder was dazu.

Alle Feeds in WordPress deaktivieren

Wenn man WordPress nicht zum Bloggen verwendet, sondern als Content-Management-System für eine sozusagen klassische Website ohne Blog- oder Newsbereich (was ich wohl nie tun würde, da es für diesen Zweck meines Erachtens ganz einfach geeignetere Systeme gibt), dann wird man in aller Regel auch keinen Feed anbieten wollen.

Doch wie kann man die Feedfunktion in WordPress komplett ausschalten? Die Antwort gibt uns Vladimir Simovic auf Perun.net in seinem Artikel WordPress: alle Feeds deaktivieren. Vielen Dank dafür!

WordPress-Suchmaschine für Entwickler

Kürzlich habe ich eine auf WordPress spezialisierte Suchmaschine namens WPSeek.com für Plugin-Entwickler und Theme-Autoren entdeckt. Hier kann man in ein Suchfeld WordPress-Funktionen, Filter, Aktionen und Konstanten eingeben, zu denen man nähere Informationen wünscht.

Nun ist es bloß leider so, dass einem ja die genauen Namen meistens nicht geläufig sind. Doch die Suchmaschine findet natürlich auch etwas, wenn man nur ein Wort eingibt, zum Beispiel category. Dann klappt unter dem Eingabefeld eine Liste der gefundenen Begriffe auf – und schließt sich nach kurzer Zeit wieder. Dumm, wenn man so schnell nicht auf einen der verlinkten Begriffe geklickt hat. Und komischer Weise passiert nichts, wenn man dann rechts neben dem Suchfeld das Lupensymbol anklickt; betätigt man allerdings die Eingabetaste, während der Cursor im Textfeld steht, wird unter dem Suchfeld eine Liste mit Vorschlägen ausgespuckt. Dieses Bedienkonzept ist meiner Meinung nach verbesserungswürdig. Doch auf jeden Fall findet man hier eine ganze Menge an Informationen und Quellcodes.

Meine ersten Anlaufstellen werden aber vermutlich immer die offizielle WordPress-Code-Dokumentation namens Codex sowie die Code-Referenz bleiben. Auf diesen beiden Plattformen findet man eigentlich alles, was man sucht und braucht.

Geld verdienen mit Blogs?

Lässt sich mit Bloggen Geld verdienen und wenn ja, wie? In ihrem Podcast-Beitrag vom November 2011 gehen Robert Lender und Matthias Mees mit Gast Vladimir Simovic der Frage auf den Grund, ob und wie sich mit Blogs Geld verdienen lässt. – Interessantes Gespräch, wenn es auch nicht so ganz mein Thema ist, da ich selbst ja hier in meinem Blog keine Werbung schalte (bis auf die eine Anzeige meines Webhosters unten im Fuß). Mich stören Werbebanner in aller Regel und ich lasse sie ausfiltern, also möchte ich auch meinen Lesern keine Ads zumuten.

WordPress-Plugin Optimus zur Bildkomprimierung

Das WordPress-Plugin Optimus verspricht eine verlustfreie Bildkomprimierung. Ich habe diese Software nicht ausprobiert, da ich sie nur für bestimmte Fälle für sinnvoll halte. Und zwar dann, wenn man sie bei einem Kunden einsetzt, der sich absolut gar nicht mit Bildbearbeitung auskennt und Fotos quasi unbearbeitet und unverkleinert in seine WordPress-Mediathek hochlädt.

WordPress verkleinert zwar selbst die Bilder automatisch und bietet sie dann in verschiedenen Größen an, aber sie sind auch dann oft noch zu »fett«, um schnell zu laden. Hier will Optimus in die Bresche springen. Wenn ich es richtig verstehe, bezahlt man (Stand: Februar 2015) 19 Euro pro Jahr für alle Eigenprojekte (Optimus HQ) oder 99 Euro pro Jahr für alle Kundenprojekte (Optimus HQ PRO). Der Vertrag verlängert sich nicht automatisch, sodass man nicht geknebelt wird. Es gibt auch noch eine kostenlose Version, die aber nur für Bilder bis 100 KB verwendbar ist.

Doch zurück zur Funktionalität des Programms: Das Bild wird verlustfrei komprimiert, indem die Metadaten entfernt werden, also die EXIF- und IPTC-Daten (was man allerdings auch abschalten kann). Die JPEG-Kompression wird allerdings nicht verändert, sodass das Bild in der ursprünglichen Qualität erhalten bleibt. Es kommt aber eine progressive Komprimierung zur Anwendung. Es stimmt zwar, dass diese die Dateigröße in aller Regel etwas verkleinert, aber sie dient eher folgendem Zweck: Dadurch, dass das Bild zunächst in einer sehr grobpixeligen Version dargestellt und in mehreren Schritten in immer feinerer Auflösung nachgeladen wird, sieht der menschliche Betrachter schon sehr früh etwas und hat den Eindruck, das Bild würde insgesamt schneller geladen werden (»gefühlte« Schnelligkeit könnte man das nennen).

Um aber wirklich kleine und webgerechte Bilder zu erhalten, sollte man sie schon vor dem Hochladen bearbeiten, und dann erübrigt sich natürlich so ein WordPress-Plugin wie das oben beschriebene oder ein ähnliches. Auch eine verlustbehaftete Komprimierung ist, wenn keine zu starke Kompressionsrate gewählt wird, kaum erkennbar. Was also die kleinste Bildgröße bei immer noch guter Qualität ergibt, sind drei kombinierte Faktoren, nämlich eine moderate verlustbehaftete Kompression, die Umwandlung in ein progressives JPEG und die Entfernung der Metadaten. Natürlich sollte man immer ein Original der ursprünglichen Datei behalten, das verkleinerte Bild also unter anderem Namen abspeichern. Sehr gute Ergebnisse erziele ich mit IrfanView und dem RIOT-Plugin. IrfanView ist erhältlich für das Windows®-Betriebssystem, und das Programm ist für private Zwecke kostenlos. Man kann aber einen Geldbetrag spenden. Gewerbliche Anwender dürfen das Programm nur nach Registrierung und Bezahlung von 10 Euro oder mehr verwenden – ein mehr als fairer Preis.

Webseiten auf Schwachstellen überprüfen

Mit einem Online-Tool von Microsoft kann man Webseiten auf Schwachstellen hin überprüfen. Es sucht nach veralteten Bibliotheken, Layout-Fehlern und Mängeln in der Benutzerfreundlichkeit.

Die Tipps zu gefundenen Schwachstellen in den drei Kategorien Interoperabilität im modernen Web, Browserübergreifende Erfahrung und Windows-Features sind zunächst sehr knapp gehalten, aber es werden Links angeboten, wo man zu vertiefenden Informationen gelangt.

Mein Fazit: Brauchbare Informationen, um die Benutzerfreundlichkeit von Webseiten zu verbessern.

Hier geht es zur englischen Version und hier zur deutschen.

Fußzeile immer am unteren Ende der Seite

Für manche Webseiten-Designs ist es wünschenswert, dass die Fußzeile sich auch dann am unteren Ende des Browserfensters befindet, wenn der Seiteninhalt so spärlich ist, dass er – je nach Bildschirmgröße – das Browserfenster in der Höhe nicht füllt. Die Fußleiste hängt also sozusagen in der Luft.

Sticky Footer (1)
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Die Lösung für dieses Problem ist unter dem Begriff »Sticky Footer« bekannt. Der Fuß »klebt« also stets am unteren Rand des Browserfensters.

Sticky Footer (2)
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Man findet im Netz mehrere gute Anleitungen, wie man das mit CSS hinkriegt, sodass ich keine Notwendigkeit sehe, mit eigenen Worten eine weitere Anleitung zu schreiben. Statt dessen möchte ich gern auf den Artikel Sticky Footer – Fußleiste am unteren Ende der Website verweisen, den ich ganz besonders gut erklärt fand.

PDF-Konverter Able2Extract 10

PDF umwandeln, aber wie?

PDF (Portable Document Format) ist, wie der Name schon sagt, ein portables, das heißt plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente. Es wurde vom Unternehmen Adobe Systems entwickelt und 1993 veröffentlicht. Es ist dafür gedacht, Dokumente unabhängig vom ursprünglichen Anwendungsprogramm, vom Betriebssystem oder von der Hardwareplattform originalgetreu weitergeben zu können. Und fast alle Office-Programme oder einzelnen Textverarbeitungsprogramme bieten einen Export ins PDF-Format.

Was aber, wenn man den umgekehrten Weg gehen will? Wenn man etwa eine PDF-Datei so verwandeln möchte, dass sie sich mit einer Textverarbeitungs-Software weiter bearbeiten lässt? Bereits vor vielen Jahren gab es einige Konvertierungsprogramme, die damit beworben wurden, genau solch eine Umwandlung leisten zu können. Nur leider brachten sie oftmals nur mäßige bis unbrauchbare Ergebnisse zustande. Heutzutage existieren allerdings Programme, die wesentlich leistungsfähiger sind. Sie sind imstande, ein PDF-Dokument originalgetreu in diverse Dateiformate umzuwandeln, und zwar unabhängig davon, mit welcher Software das Original erstellt worden ist.

Lösungsvorschlag: Able2Extract

Able2Extract, Boxshot
Ich möchte heute ABLE2EXTRACT PDF CONVERTER 10 des kanadischen Herstellers Investintech.com Inc. vorstellen. Dieser Konverter ist für Windows, MacOS und Linux erhältlich. Leider gibt es das Programm nur in englischer Sprache, soweit ich sehen konnte. Aber die Bedienung erklärt sich auch ohne Englischkenntnisse weitgehend von selbst.

Ich habe Able2Extract unter Windows 10 Pro getestet. Als Testobjekt habe ich die erste Seite einer sehr alten PDF-Datei aus dem Jahr 2009 verwendet, die eine Überschrift, Text und ein Bild enthält. Ein weiteres Testobjekt ist eine Tabelle. Als Office-Pakete zum Öffnen der konvertierten Daten kamen Microsoft Office 2013 und LibreOffice 5 zum Einsatz.

Programmoberfläche

Able2Extract hat eine aufgeräumte, hellgraue Benutzeroberfläche. Die Menüleiste am oberen Rand wirkt sehr aufgeräumt und ist intuitiv zu bedienen. Ein Handbuch zu lesen, bleibt dem Benutzer erspart, denn standardmäßig werden Tipps zur Bedienung eingeblendet.

Able2Extract, Tip Balloons

Wenn man vertraut genug mit der Software geworden ist, kann man diese Tipps auch ausschalten, indem man das Häkchen unter Help > Show Tip Balloons entfernt.

Able2Extract, Tip Balloons ausschalten

Das Programm ist standardmäßig auf vernünftige Werte eingestellt, aber man kann viele Einstellungen an die eigenen Bedürfnisse anpassen, und zwar unter View > PDF > Conversion Options und View > PDF > PDF Creation Options. Auf diese Einstellungen gehe ich nicht weiter ein, und ich erkläre hier auch nicht jede einzelne Programmfunktion. Man findet ein ausführliches englischsprachiges Tutorial, wenn man auf Help > Help Topics klickt oder die Funktionstaste F1 drückt.

Umwandlung

Die bebilderte Menüleiste ist auf Anhieb verständlich. Um ein PDF-Dokument zu konvertieren, öffnet man es zunächst in Able2Extract (Open). Anschließend wählt man aus, ob man den gesamten Bereich oder nur einen Teilbereich konvertieren möchte (All oder Area). Danach gibt man an, was das Zielformat sein soll. Hier hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Formaten: Microsoft Excel, Word, Powerpoint und Publisher; OpenOffice Calc, Writer und Impress; außerdem CSV, HTML, AutoCAD und Image (= Bilddatei).

Able2Extract, Konvertieren in Dateityp …

Konvertierung in Word und Writer

Schauen wir uns zunächst das Originaldokument an, meine in Able2Extract geöffnete PDF-Datei:

Able2Extract, Benutzeroberfläche
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Microsoft Word (.docx)

Bei der Konvertierung in Microsoft Word fällt auf, dass in der Überschrift die Trennung am Bindestrich zwischen »MySQL« und »Datenbank« nicht funktioniert hat. Außerdem sind die Wörter in der oberen Überschriften-Zeile seltsam auseinander gezogen; anders gesagt: die Wortabstände sind übermäßig groß. In der unteren Überschriften-Zeile sehen wir, dass die beiden ursprünglich durch den Bindestrich verbundenen Wörter nun ohne Abstand aneinander »geklatscht« worden sind.

Able2Extract, Konvertierung in Word
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Ich habe aber die Ursache gefunden: Der Originaltext muss wohl im Blocksatz gesetzt worden sein. Und wenn man nun bei der Nachbearbeitung in Word die Überschrift auf linksbündigen Flattersatz setzt, sieht sie gleich ordentlich aus. Dieser Fehler ist also nicht Able2Extract anzulasten, sondern der schlecht formatierten Originaldatei.

Able2Extract, Konvertierung in Word

OpenOffice Writer (.odt)

Die Konvertierung in das ODT-Dateiformat hat auch bei der Überschrift einwandfrei funktioniert – sehr gutes Ergebnis! Ich habe die Datei mit LibreOffice Writer geöffnet.

Able2Extract, Konvertierung in Word
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Konvertierung in Excel und Calc

Ausgangsdatei ist in diesem Fall natürlich eine Tabelle. Allerdings handelt es sich lediglich um eine Liste und keine Tabelle mit Kalkulationsdaten, was aber für die Qualität der Konvertierungsergebnisse ohne Bedeutung sein dürfte. Hier ist die erste Seite des Originals:

Able2Extract, Tabelle im Original
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Microsoft Excel (.xlsx)

Die Umwandlung in Microsoft Excel ist kaum zu beanstanden. Allerdings sind die schwarz ausgefüllten und die schwarz umrandeten Kästchen nicht richtig konvertiert worden – aber das ist auch eine schwierige Aufgabe, da es sich halt nicht um Buchstaben oder Zahlen handelt, sondern um grafische Symbole aus dem Fundus der Wingdings-Schriftart. Die Hintergrundfarben der Zeilen fehlen leider, das ganze Arbeitsblatt ist weiß. Was ferner auffällt, ist, dass die im Original mehrzeiligen Zellen hier zu mehreren Zellen mit je einer Zeile umgewandelt worden sind – was ich ein wenig unverständlich finde.

Able2Extract, Konvertierung in Excel
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OpenOffice Calc (.ods)

Die in OpenOffice Calc umgewandelte Datei ist leider etwas hässlich geworden. Zum Beispiel sind die Spalten nicht automatisch in der Breite angepasst worden, jedenfalls nicht korrekt. Die Wingdings-Kästchen fehlen hier völlig – in Excel waren sie wenigstens noch zu Punkten gemacht geworden. Und auch hier sind sowohl die Hintergrundfarben nicht übertragen als auch die mehrzeiligen Zellen zerschossen worden.

Able2Extract, Konvertierung in Calc
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Konvertierung in PowerPoint und Impress

Microsoft PowerPoint (.pptx)

Ordentliches Ergebnis!

Able2Extract, Konvertierung in PowerPoint
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OpenOffice Impress (.odp)

Auch hier ist alles in Ordnung.

Able2Extract, Konvertierung in Impress
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Eine Kleinigkeit nur: In der Überschrift ist die obere Zeile nicht am Bindestrich umgebrochen worden wie im Original. Das ist allerdings nicht weiter tragisch und lässt sich in Impress mit einem kleinen Handgriff nachbessern, indem man den Container der Überschrift ein wenig verbreitert.

Able2Extract, Überschrift in Impress korrigieren

Konvertierung in HTML

Auch die Umwandlung in eine HTML-Datei hat gut geklappt. Die Datei wird im Webbrowser wie ein Blatt Papier angezeigt, indem ein Rand erzeugt wird, der wie ein Schattenwurf wirkt. Der Quellcode ist vielleicht nicht ganz elegant mit seinen absoluten Positionierungen und den aufgeblähten Stilangaben; auch ist leider die Überschrift nicht semantisch als solche ausgezeichnet worden, auch wenn sie durch die größere und fettere Schrift wie eine Überschrift wirkt. Aber, wie gesagt, angezeigt wird das Dokument gut und der Text ist Text geblieben – es wurde also nicht einfach das ganze Dokument zu einem Bild gemacht. So kann man also PDF-Dateien auf die Schnelle so umwandeln, dass man sie als Webseite anzeigen lassen kann. Und der versierte Webdesigner kann ja vor Veröffentlichung den Code noch überarbeiten.

Able2Extract, Konvertierung in HTML
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Was kann Able2Extract noch?

Auch Bilder lassen sich aus PDF-Dateien erzeugen; ich habe das kurz getestet, und auch das funktioniert prima.

Neu in Version 10, die Ende 2015 erschienen ist, sind folgende Funktionen:

  • Druckbare Dateien lassen sich nach Excel konvertieren, sodass die Daten dort gesammelt und analysiert werden können
  • Konvertierung nach CSV, sodass strukturierte Daten auf einfache Weise weiter verarbeitet werden können
  • Texte lassen sich direkt in der PDF-Datei bearbeiten
  • PDF-Dokumente lassen sich sowohl aufsplitten als auch zusammenführen

Und neben den Konvertierungen verfügt die Software auch über die Fähigkeit, PDF-Dateien zu erzeugen – aus Office-Dokumenten, Bilddateien, Textdateien. Es wird nämlich ein virtueller Druckertreiber installiert, sodass quasi aus jeder Anwendung heraus PDF-Dateien erstellt werden können.

Able2Extract, Druckertreiber

Preise

Able2Extract PDF Converter kostet einmalig knapp 100 US-Dollar, Able2Extract Professional knapp 130 US-Dollar.

Letzteres verwendet OCR, um Texte in eingescannten oder in Bild-PDFs zu erkennen. Das ist eine Funktion, die man gerade im beruflichen Umfeld brauchen könnte. Mir passiert es zum Beispiel gelegentlich, dass Kunden ihre Dateien komplett als Bild in einer PDF-Datei speichern, was die Weiterverarbeitung natürlich extrem erschwert – man müsste ja die Texte abtippen. Da kann einem eben die Professional-Version von Able2Extract diese Mühe ersparen.

Von beiden Versionen gibt es noch eine Lizenz für eine 30-tägige Nutzung für knapp 35 US-Dollar. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Vergleich zu den dauerhaften Lizenzen natürlich nicht so toll, und diese Möglichkeit bietet sich meiner Meinung nach höchstens dann an, wenn man auf einen Schlag viele PDF-Dateien zu konvertieren hat und sicher sein kann, dass man später nicht erneut in solche Situation kommt. Ich persönlich tendiere immer zu möglichst lebenslangen oder wenigstens bis zur nächsten Major-Version gültigen Lizenzen.

Fazit

Able2Extract erzielt bei der Umwandlung von PDF in andere Formate sehr ordentliche Ergebnisse. Die Preise sind für eine Software dieser Güteklasse marktüblich und angemessen. Wenn man öfters PDF-Dokumente umzuwandeln hat, lohnt sich die Anschaffung. Meistens sind ähnliche Konverter auf Microsoft Office beschränkt – Able2Extract kann aber auch mit OpenOffice/LibreOffice umgehen.

Microsoft Office bzw. OpenOffice/LibreOffice müssen übrigens auf dem PC installiert sein, damit überhaupt in deren Dateiformate konvertiert werden kann!

Wer nur mal sporadisch ein PDF-Dokument umzuwandeln hat, um es in Word weiterverarbeiten zu können, kann auch den Online-Konverter benutzen, muss dann aber etwas Geduld mitbringen, bis das Ergebnis vorliegt und per E-Mail zugeschickt wird. Die Desktop-Software ist naturgemäß wesentlich schneller und kann, wie oben gezeigt, in diverse Office-Formate konvertieren, nicht nur in Word.

An grafisch extrem aufwändig gestalteten PDF-Dateien mit Transparenzen, Schatten, sich überlagernden Flächen und schräg gestelltem Text scheitert das Programm, ebenso natürlich an nicht sauber generierten oder schlecht formatierten Ausgangsdateien. An so etwas scheitert aber jede mir bekannte Konvertierungs-Software. Es kommt eben auf die Qualität des Ausgangsmaterials an. Mit gutem Ausgangsmaterial kommt Able2Extract sehr gut zurecht.

SoftMaker Office 2016 für Linux

Seit Spätherbst 2015 ist SoftMaker Office auch für Linux in der Version 2016 erhältlich, und ich habe es mir als Upgrade gekauft. Büroprogramme gibt es für Linux nicht gerade wie Sand am Meer. Am verbreitetsten ist sicherlich LibreOffice, das mir zwar auch ganz gut gefällt – da ich aber unter Windows® immer mit SoftMaker arbeite, seit unheimlich vielen Jahren schon, möchte ich das natürlich auch unter Linux tun, wenn ich denn mal an einem meiner Linux-Geräte sitze (eine Lizenz gilt immer für drei Geräte). Und auf beiden Betriebssystemen läuft die Software stabil und startet schnell.

Pulse CMS in neuen Händen

Mark und Ulli, die bisher das datenbanklose Content-Management-System Pulse CMS programmiert und vertrieben hatten, haben am 12. Dezember 2015 verkündet, dass sie ihr CMS jetzt an einen neuen Besitzer übergeben haben. Ich hatte vorher schon gelesen, dass sie ihr CMS mitsamt der Domain verkaufen wollten.

Der neue Besitzer ist Michael Frankland, von dem Dropkick CMS stammt. Ich war froh zu hören, dass Mark und Ulli sich für ihn als Käufer entschieden haben, denn sein Dropkick CMS habe ich vor gar nicht langer Zeit entdeckt und bin auch von diesem CMS sehr angetan. Da ich Fragen zu Dropkick hatte, habe ich per E-Mail Kontakt zu ihm aufgenommen und schnell und freundlich Antwort bekommen. Deswegen gehe ich davon aus, dass er auch Pulse gewissenhaft weiter entwickeln und vertreiben wird. Er hat außerdem geäußert, beide Systeme bestehen zu lassen, sie also nicht miteinander verschmelzen zu wollen. Das ist eine gute Entscheidung, denn beide Content-Management-Systeme sind doch recht unterschiedlich.

Da ich neben concrete5 und WordPress neuerdings auch Pulse für Kunden-Websites einsetze, werde ich zukünftig hier im Blog auch immer mal wieder über dieses CMS schreiben.