Dateiendung .php aus dem URL entfernen

Viele Content-Management-Systeme bieten an, die Dateiendung .php aus dem URL, also aus der Webadresse, zu entfernen. Mit einem Mausklick ist das in aller Regel erledigt. Dies kann aus verschiedenen Gründen gewünscht sein. Was aber, wenn man ein Webseite von Hand erstellt hat und ohne CMS arbeitet?

Des Rätsels Lösung ist ein Eintrag in der Datei .htaccess, die auf Apache-HTTP-Servern üblich ist und verschiedenste Anweisungen enthalten kann. Die wenigen Zeilen Code, die man eintragen muss, lauten folgendermaßen:

RewriteEngine on
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME}.php -f
RewriteRule ^([^/]+)/$ $1.php

Quelle:
Diesen Tipp von Dejan Jacimovic habe ich gefunden auf StuntCoders.

concrete5: Editor (Redactor) ohne Menüleiste

Nachdem ich ein Theme (Thema) für concrete5 gebaut hatte, stellte sich heraus, dass der WYSIWYG-Editor Redactor nicht richtig funktionierte. Zum Beispiel fehlte die Menüleiste und der Dateimanager wurde nicht angezeigt, wenn man eine Datei hochladen wollte. Ich musste ziemlich lange nach einer Lösung suchen.

Da ich kein gelernter Programmierer bin, verstehe ich die Details nicht; aber es ist jedenfalls so, dass concrete5 in der Version 7 mit sogenannten Assets arbeitet. Damit sind CSS- und JavaScript-Dateien gemeint, die typischer Weise gleichzeitig erforderlich sind, um bestimmte Funktionalitäten hinzufügen zu können. Damit zum Beispiel der Redactor-Editor funktionieren kann, müssen bestimmte CSS- und JavaScript-Dateien inkludiert werden. Diese Assets müssen im Theme registriert werden. Zu diesem Zweck wird folgender Code in die Datei application/themes/[theme]/page_theme.php eingetragen:

class PageTheme extends Theme {
	public function registerAssets() {
		$this->requireAsset('redactor');
	}
}

Da auch noch JQuery und der Dateimanager benötigt werden, lautet der gesamte Code:

class PageTheme extends Theme {
	public function registerAssets() {
       	$this->requireAsset('javascript', 'jquery');
		$this->requireAsset('redactor');
		$this->requireAsset('core/file-manager');
	}
}

Nachdem ich das so eingetragen hatte, funktionierten sowohl der Redactor als auch der Dateimanager.

Quellen:
concrete5-Forum
Stack Overflow
concrete5-Dokumentation

PHP: Scandir erzeugt komische Zeichen unter Windows

Ich programmierte vor kurzem ein PHP-Skript, das die Dateien aus einem bestimmten Verzeichnis auslesen und als Links auf einer Webseite ausgeben sollte, um die Dateien zum Herunterladen anzubieten. In meiner Testumgebung auf dem lokalen Windows®-PC wurden bei einigen Dateinamen komische Zeichen angezeigt. Und zwar bei allen Dateinamen, die Umlaute, Akzente oder Sonderzeichen enthielten. Auf dem Webserver, der unter einem Linux-Betriebssystem läuft, trat dieses Problem nicht auf.

Nach langer Suche fand ich bei ComputerBase den Hinweis, dass es wohl daran liegt, dass Windows Dateinamen nicht in UTF-8 kodiert, sondern in CP-1252 oder ISO-8859-1. Mein Skript war allerdings in UTF-8 gespeichert (wie es ja üblich ist), was zu dem Zeichensalat führen musste.

Um von vornherein Problemen aus dem Weg zu gehen, verwendet man in Dateinamen fürs Web am besten gar keine Umlaute, Akzente, Leerzeichen und Sonderzeichen. Und wenn Dateien automatisch chronologisch sortiert werden sollen, benutzt man natürlich ein immer gleich bleibendes Dateinamensschema, also zum Beispiel katzenfoto-2016-03.pdf, katzenfoto-2016-04.pdf und so weiter, und nicht ein Mischmasch wie etwa KATZENFOTO März 2016.pdf und Katzenfoto 04.2016.pdf oder ähnlich, noch zumal unter UNIX® und Linux Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird, anders als unter Windows. »Schön« sind natürlich auch Namen, die keinerlei Hinweis auf den Inhalt der Datei geben, wie etwa P3290153.JPG. Doch genau solche Dateien mit Namen, die durcheinander sind wie Kraut und Rüben, erhalte ich immer wieder von Kunden. Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Nein, ich mache keine kostenlosen Logo-Designs

Da hat doch tatsächlich jemand per Twitter einen freiberuflichen Grafiker gefragt, ob er ihm kostenlos ein Logo gestalten würde. Ich frage mich, ob der Fragesteller morgens in der Bäckerei auch bittet, die Brötchen umsonst zu bekommen, oder ob er selber bereit wäre, seine Arbeitskraft ohne Gegenwert zur Verfügung zu stellen. Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von ehrenamtlichem sozialen Engagement, sondern von der Berufstätigkeit, die man ausübt, um ein Einkommen zu erzielen. Unfassbar, dass grafische Gestaltung von manchen Menschen offenbar nicht als Arbeitsleistung anerkannt wird, sondern … ja, als was eigentlich? Tri-tra-trullala oder so.

No. I don’t make free logo designs
Poster by Graham ›Logo‹ Smith

Weißes Rauschen

Wenn Umweltgeräusche einen bei der Arbeit stören, kann man versuchen, sie zu überdecken. Musik anzuschalten wäre eine Möglichkeit, aber auch Musik beeinträchtigt bisweilen die Konzentration. Da bietet sich das sogenannte Weiße Rauschen an. Einen sehr einfachen Generator namens Simple HTML5 White Noise bietet der Webentwickler Xavi Esteve an. Man kann das Rauschen mit drei Reglern einstellen und per Klick auf den Browser-Reiter stumm schalten.

White Noise

Klassifizierung von Schriften

Schon als junger Bursche habe ich mich in meiner ersten Ausbildung zum Schauwerbegestalter sehr für Typografie interessiert, und in meiner zweiten Ausbildung zum Mediengestalter und in der jetzigen beruflichen Tätigkeit tue ich das noch viel mehr. Eine gut gestaltete Schrift ist so schön wie eine gute Fotografie, finde ich. Und ich freue mich, wenn ich es in seltenen Fällen mal schaffe, jemanden für Typografie zu begeistern.

Doch schwierig ist die Sache mit der Klassifizierung. Natürlich kann man ganz grob sagen: Es gibt Schriften mit Serifen, ohne Serifen, mit betonten Serifen, es gibt gebrochene Schriften und dann noch die Schreib- und Schmuckschriften. Ja gut, aber Schrift hat sich im Laufe vieler Jahrhunderte entwickelt und verändert, ähnlich wie Sprache, Kleidung, Musik, Architektur und so weiter. Es gibt also unheimlich viele verschiedene Stile, die sich manchmal nur in Feinheiten unterscheiden. In Deutschland ist die Klassifizierung nach DIN 16518 üblich, und es gibt hier elf Schriftkategorien. Jan Öztürk-Lettau stellt auf seiner Website oezet.de sehr anschaulich dar, wie man Schriften unterscheiden und zuordnen kann.

Zu der Unterteilung nach DIN 16518 gibt es durchaus kritische Stimmen, denn nicht alle Zuordnungen erscheinen als logisch. Und auch ich empfinde die DIN-Klassifizierung als teilweise verwirrend. Wo ich mich mehr mit anfreunden kann, ist die Schrift-Unterteilung (Classification of Type), die ein Lehrer namens John Magnik aus Melbourne, Australien, auf seiner offensichtlich uralten, aber nichtsdestotrotz immer noch nützlichen und informativen Website typography1st.com vorstellt. Hier werden die feinen Unterschiede der verschiedenen typografischen Zeitalter per Text und Bild sehr gut veranschaulicht. Da hier englische Begrifflichkeiten verwendet werden, werden mir als Deutschem auch die englischen Bezeichnungen der vielen Schriftenhersteller oder -händler verständlicher.

Typografie ist ein sehr weites Feld und wir haben uns hier nur mit einem kleinen Teilbereich befasst. Ich muss gestehen: Ich weiß ganz bestimmt nicht alles, was es auf diesem Fachgebiet zu wissen gäbe (gelernte Schriftsetzer werden da deutlich fitter sein), doch ich finde die Thematik spannend und lerne immer mal wieder was dazu.

Alle Feeds in WordPress deaktivieren

Wenn man WordPress nicht zum Bloggen verwendet, sondern als Content-Management-System für eine sozusagen klassische Website ohne Blog- oder Newsbereich (was ich wohl nie tun würde, da es für diesen Zweck meines Erachtens ganz einfach geeignetere Systeme gibt), dann wird man in aller Regel auch keinen Feed anbieten wollen.

Doch wie kann man die Feedfunktion in WordPress komplett ausschalten? Die Antwort gibt uns Vladimir Simovic auf Perun.net in seinem Artikel WordPress: alle Feeds deaktivieren. Vielen Dank dafür!

WordPress-Suchmaschine für Entwickler

Kürzlich habe ich eine auf WordPress spezialisierte Suchmaschine namens WPSeek.com für Plugin-Entwickler und Theme-Autoren entdeckt. Hier kann man in ein Suchfeld WordPress-Funktionen, Filter, Aktionen und Konstanten eingeben, zu denen man nähere Informationen wünscht.

Nun ist es bloß leider so, dass einem ja die genauen Namen meistens nicht geläufig sind. Doch die Suchmaschine findet natürlich auch etwas, wenn man nur ein Wort eingibt, zum Beispiel category. Dann klappt unter dem Eingabefeld eine Liste der gefundenen Begriffe auf – und schließt sich nach kurzer Zeit wieder. Dumm, wenn man so schnell nicht auf einen der verlinkten Begriffe geklickt hat. Und komischer Weise passiert nichts, wenn man dann rechts neben dem Suchfeld das Lupensymbol anklickt; betätigt man allerdings die Eingabetaste, während der Cursor im Textfeld steht, wird unter dem Suchfeld eine Liste mit Vorschlägen ausgespuckt. Dieses Bedienkonzept ist meiner Meinung nach verbesserungswürdig. Doch auf jeden Fall findet man hier eine ganze Menge an Informationen und Quellcodes.

Meine ersten Anlaufstellen werden aber vermutlich immer die offizielle WordPress-Code-Dokumentation namens Codex sowie die Code-Referenz bleiben. Auf diesen beiden Plattformen findet man eigentlich alles, was man sucht und braucht.

Geld verdienen mit Blogs?

Lässt sich mit Bloggen Geld verdienen und wenn ja, wie? In ihrem Podcast-Beitrag vom November 2011 gehen Robert Lender und Matthias Mees mit Gast Vladimir Simovic der Frage auf den Grund, ob und wie sich mit Blogs Geld verdienen lässt. – Interessantes Gespräch, wenn es auch nicht so ganz mein Thema ist, da ich selbst ja hier in meinem Blog keine Werbung schalte (bis auf die eine Anzeige meines Webhosters unten im Fuß). Mich stören Werbebanner in aller Regel und ich lasse sie ausfiltern, also möchte ich auch meinen Lesern keine Ads zumuten.

WordPress-Plugin Optimus zur Bildkomprimierung

Das WordPress-Plugin Optimus verspricht eine verlustfreie Bildkomprimierung. Ich habe diese Software nicht ausprobiert, da ich sie nur für bestimmte Fälle für sinnvoll halte. Und zwar dann, wenn man sie bei einem Kunden einsetzt, der sich absolut gar nicht mit Bildbearbeitung auskennt und Fotos quasi unbearbeitet und unverkleinert in seine WordPress-Mediathek hochlädt.

WordPress verkleinert zwar selbst die Bilder automatisch und bietet sie dann in verschiedenen Größen an, aber sie sind auch dann oft noch zu »fett«, um schnell zu laden. Hier will Optimus in die Bresche springen. Wenn ich es richtig verstehe, bezahlt man (Stand: Februar 2015) 19 Euro pro Jahr für alle Eigenprojekte (Optimus HQ) oder 99 Euro pro Jahr für alle Kundenprojekte (Optimus HQ PRO). Der Vertrag verlängert sich nicht automatisch, sodass man nicht geknebelt wird. Es gibt auch noch eine kostenlose Version, die aber nur für Bilder bis 100 KB verwendbar ist.

Doch zurück zur Funktionalität des Programms: Das Bild wird verlustfrei komprimiert, indem die Metadaten entfernt werden, also die EXIF- und IPTC-Daten (was man allerdings auch abschalten kann). Die JPEG-Kompression wird allerdings nicht verändert, sodass das Bild in der ursprünglichen Qualität erhalten bleibt. Es kommt aber eine progressive Komprimierung zur Anwendung. Es stimmt zwar, dass diese die Dateigröße in aller Regel etwas verkleinert, aber sie dient eher folgendem Zweck: Dadurch, dass das Bild zunächst in einer sehr grobpixeligen Version dargestellt und in mehreren Schritten in immer feinerer Auflösung nachgeladen wird, sieht der menschliche Betrachter schon sehr früh etwas und hat den Eindruck, das Bild würde insgesamt schneller geladen werden (»gefühlte« Schnelligkeit könnte man das nennen).

Um aber wirklich kleine und webgerechte Bilder zu erhalten, sollte man sie schon vor dem Hochladen bearbeiten, und dann erübrigt sich natürlich so ein WordPress-Plugin wie das oben beschriebene oder ein ähnliches. Auch eine verlustbehaftete Komprimierung ist, wenn keine zu starke Kompressionsrate gewählt wird, kaum erkennbar. Was also die kleinste Bildgröße bei immer noch guter Qualität ergibt, sind drei kombinierte Faktoren, nämlich eine moderate verlustbehaftete Kompression, die Umwandlung in ein progressives JPEG und die Entfernung der Metadaten. Natürlich sollte man immer ein Original der ursprünglichen Datei behalten, das verkleinerte Bild also unter anderem Namen abspeichern. Sehr gute Ergebnisse erziele ich mit IrfanView und dem RIOT-Plugin. IrfanView ist erhältlich für das Windows®-Betriebssystem, und das Programm ist für private Zwecke kostenlos. Man kann aber einen Geldbetrag spenden. Gewerbliche Anwender dürfen das Programm nur nach Registrierung und Bezahlung von 10 Euro oder mehr verwenden – ein mehr als fairer Preis.