Ability Office

Ability Office ist ein Büroprogramm, das in der Standardversion aus den üblichen Komponenten Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation besteht. Es gibt aber auch noch eine Profi-Version, die zusätzlich eine Datenbank und eine Bildbearbeitung bietet. Ich habe mir mal eine Testversion heruntergeladen.

Photopaint

Fangen wir mal mit der Grafiksoftware Photopaint an. Der Funktionsumfang erinnert zunächst an bekannte Programme wie Adobe Photoshop oder Corel Paint Shop Pro. Doch wenn man die Funktionen ausprobiert, zeigen sich auch gleich schon die Schwächen und Macken des Programms. Zum Beispiel, wenn man Farben in einem Bild ersetzen will. Hier fehlt die Pipette, sodass ich gar nicht die zu ersetzende Farbe aus meinem Foto heraus picken kann – ich muss mit dem Farbwähler herumfummeln, um die passende Farbe festzulegen.
Ability Photopaint: Farbwähler
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Oder nehmen wir »Ausgleichen«, was wohl ein Weißabgleich sein soll. Auch hier: keine Pipette, kein Regler, kein gar nichts. Aus einem gelbstichigen Bild wird kurzerhand ein blaustichiges gemacht und die überstrahlten weißen Bereiche mit einem attraktiven Magentaton gefüllt. Na, wenn das keine Verbesserung des Fotos ist!
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Gut, machen wir das mal rückgängig. Was doch wohl klappen wird, ist eine der einfachsten Aufgaben eines Bildbearbeitungsprogrammes: das Entsättigen. Unsere knalligen Farben sollen etwas gedämpfter werden. Und was macht Photopaint? Ja, es entsättigt die Farben, aber – es setzt auch hübsche schwarze Tintenkleckse in den überstrahlten Bereich hinein.
Ability Photopaint: Entsättigen
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Tja … noch mehr schlechte Funktionen auszuprobieren, habe ich jetzt keine Lust mehr. Diese Bildbearbeitungs-Software ist für die Tonne, will ich mal sagen.

Hersteller von Bürosoftware sollten wohl – ich verallgemeinere das jetzt mal – einfach die Finger von Grafiksoftware lassen und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. In der Textverarbeitung wird Ability doch nun wohl glänzen können, oder? Probieren wir’s aus!

Write

Write nennt Ability sein Schreibprogramm. Die Benutzeroberfläche gefällt mir spontan. Sie ist gestaltet im Microsoft-Office-Ribbon-Stil und wirkt schlicht und übersichtlich, nicht überladen. Alle wichtigen Bearbeitungsfunktionen findet man auf der bebilderten Menüleiste, die durch Registerkartenreiter in Kategorien eingeteilt wird. Sie nennen sich Datei, Start, Einfügen, Seitenlayout, Hilfsmittel und Ansicht.
Ability Write: Menüleiste
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Write kann HTML-Dateien öffnen und zeigt diese korrekt an. Nur die Bearbeitung will mir nicht gelingen, das Programm bleibt dabei hängen; es stürzt allerdings nicht ab, sondern fängt sich wieder bei einem Klick auf den Text.
Ability Write: HTML
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Ability erhebt den Anspruch, kompatibel mit Microsoft Office zu sein. Einige Word-Dateien, die ich mit Write geöffnet habe, wurden nicht korrekt angezeigt; allerdings muss man dazu sagen, dass es auch kompliziert aufgebaute Formulare waren. Dennoch: mein Liebling in der Textbearbeitung, nämlich TextMaker von SoftMaker, kommt mit so etwas deutlich besser zurecht.

Eine weitere Schwachstelle ist für mich die Tatsache, dass Write nicht mehrere Dateien gleichzeitig geöffnet hält. Ruft man ein weiteres Dokument auf, wird das im Programm geladene geschlossen. TextMaker hält mehrere Dokumente geöffnet und bietet dafür Registerkartenreiter, was ich sehr übersichtlich finde. Allerdings findet man bei Ability Write geschlossene Dokumente in der rechten Seitenleiste schnell wieder. Und beim Beenden fragt das Programm, ob geänderte Dateien gespeichert werden sollen. – Die deutsche Rechtschreibprüfung klappt einwandfrei.

Spreadsheet

Als ich eine Excel-Tabelle mit der Dateiendung .xlsx öffnete, die neben Text auch Zahlen enthält, nämlich Mitgliedernummern und Postleitzahlen, wurden diese alles andere als korrekt dargestellt. PlanMaker von SoftMaker und LibreOffice Calc dagegen haben keinerlei Probleme damit.
Ability Spreadsheet: Nummern

Fazit:
Mir reicht’s, weitere Tests schenke ich mir. Wer eine preisgünstige Office-Suite sucht, aber nicht auf volle Microsoft-Office-Kompatibilität angewiesen ist, kann sich Ability kaufen – Ability Office kostet € 34,99, Ability Office Professional € 39,99. Doch insbesondere, wenn man keine Datenbankanwendung benötigt, kann man besser ein paar Euro mehr aufwenden und sich was Vernünftiges kaufen, etwa SoftMaker Office (ab € 69,95) oder Corel Office (ab ca. € 53,00). Aber auch mit FreeOffice (nur für privte Benutzung kostenlos) oder LibreOffice hat man sehr gute MS-Office-Alternativen, die noch nicht mal Geld kosten.

WPS Office

Kingsoft Office heißt jetzt WPS Office. Warum, das konnte ich nicht herausfinden. Wie auch immer: Die Office-Suite ist in drei Versionen erhältlich: Home Free, Home Premium ($ 2,99 pro Monat) und Business Edition ($ 4,99 pro Monat). Von den kostenpflichtigen Versionen kann man eine 30-tägige Testversion herunterladen. Das Paket besteht jeweils aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware. Laut eigenen Aussagen soll es voll kompatibel zu Microsoft Office sein. Es ist erhältlich sowohl für Windows- und Linux-PCs als auch für iPhones, iPads und Android-Geräte. Die kostenlose Version ist wohl in der Funktionalität etwas abgespeckt.

Ich habe mal so getan, als würde ich die Software kaufen wollen. Aber statt einen Warenkorb vorzufinden, sollte ich mich in einer Cloud anmelden. Was sind denn das für Mätzchen? Das sind ja Microsoft-Allüren. Aber gut, zumindest herunterladen kann man die Software auch ohne Anmeldung.

Ich hatte ja schon in einem älteren Artikel (Kingsoft Writer) einige Mängel des Textverarbeitungsprogrammes beschrieben. Also schauen wir mal, ob die neue Version besser ist.

Writer

Was zunächst auffällt, ist, dass man nach dem Starten der Textverarbeitung statt eines leeren Dokumentes unzählige Vorlagen vorfindet, und zwar mit richtig grafischer Gestaltung. Dies sind Online-Vorlagen, die man kurzerhand herunterladen kann. Ich persönlich muss sagen: So etwas habe ich noch nie gebraucht. Für mein Geschäftspapier habe ich mir eine Vorlage selber gebaut, und für private Briefe reichte mir bisher eine Vorlage mit Absenderangaben, Anschriftenfeld und vielleicht Falzmarkierungen. Natürlich schreibt man nicht nur Briefe. Doch auch für meine Gedichte und Kurzgeschichten reichten mir bisher einfache weiße »Blätter«. Allerdings muss ich sagen, dass unter den angebotenen Vorlagen sich einige recht hübsche und auch mehr oder weniger zweckmäßige finden lassen (von der Einkaufsliste über die Geschäftssitzungsplanung bis hin zur Protokollierung des Gassigehens mit dem Hund), und dieses Office-Programm hebt sich damit ein wenig von der Konkurrenz ab. Aber natürlich kann man auch ein leeres Dokument ohne Gestaltung aufrufen.
WPS Writer: Vorlage
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WPS Writer: Vorlagen
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Negativ fällt allerdings auf, dass man keine deutsche Sprache für die Oberfläche einstellen kann – zumindest habe ich keine Möglichkeit dazu gefunden. Ich selbst komme zwar auch mit englischen Menüs gut klar, aber viele Anwender dürften sich an der fehlenden Übersetzung stören. Ganz übel ist natürlich, dass keine deutsche Rechtschreibprüfung verfügbar ist. Die auswählbaren Sprachen beschränken sich auf Englisch, Spanisch, Französisch und Portugiesisch. Damit scheidet das Programm fast schon aus – jedoch kann man eigene Wörterbücher anlegen, in die man dann eben nach und nach alle unbekannten Wörter aufnimmt. Aber testen wir mal weiter.
WPS Writer: kein Deutsch
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Writer kann HTML-Dateien öffnen, und sie lassen sich auch bearbeiten und wieder als HTML-Dokumente speichern. Was für ein Code dabei erzeugt wird, habe ich nicht getestet, und ein Textverarbeitungsprogramm ist schließlich auch kein HTML-Editor.
WPS Writer: HTML
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Weitere Vorteile:
Schriftstücke lassen sich als PDF-Dateien exportieren – diese Funktion wird in der kostenlosen Version, in die sich das Programm nach Ablauf der Testphase umwandelt, allerdings wohl nicht mehr verfügbar sein. Microsoft-Word-Dokumente, sowohl im Format .doc als auch .docx, lassen sich problemlos öffnen, und auch Formulare erscheinen nicht als Kraut und Rüben, sondern werden ordentlich dargestellt. Die Speicherung als MS-Word-Datei klappt auch einwandfrei, soweit ich testen konnte – zumindest mit einfach formatierten Dokumenten.

Nachteile:
[STRG] + [-] im Nummernblock erzeugt keinen Gedankenstrich, der ja etwas länger als ein Minus-Zeichen ist. [STRG] + [-] erzeugt keinen weichen Trennstrich. Überhaupt klappt deutsche Silbentrennung überhaupt nicht, weil Deutsch dem Programm ja offensichtlich gänzlich unbekannt ist, wie wir weiter oben schon festgestellt haben.

Sicherlich gibt es noch mehr Vorteile und Schwachstellen, aber ich habe das Programm nicht auf Herz und Nieren geprüft, denn dann müsste ich sehr viel Zeit aufwenden – es handelt sich hier also nur um eine Kurzrezension.

Spreadsheets

Auch die Tabellenkalkulation macht einen guten Eindruck. Microsoft-Excel-Dokumente werden einwandfrei geöffnet und angezeigt. Nur schattierte Felder werden etwas seltsam dargestellt.
WPS Spreadsheets: schattierte Felder

Presentation

Die Präsentations-Software habe ich nur ganz kurz getestet, weil ich so etwas fast nie benutze. Für mich persönlich ist die Textbearbeitung der wichtigste Teil eines Büro-Programmes. Was mir bei WPS Presentation negativ auffiel, war, dass bei Blocksatz die Buchstaben-Abstände sehr seltsam und unregelmäßig gesetzt werden – jedenfalls um deutsche Umlaute herum. Und hier zeigt sich wieder, dass die Software für den deutschen Markt einfach nicht ausgelegt und nicht geeignet ist.
WPS Presentation: hässlicher Blocksatz
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Fazit:
Wer sich an den doch recht vielen Schwachstellen nicht so sehr stört, die Software nicht im professionellen Umfeld einsetzt und außerdem der englischen Sprache mächtig ist, wird damit vielleicht glücklich sein. Auf mich wirkt die Office-Suite sympathisch, aber eben auch nicht wirklich ausgereift. Ich selbst verwende seit vielen Jahren SoftMaker Office aus einem deutschen Softwarehaus, und das ist ein leistungsfähiges Büropaket, das eben auch optimal auf den deutschen Markt zugeschnitten ist. Mit ca. 70 Euro ist es auch bezahlbar, nur verfügt es leider nicht über ein Datenbank-Management-System. Aber das ist ja bei Microsoft auch nur in den großen, schrecklich teuren Versionen dabei.

Markdown-Parser für PHP

PHP Markdown von Michel Fortin ist eine Bibliothek für Entwickler. Sie enthält einen PHP-Markdown-Parser, der auch mit Markdown Extra umzugehen weiß. Im Ursprung war das Programm eine Portierung des Markdown-Tools von John Gruber, und zwar von Perl nach PHP.

Die aktuelle Version (Stand: März 2015) setzt mindestens PHP 5.3 voraus. Ich habe diese Bibliothek bzw. diesen Parser ausprobiert und muss sagen: läuft! Sowohl auf dem Windows-PC als auch auf dem Linux-Webserver. Eine Installation ist nicht erforderlich, man entpackt einfach die ZIP-Datei. Die Verwendung ist einfach, ich bin auf Anhieb gut zurecht gekommen.

»Homepages« von Heise

Heute in der aktuellen c’t des Heise-Verlages entdeckt: Dieser Zeitschriftenverlag bietet auch die Erstellung und Betreuung von »Homepages« an. Eigentlich sollte dieser Computer-Fachverlag wissen, dass eine Homepage nur die Startseite einer Website ist, aber was soll’s – Provider und Webhoster bezeichnen ja zum Beispiel ihre Baukastensysteme auch als »Homepage«-Baukasten. Aber das nur am Rande.

Ich war neugierig, was Heise denn da so für Webdesign-Leistungen anbietet. Die Referenz-Websites sehen zum größten Teil ganz hübsch aus, und auch die Quellcodes, die ich mir angesehen habe, ließen keine Mängel erkennen. Allerdings, eine CSS-Datei mit fast 6000 Zeilen Code und einer Größe von etwa 165 KiB, wie ich sie in mehreren Beispielen vorfand, finde ich schon heftig. Ich selbst versuche immer, möglichst unter 25 oder wenigstens unter 30 KiB zu bleiben, was auch bei aufwändigeren Layouts durchaus machbar ist.

Ob Heise ein Content-Management-System einsetzt oder nicht, wird auf deren Website leider nicht verraten – in den Quellcodes der Referenz-Websites, die ich mir angeschaut habe, deutete jedenfalls nichts darauf hin. Also wird vermutlich kein CMS eingesetzt, was es den Kunden erschweren dürfte, ihre eigenen Inhalte zu bearbeiten. Natürlich gibt es immer mal Kunden, die sich sowieso nicht selbst kümmern wollen, sondern die Pflege der Agentur überlassen, und in diesen Fällen ist ein CMS auch nicht erforderlich. Nach meinen Erfahrungen sind diese Kunden aber in der Minderheit. Wie dem auch sei – die Leistungsbeschreibungen deuten darauf hin, dass Heise generell die Kunden ungern selbst agieren lassen möchte: »Und Ihr HTML Know-how aus eigenen Programmierversuchen können Sie getrost in Ihr Langzeitgedächtnis verschieben.« Aha. HTML ist also angeblich eine Programmiersprache. Puh, grober Fehler. Sechs! Setzen! HTML ist eine Auszeichnungssprache.

Ein weiteres großes Geheimnis wird um die Preise gemacht. Wenn man schon verschiedene Komplettpakete anbietet, sollte doch eigentlich auch gleich der Preis dabei stehen. Finde ich jedenfalls. Im Café sehe ich ja auch die Preise in der Getränkekarte oder an der Kuchentheke, ja sogar draußen auf einer Tafel. Aber bei Heise soll man anrufen, sich beraten lassen und/oder ein Angebot anfordern. Es ist klar, dass es Kundenwünsche gibt, die man nicht pauschal abrechnen kann – aber für die Standardleistungen, die man anbietet, kann man doch gleich die Karten in Form von Preisangaben auf den Tisch legen. Jedenfalls handhabe ich das so; bei mir kann man sich eine Preisliste für die gängigsten Leistungen herunterladen.

Fazit: Bei Heise Homepages bekommt man zweifelsohne eine professionell erstellte Website. Was mich aber stört, sind die Ungenauigkeiten in den Formulierungen und dass die Preise für die vorgestellten Leistungspakete nicht von vornherein genannt werden.

Dienst unter Windows löschen per Batch

Dienste, die von einem Anwendungsprogramm installiert wurden, aber unnötig sind oder vielleicht nach einer Deinstallation übriggeblieben sind, lassen sich unter Windows per Kommandozeile löschen. Doch Vorsicht: bei den meisten Diensten handelt es sich um solche des Betriebssystems, und diese dürfen in aller Regel nicht entfernt werden!

Da man solche Arbeiten aber nur selten ausführt, vergesse ich in den langen Zwischenräumen immer wieder, wie der Löschbefehl lautet. Daher habe ich mir jetzt ein kleines Batch-Programm gebaut. Bei solchen Programmen handelt es sich um Reintextdateien, die man mit der Dateiendung .bat abspeichert. Von der Kommandozeile lassen sie sich dann ohne Eingabe der Dateiendung aufrufen und ausführen. Ich habe sie dienst-loeschen.bat genannt, und hier sind die zwei Zeilen Code:

set /p NAME=Bitte den Dienstnamen eingeben:
sc delete %NAME%

Das Progrämmchen fragt also nach dem Namen des Dienstes, der gelöscht werden soll; und wurde dieser korrekt eingetippt, wird der Dienst ohne Rückfrage gelöscht und es wird eine entsprechende Erfolgsmeldung ausgegeben.

Wie gesagt: Man sollte wissen, was man tut, und für eventuelle Probleme hafte ich nicht, sondern weise ausdrücklich darauf hin, dass die Benutzung auf eigene Gefahr geschieht.

CSS-Klassen des WordPress-Menüs abspecken

Ich versuche immer, meine HTML- und CSS-Quellcodes schlank zu halten. Erstens, weil man dann bei späteren Bearbeitungen besser durchblickt, und zweitens, weil Suchmaschinen es lieben, wenn Webseiten so beschaffen sind, dass sie deutlich mehr echten Inhalt als Layout-Angaben beinhalten.

Zum Beispiel trägt das benutzerdefinierte Menü von WordPress zu viel Ballast mit sich. CSS-Klassen, die zwar im Quelltext aufgeführt sind, aber gar nicht benötigt werden, blähen Webseiten unnötig auf und sollten entfernt werden. Was kann man tun?

Wie so oft liegt die Lösung darin, Code in die Datei functions.php, die man im Theme-Ordner findet, einzufügen. Aber wie? Das erfährt man von Monika in ihrem Blog texto.de. Da es in deutscher Sprache ist, schlage ich vor, bei Interesse ihren sehr gut erklärten Artikel HTML output von wp_nav_menu verringern zu lesen.

WordPress: Fehlender Home-Link in Navigation

In aller Regel wird man, wenn man ein WordPress-Blog erstellt, keinen Link zur Startseite im Navigationsmenü vorfinden. Man kann aber einen dorthin bekommen.

In dieser Kurzanleitung fangen wir mal ganz bei Null an und basteln uns eine Navigation selbst. Falls sie in dieser Form schon im Theme vorhanden ist, können die Punkte 1 bis 3 übersprungen werden.

Davon ausgegangen, dass es sich sich um ein selbst gehostetes WordPress handelt (also nicht um ein bei WordPress.com eingerichtetes) und dass wir natürlich FTP-Zugriff zum Webserver haben, dann sind folgende Schritte zu unternehmen:

  1. Menü-Funktion hinzufügen

    Um ein benutzerdefiniertes Menü zu ermöglichen, das dann übers Dashboard konfiguriert werden kann, folgenden Code der Datei functions.php im Theme-Ordner hinzufügen:

    add_action( 'init', 'my_custom_menus' );
     
    function my_custom_menus() {
        register_nav_menus(
            array(
                'primary-menu' => __( 'Primary Menu' ),
                'secondary-menu' => __( 'Secondary Menu' )
            )
        );
    }

    In diesem Fall wollen wir zwei Navigationsmenüs haben, eine Hauptnavigation und eine untergeordnete.

  2. Template-Datei modifizieren

    Unser Theme müssen wir jetzt mit den Navigationsmenüs ausstatten; dafür fügen wir folgenden Code ein, im Fall des Hauptmenüs wohl am ehesten in die Template-Datei header.php:
    <?php wp_nav_menu( array( 'theme_location' => 'primary-menu', 'menu_class' => 'primary', 'fallback_cb' => '') ); ?>.
    Mit dem Submenü verfahren wir ähnlich. – In unsere CSS-Datei können wir jetzt die Klasse primary-menu einfügen, um das Navigationsmenü zu gestalten. Die Fallback-Möglichkeit ist für den Fall gedacht, dass es überhaupt kein Menü gibt (weil zum Beispiel gar keine Subnavigation benötigt wird), dann wird nichts angezeigt.

  3. Menü im Dashboard erstellen

    Im Admin-Dashboard der WordPress-Installation klickt man jetzt auf Design > Menüs, wo man jetzt den Menübaukasten sieht. Dort kann man seine Navigationsmenüs auf einfache Weise konfigurieren.

  4. Homepage-Link im Navigationsmenü anzeigen

    Dumm ist nur, dass die Homepage (die Startseite) dennoch nicht in unserer Navigationsleiste angezeigt wird bzw. nicht im Menübaukasten als Menüpunkt erscheint. Auch hier liegt die Lösung darin, dass man die Datei functions.php im Theme-Ordner um etwas Code erweitern muss:

    function home_page_menu_args( $args ) {
        $args['show_home'] = true;
        return $args;
    }
    add_filter( 'wp_page_menu_args', 'home_page_menu_args' );

    Sobald dieser Code eingefügt worden ist, sollte das dazu führen, dass »Home« als Option unter dem »Seiten«-Widget auf der Menü-Verwaltungs-Seite erscheint, sodass man jetzt per Klick entscheiden kann, ob die Startseiten in der Navigation angezeigt werden soll oder nicht.

Quellen:
Box Model Junkie
WPBeginner

CoffeeCup Web Image Studio

Eine Grafiksoftware, die sich speziell an Webdesigner richtet, ist CoffeeCup Web Image Studio. Sie kam mir recht interessant vor, und so teste ich sie gerade.

Angefangen habe ich, ein Foto damit bearbeiten zu wollen. Das Programm bietet nämlich ganz hübsche Effektfilter und diverse Korrekturmöglichkeiten.
Effekte in Web Image Studio

Also habe ich mein nicht optimal fotografiertes Test-Rinderfoto ins Programm geladen und mit Filtern bombardiert. Und da zeigte sich schon, dass mein Webdesign-Computer dafür offenbar zu schwach ist, denn das Programm beanspruchte die CPU bei meinen Bearbeitungsversuchen immer so zwischen 50 und 80 Prozent, selbst dann noch, als ich die Größe des Bildes auf 800 Pixel mal 600 Pixel verkleinert hatte. Weil natürlich noch andere Programme liefen, zum Beispiel der Webbrowser, war die CPU teilweise bis zu 100 Prozent ausgelastet. Ich habe in diesem Computer einen Pentium-IV-Einkernprozessor mit Hyper Threading und 3 GHz Taktrate; an Arbeitsspeicher sind 2 GiB verbaut. Eine alte Gurke also, aber die reichte bisher für alle Grafikprogramme völlig aus, die ich so benutze. Ich hätte noch mit einem meiner besseren Computer testen können, aber wozu, ich will das Programm ja an ebendiesem PC benutzen.

Mit PNG-Grafiken, die wenige Farben und einfache Formen haben, kommt Web Image Studio etwas besser zurecht als mit JPG-Fotos. Logos und Buttons lassen sich also ganz gut bearbeiten. Damit wirbt der Hersteller auch: nämlich, dass man Webgrafiken an seine Bedürfnisse anpassen kann. Tatsächlich lässt sich recht leicht die Farbgebung verändern, ein Schatten um einen Schriftzug legen oder ein plastischer 3D-Effekt für eine Schaltfläche erzeugen.
Effekte in Web Image Studio

Doch was fehlt, sind Ebenen, die eigentlich jede bessere Grafikanwendung bietet. Ich habe es auch nicht geschafft, eine Vektorform automatisch auf der Bildfläche zentrieren zu lassen. Überhaupt ist das Programm nicht gerade intuitiv bedienbar. Manchmal klappen angebotene Bearbeitungsoptionen nicht; man sieht nie einen Fortschrittsbalken, wenn das Programm mal etwas länger braucht, um eine Bearbeitung durchzuführen; und der Image Editor, eine Art Werkzeugleiste, lässt sich nirgendwo andocken, sondern schwebt frei im Raum, selbst dann noch, wenn eine andere Anwendung im Vordergrund ist. So etwas ist natürlich nervig.

Mein Fazit: Webgrafiken und Fotos lieber mit den bisher gewohnten Programmen bearbeiten. Die Anschaffung von CoffeeCup Web Image Studio lohnt sich nicht, schon gar nicht für einen Preis von $ 39.

CoffeeCup Direct FTP

FileZilla ist sicherlich eines der bekanntesten Programme, mit denen man Daten auf einen FTP-Server hochladen oder von dort herunterladen kann. Und es ist quelloffen und kostenlos. Warum sollte man also eine kostenpflichtige Software in Erwägung ziehen? Man wird es dann tun, wenn man deutliche Vorteile sieht.

CoffeeCup Direct FTP wird dieses Wochenende für nur $ 9 angeboten (bis Montag 11 Uhr Eastern Standard Time, was ca. 16 Uhr deutscher Zeit entspricht). Normalerweise kostet es $ 39. Dafür wäre es mir zu teuer, aber 30 Mücken weniger? Verlockend! Ich habe es also getestet, denn die Katze im Sack kauft man ja nicht gern, und mag sie auch noch so preiswert sein.

Der Aufbau der Bedienungsoberfläche ist der von FileZilla recht ähnlich: Links sieht man die lokalen Ordner und Dateien, rechts die entfernten, also die auf dem Server. Wenn man Dateien hinauf- oder herunterlädt, wird standardmäßig zwar nicht gefragt, ob bestehende Dateien überschrieben werden sollen, aber man kann dies in den Einstellungen festlegen. Auch viele weitere Einstellungen sind möglich, zum Beispiel, was beim Doppelklick auf eine Datei passieren soll.

Was ist nun aber das Besondere an Direct FTP? Nun, es ist die Möglichkeit, Quelltext-Dateien direkt in diesem Programm bearbeiten zu können, sowohl lokale als auch entfernte. Für umfangreiche Quelltextüberarbeitungen wird man sicherlich einen richtigen HTML- oder PHP-Editor bevorzugen. Aber wenn es nur darum geht, Kleinigkeiten zu ändern, finde ich die Möglichkeit, dies gleich im FTP-Programm tun zu können, recht bequem. Und eine Menüleiste für die wichtigsten HTML-Elemente ist auch vorhanden.

Direct FTP

Was ich bemängeln muss: Im eingebauten Editor überarbeitete und anschließend hochgeladene Dateien verlieren ihre bisher gesetzten Dateiberechtigungen, haben also keinerlei Rechte-Flags mehr. Man kann diese zwar nach dem Hochladen wieder setzen, aber das ist ja eine sehr umständliche Handhabung und ein echtes K.O.-Kriterium. Zweiter Mangel: Das Programm wird nur in Englisch angeboten, zumindest konnte ich keine Sprachumstellung auf Deutsch oder irgendeine andere Sprache finden. Und noch ein Nachteil ist, dass die Software nur für Windows und Macintosh erhältlich ist, aber nicht für Linux.

Also, ich bin immer noch nicht schlauer: Soll ich das Programm für diesen kaputten Preis jetzt kaufen – oder selbst dafür nicht? Schließlich habe ich schon BitKinex, Core FTP LE, FileZilla, FlashFXP, WinSCP und WISE-FTP. Hm, aber $ 9 bzw. € 8,30 wecken einfach die Schnäppchen-Jagdlust in irgendeinem seltsamen Teil des Gehirns …

Mind-Map-Software

Eine Mind-Map zu erstellen, hilft mir manchmal, meine Gedanken zu ordnen; aber auch, durch das freie Assoziieren zu neuen Ideen zu kommen. Fremde Mind-Maps, die eine bestimmte Thematik veranschaulichen sollen, sind mir allerdings oft zu unübersichtlich – da bin ich dann wohl eher der Tabellen-Typ, der gerade Linien und klare Formen bevorzugt …

Meistens fertige ich solche Gedanken-Karten zwar lieber per Hand auf Papier an, weil das schneller geht und mir irgendwie »direkter« vorkommt, aber die per Computer-Anwendung erstellten haben auch ihre Vorteile. Man braucht die Skizzen zum Beispiel nicht einzuscannen, wenn man sie digital aufbewahren oder verschicken will; man kann sie, zum Beispiel in einer Projektplanungs-Software, leicht mit anderen Dokumenten verknüpfen; und da ich sowieso jeden Tag am Computer arbeite, habe ich sie schnell zur Hand, ohne in Schubladen oder Schnellheftern kramen zu müssen.

Ich hatte mich früher schon mal ein wenig mit Mind-Map-Software befasst, aber viele Programme sind recht teuer. Nun hat mich vor kürzerer Zeit ein Kunde wieder auf die Thematik gebracht. Ein paar kostenlose oder preiswerte Programme habe ich anschließend aus eigenem Interesse getestet.

SimpleMind

SimpleMind ist erhältlich für Windows, Mac, iPad/iPhone und Android. Ich habe die Desktop-Version für Windows getestet und bin auf Anhieb gut damit zurecht gekommen. Die Bedienungsoberfläche ist geteilt, sodass man links einen Datei-Explorer vorfindet und rechts die Haupt-Arbeitsfläche. Oben sind diverse bebilderte Menüs im Stil von Office-Anwendungen angebracht. Diese Menüleisten sind nicht zu überladen, sondern wurden übersichtlich gehalten. Die Mind-Map kann man ganz nach Belieben gestalten. Die einzelnen Knoten lassen sich zum Beispiel durch die Farbgebung thematisch sortieren und durch verschiedene Verbindungslinien miteinander verknüpfen. Das Programm ist mein Favorit und kostet ca. 28 Euro.

FreeMind

Ein Klassiker im Freeware-Bereich ist FreeMind. Dieses Programm benötigt die Java-Laufzeit-Umgebung und sollte damit auf jedem Betriebssystem, wo diese installiert ist, laufen. FreeMind empfinde ich als etwas unübersichtlich. Es hat sowohl oben als auch links eine bebilderte Menüleiste. Die obere enthält im Wesentlichen das Dateimenü und das Menü für die Textformatierungen; außerdem befindet sich darüber noch eine rein textliche Menüleiste. Die linke Leiste enthält sehr viele Symbole, mit denen man seine Mind-Map ausstatten kann – für meinen Geschmack zu viel, zumindest hätte man Gruppierungen bilden und Aufklappmenüs anbieten können.

FreePlane

Ein Fork von FreeMind ist FreePlane. Alles oben Gesagte gilt auch für FreePlane. Letzteres soll auf bessere Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet sein – ich kann da keine so wahnsinnig großen Unterschiede feststellen. Die Oberfläche wirkt allerdings moderner, und außerdem erhalten die Linien neuer Hauptknoten automatisch unterschiedliche Farben, während die Linien bei FreeMind alle schwarz sind.

Scapple

Scapple ist erhältlich für Windows und Mac. Es ist, wie der Hersteller schreibt, keine Mind-Mapping-Software im engeren Sinne, sondern eher ein freiformatiger Texteditor. Scapple kommt mit einer sehr abgespeckten Benutzeroberfläche daher und ist leicht zu bedienen. Ich habe mich spontan mit dem Programm anfreunden können. Man kann die Skizzen wie eine Mind-Map anlegen, muss es aber nicht. Verbindungslinien und Verknüpfungen sind möglich, ebenso Umrandungen, Farbfüllungen und Pfeile, aber man kann ebenso gut auf all das verzichten und auf die Schnelle ein paar Ideen notieren. Während bei FreeMind und FreePlane die Schaltflächen einen quasi erschlagen, hat man bei Scapple vielleicht etwas zu viel gespart – wenigstens die wichtigsten Befehle als Buttons wären ja schön. Trotzdem mag ich Scapple. Es kostet ca. 16 Euro.