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Windows: Dienste löschen

Gelegentlich kommt es vor, dass man unter Windows ein Programm deinstalliert hat, dass aber ein zugehöriger Windows-Dienst dabei nicht entfernt wurde. Mir ist das bei der Deinstallation des MySQL-Servers (vor dem Umstieg auf MariaDB) so gegangen: Der Dienst zum automatischen Starten des MySQL-Daemon beim Windows-Bootvorgang war zurück­geblie­ben. Natürlich kann man den Dienst einfach auf »deaktiviert« setzen, aber ich will solche Leichen einfach nicht in meinem System haben.

Und hier fand ich die Lösung, wie man solche unliebsamen Dienste loswerden kann: Windows: Dienste löschen. Vielen Dank für diesen nützlichen Tipp!

Texteditor für große Dateien

Natürlich soll man Dateien so klein wie möglich halten. Trotzdem erwartet man von einem Texteditor, dass er auch nicht ganz so kleine Dateien bearbeitet, ohne abzustürzen.

Ich gebe zu, eine über 14 Megabyte große SQL-Datei ist ein übertrieben großes Monstrum, aber diese Gesamtsicherung aller meiner Daten­bank­tabel­len war heute meine einzige Möglichkeit, eine defekte MySQL-Tabelle wiederherzustellen, denn leider hatte ich von dieser bestimmten Tabelle nie einen einzelnen Dump gemacht, wie es eigentlich sonst meine Gewohnheit ist.

Jedenfalls kam keiner der Editoren, die ich unter Windows gewöhnlich benutze, damit klar; statt dessen gab es Fehlermeldungen und Pro­gramm­abstürze. Aber dann fiel mir »GridinSoft Notepad« ein, das ich mal bei einer Software-Verschenkaktion kostenlos heruntergeladen hatte, aber eigentlich nie benutze. Und siehe da – dieses spartanisch ausgestattete, aber leistungsfähige Wunderwerk eines ukrainischen Softwareherstellers lud anstandslos die knapp fünfzigtausend Zeilen Code, und eine Bearbeitung der Datei war problemlos möglich.

Das Programm richtet sich in erster Linie an Programmierer, die im reinen Quellcode, also ohne visuelle Ent­wick­lungs­umge­bung arbeiten wollen oder müssen. Die Software bietet Hilfsmittel wie Code Folding, einschaltbare Zeilennummern und so weiter, außerdem eine Syntaxhervorhebung für sehr viele Programmiersprachen – von Assembler bis Visual Basic. Aber auch der Webentwickler findet hier einen Editor für seinen Bedarf (Perl, PHP, Python, Ruby, SQL, …).

Man bekommt GridinSoft Notepad Pro für knapp 35 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Privatanwender dürfen sich eine kostenlose Lite-Version herunterladen, die aber ein paar Funktionen weniger hat. Leider gibt es das Programm nur für Windows.

Ach ja: Und weil der gestresste Programmierer nach getaner Arbeit, zehn Tassen Kaffee und einer gut belegten Pizza auch mal ganz gerne spielt, gibt es noch ein nettes kostenloses Spiel zum Herunterladen. Man muss farbige Kugeln sortieren und somit vom Spielbrett entfernen. Leider kommen immer wieder und immer schneller neue dazu …

Concrete5 deutsche Version – und trotzdem noch englisch?

Die aktuelle deutsche Version des CMS »Concrete5«, concrete5.4.1.1_de_extended, stellt die Sprache trotz vorhandener deutscher Sprachdatei leider nicht von Englisch auf Deutsch um. Anscheinend wurde in einer bestimmten Datei vom deutschen Team eine nötige Konfiguration nicht vorgenommen. Aber so kann man es selber korrigieren:

In der Datei /concrete/config/base.php die Zeile 111 ändern von
define("LOCALE", 'en_US');
in
define("LOCALE", 'de_DE');

Spätestens nach einem Leeren des Browser-Cache ist dann alles in deutsch. Ich weiß bloß nicht, ob bei einem nächsten Update die oben genannte Datei nicht wieder überschrieben wird …

Artweaver

Wem Photoshop zu teuer, Photoshop Elements immer noch zu teuer, GIMP zu gewöhnungsbedürftig und Paint.NET zu unsympatisch ist, der könnte sich für Artweaver interessieren. Leider – ich sage es gleich zu Anfang – gibt es das nur für Windows-Betriebssysteme (ab Windows XP), nicht für Mac und Linux.

Wer Photoshop kennt, findet sich in Artweaver gleich zurecht, denn es ist in Bezug auf Erscheinungsbild und Bedienung doch stark an den Marktführer angelehnt; sogar die Tastaturkürzel sind weitgehend identisch (B für Brush, H für Hand, T für Text etc.). Es gibt viele Korrektur- und Bearbeitungsmöglichkeiten und Filter, wie man sie auch aus Photoshop kennt.

In den Ebenen lassen sich Füllmethoden einstellen (Normal, Abdunkeln, Multiplizieren, Weiches Licht, …), Ebenen lassen sich gruppieren und die Ebenentransparenz einstellen. Aber was im Vergleich zu Photoshop fehlt, sind Ebenenmasken, Ebeneneffekte und Einstellungsebenen. Letztere hat man selbst in Photoshop Elements, und ich finde die immer sehr nützlich, weil man die eigentlichen Bildebenen unangetastet lassen kann, was das weitere Bearbeiten, zum Beispiel nach Schließen und erneutem Öffnen des Programms zu einem späteren Zeitpunkt, doch erheblich vereinfacht.

Ansonsten lässt sich mit Artweaver sehr gut arbeiten. Spezialität sind die vielen verschiedenen Pinseleinstellungen, mit denen sich sehr viele Kunststile simulieren lassen, von Airbrush über Ölpastellkreide bis zum Schwamm. Für diese künstlerischen Techniken empfiehlt sich natürlich ein Grafiktableau, zumindest wenn man sehr fein arbeiten will. Und von dieser Ausrichtung auf die Malerei kommt auch der Name des Programms, Artweaver.

Für Privatanwender gibt es eine kostenlose Version, bei der es sich offensichtlich um eine ältere Programmversion handelt, die mit 1.0 angegeben ist. Wer mehr Funktionen haben will oder das Programm für kommerzielle Zwecke einsetzen möchte, kommt mit 29 Euro für die Version »Artweaver Plus 2.0« äußerst preisgünstig davon.

Fazit:
Ähnlich wie Photoshop Elements, gut zur Fotonachbearbeitung geeignet, aber zusätzlich auf künstlerische Arbeiten ausgerichtet. Und sehr preis­günstig!

Verloren im Licht

»Encore Magazine ist international und vereint das Beste aus den Bereichen Kunst, Design und Film.« So beschreibt dieses stilvolle Online-Magazin sich selbst. Aus Sicht der Suchmaschinenfreundlichkeit finde ich eine komplett aus Flash gestaltete Website suboptimal, aber Design und Benutzerfreundlichkeit sind hier auf jeden Fall äußerst gelungen. Einziges Manko: die leisen Hintergrundgeräusche, von denen ich gar nicht wusste, dass sie angeschaltet waren. Ich dachte einen Abend lang, mein Lüfter machte piepende Geräusche. Am nächsten Vormittag klärte sich mein Irrtum dann auf.

Das Encore Magazine (Website nicht mehr erreichbar, Stand: 5. Februar 2022) sieht wie ein papiernes, gedrucktes aus und ist im Grunde auch genauso zu bedienen: Man klickt mit der Maus einfach auf die unteren Zeitschriftenecken, um vor oder zurück zu blättern.

Gestoßen war ich zufällig auf dieses Magazin, und ich war begeistert von den Fotos des brasilianischen Fotografen Gustavo Marx in der Ausgabe #42. Während ich diesen Artikel schreibe, ist das die aktuelle Ausgabe – später muss man sie sich heraus suchen mittels der Navigation rechts unten. Alle Ausgaben bleiben offensichtlich in archivierter Form zugänglich.

Der Artikel mit den Fotos von Gustavo Marx ist betitelt: »Lost in Light«. Ich weiß nun nicht, ob man sich gerade im Licht verirren kann, eher doch wohl in der Dunkelheit. Wie auch immer – die Fotos zeigen zwei Models, die manchmal gemeinsam, manchmal allein in Licht getaucht sind oder aber vom Licht auch nur gestreift werden.

Und das ist so gekonnt umgesetzt, dass ich absolut fasziniert bin von diesen Bildern. Das Licht ist ja beim Fotografieren auch mein Thema, und ich bin der Meinung, dass die schönsten Motive ohne das richtige Licht einfach uninteressant aussehen und man im Umkehrschluss auch Mo­ti­ven, die an sich nicht viel hergeben, durch eine geschickte Be­leuch­tung einen großen Reiz verleihen kann.

Nun, bei Gustavo Marx geben natürlich die Motive, diese hübschen Mo­dels, an sich schon viel her. Doch wie er sie durch Streiflicht, Gegenlicht und sogar frontales Licht, das eins der Models die Augen zusam­men­knei­fen lässt, so gekonnt in Szene setzt, das ist einfach »wow« und zeigt, wie perfekt dieser Fotograf sein Handwerk versteht.

Wir sind Menschen, keine Maschinen

Da hat sich doch eine Gruppe von Menschen in Spanien Gedanken gemacht über diese Datei »robots.txt«, welche den Suchrobotern Anweisungen gibt, was sie durchsuchen sollen und was nicht. Und sie dachten sich wohl: »Hey, immer geht es im Web nur um Maschinen, aber wir, die wir Webseiten erstellen oder anschauen, sind doch Menschen!«

Und so schufen sie das Motto »We Are People, Not Machines« und die Website humanstxt.org. Und in der Meta-Angabe für die Beschreibung der Website steht, wenn man es ins Deutsche übersetzt: »Eine Initiative, um die Erschaffer der Website zu kennen. Enthält die Information über Menschen, die zum Bau des Webs beitragen.«

Sie versuchen, diese Idee einer Textdatei »humans.txt« neben der bisher geläufigen »robots.txt« zum Standard zu machen. Na ja, das wird nicht so einfach sein, aber die Idee ist auf jeden Fall witzig. Eintragen soll man in die »humans.txt« diejenigen Menschen, welche die Website gebaut haben. Das ist bisher kaum üblich gewesen. Im Impressum muss nur der Betreiber der Website stehen; manchmal findet man auch noch den Link zur Webdesign-Agentur, aber wie die Leute heißen, die die tatsächliche Arbeit gemacht haben, das bleibt doch eigentlich immer ein Geheimnis.

Und so sehe ich die »humans.txt« als etwas, was in der Filmbranche schon lange üblich ist. Dort gibt es ja den Abspann, in welchem alle Menschen namentlich erwähnt werden, die am Film mitgewirkt haben. Und das sind eben nicht nur die berühmten Schauspieler.

Da ist es nur fair, wenn auch im Falle einer (umfangreicheren und aufwändigeren) Website die ganzen Handwerker/innen genannt werden. Bei humanstxt.org selbst sieht so eine Datei folgendermaßen aus:


/* TEAM */
	Chef:Juanjo Bernabeu
	Contact: hello [at] humanstxt.org
	Twitter: @cssbarcelona
	From:Barcelona, Catalonia, Spain

	CSS3 and HTML5 Girl: Maria Macias
	Twitter: @lafabricaverde
	From:Barcelona, Catalonia, Spain

	One eyed illustrator: Carlos Mañas
	Twitter: @oneeyedman
	From:Madrid, Spain

	Standard Man: Abel Cabans
	Twitter: @abelcabans
	From:Barcelona, Catalonia, Spain

	Creative mind: Abel Sutilo
	Twitter: @abelsutilo
	From:Sevilla, Andalucia, Spain

	CA Translator: Eva AC
	Twitter: @evaac
	From:Barcelona, Catalonia, Spain

	EN Translator: Jose Flores
	From:Barcelona, Catalonia, Spain
	
	Copy review: Marta Armanda
	Twitter: @martuishere
	From: Barcelona, Catalonia, Spain

/* SITE */
	Last update:2011/01/23
	Language:English
	Doctype:HTML5 with CSS3
	Tools:PHP
	IDE:Aptana Studio 3 and Notepad++

FolderVisualizer von Abelssoft

Von Abelssoft gibt es seit Anfang Januar 2011 wieder ein neues kosten­loses Programm für Windows: FolderVisualizer. Damit kann man sich die Festplattenbelegung anzeigen lassen und so Speicherplatzfresser ausfindig machen.

Nach dem Scannen der gewünschten Festplatten-Partitition erscheint eine Tortengrafik mit daneben stehender Balkengrafik, die beide die pro­zen­tuale Belegung anzeigen. So sieht man schon auf einen Blick, ob es auf­fällig große Ordner gibt. Diese kann man dann genauer untersuchen, denn links wird eine Baumstruktur ähnlich der des Windows-Explorers an­ge­zeigt. Hier kann man Unterordner durchsuchen, die dann wiederum im rechten Fensterbereich grafisch dargestellt werden.

Ich finde so etwas ganz nützlich, falls man sich über schwindenden Plattenplatz wundert. Wenn man aber erst einmal weiß, welches die hungrigsten Ordner sind, kann man dort gezielt nachschauen, ob sich nicht vielleicht unnötige Dateien löschen lassen – etwa riesige Video­schnitt­dateien, die man eigentlich längst zu Ende bearbeitet und auf externe Festplatte oder DVD+R/-R ausgespielt hat.

Um FolderVisualizer installieren zu können, muss man E-Mail-Adresse und Namen angeben – um angeblich einen Freischalt­schlüssel zugeschickt zu bekommen. Hier geht es wohl eher ums Sammeln von E-Mail-Adressen als um die Notwendigkeit eines Freischalt­schlüssels, da überhaupt keiner zugeschickt wird und das Programm ohne Schlüssel sofort zu Ende installiert wird. Wer will, kann also eine Fantasieadresse angeben; aller­dings habe ich keinen Spam erhalten, nachdem ich meine echte E-Mail-Adresse angegeben hatte, nur gelegentliche Informationen von Abelssoft. Diesen Newsletter kann man aber natürlich jederzeit wieder abbestellen.

Wie gewohnt bittet Abelssoft auch bei diesem kostenlosen Programm wieder um ein »Trinkgeld« von zehn Euro. Solange man dieses nicht gegeben hat, erscheint beim Beenden des Programmes ein Hinweis, ob man nicht spenden möchte.

Ich frage mich nur manchmal, warum ein Unternehmen, das auch kommerzielle Software herstellt, für seine kostenlosen Programme ein Trinkgeld fordert. Früher bot man so etwas als Shareware an: Der Benutzer darf das Programm auf Herz und Nieren prüfen, und wenn er zufrieden ist, bezahlt er eine Lizenzgebühr. Doch ein Trinkgeld – nun ja, muss das vielleicht nicht versteuert werden?

Schotterfeld-Schreibtisch

Das ist doch mal eine coole Design-Idee: nach dem Foto einer Hütte, die auf einem Schotterfeld steht, einen Schreibtisch bauen!

Gravel Plant Desk

Leider fällt mir nichts weiter ein, was ich dazu schreiben könnte. Für solche Kurzmitteilungen oder Links zu interessanten Artikeln böte sich vielleicht neben dem normalen Blog so ein Microblog an, oder? Ich habe da schon was in der Mache, aber ich muss noch das Design anpassen etc. Vielleicht ist es auch eine Schnapsidee … ausprobieren …

PageRank: Update endlich im Januar 2011

Endlich hat Google wieder seinen PageRank aktualisiert! Über ein halbes Jahr lang war Stillstand – bitter für Website-Betreiber, die vielleicht fleißig einen Backlink-Aufbau betrieben haben, aber eben nicht höhergestuft worden sind.

Der PageRank hat zwar heutzutage nicht mehr so ganz die einstige große Bedeutung, denn inzwischen lässt Google Kriterien wie etwa einen schnellen Seitenaufbau stärker in die Gesamtbewertung einer Website einfließen. Dennoch dient der PageRank immer noch als Bewer­tungs­krite­rium einer Website, wenn es zum Beispiel um Affiliate-Marketing oder Domain-Verkauf geht.

Seit dem 20. Januar sind die PageRank-Stände nun wieder auf dem aktuellen Stand und die Netzwelt ist ein Stück weit wieder in Ordnung.

Weitere Informationen

MySpace gibt auf!

MySpace ist offensichtlich am Ende. Die deutsche Filiale wird geschlossen und damit werden 30 deutsche Mitarbeiter entlassen. Insgesamt wird sogar 500 Mitarbeitern gekündigt – das ist die Hälfte des gesamten Personals. MySpace war bereits 2003 gestartet worden und ist lange Zeit das größte Social Network gewesen. Nun aber musste es sich vor der gewaltigen Übermacht Facebook beugen: MySpace macht dicht.

Wie kann es aber sein, dass Facebooks Wert auf 50 Milliarden USD geschätzt wird? Der tatsächliche Gewinn lag in 2009 schließlich nur bei schätzungsweise 200 Millionen Dollar bzw. der Umsatz bei 800 Millionen. Nun, das hängt damit zusammen, dass Investoren ein riesiges finanzielles Potenzial in der Zukunft erhoffen. Im Fall von Facebook steckt die Groß­bank Goldman Sachs dahinter. Dass ein so spekulativer Businessplan aber auch gewaltig in die Hose gehen kann und was die Haken dabei sind, wird in einem Spiegel-Online-Artikel erklärt.

Jedenfalls liegt der Wert von Facebook in den umfangreichen Daten der Benutzerprofile. Tja, ich stelle mir gerade die Frage: Wenn kurz vor dem Börsengang fast alle User ihre Accounts löschen würden, was dann? Würde die Seifenblase platzen? Oder bleiben die Daten nicht auch dann noch irgendwo gespeichert, Datenschutzbestimmungen hin oder her?