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Opera 11 bleibt langsam, egal was ich tue

In meinem Beitrag von neulich hatte ich ja geschrieben, dass man in einem auffällig langsamen Opera-Webbrowser den »Betrugsversuch-Schutz« ausschalten sollte. Das hat auch tatsächlich bei mir was genützt – aber als schnell konnte man Opera (in meinem Fall Version 11.11 auf Windows XP) immer noch nicht bezeichnen. Im Laufe der Tage wurde er sogar wieder fast so langsam wie zuvor.

Daher wandte ich einen weiteren Trick an: ich löschte den Profilordner. Er ist im Standardfall zu finden unter
C:\Dokumente und Einstellungen\[Benutzerkontoname]\Anwendungsdaten\Opera\Opera.

Diesen Ordner benennt man nach Beenden von Opera einfach um in beispielsweise »Opera_Backup«. Beim erneuten Starten von Opera wird nun ein neuer Profilordner angelegt, und wenn alles gut läuft, kann man später ja die alten Bookmarks etc. aus dem Backup-Ordner in den neuen Ordner kopieren.

Auch das lief bei mir wunderbar, Opera war wieder so schnell, wie man es eigentlich früher immer von ihm gewohnt war. Aber auch wieder nur für wenige Tage. Nun ist er wieder langsam. Er neigt immer dazu, »Opera Turbo« einzuschalten, was zwar dazu führt, dass sich Webseiten etwas schneller aufbauen, indem Bilder nicht mit voller Auflösung angezeigt werden usw. Aber das geht ja am eigentlichen Problem vorbei. Denn der angezeigte Hinweis, die Netzwerkverbindung sei langsam, ist Quatsch. Alle anderen Browser bauen die Webseiten schließlich ganz normal zügig auf.

Um es kurz zu machen: Jetzt reicht’s und ich werde auch nicht länger in Foren nach Lösungen suchen. Auch so ein langjähriger, treuer Opera-Fan wie ich hat irgendwann die Nase voll. Firefox 4 wird mein Standard­browser.

Traurig, wie der zu früheren Zeiten wohl schnellste Webbrowser Opera nun bloß noch ein Schatten seiner selbst und zu einer lahmen Krücke geworden ist. Wenn die Programmierer dieses schon seit den 10er-Versionen bestehende Problem nicht bald in den Griff kriegen, wird der sowieso recht geringe Marktanteil bald auf Null sinken. Und wir haben nach Netscape, Flock und anderen einen weiteren aus­ge­stor­be­nen Webbrowser.

(Weitere Infos zum Problem: Opera 11 extrem langsam)

Wenn Opera quälend langsam ist

Wenn der Webbrowser »Opera« quälend langsam ist, kann es an einer bestimmten Sicherheitseinstellung liegen. Versuchen Sie Folgendes, das bei mir jedenfalls gewirkt hat:

Opera > Einstellungen > Erweitert > Sicherheit > bei »Betrugsversuch-Schutz aktivieren« das Häkchen wegnehmen.

So einen Schutz zu übernehmen, dürfte jedes aktuelle Internet-Sicherheits-Paket in der Vollversion in der Lage sein. Die kostenlosen, abgespeckten Programmversionen bieten oft nur einen Basis-Schutz, den ich für unzureichend halte. Daher sollte man sich meiner Meinung nach um die Ausgabe von ca. 50 Euro pro Jahr für die Kaufversion einer Komplett-Suite auch als Privatanwender auf gar keinen Fall drum herum drücken.

(Quelle: www.apfeltalk.de/forum/opera-uuunglaublich-langsam)

WebMatrix

Microsoft® hat mal wieder versucht, ein Webentwicklungs-Werkzeug zu basteln: WebMatrix. In der Presse wird es sogar vereinzelt gelobt (»Chip Online« und »Page Online«) – wobei ich eigentlich nicht weiß, warum. Denn ich kann in keiner Weise eine Arbeitserleichterung darin sehen.

Sicher, man hat eine komplette Entwicklungsumgebung mit Datenbank- und Web-Server und dazu als Editor »Visual Web Developer Express Edition« (na ja …). Plus eine recht stattliche Anzahl von Content-Management- und Blogsystemen, die man wahlweise lokal installieren kann. Und Dateivorlagen – nicht nur HTML, JavaScript und PHP, nein auch die ganze Palette an Microsoft-proprietären Formaten.

Doch wer braucht das alles? Es geht doch auch mit XAMPP oder, noch besser, mit selbst zusammengestellten Komponenten. So mache ich es: Apache-HTTP-Server, MariaDB (statt MySQL®), PHP und HTML-/PHP-Editor. Viele schwören auf Eclipse mit PHP-Plugin als Editor, aber ich persönlich arbeite lieber mit Webocton-Scriptly.

Oder noch einfacher: Webspace als Testumgebung buchen und das gewünschte CMS dort installieren. Die Template- und Theme-Dateien sind doch ruckzuck hochgeladen in der heutigen Zeit der schnellen Breitbandverbindungen. Viele HTML-Editoren haben sogar eine eingebaute FTP-Upload-Funktion.

Letztlich ist alles Geschmackssache, und WebMatrix wird sicherlich seine Anhänger finden. Für mich ist es unnütz aufgeblähtes Zeug.

Links:
WebMatrix
Webocton-Scriptly
Apache
MariaDB
PHP

Neustart-Aufforderung nach Windows-Update loswerden

Manchmal erfordert die Installation eines Windows®-Updates einen Neustart des Betriebssystems. Wenn man aber gerade in eine Arbeit vertieft ist, mag man sich nicht gern durch einen blöden Reboot unterbrechen lassen. Doch auch wenn man die Meldung wegklickt, wird man in bestimmen Zeitintervallen (alle zwanzig Minuten oder so) immer wieder neu erinnert. Das nervt.

Auf lifehacker habe ich eine Lösung gefunden, wie man die Neustartbemühungen von Windows loswerden kann, ohne gleich den automatischen Update-Dienst deaktivieren zu müssen. Ich erkläre hier mal in Deutsch, wie es geht:

Man öffnet ein »Ausführen«-Dialogfeld [Windows-Taste]+[R] und gibt dort cmd ein, um zur schwarzen Kommandozeilenebene/Shell zu gelangen. Hier gibt man folgenden Befehl ein:

sc stop wuauserv

Und hier noch ein Tipp von mir: Um sich den Befehl nicht merken zu müssen, kann man sich ein kleines Batch-Programm erstellen (nennen wir es »wu.bat«), ebenfalls per Kommandozeile:

edit wu.bat

In dem dann erscheinenden Editor geben wir ein:

@echo Windows-Update-Service stoppen ...
sc stop wuauserv

Beim nächsten Mal müssen wir statt des langen Befehls dann nur noch wu eintippen, und schon stoppt die Neustart-Nervensäge.

Riesen-Textdateien öffnen: TopGun

Ich hatte schon einmal über die gelegentliche Notwendigkeit geschrieben, große Reintextdateien öffnen zu müssen: Texteditor für große Dateien. Doch bei Dateien von 50 MiB und mehr haben doch alle mir bekannten Editoren unter Windows® extreme Schwierigkeiten.

Nun habe ich einen Editor für das Windows®-Betriebssystem gefunden, der auch mit solchen Riesendateien zurecht kommt. Mir ist es sogar gelungen, eine (nach dem Entpacken) fast 100 MiB große SQL-Datei zu öffnen (eine Postleitzahlendatenbank von OpenGeoDB). Und das völlig ohne Pro­bleme, also ohne Verzögerungen beim Einlesen oder Be­ein­träch­ti­gun­gen anderer laufender Programme.

Das Zauberteil heißt TopGun, kommt ohne Installation und somit ohne Registry-Einträge aus, benötigt keine externen Bibliotheken und ist winzig klein (die ausführbare Datei hat gerade mal knapp 19 KiB). Wie ist so etwas möglich? Nun, die Software wurde in Microsoft® Assembler (MASM) programmiert, also nicht in einer Hochsprache wie C++, sondern hardwarenah. TopGun läuft auf Windows-Plattformen ab Windows 2000. Für noch ältere Windows-Versionen (ab 95) gibt es einen Vorgänger von TopGun: TheGun (selbe Web-Adresse).

Über eine Syntax-Erkennung und farbliche Code-Markierung verfügt das Programm leider nicht, es ist also weniger zum Programmieren geeignet, sondern eben vorrangig zum Öffnen und Ändern sehr großer ASCII-Textdateien. Auch eine UTF-8-Unterstützung fehlt.

Als Notepad-Ersatz und/oder zum Programmieren eignen sich also andere Programme eher:
Notepad++
Notepad2
Codepad
Geany
Crimson Editor
GridinSoft Notepad (lizenzkostenpflichtig)
UltraEdit (lizenzkostenpflichtig)

Arora

Burschen wie ich, die ganz gerne auch mal exotische Webbrowser ausprobieren und Webseiten mit ihnen testen, freuen sich natürlich immer über Browser jenseits von Internet Explorer und Firefox. Zum Beispiel gibt es Arora, einen Multi-Plattform-Browser für Windows®, Macintosh®, Linux und andere Betriebssysteme. Er verwendet die schnelle Webkit-Engine und hat als Erkennungszeichen einen freundlichen Eisbären.

Nun, trotz meiner Neugierde und Aufgeschlossenheit den Exoten gegenüber weiß ich nun doch nicht so recht, wozu man Arora benutzen sollte, außer, wie gesagt, um Webseiten zu testen (dafür kann man ja gar nicht genug verschiedene Browser nehmen). Arora trägt momentan in der Windows-Version die Versionsnummer 0.10.0, was einen recht frühen Entwicklungsstand andeutet; und als Quellcode gibt es eine Version 0.11.0 vom September 2010.

Leider kann man Arora nicht durch Add-ons »aufpimpen«, wie man es zum Beispiel von Firefox gewohnt ist. Tja, und dann hat Arora auch noch Schwierigkeiten mit so manchen https– (also gesicherten) Webseiten. Da kommt dann gern schon mal die Fehlermeldung »SSL handshake failed«. Unschön ist auch, dass per JavaScript eingebundene Webfonts (zum Beispiel von MyFonts) nicht angezeigt werden und und und …

Da gibt es für die Entwickler also noch viel zu tun. »Warum tun sie sich das an, wo es doch so viele gut funktionierende Browser gibt?«, mag man sich fragen.

Na ja, man kocht ja auch manchmal selbst, obwohl es Fertiggerichte gibt.

Flock ist tot

Flock war ein Webbrowser, der ursprünglich auf der Gecko-Engine basierte (wie Firefox), mit der Version 3 aber komplett neu gestaltet wurde und von da an auf dem quelloffenen Chromium von Google aufbaute. Somit hatte er als Rendering-Engine das schnelle Webkit, mit dem auch Safari und Google Chrome so flott laufen.

Flock wollte sich von anderen Browsern abheben, indem er sich als »The Social Browser« bezeichnete und Schnittstellen zu Facebook und Twitter direkt in den Browser einband, sodass alles miteinander unter einer Oberfläche verschmolz.

Ich mochte den Flock ganz gerne, aber der Support ist zum 26. April 2011 eingestellt worden, und auf der Flock-Website kann man ihn auch gar nicht mehr herunterladen. Es wird empfohlen, auf Google Chrome oder Mozilla Firefox umzustellen. Nun ja, Flock hatte sowieso nur einen winzigen Marktanteil.

Ein Browser, der ähnliche Ziele verfolgt wie Flock, ist RockMelt. Ich bin erst heute darauf gestoßen und habe ihn noch nicht getestet. Er befindet sich im Beta-Stadium und es gibt ihn für Win, Mac und iPhone.

Mal sehen, wie lange er sich hält.

Info Angel von Angelic Software

Info Angel von Angelic Software ist ein freundlicher »Engel«, der uns gestressten Menschen helfen will, Ideen, Notizen, Termine und Kontakte zu speichern und zu sortieren. Diese Software für Windows ist intuitiv bedienbar, weil sich die Oberfläche an bekannten Programmen und Arbeitsumgebungen orientiert. Links findet man einen Verzeichnisbaum, wie man ihn vom Windows-Explorer kennt, und rechts ist die eigentliche Arbeitsfläche.

Nach der Installation findet man Beispieldaten vor, die einem den Einstieg leicht machen. Es sind ein paar Notizen und Kontakte angelegt, säuberlich in verschiedenen Ordnern sortiert, die die Kategorien darstellen. Hier zeigt sich schon, dass man seine Notizen zum Beispiel in »privat« und »geschäftlich« unterteilen kann. In jedem Ordner lassen sich wiederum neue Verzeichnisse anlegen, was sinnvolle thematische Verzweigungen möglich macht.

Es lässt sich auch ein Kalender einblenden, der zwar übersichtlich gestaltet ist und über eine Erinnerungsfunktion verfügt, aber das war es auch schon. Es wird jeweils nur ein Tag angezeigt und es gibt keine Wochen- oder Monatsansicht, in die man umschalten könnte.

Die Kontaktverwaltung ist hingegen so umfangreich, wie man es von anderen Programmen gewöhnt ist. Was mir ganz gut gefällt, ist, dass neben den eigentlichen Kontaktdaten noch Eingabefelder für Familie, Ehepartner und Kinder vorhanden sind und es außerdem reichlich Platz für die Eingabe von Bemerkungen gibt. Leider werden die Bezeichnungen für die Eingabefelder teilweise von den Feldern verdeckt, wenn man im Programm die deutsche Übersetzung eingeschaltet hat.

Um im rechten Programmbereich Notizen zu schreiben, gibt es einen Editor, der die üblichsten Textformatierungen erlaubt. Man kann die Notizen auch als RTF-, TXT- oder HTM-Datei abspeichern, also in unabhängigen Dateiformaten, die sich auf allen Betriebssystemen öffnen lassen. Ferner ist es möglich, eine Datei an die Notizen anzuhängen – leider nur jeweils eine einzige.

Zur Datenspeicherung benutzt Info Angel das .mdb-Format, also eine Microsoft-Access-Datenbank.

Das Programm kostet 29 USD, aber man kann es einen Monat lang ohne Funktionseinschränkung testen.

Natürlich stellt sich die Frage, wie sinnvoll so eine Software ist. Für mich selbst sehe ich keinen Grund, mir das Programm anzuschaffen, denn meine Kontakte und Termine verwalte ich über Mozilla Thunderbird; und für Notizen, Ideen und sonstige Texte nehme ich TextMaker (nein, nicht Word!) und speichere sie strukturiert in Verzeichinssen ab (egal ob unter Windows oder Linux), sodass ich sie gewöhnlich auch wieder finde.

Concrete5: Datenbanknamen mit Binde- oder Unterstrich

Das CMS Concrete5® in der Version 5.4.1.1 (und wahrscheinlich auch älteren Versionen) hat Probleme mit Datenbanknamen, die einen Binde- oder Unterstrich beinhalten.

Wenn Datenbankabfragen ausgeführt werden wie etwa die SQL-Abfrage SHOW TABLES FROM […] – zum Beispiel wenn man über das Dashboard eine Datenbanksicherung vornehmen will – dann wird eine Fehlermeldung ausgespuckt, falls eben die Datenbank einen Binde- oder Unterstrich im Namen führt.

Ich habe im Concrete5-Forum diesen Bug berichtet und erhielt die erfreuliche Antwort, dass dieser Fehler in der aktuellen Entwickler-Version von Concrete5 behoben worden ist. Im öffentlichen Download-Bereich werden allerdings nur die stabilen, also fertigen Versionen angeboten. Bis die nächste stabile Version erscheint, kann man sich folgendermaßen behelfen:

Entweder man ändert Zeile 13 in der Datei /concrete5/concrete/libraries/backup.php von

$arr_tables = $db->getCol("SHOW TABLES FROM " . DB_DATABASE);

in

$arr_tables = $db->getCol("SHOW TABLES FROM `" . DB_DATABASE . "`");

oder man lädt sich die Entwicklerversion herunter von Github – doch Vorsicht, denn es handelt sich ja um eine Version, die noch nicht für den Einsatz in einer Produktivumgebung geeignet ist und noch Fehler enthalten könnte. Ich empfehle also Folgendes: Das heruntergeladene Zip- oder Tar-Archiv entpacken und nur die oben genannte Datei auf den Webserver hochladen, nicht aber das ganze Paket.

SeaMonkey und die Tags <code> und <pre>

SeaMonkey ist ja die Mozilla-Komplett-Suite, bestehend aus Webbrowser, E-Mail-Client, HTML-Editor, Adressbuch und Chat. Ich selbst bin kein großer Fan von SeaMonkey; ich finde die Zusammenstellung von Firefox als Browser und Thunderbird als E-Mail-Programm (mit Kontaktverwaltung und Kalender) wesentlich besser. Und der HTML-Editor in SeaMonkey ist eh Schrott und für meine seltenen Chats benutze ich Pidgin, den Multi-Messenger.

Ich nehme aber die Browser-Komponente von SeaMonkey neben einer ganzen Reihe weiterer Browser ganz gern zum Testen, denn die Webseiten, die man erstellt, sollen ja möglichst in allen Browsern gleich aussehen.

Und dabei habe ich jetzt eine Eigentümlichkeit von SeaMonkey entdeckt: Er weigert sich, die HTML-Tags code und pre mit den Angaben zu formatieren, die ich in der CSS-Datei angegeben habe – oder überhaupt den in diese Tags eingeschlossenen Text anders zu formatieren als den »normalen« Text – üblich ist ja eine nichtproportionale Schrift (monospace).

Wenn man aber folgendermaßen verschachtelt, dann geht es:


<pre><code>
   …
</code></pre>

Seltsam, aber nicht schlecht, denn diese Verschachtelung hat in allen Browsern den Vorteil, dass Einrückungen des originalen Textes erhalten bleiben, wie man oben sehen kann. Pre oder code allein stellen die Einrückungen oft falsch dar.