Blog

Den Rechnernamen unter Linux ändern

Nach der Installation einiger Linux-Distributionen fiel mir auf, dass ich gar keinen Rechnernamen hatte eingeben können, und der Hostname offensichtlich automatisch festgelegt worden war, zum Beispiel linux.fritzbox oder so was Ähnliches. Nicht sehr aussagekräftig, zumindest nicht, wenn mehrere Geräte im lokalen Netz diesen Namen verpasst bekommen haben. Wie man diesen Hostnamen unter Linux ändern kann, falls die Distribution kein grafisches Tool dafür anbietet, wusste ich nicht. Aber ich fand natürlich die Lösung mit Hilfe der Suchmaschine meiner Wahl (DuckDuckGo, falls es jemanden interessiert).

Im Terminal schaltet man auf den Superuser um (su eintippen und das Root-Passwort eingeben). Nun schreibt man folgenden Befehl:
hostname neuername,
wobei neuername hier natürlich nur ein Beispiel ist.

Bild: Hostname ändern (1)

Dadurch ist der neue Name allerdings noch nicht dauerhaft gespeichert. Man muss ihn nämlich noch in die Datei /etc/hostname eintragen, ebenfalls als Superuser und mit einem Reintext-Editor, beispielsweise Vi, Vim, Nano oder Geany:
geany /etc/hostname

Bild: Hostname ändern (2)

Bilder unter Linux fürs Web komprimieren

Ich bin vor kurzem von Windows auf Linux umgestiegen und habe mich als Webdesigner gefragt, ob es auch für Linux Werkzeuge gibt, die Bilddateien effektiv, aber möglichst verlustarm komprimieren können. Unter Windows hatte ich dazu IrfanView mit dem RIOT-Plugin verwendet – für Linux gibt es diese beiden Programme leider nicht. Und ich möchte nur in Ausnahme­fällen Windows-Software mit Hilfe von Wine unter Linux laufen lassen.

Im Blog meines Berufskollegen Marc Chiroiu fand ich eine mögliche Lösung: In einem seiner Artikel stellt er eine Software namens Trimage vor. Ich habe Trimage daraufhin selbst getestet. Dieses Werkzeug entfernt EXIF- und andere Metadaten aus den Bilddateien, wodurch die Dateigröße reduziert wird, ohne irgendetwas an der Bildqualität zu verändern. Darüber hinaus verwendet die Software die Techniken optipng, pngcrush, advpng und jpegoptim, je nach Dateityp – unterstützt werden die Formate PNG und JPG. Wenn das Bildbearbeitungsprogramm, das man benutzt, aber selbst schon diese oder ähnliche Techniken anwendet, kann Trimage die Größen der Bilddateien allerdings nicht weiter verkleinern, denn irgendwo ist ja die Grenze des Machbaren, wenn man ohne Verluste komprimieren will.

Trimage kann man als Kommandozeilen-Tool oder mit grafischer Benutzeroberfläche verwenden. Es ist quelloffen, kostenlos und steht unter der MIT-Lizenz.

Wenn die Dateigrößen der Bilder nach der Behandlung mit Trimage einem immer noch zu fett fürs Web erscheinen (Ladezeit!), hat man natürlich noch die Möglichkeit, sie verlustbehaftet zu komprimieren, indem man zum Beispiel die Kompressionsrate erhöht oder die Bilder kleiner skaliert. Und vielleicht muss es ja auch nicht immer ein farbiges Bild sein, sondern es reicht eins in Graustufen.

Kanboard: There is no suitable CSPRNG installed on your system

Kanboard ist eine Projektverwaltungs-Software, die sich am Kanban-Prinzip orientiert. Sie ist Open Source und lässt sich auf dem eigenen Webserver installieren; ein Standard-Hosting-Paket mit PHP und MySQL/MariaDB, PostgreSQL oder SQLite 3 reicht aus.

Nach dem Update von einer ziemlich alten auf eine neue Version wurde meine Kanboard-Installation nicht mehr angezeigt. Statt dessen war die Fehlermeldung zu lesen: There is no suitable CSPRNG installed on your system. Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass es mit den Pfad-Einstellungen zu temporären Dateien oder mit der open_basedir-Restriktion zu tun haben könnte – beides PHP-Konfigurationen. Aber entsprechende Änderungen an den Einstellungen über die Verwaltungsoberfläche meines Webhosters halfen nicht.

Was man tun kann, wird in den FAQ von Kanboard erläutert. Darauf stieß ich, als ich die Dokumentation von Kanboard durchsuchte. Eine der Möglichkeiten besteht darin, die Domain oder Subdomain von PHP 5 auf PHP 7 umzustellen. Und das war die Maßnahme, die bei mir auch funktionierte.

Einbindung von Social-Media-Plugins rechtswidrig – was tun?

Es ist ja schon lange bekannt, dass die Einbindung von Facebook-Like-Buttons und ähnlichen Plugins datenschutzrechtlich bedenklich ist. Doch mit einem Gerichtsurteil vom März 2016 kommt noch ein wettbewerbsrechtlicher Aspekt dazu. Das Landgericht Düsseldorf hatte der Verbraucherschutzzentrale NRW zugestimmt und entschieden, dass der Onlineshop Fashion ID by Peek & Cloppenburg das Facebook-Page-Plugin nicht in der bisher eingesetzten Form mehr einsetzen darf. In dem Urteil des Landgerichtes Düsseldorf heißt es, der »Gefällt-mir«-Button werde allein zu Werbezwecken eingebunden, da häufige Klicks auf diesen Button zu einer besseren Platzierung von Werbung und zu dem vermehrten Erhalt personalisierter Werbung der Beklagten bei Facebook führe. Eine Zwei-Klick-Lösung wie etwa die von Heise gilt dann aber wieder als rechtens, da in diesem Fall die Benutzer vor der Datenübermittlung über die Übermittlung derer IP-Adresse und Browserstring aufgeklärt werden.

Was ich persönlich als Nicht-Jurist nicht verstehe, ist diese Durchmischung von Telemediengesetz und Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Auch die Lektüre eines Artikels auf allfacebook.de hat mir da keine wirkliche Klarheit bringen können.

Jedenfalls ist man zur Zeit wohl auf der sicheren Seite, wenn man nur noch eine Zwei-Klick-Lösung einsetzt – oder, noch besser, ganz auf die Einbindung von Social-Media-Plugins und -Buttons verzichtet.

Kontextmenü-Einträge aus dem Windows-Explorer entfernen

Oft genug ärgere ich mich, dass Anwendungssoftware bei der Installation ungefragt Einträge ins Kontextmenü des Windows-Explorer vornimmt. Denn irgendwann hat man in diesem Kontextmenü einen Wust von Einträgen. Und ich finde, dass nur bei häufig eingesetzten Anwendungen diese Einträge überhaupt viel Sinn ergeben. Also muss ausgemistet werden. Aber wie? Nun, man muss schon ein bisschen an der Windows-Registry herum fummeln. Was genau man machen muss, habe ich auf WinTotal gefunden. Doch Vorsicht: Macht man was falsch beim Manipulieren der Registry, kann das fatale Folgen haben!

Stilvolle Fotogrüße ganz einfach?

Der deutsche Software-Hersteller Ashampoo vertreibt unter anderem System-, Multimedia- und Grafiksoftware. Zum Beispiel benutze ich gern deren Brennprogramm oder ihr Snap, mit dem man Webseiten fotografieren kann, und zwar auch die Teile, die außerhalb des gerade auf dem Monitor sichtbaren Bereiches liegen.

Aber als ich ihre Grafiksoftware Photo Card 2 ausprobiert habe, war ich doch arg enttäuscht. Man soll damit auf einfache Weise elektronische Grußkarten erstellen können, und das stimmt auch, die Bedienung ist sehr leicht. Doch das erste Wort in der Werbeaussage »Stilvolle Fotogrüße ganz einfach« finde ich, gelinde gesagt, ein wenig übertrieben. Stil mag ja immer auch ein bisschen Geschmackssache sein, aber wenn man als Benutzer keine Möglichkeit hat, die Farbgebung des eigenen in die Vorlage eingefügten Fotos an ebendiese Vorlage anzupassen oder umgekehrt, dann kommt doch schnell etwas zustande, das mit »stilvoll« recht wenig bis gar nichts zu tun hat, aus gestalterischer Sicht.

Und darüber hinaus finde ich die angebotenen Vorlagen auch verdammt nah am Kitsch. Viele davon haben mit gutem, stilvollem Geschmack in etwa so viel zu tun wie die Exponate in den Schaufenstern von bahnhofsnahen Souvenirläden. Aber gut, mit dieser furchtbaren, vielleicht schon all zu einfachen Ashampoo-Software kann sich jeder wie ein großer Künstler vorkommen und seine Machwerke an die lieben Verwandten, Freunde und sonstigen mehr oder weniger interessierten Menschen versenden – zum Beispiel per E-Mail, Picasa oder Facebook. Na dann: Viel Spaß!

Browser und Betriebssystem feststellen

Gelegentlich kommt es vor, dass Kunden einen Fehler oder ein seltsames Aussehen der für sie gestalteten Website melden. Zum Beispiel laufen Schriften in verschiedenen Browsern oder unter verschiedenen Betriebssystemen verschieden breit, wenn auch nur geringfügig. Und der Kunde meldet dann unschöne Zeilenumbrüche. Außerdem gibt es immer mal wieder Bugs in der einen oder anderen Browserversion.

Frage ich dann die Kundin oder den Kunden, welchen Browser sie oder er genau hat, kann mir oft genug keine Auskunft gegeben werden. Nun kann man zwar am Telefon durchgeben, wo diese Angaben zu finden sind – einfacher und schneller ist es aber womöglich, den Kunden zu bitten, folgenden URL aufzurufen: https://whichbrowser.net/. Dort werden Browser, Browserversion und Betriebssystem angezeigt, also etwa You are using Opera 39.0 on Windows 10.

Which Browser?

Austausch der Windows-Systemfestplatte gegen ein SSD

Kürzlich habe ich eine defekte Festplatte gegen ein SSD (Solid State Drive) ausgetauscht. Die Anforderung war die, dass es sich um die Systemfestplatte mit Windows® als Betriebssystem handelte und ich natürlich nicht alles neu installieren wollte. In den beigelegten Unterlagen zu dem neuen Speichermedium von Toshiba stand der Hinweis, man könne eine kostenlose Software herunterladen, die bei so einem Umzug helfe.

Dieses Programm heißt Echo und ist von dem System-Tools-Hersteller NTi, den ich vorher noch nicht gekannt hatte. Die kostenlose Version funktioniert nur mit einem SSD- oder HDD-Laufwerk von Toshiba als Zielmedium, aber eine Vollversion für herstellerunabhängige Datenträger kostet nur 15 US-Dollar.

Folgendermaßen bin ich vorgegangen: Programm installiert, PC ausgeschaltet, neue SSD an einen freien SATA-Port angeschlossen, PC hochgefahren und das Programm gestartet. Es hat eine ordentlich aussehende Benutzeroberfläche. Hier kann man einstellen, was wohin geklont werden soll.

NTi Echo

Anschließend fährt der Computer herunter, startet neu und das Klonen wird begonnen. Nachdem der Vorgang fertig ist, kann man den PC herunterfahren und ausschalten, die alte HDD ausbauen und die neue SSD an den SATA-Port hängen, wo sich die bisherige HDD befunden hatte.

Auf diese Weise war mein System nach dem Festplatten-Umbau schnell wieder startklar. Denn NTi Echo arbeitete zügig und fehlerfrei. Natürlich gibt es von verschiedenen anderen Herstellern ähnliche Programme; aber von der unkomplizierten Handhabung der hier beschriebenen Software war ich doch sehr angetan.

Sichere E-Mail-Provider

Nicht jeder möchte seinen E-Mail-Verkehr großen Unternehmen oder Konzernen anvertrauen. Durch einen Artikel bei Chip.de, auf den ich zufällig gestoßen bin, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es durchaus Alternativen gibt. Vorgestellt werden Anbieter, die – zumindest nach deren eigenen Aussagen – größten Wert auf Sicherheit und Privatsphäre legen. Ich habe mir deren Websites einmal selber angeschaut, ohne mich allerdings anzumelden und deren Dienste zu testen.

Posteo

Posteo kostet einen Euro pro Monat und ist werbefrei, arbeitet mit Verschlüsselung und verwendet grünen Strom von Greenpeace. Kalender und Adressbuch sind auch dabei. Der Speicherplatz beträgt 2 GB. Die Anmeldung ist möglich ohne Angabe persönlicher Daten und die Beiträge kann man anonym zahlen. Posteo sitzt in Berlin.

aikQ

aikQ kostet ebenfalls einen Euro im Monat, anonyme Anmeldung und Bezahlung sind auch hier möglich. Der Speicherplatz beträgt hier 10 GB. Kalender und Adressbuch konnte ich bei aikQ nicht ausfindig machen. Dafür wird eine Onlinefestplatte mit Freigabe geboten. aikQ ist ein Projekt von DOTinbox LTD in England, der Server wird allerdings von Speedloc Datacenter im deutschen Görlitz betrieben.

JPBerlin

JPBerlin hat ihren Sitz in Berlin und bezeichnet sich selbst als »politischer Betreiber«. Was das bedeutet, wird so erklärt: »Wir geben politisch und sozial aktiven Verbänden die technische Infrastruktur, die sie brauchen, um ihnen die Arbeit mit modernen Mitteln, wie Groupwaresystemen oder Mailinglisten, zu ermöglichen.« Auch hier kostet der E-Mail-Dienst, verschlüsselt und werbefrei, einen Euro pro Monat. JPBerlin bietet neben dem Mail-Postfach noch weitere Leistungen, nämlich Mailinglisten, Webhosting und Root-Server. Das Büro wird mit Ökostrom von Lichtblick betrieben, auch die Server im Berliner Rechenzentrum werden mit Ökostrom betrieben.

Autistici/Inventati

Ebenfalls politisch geht es zu bei Autistici/Inventati: »Die Grundidee besteht darin, freie und kostenlose Kommunikationsmittel im großen Maßstab bereitzustellen, um so die Menschen dazu zu bewegen, sich für freie statt für kommerzielle bzw. proprietäre Kommunikationsweisen zu entscheiden.« Die angebotenen Dienste umfassen: Blogs/Web-Hosting, Anonymisierungsdienste/Persönliche VPNs, E-Mail-Konten/Mailinglisten, Newsletter und Foren, Instant-Messaging und Chat. Das Projekt wird über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Eine kommerzielle Nutzung der Dienste ist unerwünscht. Seinen Ursprung hat das Projekt in Italien.

Riseup

Und auch Riseup ist politisch motiviert: »Riseup bietet Online-Kommunikationstools für Menschen und Gruppen an, die an einem freien gesellschaftlichen Wandel arbeiten. Wir sind ein Projekt, das demokratische Alternativen entwickelt und wir üben Selbstbestimmung aus, indem wir unsere eigenen sicheren Kommunikationswege kontrollieren.« Riseup bietet E-Mail, Mailinglisten, Chat, VPN und das Kollaborationswerkzeug Etherpad. Die Dienste sind kostenlos, aber es wird um Spenden gebeten. Auch hier wird mit Verschlüsselung gearbeitet und die IP-Adresse wird nicht in die E-Mail eingebunden. Der Sitz von Riseup ist in Seattle, USA.

Das sind ganz sicher nicht alle alternativen Anbieter, die es gibt, denn zum Beispiel werden bei Autistici/Inventati noch etliche weitere freiheitliche Technik-Gemeinschaften genannt. Jedenfalls fand ich es interessant, überhaupt mal zu erfahren, dass es doch so viele Ausweichmöglichkeiten gibt. Und ich selbst bin mit meiner Website ja auch bei einem eher kleinen, dafür aber umso leistungsfähigeren Anbieter mit hervorragendem Support, nämlich dem Webhoster UD Media. Er bietet Ökostrom-Hosting aus Deutschland in Deutschland.

Universelles Box-Sizing mit Vererbung

Die CSS-Angabe box-sizing ist ein Thema für sich und soll in diesem Artikel nicht im Detail erklärt werden. Kurz gesagt, erleichtert sie den Umgang mit dem CSS-Box-Modell, weil man angeben kann, dass Ränder und Innenabstände nicht zur Gesamtbreite einer Box hinzugerechnet werden sollen. Dem Webdesigner wird so eine Menge Rechnerei und Fummelei erspart, etwa wenn mehrere Boxen nebeneinander in einen umgebenden Container passen sollen. Genau erklärt wird das alles in dem Artikel Box Sizing auf CSS-Tricks.

Wer mit CSS-Resets arbeitet, wird das Box-Sizing universell angeben wollen. Wie man das am geschicktesten bewerkstelligt, wird ebenfalls in dem oben genannten Artikel angegeben. Hier der Code:

html {
box-sizing: border-box;
}
*, *:before, *:after {
box-sizing: inherit;
}

Ich persönlich setze nicht so gerne universelle Angaben ein (die mit den Sternchen) – ich habe einmal gelesen, dass man das deswegen vermeiden sollte, weil es die Abarbeitung der CSS-Datei etwas verlangsamt. Nachgemessen habe ich das allerdings nicht.