Das Galerie-Plugin 2J Gallery für WordPress führte in meiner Testumgebung dazu, dass die Absätze, die im WordPress-Editor eingegeben worden waren, im Frontend nicht mehr angezeigt wurden. Ein Blick in den Quelltext zeigte, dass das Element <p></p> im gesamten Blog völlig fehlte, weswegen also auch keine Absätze gebildet wurden. ›Nicht gut‹, dachte ich mir. Die Deinstallation des Plugins ließ die Texte wieder normal aussehen.
Blog
Minimalismus in der Naturfotografie
Gerade bin ich auf einen englischsprachigen Artikel gestoßen, in welchem es um minimalistische Naturfotografie geht.

Was heißt das? – Nun, insbesondere laienhafte Fotos sind bildlich oft stark überladen. Ganz schlimm ist es, wenn man als Betrachter gar nicht so recht weiß, was denn nun eigentlich gezeigt werden soll: Es gibt zu viele Details, einen zu unruhigen Hintergrund und kein klar herausgestelltes Hauptmotiv.
Doch Meisterschaft zeigt sich ja nicht darin, wie der Schriftsteller Saint-Exupéry sinngemäß gesagt hat, dass man nichts mehr hinzufügen, sondern darin, dass man nichts mehr weglassen kann. Das beschreibt für mich ganz gut, was mit Minimalismus gemeint ist. Und in einem Buch habe ich einmal gelesen, dass ein Fotograf (leider kann ich mich an dessen Namen nicht mehr erinnern) als wichtigste Regel die folgende aufgestellt hat: »Vordergrund, Vordergrund, Vordergrund!«
Nun könnte man diese Maxime natürlich auch umkehren und nur Hintergrund abbilden, Vordergründiges also völlig weglassen. Zum Beispiel findet man manchmal Landschaften, die leer und flächig daherkommen – riesige gelbe Rapsfelder oder endlose Wiesen mit nur vereinzelten Bäumen darauf. Oder man denke an Wüstenlandschaften. Diese »Leere« kann ebenso reizvoll sein wie ein groß abgebildetes Detail mit unscharfem Hintergrund.
Wie so eine minimalistische Fotografie aussehen kann und wie sie wirkt, kann man sich in dem oben schon genannten Blogartikel anschauen. Mir gefällt das erste Bild besonders gut – diese gleichförmige Wiese, die nur in der Helligkeit variiert (ein Schatten fällt anscheinend darauf), aber auf der keine Blumen, geschweige denn Bäume wachsen. Und ein einzelner dunkler Vogel steht in diesem hohen Gras. Besser hätte man die Stimmung nicht einfangen können, finde ich. Gut ist es natürlich immer, wenn man bei so einem sicherlich seltenen Motiv dann auch seine Kamera dabei hat.
Ich selbst bemühe mich ebenfalls immer wieder und immer mehr, Motive zu finden und zu fotografieren, die gerade durch ihre Reduziertheit wirken. Hier ist was aus 2014 – auf die Schnelle herausgesucht und sicherlich nicht mein bestes Bild – aber es zeigt vielleicht ganz gut, worauf es mir ankommt. Die Drähte im oberen Bereich gehören übrigens für mich zu dieser »künstlichen« Landschaft dazu, in die ja der Mensch eingreift, und deswegen wollte ich sie auch nicht wegretuschieren. Sie scheinen fast den Baum zu halten, nicht wahr? Und sie bringen ja, so geschwungen wie sie sind, auch ein wenig Dynamik ins Bild.

Foto: Torsten Kelsch
SoftMaker Office 2018 für Windows erschienen
Seit 8. November 2018 ist SoftMaker Office 2018 für Windows verfügbar. Eine Linux-Version wird noch folgen. Ich werde die neue Version dieser robusten Bürosoftware in Kürze testen und näher hier vorstellen. Meinen Testbericht kann man hier lesen. Wer sich die Software gerne selber anschauen und sie ausprobieren möchte, kann sich die Testversion herunterladen. Sie ist dreißig Tage lang gültig, sodass man genügend Zeit zum Ausprobieren hat – so kauft man nicht die Katze im Sack.

Die Officelösung „made in Germany“ wartet mit einem komplett überarbeiteten Bedienkonzept auf – Anwender können nun wahlweise mit klassischen Menüs oder mit Ribbons arbeiten. Durch die native Verwendung der Microsoft-Dateiformate DOCX, XLSX und PPTX bietet SoftMaker Office 2018 nahtlose Kompatibilität zu Microsoft Office. Wie gewohnt besteht das Paket aus der Textverarbeitung TextMaker, der Tabellenkalkulation PlanMaker und dem Präsentationsprogramm Presentations. Für E-Mails, Aufgaben und Termine steht Anwendern ein von SoftMaker erweiterter Thunderbird zur Verfügung.
Kommentare sind wieder möglich
Für einige Zeit war es – von mir unbemerkt – nicht möglich, Kommentare zu den Blogartikeln zu schreiben. Remo Maßat von der schweizerischen Webdesign-Agentur Schlagwort AG hat mich freundlicherweise auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür! Doch was war eigentlich das Problem? Nun, ich muss ein wenig ausholen:
Nicht nur wird mein WordPress-Blog hier von Spam belästigt, den ich mit Hilfe des Plugins Antispam Bee jedoch sehr gut abwehren kann, sondern ständig gibt es Einbruchsversuche (was wohl jeder halbwegs bekannten Website widerfährt). Es gibt natürlich auch hierfür eine Unzahl von Schutz-Plugins – doch die greifen ja erst, wenn der Angreifer sozusagen schon vor der Haustür des CMS steht. Da ist es sinnvoller, potenzielle Übeltäter bereits, bildlich gesprochen, am Gartenzaun abzuwehren. Und das heißt, dass schon der HTTP-Server, in meinem Fall Apache, feindliche Aktivitäten blockieren soll, sodass sie eben gar nicht erst bis zu WordPress vordringen können. Dies kann man durch bestimmte Einträge in der Datei .htaccess erreichen.
Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen. Jedenfalls hatte ich einen Fehler gemacht bei den Angaben in dieser Datei. Verhindert werden sollte (unter anderem), dass Unbefugte irgendetwas schreiben können. Leider wurde nun auch die Kommentarfunktion blockiert. Dumm gelaufen. Für die Datei, die für Kommentare zuständig ist, musste ich also die Sperre wieder aufheben. Hier mein Code für Apache 2.4 (Auszug):
# Verhindert ohne die Aufhebung weiter unten auch, dass Benutzer Kommentare schicken können
<FilesMatch "^(.*)?post\.php(.*)$">
Require all denied
Require ip […]
Require ip […]
Require ip […]
Require ip […]
</FilesMatch>
# Erlaubt Kommentare zu den Blogartikeln
<FilesMatch "^(.*)?wp-comments-post\.php(.*)$">
Require all granted
</FilesMatch>
Die Auslassungspunkte stehen für meine eigenen IP-Adressen, von denen aus ich auf mein Blog zugreife. Bei den komischen Zeichen handelt es sich um sogenannte »Reguläre Ausdrücke«, aber das führt jetzt echt zu weit.
Jedenfalls kann wieder munter kommentiert werden!
SoftMaker Office 2018 für Windows: Betaversion
Der deutsche Bürosoftware-Hersteller SoftMaker aus Nürnberg arbeitet an einer neuen Version seines Büropaketes SoftMaker Office. Man kann sich eine kostenlose Beta-Version herunterladen, die unter Windows 7, 8 oder 10 läuft. Neben einem komplett überarbeiteten Bedienkonzept, das Anwender wahlweise mit klassischen Menüs oder mit Ribbons arbeiten lässt, bietet es durch die native Verwendung der Dateiformate DOCX, XLSX und PPTX nahtlose Kompatibilität zu Microsoft Office. SoftMaker lädt alle Interessenten ein, die Betaversion kostenlos herunterzuladen und zu testen.

Ich selbst nutze SoftMaker Office seit – ich weiß es gar nicht mehr, es muss 1999 oder noch früher gewesen sein, 1997. Ich habe immer den schnellen Programmstart und die Robustheit bewundert, denn Abstürze habe ich in den vielen Jahren nur sehr selten erlebt. Hauptsächlich arbeite ich mit dem TextMaker. Damit lassen sich nicht nur normale Schreibarbeiten erledigen, sondern die DTP-Fähigkeiten sind auch sehr gut. Es lassen sich also durchaus damit Flugblätter oder Broschüren gestalten.
Im November oder Dezember wird vermutlich die fertige Version 2018 von SoftMaker Office erscheinen, zunächst für Windows, aber ich hoffe, bald danach auch für GNU/Linux. Dann werde ich darüber berichten; unter Windows arbeite ich ja inzwischen gar nicht mehr. SoftMaker hat mir jedoch Bilder von der neuen Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt, sodass ich sie hier zeigen kann:

(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)
Benutzerwörterbuch in Vivaldi bearbeiten
Der Webbrowser Vivaldi bietet neben den vorgegebenen Wörterbüchern auch ein benutzerdefiniertes Wörterbuch. So kann man fehlende Wörter für die Rechtschreibprüfung ergänzen. Doch was, wenn man ein Wort falsch eingetragen hat – wie kann man das korrigieren? Nun, man tippt in die Adresszeile des Browsers chrome://settings/editDictionary ein und gelangt dann zu dem eigenen Wörterbuch. Einträge lassen sich zwar nicht direkt verändern, aber man kann ein Wort löschen und in korrigierter Form neu eintragen. Gefunden habe ich diesen Tipp im Vivaldi-Forum.

Schrift in Thunderbird wieder in Ordnung
In meinem vorigen Artikel Unsaubere Schrift in Thunderbird habe ich meine Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, dass von einem Tag auf den anderen die Schrift in Thunderbird schlecht lesbar geworden war. Ich hatte zwar einen Weg gefunden, die Schrift der Bedienungsoberfläche wenigstens wieder einigermaßen hübsch hinzubekommen, aber eben nicht wirklich perfekt. Doch inzwischen sieht alles wieder normal aus. Warum? Ich weiß es nicht. Es könnte damit zusammenhängen, dass ich kürzlich den Font ttf-dejavu neu installiert habe. Aber ob wirklich das eine mit dem anderen in Zusammenhang steht? Vielleicht wurde das Problem auch mit dem Thunderbird-Update auf die Version 52.4.0, die am 6. Oktober veröffentlicht wurde, behoben – in den Veröffentlichungs-Hinweisen ist allerdings nichts Entsprechendes vermerkt. Kurzum, ich kann es nicht mehr nachvollziehen. Wie heißt es so schön: Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich.
Unsaubere Schrift in Thunderbird
Von einem Tag auf den anderen wurde bei mir die Schrift im E-Mail-Client Thunderbird in der Version 52.3.0 (64-Bit) unter Antergos, einem Arch-Derivat, nicht mehr sauber angezeigt. Es sah so aus, als würde die Schriftglättung völlig fehlschlagen, denn mal waren senkrechte Striche der Buchstaben zu dünn, mal waren Teile der Buchstaben rötlich statt schwarz. Der Fehler trat aber nur im Thunderbird auf, in keiner anderen Anwendungssoftware. An Einstellungen im Betriebssystem oder am Monitor konnte es also nicht liegen. Was nun die Ursache gewesen ist, ist mir völlig unklar, ich kann es nicht nachvollziehen.

Ich suchte lange im Web, fand aber keinerlei Hinweise, dass andere Benutzer auch schon einmal so etwas erlebt hätten. Der Blogbeitrag Schriftarten in Thunderbird ändern von Mario Hommel aus dem Jahr 2013 behandelt aber die Schriftgrößen in der Benutzeroberfläche von Thunderbird. Es heißt dort:
Bei höheren Bildschirmauflösungen kommt es gerade unter Linux manchmal vor, dass im Mailprogramm Thunderbird die Schriftarten von Menüs und in der Mailübersicht zu groß oder zu klein dargestellt werden.
Es wird auch aufgezeigt, wie man die Schriftgröße ändern kann, und zwar mittels einer zu erstellenden CSS-Datei – nur war bei mir ja nicht die Schriftgröße das eigentliche Problem, sondern das schlechte Rendering der Schrift. Ich gab also über diese CSS-Datei auch eine Schrift an, also einen Font, und zwar Liberation Sans, womit ich recht gute Ergebnisse erzielte.
Doch gestern entdeckte ich eine weitere Lösung: Es gibt ein Add-on für Thunderbird, mit dem man diese Einstellungen sehr einfach vornehmen kann. Es nennt sich bezeichnender Weise Theme Font & Size Changer und funktioniert gut. Ich habe jetzt die Beschriftungen in meinem Donnervogel so hingekriegt, dass sie wieder – na ja – fast schön aussehen.
Minim, ein datenbankloses Blogsystem
Kürzlich habe ich ein sehr schlankes, ja geradezu minimalistisches Blog-Management-System gefunden, das vermutlich noch recht neu ist, und es nennt sich minim – der Name ist offensichtlich Programm. Es ist in PHP programmiert, datenbanklos, lizenzkostenfrei verwendbar und quelloffen. Jeder, der über genügend PHP-Programmierkenntnisse verfügt, kann minim also an seine Bedürfnisse anpassen oder weiterentwickeln (und in solcher erweiterten Fassung auch wieder der Gemeinschaft zuführen).

Nachtrag: Es gibt einen neueren, ergänzenden Artikel zu minim.
Wie verwendet man minim?
Es gibt zwar ein Backend, das man bei Bedarf in der Datei config.php aktivieren kann, aber im Backend findet man keinen Editor, mit dem man seine Blogartikel schreiben könnte (man kann nur wenige Dinge tun wie etwa Artikel löschen). Statt dessen benutzt man einen lokalen Reintext-, Markdown- oder HTML-Editor, speichert den erstellten Blogbeitrag lokal ab und lädt die Datei im Markdown-Format und mit der Dateiendung .md per FTP in das Verzeichnis entries hoch. Am besten vergibt man als Dateinamen Nummern oder kalendarische Angaben wie Y-m-d; die Artikel werden nämlich anhand der Dateinamen absteigend sortiert.
Ein RSS-Feed wird automatisch erstellt und ist erreichbar, indem man an den URL /?rss anhängt (oder falls minim in einem Unterverzeichnis installiert ist, eben /minim/?rss). Ich habe testweise einen solchen Feed abonniert (in Thunderbird), und er wird einwandfrei erkannt und angezeigt.
Wer braucht denn minim?
Zu Recht könnte man fragen, ob minim nicht einfach nur ein neues, datenbankloses Blogsystem ist, das von der Welt nicht gebraucht wird. Und, zugegeben, es ist sicherlich nichts für Leute, die sich die üblichen Blog-Funktionalitäten wünschen.
Suchmaschinen-Optimierung dürfte mit minim unmöglich sein. Die URLs werden gebildet durch solche schrecklichen Dinge wie /?entry1 – hübsch, suchmaschinenrelevant und benutzerfreundlich kann man das nicht nennen. Und da eine Kommentarfunktion fehlt, dürfte es schwierig werden, eine Blogger-Gemeinschaft mit gegenseitiger Verlinkung aufzubauen.
Ferner vermisst man auch Kategorien und Verschlagwortung, was von vielen Benutzern wohl als zu einem Blog gehörend erachtet wird. Doch vielleicht kommen in folgenden Versionen ja solche Funktionen noch nach und nach dazu.
Dennoch: Ich meine, auch so ein extrem schlankes Blogsystem hat seine Daseinsberechtigung. Im Falle eines privaten, persönlichen Blogs ist nicht jedem die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen wichtig. Vielleicht soll es ja noch nicht einmal öffentlich sein; man könnte es über Webserver-Einstellungen gegen fremden Zugriff schützen (.htpasswd-Datei im Falle eines Apache-HTTP-Servers). Und natürlich wäre auch ein Tagebuch auf dem lokalen PC denkbar – vorausgesetzt, ein lokaler Webserver und PHP sind installiert.
Aufgesetzt ist minim jedenfalls extrem schnell, und wer sich mit Markdown auskennt, wenn nicht gar mit HTML, kann in Nullkommanichts anfangen, Artikel zu schreiben.
Fazit: In bestimmten Fällen geeignet.
FreeDOS – wer braucht es und wofür?
FreeDOS ist laut freedos.org ein (ich übersetze aus dem Englischen) »vollständiges, freies, DOS-kompatibles Betriebssystem […]. Ein jedes Programm, das unter MS-DOS arbeitet, sollte ebenso auf FreeDOS laufen«.
»Vollständig« – ja, das stimmt, wenn man eine grafische Benutzeroberfläche nicht zu einem vollständigen, heutigen Desktop-Betriebssystem zählt. Doch wozu sollte man so ein Betriebssystem heutzutage überhaupt noch einsetzen wollen? Gründe könnten sein:
- Alte MS-DOS-Spiele zocken,
- veraltete Business-Software laufen lassen,
- selbst programmierte Software von früher noch einmal laufen lassen,
- Uralt-Hardware nicht verschrotten müssen,
- damit angeben, dass man sich mit den komplizierten DOS-Befehlen auf der Kommandozeile auskennt.
Nun, bei mir ist es erstens die Neugierde, wie sich FreeDOS, das sich zwar wie das alte MS-DOS »anfühlt«, aber ständig weiterentwickelt wird, auf moderner Hardware so macht; und zweitens besitze ich viel von meiner alten DOS-Software noch in irgendeiner Form, nämlich entweder auf externen Festplatten oder sogar noch auf Disketten. Und drittens würden mich die Sachen, die ich vor Jahrzehnten mal mit QuickBASIC und Turbo Pascal programmiert habe, einfach noch mal interessieren. Dieses ganze Zeug muss ich jetzt nur noch auf das Solid-State-Drive kopieren, auf dem ich FreeDOS erfolgreich installiert habe und das in einen 64-Bit-Computer eingebaut ist. Ja, mal schauen, wie dort die alten Programme so laufen werden …

