Dienst unter Windows löschen per Batch

Dienste, die von einem Anwendungsprogramm installiert wurden, aber unnötig sind oder vielleicht nach einer Deinstallation übriggeblieben sind, lassen sich unter Windows per Kommandozeile löschen. Doch Vorsicht: bei den meisten Diensten handelt es sich um solche des Betriebssystems, und diese dürfen in aller Regel nicht entfernt werden!

Da man solche Arbeiten aber nur selten ausführt, vergesse ich in den langen Zwischenräumen immer wieder, wie der Löschbefehl lautet. Daher habe ich mir jetzt ein kleines Batch-Programm gebaut. Bei solchen Programmen handelt es sich um Reintextdateien, die man mit der Dateiendung .bat abspeichert. Von der Kommandozeile lassen sie sich dann ohne Eingabe der Dateiendung aufrufen und ausführen. Ich habe sie dienst-loeschen.bat genannt, und hier sind die zwei Zeilen Code:

set /p NAME=Bitte den Dienstnamen eingeben:
sc delete %NAME%

Das Progrämmchen fragt also nach dem Namen des Dienstes, der gelöscht werden soll; und wurde dieser korrekt eingetippt, wird der Dienst ohne Rückfrage gelöscht und es wird eine entsprechende Erfolgsmeldung ausgegeben.

Wie gesagt: Man sollte wissen, was man tut, und für eventuelle Probleme hafte ich nicht, sondern weise ausdrücklich darauf hin, dass die Benutzung auf eigene Gefahr geschieht.

Wiederherstellung gelöschter Dateien

Nun hat es auch mich erwischt: Neulich hat meine Videokamera die Dateien auf der Speicherkarte geschrottet. Die Speicherkarte zeigte keine Daten mehr an – alles gelöscht, na super … Doch wir wissen ja, dass gelöscht nicht zwangsläufig so viel heißt wie unwieder­bringlich verloren! Also hielt ich Ausschau nach Windows-Programmen, die Daten wieder­her­stellen können (für Linux und Mac gibt es bestimmt auch solche Programme, aber ich arbeite in aller Regel an einem Windows-PC, deshalb behandle ich in diesem Artikel auch nur Windows-Anwendungen).

Mehrere der von mir ausprobierten Programme waren in der Lage, die »verschwundenen« Videodateien von der Speicherkarte wiederherzustellen. Wichtig bei so was ist immer, dass man als Ziel tunlichst ein anderes Laufwerk bzw. eine andere Partition auswählen sollte – in dem hier beschriebenen Fall also nicht die Speicherkarte, sondern einen Ordner auf der Festplatte des PCs. Einige Tools führten allerdings nicht zum Erfolg:

  • Wise Data Recovery blieb nach ein paar wiederherstellten Dateien einfach hängen.
  • FreeUndelete erkannte die an den PC angeschlossene Kamera nicht als Laufwerk.
  • Glary Utilities, sonst eine gute Software, erkannte ebenfalls das Kamera-Laufwerk nicht.
  • PC Inspector Smart Recovery des Datenrettungs-Unternehmens CONVAR hat leider keine gelöschten Daten auf der Speicherkarte finden können.

Jetzt die guten, aber kostenpflichtigen Programme:

  • MiniTool Power Data Recovery stellt in der kostenlosen Version nur bis zu 1 GiB an Daten wieder her – die Vollversion kostet $ 69,– für den Privatbenutzer.
  • O&O DiskRecovery erkannte die gelöschten Daten, stellt sie in der Demoversion allerdings nicht wieder her. Die Vollversion kostet € 99,– beim Hersteller, bei EDV Buchversand allerdings nur € 89,95.

Um relativ unwichtige Videodateien wiederherzustellen, sind mir 60 oder gar 90 Euro zu teuer. Nun gut, mit Power Data Recovery von MiniTool kann man die gesamten Daten einer größeren Speicherkarte natürlich in mehreren Durchläufen zurückholen, wenn man sich die Mühe machen will. Aber es gibt ja auch noch kostenlose Programme, die keine Funktions­beschrän­kungen haben. Diese rundum guten Programme sind nach meinen Erfahrungen die folgenden:

  • Pandora Recovery ist übersichtlich, arbeitet schnell und gibt an, wieviel Prozent einer gelöschten Datei bereits wieder überschrieben worden sind.
  • PC Inspector File Recovery von CONVAR hat die Daten gerettet, arbeitet aber recht langsam und könnte ruhig etwas intuitiver bedienbar sein.
  • Puran File Recovery läuft recht zügig, ist übersichtlich und zeigt an, ob die gelöschten Dateien in gutem oder schlechtem Zustand sind.
  • Ein recht bekanntes Programm ist Recuva. Ich empfinde es als sehr übersichtlich, es ist einfach bedienbar und es zeigt sehr schön den Gesundheitszustand der Daten an.

Manche der Anbieter kostenloser Software bitten darum, eine Spende oder freiwillige Zahlung einer Registrierungsgebühr zu leisten, um die Weiterentwicklung und Pflege der Anwendungen zu unterstützen. Die beispielsweise geforderten fünf oder zehn Dollar/Euro sollte man fairer Weise bezahlen, wenn Daten wiederhergestellt worden sind, an denen einem etwas liegt.

Sicherlich existiert noch mehr taugliche Software zur Datenrettung, und immer gibt es Leser(innen), die bemängeln, dass man nicht Anwendung X oder Y vorgestellt hat. Nun, mir kam es in erster Linie darauf an, meine Dateien wiederzubekommen, und nicht darauf, jedes erhältliche Programm irgendwie ausfindig zu machen. Doch es gibt ja die Kommentarfunktion, wo ihr natürlich auf empfehlenswerte Programme gerne aufmerksam machen könnt.

Und als kleines Schlusswort: Ihr denkt bestimmt, ich hätte jetzt alle meine schönen Videos wiederbekommen. – Nein, leider nicht. Die Datei-Header sind allesamt beschädigt und die Videos lassen sich nicht abspielen, egal mit welchem Programm. Tja, blöd. Dumm gelaufen.

Schriftart installieren unter Windows

Unter dem Betriebssystem Windows installiert man Schriftarten folgendermaßen, falls sie ohne Installationspaket angeboten werden: Per Explorer in den Font-Ordner wechseln (C:\WINDOWS\Fonts) – oder auch per Eingabeaufforderung ([WINDOWS]+[R]), in die man %windir%\fonts eintippt.
Dann öffnet man im Menü Datei und klickt auf Neue Schriftart installieren. In dem sich nun öffnenden Dateisuchfenster navigiert man zum Ordner, der die zu installierende Schrift enthält.

Windows 8: Schöne neue Kachelwelt

Ab heute ist Windows™ 8 im Handel erhältlich. Saturn zum Beispiel bietet Windows 8 Pro im aktuellen Prospekt für 59 Euro an, auf der Website wird eine Upgrade-Version für 50 Euro offeriert.

Das ist preiswert, ja. Aber soll man auch umsteigen? Als PC-Benutzer wird man sich gehörig umstellen müssen, die Steuerung per Maus soll schwierig sein. Denn die Bedienung orientiert sich an der mobiler Geräte. Nähere Informationen kann man der Website von Die Welt entnehmen.

Probleme mit der Windows-Netzwerkfreigabe

Letztens konnte ich nicht mehr von einem Computer meiner kleinen Windows-Arbeitsgruppe auf den anderen zugreifen. Umgekehrt ging es. Das kam mir sehr seltsam vor, denn auch bei ausgeschalteten Firewalls (die ich zunächst im Verdacht hatte) wollte es nicht gelingen.

Die Lösung war: Es lag an einer falschen bzw. bei mir ganz fehlenden Eintragung in der Windows-Registrierdatenbank. Anzupassen war die Einstellung des Registry-Eintrags IRPStackSize.

Danke für die gute Beschreibung bei its05.de, wo man die nähere Vorgehensweise erklärt bekommt!

Neustart-Aufforderung nach Windows-Update loswerden

Manchmal erfordert die Installation eines Windows®-Updates einen Neustart des Betriebssystems. Wenn man aber gerade in eine Arbeit vertieft ist, mag man sich nicht gern durch einen blöden Reboot unterbrechen lassen. Doch auch wenn man die Meldung wegklickt, wird man in bestimmen Zeitintervallen (alle zwanzig Minuten oder so) immer wieder neu erinnert. Das nervt.

Auf lifehacker habe ich eine Lösung gefunden, wie man die Neustartbemühungen von Windows loswerden kann, ohne gleich den automatischen Update-Dienst deaktivieren zu müssen. Ich erkläre hier mal in Deutsch, wie es geht:

Man öffnet ein »Ausführen«-Dialogfeld [Windows-Taste]+[R] und gibt dort cmd ein, um zur schwarzen Kommandozeilenebene/Shell zu gelangen. Hier gibt man folgenden Befehl ein:

sc stop wuauserv

Und hier noch ein Tipp von mir: Um sich den Befehl nicht merken zu müssen, kann man sich ein kleines Batch-Programm erstellen (nennen wir es »wu.bat«), ebenfalls per Kommandozeile:

edit wu.bat

In dem dann erscheinenden Editor geben wir ein:

@echo Windows-Update-Service stoppen ...
sc stop wuauserv

Beim nächsten Mal müssen wir statt des langen Befehls dann nur noch wu eintippen, und schon stoppt die Neustart-Nervensäge.

Windows: Dienste löschen

Gelegentlich kommt es vor, dass man unter Windows ein Programm deinstalliert hat, dass aber ein zugehöriger Windows-Dienst dabei nicht entfernt wurde. Mir ist das bei der Deinstallation des MySQL-Servers (vor dem Umstieg auf MariaDB) so gegangen: Der Dienst zum automatischen Starten des MySQL-Daemon beim Windows-Bootvorgang war zurück­geblie­ben. Natürlich kann man den Dienst einfach auf »deaktiviert« setzen, aber ich will solche Leichen einfach nicht in meinem System haben.

Und hier fand ich die Lösung, wie man solche unliebsamen Dienste loswerden kann: Windows: Dienste löschen. Vielen Dank für diesen nützlichen Tipp!

FolderVisualizer von Abelssoft

Von Abelssoft gibt es seit Anfang Januar 2011 wieder ein neues kosten­loses Programm für Windows: FolderVisualizer. Damit kann man sich die Festplattenbelegung anzeigen lassen und so Speicherplatzfresser ausfindig machen.

Nach dem Scannen der gewünschten Festplatten-Partitition erscheint eine Tortengrafik mit daneben stehender Balkengrafik, die beide die pro­zen­tuale Belegung anzeigen. So sieht man schon auf einen Blick, ob es auf­fällig große Ordner gibt. Diese kann man dann genauer untersuchen, denn links wird eine Baumstruktur ähnlich der des Windows-Explorers an­ge­zeigt. Hier kann man Unterordner durchsuchen, die dann wiederum im rechten Fensterbereich grafisch dargestellt werden.

Ich finde so etwas ganz nützlich, falls man sich über schwindenden Plattenplatz wundert. Wenn man aber erst einmal weiß, welches die hungrigsten Ordner sind, kann man dort gezielt nachschauen, ob sich nicht vielleicht unnötige Dateien löschen lassen – etwa riesige Video­schnitt­dateien, die man eigentlich längst zu Ende bearbeitet und auf externe Festplatte oder DVD+R/-R ausgespielt hat.

Um FolderVisualizer installieren zu können, muss man E-Mail-Adresse und Namen angeben – um angeblich einen Freischalt­schlüssel zugeschickt zu bekommen. Hier geht es wohl eher ums Sammeln von E-Mail-Adressen als um die Notwendigkeit eines Freischalt­schlüssels, da überhaupt keiner zugeschickt wird und das Programm ohne Schlüssel sofort zu Ende installiert wird. Wer will, kann also eine Fantasieadresse angeben; aller­dings habe ich keinen Spam erhalten, nachdem ich meine echte E-Mail-Adresse angegeben hatte, nur gelegentliche Informationen von Abelssoft. Diesen Newsletter kann man aber natürlich jederzeit wieder abbestellen.

Wie gewohnt bittet Abelssoft auch bei diesem kostenlosen Programm wieder um ein »Trinkgeld« von zehn Euro. Solange man dieses nicht gegeben hat, erscheint beim Beenden des Programmes ein Hinweis, ob man nicht spenden möchte.

Ich frage mich nur manchmal, warum ein Unternehmen, das auch kommerzielle Software herstellt, für seine kostenlosen Programme ein Trinkgeld fordert. Früher bot man so etwas als Shareware an: Der Benutzer darf das Programm auf Herz und Nieren prüfen, und wenn er zufrieden ist, bezahlt er eine Lizenzgebühr. Doch ein Trinkgeld – nun ja, muss das vielleicht nicht versteuert werden?

Abelssoft CheckDrive

Wenn man unter Windows seine Festplatten auf eventuelle Fehler überprüfen will, kann man das ja mit dem eingebauten Scandisk oder Checkdisk machen, siehe WindowsPower.

Ein wenig hübscher und einfacher geht es mit Abelssoft CheckDrive, und man kann sich gleich noch anzeigen lassen, wie voll die Festplatten sind.

Das Programm ist kostenlos; allerdings wird um ein Trinkgeld von zehn Euro für die Weiterentwicklung der Software gebeten. Darauf weist eine Nachricht beim Beenden des Programmes hin, solange man dieses Trinkgeld eben noch nicht gespendet hat.