Logo von Mediengestaltung Torsten Kelsch

Neue Funktionen von minim

Anfang April 2018 ist die Version 0.5.0.1 von minim, einem datenbanklosen Blogsystem, erschienen, und sie bietet einige Verbesserungen gegenüber der Version, die ich im Oktober 2017 getestet und über die ich geschrieben hatte. Ich habe damals die mangelnde SEO-Fähigkeit und den spärlichen Adminbereich bemängelt, auch wenn mir minim aufgrund seiner Schlankheit und einfachen Bedienbarkeit gut gefiel.

Logo von minim

Die Neuerungen

Wie der Autor der Software mir schrieb, steckte minim damals noch in den Kinderschuhen. Die inzwischen eingebauten Neuerungen haben minim, wie ich finde, allerdings einen guten Schritt nach vorne gebracht. Insbesondere die Möglichkeit, die Suchmaschinenfreundlichkeit zu verbessern, hat es mir angetan. Man kann jetzt in die Markdown- oder HTML-Dateien, die die Blogbeiträge oder statischen Seiten darstellen, einen Kopfbereich einfügen, in den man unter anderem den Meta-Titel und die Meta-Beschreibung eintragen kann – und diese beiden Angaben sind von großer Relevanz für die Suchmaschinen, neben vielen anderen Aspekten.

minim: Meta-Angaben

Ferner lassen sich in diesen Kopfangaben auch Schlagwörter eingeben, die dann unter den Blogartikeln angezeigt werden. So können Besucher sich Artikel mit den sie interessierenden Themen auflisten lassen. Ich persönlich ziehe es vor, pro Artikel nur einen einzigen Begriff als Schlagwort einzutippen, sodass ich mir eher eine Kategorien-Struktur anlegen kann. Verzweigte Kategorien bzw. Unterkategorien lassen sich so zwar nicht anlegen, wie es zum Beispiel in WordPress möglich ist, aber man könnte immerhin diese Tags folgendermaßen gestalten: blogsysteme-minim, blogsysteme-serendipity, blogsysteme-textpattern, blogsysteme-wordpress – so fasst man quasi alle behandelten Blogsysteme unter einem Oberbegriff zusammen, bzw. die Seitenbesucher erkennen gleich, dass etwa minim ein Blogsystem ist.

Auch die URLs werden mit der (zur Zeit des Erscheinens dieses Artikels) aktuellen Version von minim schöner dargestellt. Anfänglich war es so, dass im URL die Nummer des Artikels genannt wurde; jetzt wird der Dateiname benutzt. Ich persönlich verwende (in meinem CMS-Testbereich) Dateinamen, die sich aus Erscheinungsjahr, Nummerierung und Titel zusammensetzen, zum Beispiel: 2017-001-was-ist-minim-und-ist-es-gut.md.

minim: URL

Und dann finden wir noch einen erweiterten Admin-Bereich vor (den man mittels der Konfigurationsdatei config/config.php aktivieren kann). Hier lassen sich jetzt Artikel auch in einem Editor bearbeiten. Der ist zwar sehr spartanisch, aber für die Markdown-Syntax braucht man ja auch kaum einen WYSIWYG-Editor mit allem möglichen Schnickschnack. Doch auch HTML-Code ist möglich.

Eigene Themes

Eigene Themes, also Layouts oder Gestaltungsthemen, sind recht leicht zu erstellen, da keine spezielle Syntax erlernt werden muss. Man benötigt eigentlich nur CSS-Kenntnisse. Die Templates, also die Vorlagen für die Seiten und Beiträge, sind allerdings vorgegeben, also nicht über die Themes steuerbar, was ich als Nachteil empfinde. Man müsste nämlich die Kerndateien verändern; diese würden jedoch bei Updates überschrieben werden.

Fazit

Das schlanke Blogsystem minim eignet sich gut für Bloggerinnen und Blogger, die so versiert sind, dass sie wissen, was Markdown oder HTML ist und die am besten auch von FTP schon mal was gehört haben und in der Lage sind, Dateien mit einem FTP-Client auf den Webserver hochzuladen. Das Fehlen einer Datenbankanbindung macht das System sehr pflegeleicht. Durch CSS-Dateien kann man das Blog an den eigenen visuellen Geschmack anpassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit Absenden dieses Kommentarformulars bestätigst du, dass du die Datenschutzerklärung gelesen hast und sich mit der Speicherung deiner Daten einverstanden erklärst. Deine Daten werden nur benötigt, um dich gegebenenfalls zwecks Beantwortung deiner Anfrage kontaktieren zu können, und werden weder an Dritte weitergegeben noch zu Werbezwecken missbraucht.