PageRank: Update endlich im Januar 2011

Endlich hat Google wieder seinen PageRank aktualisiert! Über ein halbes Jahr lang war Stillstand – bitter für Website-Betreiber, die vielleicht fleißig einen Backlink-Aufbau betrieben haben, aber eben nicht höhergestuft worden sind.

Der PageRank hat zwar heutzutage nicht mehr so ganz die einstige große Bedeutung, denn inzwischen lässt Google Kriterien wie etwa einen schnellen Seitenaufbau stärker in die Gesamtbewertung einer Website einfließen. Dennoch dient der PageRank immer noch als Bewer­tungs­krite­rium einer Website, wenn es zum Beispiel um Affiliate-Marketing oder Domain-Verkauf geht.

Seit dem 20. Januar sind die PageRank-Stände nun wieder auf dem aktuellen Stand und die Netzwelt ist ein Stück weit wieder in Ordnung.

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MySpace gibt auf!

MySpace ist offensichtlich am Ende. Die deutsche Filiale wird geschlossen und damit werden 30 deutsche Mitarbeiter entlassen. Insgesamt wird sogar 500 Mitarbeitern gekündigt – das ist die Hälfte des gesamten Personals. MySpace war bereits 2003 gestartet worden und ist lange Zeit das größte Social Network gewesen. Nun aber musste es sich vor der gewaltigen Übermacht Facebook beugen: MySpace macht dicht.

Wie kann es aber sein, dass Facebooks Wert auf 50 Milliarden USD geschätzt wird? Der tatsächliche Gewinn lag in 2009 schließlich nur bei schätzungsweise 200 Millionen Dollar bzw. der Umsatz bei 800 Millionen. Nun, das hängt damit zusammen, dass Investoren ein riesiges finanzielles Potenzial in der Zukunft erhoffen. Im Fall von Facebook steckt die Groß­bank Goldman Sachs dahinter. Dass ein so spekulativer Businessplan aber auch gewaltig in die Hose gehen kann und was die Haken dabei sind, wird in einem Spiegel-Online-Artikel erklärt.

Jedenfalls liegt der Wert von Facebook in den umfangreichen Daten der Benutzerprofile. Tja, ich stelle mir gerade die Frage: Wenn kurz vor dem Börsengang fast alle User ihre Accounts löschen würden, was dann? Würde die Seifenblase platzen? Oder bleiben die Daten nicht auch dann noch irgendwo gespeichert, Datenschutzbestimmungen hin oder her?

Ich raste, also roste ich

Es ist bisweilen traurig, wie manche Menschen ihr Gehirn durch Unter­forde­rung oder zu viel Routine langsam »einrosten« lassen. Dieses ziemlich wichtige Körperteil ist nämlich weder eine Maschine noch ein Computer, die stupide immer wieder dieselben Arbeiten erledigen, sondern ein Organ, das trainiert werden will.

Kleine Kinder gehen noch ganz natürlich und sehr vernünftig mit ihrem Denkapparillo um: Sie sind neugierig, sie wollen ständig etwas Neues wissen und sie lassen sich, zum Beispiel beim Laufenlernen, nicht ent­mutigen. Sie fallen zwar in der ersten Zeit immer wieder auf den Popo. Aber irgendwann klappt es mit dem Gehen, und das Krabbeln auf dem Boden ist Schnee von gestern.

Insofern kann man auch als Erwachsener eigentlich froh sein, wenn man das Glück hat, kein völlig ereignisloses Leben zu führen, sondern wenn man ab und zu auch mal auf Hindernisse, Schwierigkeiten und Probleme stößt. Die zwingen einen, das Gehirn ordentlich rattern zu lassen, sodass es erstens fit bleibt und zweitens sogar meistens eine Lösung findet.

Noch mehr Gedanken übers Denken hat sich Dr. Constantin Sander auf BusinessVillage gemacht. Interessant zu lesen!

Stadtbranchenbuch

Einträge in deutsche Branchenverzeichnisse können mithelfen, die Auf­find­bar­keit Ihres Unternehmens im WWW mittels Suchmaschinen zu erhöhen. Ein solches Verzeichnis ist zum Beispiel Stadtbranchenbuch.com. Die Be­treiber bieten solche Branchenbücher in mehreren Ländern an, nicht nur in Deutschland – deswegen haben sie wohl auch die international wir­ken­de .com-Endung gewählt.

Übersichtlichkeit und visuelle Attraktivität dieser Plattform sind aus­ge­spro­chen gut, manche ähnlichen Angebote könnten sich hier eine Scheibe von abschneiden. Man kann entweder die Stadt, in der man nach Branchen suchen will, direkt in ein Suchfeld eingeben oder aber sich über die Wahl eines Bundeslandes und eine alphabetische Liste der Städte­na­men so zu sagen durchhangeln.

Im jeweiligen Stadtbereich findet man neben der alphabetischen Branchen­liste und der ebenfalls alphabetischen Firmenliste auch ver­schie­dene Kate­go­rien, etwa Topbranchen, neueste Einträge oder letzte Be­wer­tungen.

Durch die Möglichkeit, Unternehmen zu bewerten, kommt hier auch eine Gemeinschafts- oder Mitmachkomponente hinein, wie man sie ja auch von einigen anderen Plattformen her kennt. Allerdings wird im Stadt­bran­chen­buch nicht gerade fleißig bewertet – die meisten eingetragenen Unternehmen haben noch keinerlei Sterne erhalten. Vielleicht ist dieses Portal einfach (noch) zu unbekannt.

Falls Sie selbst die Mühe scheuen: Ich biete Ihnen als Dienstleistung (zum Beispiel zusätzlich zum Webdesign) das Eintragen in mehrere solcher Verzeichnisse zu einem fairen Preis an.

Google Analytics in Deutschland unzulässig?

Wie in Spiegel Online Netzwelt zu lesen ist, sieht der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar die Nutzung von Google Analytics als rechtswidrig an.

In dem Beschluss der obersten Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich mit dem unheimlichen Titel Daten­schutz­kon­forme Ausgestaltung von Analyseverfahren zur Reichweitenmessung bei Internet-Angeboten ist genau beschrieben, in welcher Form Daten­analy­sen vorgenommen werden dürfen. Unter anderem heißt es: »Nutzungs­pro­file dürfen nur bei Verwendung von Pseudonymen erstellt werden. Die IP-Adresse ist kein Pseudonym im Sinne des Telemediengesetzes.«

Und das ist der Punkt. Caspar wirft Google vor, dass die Analytics-Software vollsändige IP-Adressen ohne Zustimmung der Nutzer erfasst. Google hat zwar bestimmte Maßnahmen getroffen, aber diese werden wohl als nicht ausreichend angesehen.

Jedenfalls wird derzeitig geprüft, ob deutsche Nutzer dieses Dienstes zu Bußgeldern verurteilt werden können. Da ist es wohl besser, auf andere Analyse-Tools auszuweichen, zum Beispiel die Open-Source-Software Piwik. So mache ich es schon lange.

Abelssoft CheckDrive

Wenn man unter Windows seine Festplatten auf eventuelle Fehler überprüfen will, kann man das ja mit dem eingebauten Scandisk oder Checkdisk machen, siehe WindowsPower.

Ein wenig hübscher und einfacher geht es mit Abelssoft CheckDrive, und man kann sich gleich noch anzeigen lassen, wie voll die Festplatten sind.

Das Programm ist kostenlos; allerdings wird um ein Trinkgeld von zehn Euro für die Weiterentwicklung der Software gebeten. Darauf weist eine Nachricht beim Beenden des Programmes hin, solange man dieses Trinkgeld eben noch nicht gespendet hat.

Abelssoft AbAlarm

Von Abelssoft gibt es ein kostenloses Erinnerungs-Programm für das Windows-Betriebssystem.

Jeder kennt das: Man hat Tee aufgesetzt oder eine Pizza in den Ofen geschoben, arbeitet derweil aber am PC weiter und vergisst dann als fleißiger Bildschirmarbeiter oder konzentrierter Zocker einfach, den Tee rechtzeitig abzugießen oder die Pizza aus dem Ofen zu nehmen.

Da hilft dann eben AbAlarm. Man kann entweder eine Uhrzeit einstellen, zu der man erinnert werden will, oder aber eine bestimmte Zeit, die als Countdown ablaufen soll. Außerdem gibt es noch diverse Voreinstellungen für Tee und für Pizza. Ja klar, schwarzer Tee darf ja nicht so lange ziehen wie Kräutertee, und eine Wagner-Knusperdünn ist halt was anderes als eine Dr.-Oetker-Ristorante.

Das ist aber noch nicht alles. Es gibt noch einen einfachen Zeitplaner und sogar einen Taskplaner, der zur eingestellten Zeit zum Beispiel eine Web­seite aufrufen, ein Programm starten oder den Rechner herunter­fah­ren kann.

Nicht schlecht für umsonst! Aber: AbAlarm ist kostenlos, es wird bei dauerhafter Nutzung allerdings ein kleines Trinkgeld erwartet: »Sie helfen uns damit, die Software weiter zu entwickeln und erhalten zudem als kleines Dankeschön eine Plus-Version ohne Werbung.« Ich finde das völlig in Ordnung, denn wenn man ein nützliches Programm regelmäßig benutzt, sollte man sich fairer Weise auch erkenntlich zeigen.

Link zu näheren Informationen und Download: Abelssoft AbAlarm.

Eine Kleinigkeit zum Schluss: Die Programmierer sind selbst anscheinend keine Pizza-Enthusiasten, weil sie Ristorante falsch schreiben (»Restau­rante«), aber das soll uns mal nicht stören.

Nachtrag 5. Februar 2022:
AbAlarm ist nicht mehr bei Abelssoft erhältlich, kann aber noch von Download-Sammlungen wie Download.com heruntergeladen werden.

WordPress-Feed ohne Bilder

Wenn man im Feed seines WordPress-Blogs die Bilder nicht anzeigen lassen, aber auch den Text nicht gekürzt anbieten will, geht das mit Bordmitteln nicht. Ich habe aber eine Funktion gefunden, die man in die Datei functions.php im themes-Verzeichnis einfügen kann:

function cy_noImagesFeed($content){
    
$content=preg_replace("=<img(.*)/>=Uims""&raquo;Screenshot&laquo;"$content);
    return(
$content);
}
if(
is_feed()){
    
add_filter('the_content''cy_noImagesFeed',99);


Danke an cywhale für den Code! Und hier ist der Link zum entsprechenden Thread des WordPress-Deutschland-Forums:
rss-ausgabe-bitte-ohne-bilder

Google sites

Was ist »Google sites«? Lesen wir, was Google selbst schreibt: »Google Sites ist eine kostenlose und einfache Möglichkeit, Webseiten zu erstellen und anderen verfügbar zu machen.«

Ich habe es mal ausprobiert, und tatsächlich lässt sich damit schnell und einfach eine Website aufsetzen. Allerdings muss man einen Google-Account haben oder einen neuen anlegen, denn ohne eingeloggt zu sein, kann man auch nichts erstellen.

Ist man eingeloggt, werden einem verschiedene Vorlagen angeboten, von Wiki über Familien-Treffpunkt bis zur »professionellen« Website. Man kann aber auch eine leere Vorlage wählen und sich dann die einzelnen Seiten des neuen Auftritts selbst zusammenstellen. Auch hierfür gibt es Vorlagen, die sogar ganz hübsch aussehen.

Nach Fertigstellung hat man dann eine Adresse mit »sites.google.com/site/« am Anfang und dem selbst gewählten Namen dahinter, sagen wir mal »profiauftritt/«. Ein Corporate Design oder spezielle Konfi­gurations­möglich­keiten kann natürlich so ein Baukastensystem nicht bieten, oder nur unter erheblichem Aufwand, und das ist eben auch das Manko dieser ganzen »Homepage«-Baukästen der großen Webhoster.

Jetzt wollen wir uns noch die Frage stellen, warum Google so etwas überhaupt kostenlos anbietet. Nun, sie wollen Geld verdienen. Klingt paradox? Ist es aber gar nicht. Denn man wird ziemlich stark mit der Nase darauf gestoßen, dass man seine neue Website doch »mone­tisie­ren« kann (so heißt es in der deutschen Version). Und zwar mittels Google AdSense. Das geht, grob gesagt, so:

Google tritt als Anzeigenvermittler auf. Also, Unternehmen schalten Anzeigen über Google AdWords. Und ein Website-Betreiber kann wie­derum Anzeigen per AdSense auf seinen Seiten einbinden. So werden je nach Thematik der Webseite automatisch passende Anzeigen an­ge­zeigt. Klickt ein Seitenbesucher nun auf so eine Anzeige, bezahlt der Advertiser (Inserent) eine Gebühr an Google und Google wiederum zahlt eine Provision an den Publisher, also denjenigen, der die Anzeigen bei sich einbindet. Der Traum vom schnellen und dicken Geld durch AdSense dürfte aber im Regelfall unrealistisch sein, was jedoch hier nicht zum Thema gehört.

AdSense kann man natürlich ganz unabhängig davon einsetzen, ob die Website nun bei Google oder sonstwo gehostet wird. Insofern sehe ich in »Google sites« keinen wirklichen Vorteil gegenüber vergleichbaren Lö­sun­gen, noch zumal man bei Google ja nie wissen kann, was sie alles für Daten sammeln. Nun gut, die Kombination von Gratis-Webspace (wenn auch nur 100 MB) und einfachem Bau­kasten­system könnte man als Pluspunkt zählen.

Wie gesagt, für wirklich umfangreiche und individuelle Anforderungen reichen derartige Baukästen kaum aus. Für Privatleute und Hobbyisten ist »Google sites« aber eine gute Einstiegsmöglichkeit.

Wie kreativ kann man sein?

Natürlich muss man in einem gestalterischen Beruf kreativ sein.

Keine Website soll aussehen wie eine, die man früher schon einmal gestaltet hat. Und schon gar nicht wie eine, die jemand anders gestaltet hat. Und mit Flyern, Foldern und was es sonst noch alles gibt, ist es genauso. Andererseits lässt sich das Rad eben auch nicht neu erfinden – und wenn doch, wäre das kaum sinnvoll. Denn erstens gibt es all­ge­mein­gültige, ziemlich klar definierte Gestal­tungs­prin­zipien und zweitens haben sich bestimmte – wenn auch, kulturell bedingt, teilweise von einander abweichende – Seh- und Benutzungsgewohnheiten etabliert. Wenn man die ignoriert, leidet die Benutzerfreundlichkeit, und die Besucher werden ganz schnell die Website wegklicken oder den Prospekt in den Papierkorb werfen.

Aber wie kreativ kann man dann überhaupt sein?

Oft liest man, es komme auf die Kombination vorhandener Bauteile an, besser noch: auf die Kombination von Bestandteilen, die zunächst gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Ja, das stimmt, so kann man sicherlich auf Ideen für pfiffige neue Produkte kommen. Aber um etwas völlig Neues geht es ja oft gar nicht. In meinem Metier zum Beispiel, dem Webdesign, gibt es verschiedene »Bausteine«, zwischen denen man die Wahl hat und die man kombinieren kann: eckige/abgerundete Kanten, gerade/geschwungene Linien, Schlag­schatten oder eine flache Wirkung, kalte/warme Farben, Navigationsmenü oben oder Textlinks in der Seitenleiste und so weiter und so fort.

Trotzdem stößt man bei all der Kombiniererei ziemlich bald an die natürlichen Grenzen. Damit muss man halt leben. Dennoch kann jede Website individuell aussehen. Wie man das letztlich erreicht, ist eine Frage, die sehr schwer zu beantworten ist, finde ich. Da spielen solche Sachen wie Erfahrung, viel Übung, Intuition, ein gutes Gespür für Form- und Farbharmonien und andere Dinge eine Rolle. Und sehr viel macht gutes Fotomaterial aus. Ein passendes Bild als Kopfbanner, das sich harmonisch in die Gesamtgestaltung einfügt, macht schon einiges her.

Aber die Frage bleibt offen, ob und wie man sich Kreativität antrainieren kann und welche Berufe überhaupt Kreativität erfordern. Hierauf gibt ein interessanter Artikel Antworten:
Mythos Kreativität – Abschied von den Klischees.

Ob die Kreativität nun ein Mythos ist oder nicht – ich behaupte, dass man, egal auf welchem Gebiet, nur dann wirklich schöpferisch wirken kann, wenn man sich intensiv mit ebendiesem Fachgebiet auseinander setzt.