Archiv der Kategorie: Webentwicklung

FreeWP – ein WordPress-Fork, der gar nicht existiert

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Ich habe heute mal so aus einer Laune heraus gesucht, was für Forks von WordPress es wohl gibt. Ich setze ja in diesem Blog hier ClassicPress ein, aber ich dachte mir, es müsste wohl noch andere, vielleicht weniger bekannte Abspaltungen von WordPress geben.

Matt Mullenweg, der Entwickler von WordPress, erwähnt in seinem Blogartikel Forking is Beautiful von 2024 einen angeblichen Fork namens FreeWP und verlinkt darauf. Nur steht heutzutage dort, das sei damals nur ein Scherz gewesen, und er, Vinny Green, habe niemals vorgehabt, einen WordPress-Fork zu erstellen. Tja, nicht nur KI verbreitet bisweilen Unsinn. Aber das ist ein gänzlich anderes Thema …

WordPress/ClassicPress: Speichergrenze erhöhen

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Damit WordPress oder ClassicPress flüssig läuft, sollte ihm genug Arbeitsspeicher zur Verfügung gestellt werden. Wie viel überhaupt möglich ist, hängt natürlich vom Hosting-Vertrag ab. Um die Auslastung auf dem Dashboard anzuzeigen, setze ich das Plugin WP-Memory-Usage ein.

Wenn nun der Speicher zu knapp bemessen ist, wie kann man dem CMS denn dann mehr zuweisen? Die Antwort fand ich bei Webtimizer. Ich habe mich entschieden, kein weiteres Plugin einzusetzen, sondern Code in die Datei wp-config.php im Hauptverzeichnis meiner ClassicPress-Installation einzufügen:


define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '128M' );
define( 'WP_MAX_MEMORY_LIMIT', '128M' );

Die zweite Zeile ist für Aufgaben im Admin-Bereich gedacht. Mit beiden Werten komme ich gut klar.

WordPress/ClassicPress: Plugin-Update-E-Mails deaktivieren

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In WordPress oder ClassicPress kann man ja einstellen, dass die installierten Plugins sich automatisch aktualisieren sollen. Und der Admin erhält dann entsprechende Informationen per E-Mail. Das kann mit der Zeit nerven. Zum Glück kann man diese Benachrichtigungen deaktivieren. Wie das geht, habe ich bei Kinsta gefunden.

Die Lösung, ohne ein weiteres Plugin installieren zu müssen, lautet: Man gibt in die Datei functions.php, die sich im Theme-Verzeichnis befindet ([…]/wp-content/themes[…]). Folgendes ein:

// Disable plugin update emails
add_filter( 'auto_plugin_update_send_email', '__return_false' );

Und schon hat man seine Ruhe.

minim wird nicht mehr weiterentwickelt

minim-Logo

Das extrem schlanke Blogsystem minim wird leider seit Ende April 2019 gar nicht mehr weiterentwickelt. Erstaunlicherweise läuft es aber noch auf PHP 8.5 – ob es mit zukünftigen PHP-Versionen noch klarkommen wird, ist natürlich ungewiss. Die Website existiert nicht mehr, aber man kann sich nach wie vor minim von GitHub herunterladen (Stand: August 2026).

Für kleine private Projekte mag es wohl reichen, vielleicht für ein Tagebuch oder so. Eine eingebaute Kommentarfunktion gibt es nicht, da müsste man also ein Kommentarsystem hinzu installieren. Ich persönlich komme zum Beispiel mit Commentics sehr gut zurecht.

Gedanken über Content-Management-Systeme

Mit einem CMS ist es so, dass man nie eindeutig sagen kann, das ist gut oder das ist schlecht. Es ist nicht so wie bei Eiscreme: Da weißt du, Pistazie mag ich und das schmeckt mir immer, aber Knoblauch-Nuss ist nicht so mein Fall. Ein CMS ist nicht wie Eiscreme, sondern eher wie ein Berliner Ballen. Da weißt du nie vorher so genau, ist da jetzt eine Himbeer-, Aprikose- oder Kirschfüllung drin? Und wenn du Pech hast, ist Senf innen drin. Das erkennst du aber nicht von Anfang an. Das merkst du erst, wenn du dich mühsam bis ungefähr zur Mitte durchgefuttert hast. Und dann probierst du einen anderen Pfannkuchen, und da ist dann statt Konfitüre Meerrettich drin, und beim dritten eine saure Gurke, und dann merkst du irgendwann, dass es diese perfekte Leckerei ohne was Fieses drin nicht gibt.

Und dann fragst du dich, ob du das Innere in Kauf nehmen sollst, weil das Drumherum ja lecker ist. Und welches Innere das kleinste Übel von allen ist. Und das ist nicht leicht zu entscheiden. Und so ist es auch mit Content-Management-Systemen. Sie wirken meistens erst mal toll, aber je tiefer du vordringst und je intensiver du dich mit ihnen befasst, desto mehr treten auch ihre Nachteile und Schattenseiten hervor. Und seit Jahren suchst du schon nach dem perfekten System, aber das gibt es nicht. Es gibt schlechte und gute, ja. Aber ein perfektes gibt es nicht. Es gibt keins ohne Senf tief innen drin statt Fruchtmasse.

Und erklär das mal einem Kunden.

Fehlende Übersetzungen in meinem ClassicPress-Blog

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In meinem Blog hier hatte ich das Problem, dass unter den Beiträgen Leave a reply stand statt einer deutschen Übersetzung wie zum Beispiel Hinterlasse einen Kommentar. In der Datei wp-content/languages/de_DE.po fand sich zwar der übersetzte Text Schreibe einen Kommentar, aber der wurde auf der Website nicht angezeigt.

Schließlich fand ich heraus, dass es an meinem Thema (englisch: theme) lag. Unter anderem in der Datei index.php wurde auf eine Übersetzungsdatei verwiesen, die gar nicht mehr existiert. Ich habe kurzerhand die englischen Passagen direkt in den PHP-Dateien ins Deutsche übersetzt. Mehrsprachig ist mein Blog sowieso nicht.

Auch ein paar andere fehlende Übersetzungen habe ich auf diese Weise überarbeitet.

In WordPress, von dem ClassicPress ja abstammt, handhabt man so einen Fehler natürlich genauso.

Bluefish: Eigene Tastaturkürzel erstellen

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Bluefish ist ein Web-Editor, mit dem man insbesondere HTML-, aber unter anderem auch CSS-, JavaScript- und PHP-Code erstellen kann. Er ist erhältlich für GNU/Linux, Windows und macOS, außerdem kann man auch den Quellcode selber kompilieren.

Was ich besonders mag, ist, dass man Bluefish sehr vielfältig konfigurieren und an eigene Bedürfnisse anpassen kann. Es sind viele Tastenkombinationen schon voreingestellt, aber Strg + Alt + K für den oft von mir gesetzten HTML-Zeilenumbruch (<br>) ist mir zu umständlich. Deswegen habe ich mir ein eigenes Tastaturkürzel erstellt.

Contao und warum ich es nicht mag

Ich hatte in der Vergangenheit mehrmals versucht, mich mit Contao anzufreunden. Die Version 3 ließ sich sehr leicht installieren; das Bedienkonzept hingegen hat mir noch nie gefallen, aber ich wollte irgendwann doch mal wieder dieses CMS anpacken – das war im Jahr 2017. Ich hatte damals einen Blog­artikel angefangen, aber nie zu Ende geschrieben. Aktuell war Contao zu der Zeit in der Version 4.4.8, und die vorherigen Vierer-Versionen kannte ich gar nicht. Aufgefallen war mir, dass Contao 4 offensichtlich völlig neu programmiert worden war – es setzte nun auf das Symphony-Framework auf, und die Verzeichnisstruktur war gänzlich anders als in Contao 3.

GitHub: Pull

Quelloffene Software wird ja unter anderem auf GitHub angeboten. Man kann sie von dort herunterladen, aber auch Fehler melden. Im Regelfall lade ich mir fertige Versionen als ZIP-Archiv herunter. Bloß stellen nicht alle Anbieter so etwas zeitnah zur Verfügung, insbesondere dann nicht, wenn neue Versionen noch nicht fertiggestellt sind, sondern sich noch in der Entwicklung oder Fehlerbereinigung befinden. In so einem Fall bleibt einem nur die Möglichkeit, sich die Dateien per Pull auf den PC zu »ziehen«.