Mit einem CMS ist es so, dass man nie eindeutig sagen kann, das ist gut oder das ist schlecht. Es ist nicht so wie bei Eiscreme: Da weißt du, Pistazie mag ich und das schmeckt mir immer, aber Knoblauch-Nuss ist nicht so mein Fall. Ein CMS ist nicht wie Eiscreme, sondern eher wie ein Berliner Ballen. Da weißt du nie vorher so genau, ist da jetzt eine Himbeer-, Aprikose- oder Kirschfüllung drin? Und wenn du Pech hast, ist Senf innen drin. Das erkennst du aber nicht von Anfang an. Das merkst du erst, wenn du dich mühsam bis ungefähr zur Mitte durchgefuttert hast. Und dann probierst du einen anderen Pfannkuchen, und da ist dann statt Konfitüre Meerrettich drin, und beim dritten eine saure Gurke, und dann merkst du irgendwann, dass es diese perfekte Leckerei ohne was Fieses drin nicht gibt.
Und dann fragst du dich, ob du das Innere in Kauf nehmen sollst, weil das Drumherum ja lecker ist. Und welches Innere das kleinste Übel von allen ist. Und das ist nicht leicht zu entscheiden. Und so ist es auch mit Content-Management-Systemen. Sie wirken meistens erst mal toll, aber je tiefer du vordringst und je intensiver du dich mit ihnen befasst, desto mehr treten auch ihre Nachteile und Schattenseiten hervor. Und seit Jahren suchst du schon nach dem perfekten System, aber das gibt es nicht. Es gibt schlechte und gute, ja. Aber ein perfektes gibt es nicht. Es gibt keins ohne Senf tief innen drin statt Fruchtmasse.
Und erklär das mal einem Kunden.