Blog

Google will freie Android-Apps blockieren

Laut Keep Android Open hat Google vor, ab September 2026 nur noch solche Apps auf Android zu ermöglichen, deren Entwickler sich sich zentral bei Google anmelden. Anderenfalls kann seine oder ihre Software nicht mehr installiert werden. Und für Anwenderinnen und Anwender bedeutet das, dass sie zum Beispiel über F-Droid keine Apps mehr werden installieren können.

Wenn Google damit durchkommt und man das nicht akzeptieren mag, wird einem wohl nur übrig bleiben, ein von Google unabhängiges Android oder gleich ein ganz anderes Linux-Betriebssystem zu installieren. Und falls das vorhandene Gerät dafür nicht ausgelegt ist, kommt man um den Kauf eines neuen Smartphones nicht herum. Hier sind ein paar Möglichkeiten:

2 Antworten zu »Google will freie Android-Apps blockieren«

  1. Avatar Michael sagt:

    Hallo Torsten,

    alle o. g. Hersteller haben den Nachteil, dass sie ihre Betriebssystemvarianten von Android nicht zeitnah und dann mit allen (!) Sicherheitspatches aktualisieren (können).

    Dies erfährt man aber als technisch sehr interessierter Nutzer, wenn man zufällig auf das alternative mobile Betriebssystem GrapheneOS gestoßen ist und sich zur regelmäßigen Information darüber als Forumsteilnehmer registriert hat (https://discuss.grapheneos.org).

    Denn dort nimmt das Entwicklerteam auch bei Bedarf Stellung zu aktuellen Ereignissen, bekanntgewordenen Fehlinformationen zu GrapheneOS, Attacken, Angriffen etc.
    Und gelegentlich wird auch über die Unterschiede diverser mobiler Betriebssysteme diskutiert oder jemand ist traurig, dass er/sie sich kein teures Google Pixel Phone leisten kann, was aber wgn. des erforderlichen speziellen Chips Systemvoraussetzung für GrapheneOS ist.

    Bei solch einer Gelegenheit nahm das GrapheneOS-Entwicklerteam Stellung und erklärte, dass z. B. Fairphone immer wieder bis zu zwei Monate im Rückstand mit Update-Auslieferungen ist und dann auch nur ein Teil der notwendigen Patches enthalten sind.
    –Als ehemaliger Fairphone-Nutzer kann ich die immer wieder nur mit starker Verzögerung ausgelieferten Updates persönlich bestätigen!

    Und nur wer GrapheneOS nutzt, bekommt rechtzeitig (jetzt!) alle Sicherheitspatches, die sonst nur Google-Smartphones und zertifizierte OEM-Hersteller erhalten, aber nicht unbedingt komplett nutzen.

    Die kleineren Hersteller können es sich gar nicht leisten, die aufwendigen Sicherheitsupdates mehrmals im Monat zu erstellen und zu verteilen.

    Und die chinesischen Hersteller von Billig-Smartphones verteilen gar keine Updates oder vielleicht eines, um den Schein zu wahren.

  2. Torsten Kelsch Torsten Kelsch sagt:

    Tja, dann weiß ich aber nicht, was ich machen soll, falls Google tatsächlich diese Abschottungstaktik ab Herbst fährt. Ich lade Software immer per F-Droid herunter.

    Ich hab ein Tablet von Chuwi, einem chinesischen Hersteller, und das hat einen Intel-Prozessor statt einer ARM-CPU; es war Windows 11 vorinstalliert, was ich dann durch Debian mit GNOME als Schreibtischumgebung ersetzt habe. Das ist fast so gut zu handhaben, als wäre Android drauf, finde ich. Wenn es ein entsprechendes Smartphone zu einem akzeptablen Preis gäbe, da wäre mir sehr mit gedient.

    GrapheneOS ist anscheinend nur auf einem Google-Pixel-Smartphone installierbar. Das kommt für mich nicht in Frage, denn ich will keine Hardware von Google kaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit Absenden dieses Kommentarformulars bestätigst du, dass du die Datenschutzerklärung gelesen hast und dich mit der Speicherung deiner Daten einverstanden erklärst. Deine Daten werden nur benötigt, um dich gegebenenfalls zwecks Beantwortung deiner Anfrage kontaktieren zu können, und werden weder an Dritte weitergegeben noch zu Werbezwecken missbraucht.