Bei einem automatischen Update auf die deutsche Ausgabe von Mozilla Thunderbird 52.0 wurde unter Antergos, das auf Arch Linux basiert, das entsprechende aktuelle Kalendermodul Lightning nicht mitinstalliert. Ich habe zunächst im Netz nur die veraltete Lightning-Version 4.7.8 finden können. Schließlich stieß ich aber im deutschen Thunderbird-Forum auf eine Diskussion, in der jemand den Link zu einer Seite bekanntgibt, von der man die aktuelle Lightning-Version 5.4 herunterladen und in Thunderbird nachinstallieren kann. Das funktionierte bei mir.
FossaMail wird eingestellt
FossaMail ist ein E-Mail-Client, der auf Mozilla Thunderbird basiert. Er wird, unabhängig von Mozilla, von den Entwicklern des Browsers Pale Moon. herausgebracht.

Ich hatte mir FossaMail installiert, weil ich (mal wieder) Probleme mit Thunderbird hatte. Seit dem Update auf Version 52.0 war der Kalender Lightning verschwunden, wie schon mehrmals in der Vergangenheit. Ich fand nach längerem Suchen endlich einen Link, wo man die aktuelle Lightning-Version herunterladen und nachinstallieren kann und beschreibe das in einem weiteren Artikel näher. Aber damit nicht genug: Es trat ein Bug auf, den ich ebenfalls bei einem länger zurückliegenden Update schon einmal erlebt hatte, nämlich dass beim Erstellen einer E-Mail die im Adressbuch gespeicherten E-Mail-Adressen gar nicht mehr automatisch in das Empfänger-Adressfeld übernommen werden können.
Nachtrag:
Dass die Adressbuch-Daten nicht ins Adressfeld übernommen wurden, war kein Bug in Thunderbird, sondern es lag an einer Erweiterung:

Dazu mehr in meinem Artikel Thunderbird-Addon Faster autocompletion of e-mail adresses.
Vielleicht treten diese Probleme nicht unter allen Betriebssystemen auf. In meinem Fall handelt es sich um die Linux-Distribution Antergos, die auf Arch Linux basiert. In der Vergangenheit hatte ich die beschriebenen Probleme unter Windows. Und es kann sein, dass die Fehler nur in der deutschsprachigen Ausgabe von Thunderbird auftreten, aber nicht beim englischen Original.
Mit FossaMail hatte ich die beschriebenen Probleme nicht und ich wäre auch bei dieser Software geblieben, wenn ich nicht ein paar Tage nach meiner frischen Installation auf die Nachricht gestoßen wäre, dass FossaMail zum Mai 2017 eingestellt werden wird, also in wenigen Wochen vom Zeitpunkt an, da ich diesen Blogartikel schreibe. Begründet wird die Entscheidung damit, dass die Entwickler wohl nach Leuten gesucht hatten, die dieses Projekt übernehmen wollten, aber sich aufgrund der sehr kleinen Benutzerschar sich niemand gemeldet hat. Es werden also keine neuen Versionen erscheinen und die Website wird vom Netz genommen werden.
Ich bin schließlich auf Evolution umgestiegen, das unter mehreren Linux-Distributionen, die die GNOME-Desktop-Umgebung verwenden, mitgeliefert wird. Auch darüber werde ich in einem gesonderten Blogartikel berichten.

Kostenfreie Fotos auf Pixabay
Auf Pixabay bekommt man kostenfreie Fotos, die unter der Lizenz Creative Commons CC0 stehen. In den Lizenzbedingungen wird dieses Lizenzmodell folgendermaßen erklärt:
Alle bereitgestellten Bilder und Videos auf Pixabay sind gemeinfrei (Public Domain) entsprechend der Verzichtserklärung Creative Commons CC0. Soweit gesetzlich möglich, wurden von den Autoren sämtliche Urheber- und verwandten Rechte an den Inhalten abgetreten. Die Bilder und Videos unterliegen damit keinem Kopierrecht und können – verändert oder unverändert – kostenlos für kommerzielle und nicht kommerzielle Anwendungen in digitaler oder gedruckter Form ohne Bildnachweis oder Quellenangabe verwendet werden. Dennoch wissen wir einen freiwilligen Link auf die Quelle Pixabay sehr zu schätzen.
Nun ist es zwar nach deutscher Urheberrechts-Gesetzgebung nicht möglich, dass die Schöpferin oder der Schöpfer eines künstlerischen Werkes auf ihr oder sein Urheberrecht verzichtet, sondern es ist dauerhaft an die Person gebunden. Allerdings kann ein Urheber Nutzungsrechte vergeben, die sehr unterschiedlich sein können: ausschließlich, nicht-ausschließlich, für bestimmte Medien, für eine bestimmte Dauer usw. In anderen Ländern kann die rechtliche Lage völlig anders sein.
Da die Fotografen auf Pixabay auf eine Namensnennung verzichten und Pixabay selbst ebenfalls keinen Quellenhinweis zwingend fordert, müssten meiner Ansicht nach die Bilder tatsächlich frei genutzt werden können. Eine rechtsverbindliche Auskunft kann aber nur ein Fachanwalt geben. Gute Erklärungen zum Urheberrecht geben die Anwälte Reichhardt & Schlotz auf ihrer Website.
concrete5: RSS-Feed eigener Inhalte einrichten
Mit dem CMS concrete5 lassen sich die unterschiedlichsten Webauftritte realisieren. Es bietet auch die Möglichkeit, ein Blog oder einen News-Bereich einzurichten – allerdings ist das meiner Ansicht nach in concrete5 nicht wirklich elegant gelöst und intuitiv genug. Es gibt Add-ons für diesen Zweck, aber auch mit Bordmitteln kriegt man es hin. Gewöhnlich bietet man mit einem Blog oder Neuigkeiten-Bereich auch einen RSS-Feed an, sodass Interessierte anonym die aktuellen Nachrichten abonnieren können. Wie man so einen Feed in concrete5 einrichtet, darum geht es in diesem Beitrag.
Kurz ein paar Sätze zur Erklärung: Ein Weblog ist in aller Regel so strukturiert, dass jeder Artikel eine eigene Seite ist und die Blog-Startseite eine bestimmbare Anzahl aktueller Artikel auflistet. Ein Umwandler ruft nun diese HTML-Seiten auf und baut sie in ein XML-Format um, wodurch die Daten so aufbereitet werden, dass Feed-Leseprogramme die Struktur erkennen und die Inhalte darstellen können. Das Design der Webseite ist in der XML-Datei nicht enthalten, und jeder Feed-Reader gestaltet die Artikel etwas unterschiedlich.
Doch jetzt zur Sache, Schätzchen! Wie setzen wir so etwas in concrete5 um? Nun, wir erstellen erst einmal eine Seite, die als Blog-Startseite dienen soll. Zu dieser Seite können wir schon einmal eine oder zwei Unterseiten als Dummys erstellen und ein bisschen Beispieltext hinein schreiben. Auf die Blog-Startseite kommt nun ein Seitenliste-Block, der die Unterseiten auflisten soll. Es sind etliche Einstellungen vorzunehmen; wichtig in diesem Zusammenhang hier ist, dass bei RSS-Feed anzeigen die Wahlmöglichkeit Ja ausgewählt wird.

Nachdem die Seitenliste fertig eingerichtet worden ist, zeigt sich das RSS-Symbol neben der eigentlichen Liste. Benutzer können nun den Feed in ihrem Feed-Reader abonnieren.

Siehe auch: concrete5-Forum
Der Flexbox-Frosch
Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als man ein Web-Layout mit Tabellen hinfummelte? Ich habe da immer große Schwierigkeiten gehabt, den Quellcode zu durchblicken. Mit CSS in den Zweier-Versionen konnte man dann tabellenlose Layouts erstellen. Boxen konnten per CSS aneinander ausgerichtet werden, und der HTML-Quellcode war einfacher zu verstehen.
Und heute haben wir Flexbox. Besonders im Hinblick auf responsive Layouts ist das eine feine Sache. Und die aktuellen Browser verstehen das nun endlich auch; vor ein paar Jahren war das noch nicht der Fall. Bloß – einfach zu verstehen ist Flexbox nicht, wie ich finde. Doch es gibt ein Fröschlein, das einen an die Hand nimmt und der/dem interessierten Webdesigner/in in 24 Übungen die Geheimnisse eines Flexbox-Layouts näher bringt: Flexbox Froggy. Man muss zunächst diesen einen, später mehrere Frösche in ihre Teiche bugsieren. Und dabei wird einem dieses Flexbox-Zeug wesentlich klarer. Wirklich nett gemacht!
Im Webbrowser HTML-Seiten erstellen
Mit HTMLhouse lassen sich im Webbrowser HTML-Seiten erstellen und sofort anschauen. Wenn man mag, kann man sie auch publizieren. Es wird dann eine Zufallsadresse erzeugt, die man weitergeben kann, sodass sich bestimmte Personen die erstellte Seite anschauen können. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Seite in der Form öffentlich zu machen, dass sie auf HTMLhouse präsentiert wird. Jeder andere Benutzer kann den Quelltext einsehen und auch verändern, allerdings die Änderungen nicht speichern.

(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)
Sinn und Zweck von HTMLhouse ist es, einen einfach zu bedienenden Testbereich für HTML-Quelltexte zur Verfügung zu stellen. Man muss sich nirgends anmelden, somit werden auch keine persönlichen Daten gespeichert. Die erstellten Seiten werden im lokalen Speicherbereich des Browsers abgelegt, sodass man sie zu einem späteren Zeitpunkt weiter bearbeiten kann – vorausgesetzt, man benutzt denselben Browser auf demselben Computer und hat die Browserdaten, insbesondere den lokalen Speicher, nicht gelöscht. Kleiner Nachteil: Entfernt werden können einmal erstellte und publizierte Seiten nicht (Stand: April 2017).
HTMLhouse ersetzt keinen HTML-Editor und ist für die tägliche Arbeit einer Webdesignerin oder eines Webdesigners sicherlich ungeeignet, und dafür ist es auch gar nicht erschaffen worden. Wenn man hingegen dies und das ausprobieren oder Entwürfe etwa mit entfernten Kollegen teilen möchte, ist es eine gute Sache, und auch für Schulungszwecke kann ich es mir gut vorstellen.
Kunden aus der Hölle
Ich habe bisher zum Glück nur nette und gescheite Kunden gehabt, mit denen sich prima zusammenarbeiten ließ. Aber wie bei allem in der Welt gibt es auch Ausnahmen von der Regel, und die werden in einem Buch präsentiert: Kunden aus der Hölle: Irrsinniges aus der Service-Welt. Es ist 2011 erschienen und inzwischen in gedruckter Form nicht mehr bestellbar. Man kann es aber noch als E-Book kaufen oder als Taschenbuch wenigstens gebraucht auftreiben.
In dem Buch geht es darum, wie manche Kunden einem das Leben zur Hölle machen können. Nun ja, vermutlich gibt es auch Mediengestalter und Webdesigner aus der Hölle (obwohl ich’s nicht glauben mag) – vielleicht sollten als Gegenschlag auch die Kunden mal ein Buch schreiben. 😉
ownCloud auf Verwundbarkeiten prüfen
Mit der quelloffenen und kostenlosen Software ownCloud hat man eine Möglichkeit an der Hand, Daten auf einem eigenen Server bzw. auf angemietetem Webspace zu speichern. So ist man unabhängig von zentralisierten Diensten wie zum Beispiel Dropbox. Und auch wenn es auf der Website von ownCloud heißt: »Ein sicheres Heim für alle deine Daten«, drohen Gefahren, nämlich wenn man seine Installation nicht aktuell hält. Prinzipiell kann man sagen, je älter eine Software ist, desto anfälliger ist sie auch gegen Einbrüche.
Um zu testen, ob die eigene Installation Sicherheitslücken aufweist, kann man den Vulnerability Scanner von ownCloud verwenden. Er lässt sich über den Webbrowser bedienen: Man gibt einfach die eigene ownCloud-Adresse ein, klickt auf die Schaltfläche »Scan«, wartet ein Weilchen und bekommt dann gesagt, ob alles in Ordnung ist. Falls nicht, sollte man schnellstens auf die neueste Version aktualisieren!

PDF Converter Elite 5
Ich habe ein Rezensionsexemplar des Programmes PDF Converter Elite 5 (PCE) von dem kanadischen Hersteller PDFConverter.com erhalten und die Software unter Microsoft Windows 10 Professional 64-bit getestet.
Der folgende Text ist nicht als Anleitung der Software zu verstehen, sondern als Test der Möglichkeiten und Funktionalitäten. Eine englischsprachige Anleitung findet man unter www.pdfconverter.com/support/help/pce5/.
Installationsvoraussetzungen
Die Software ist für Windows erhältlich, für alle Versionen von XP bis 10 in 32-bit oder 64-bit. Man benötigt 350 MB Speicherplatz auf der Festplatte oder dem Solid-State-Laufwerk, einen Arbeitsspeicher von mindestens 512 MB und eine Bildschirmauflösung von mindestens 1366 Pixeln Breite und 768 Pixeln Höhe.
Man kann sich eine Testversion herunterladen und das Programm sieben Tage lang ausprobieren.
Die Programmoberfläche
PDF Converter Elite 5 ist wunderbar intuitiv bedienbar. Die Benutzeroberfläche kommt sehr übersichtlich und aufgeräumt daher, und die Bildchen in der oberen Menüleiste sind sofort verständlich. Dennoch: Leider lässt sich auch in Version 5 immer noch keine Sprache einstellen, alles ist in Englisch.

(Aufs Bild klicken zum Vergrößern)
Die Oberfläche ist in folgende Bereiche unterteilt: Textliche und bebilderte Menüleiste ganz oben, darunter eine linke und rechte Seitenleiste und zwischen diesen der Hauptbereich, in welchem die geöffnete Datei angezeigt wird.
Die Hilfe
Trotz der leichten Bedienbarkeit kann es immer mal sein, dass man eine Hilfestellung braucht. Drückt man, während das Programm im Vordergrund läuft, auf die F1-Taste oder navigiert man in der Menüleiste zu Help > Help, so öffnet sich das Handbuch im Webbrowser. Dieses Handbuch kann man von dort aber auch als PDF-Datei herunterladen. Auch das Handbuch gibt es leider ausschließlich in Englisch.
Die zwei Modi
Wichtig zu wissen ist, dass man das Programm in zwei Modi betreiben kann, je nachdem, was man machen will: es gibt den Konvertierungsmodus (Convert) und den Bearbeitungsmodus (Edit).


Zwischen beiden kann man wechseln, indem man entweder die Tastenkombination STRG+j drückt, die vierte Schaltfläche von links in der Menüleiste anklickt oder in dem textlichen Menü auf File > Edit bzw. File > Convert klickt. Im Konvertiermodus lassen sich PDF-Dateien in folgende Formate umwandeln: Word, Excel, CSV, PowerPoint, Publisher, OpenOffice, HTML und AutoCAD, außerdem auch in eine Bilddatei. Und im Editiermodus kann man die PDF-Datei direkt bearbeiten.
Konvertierungsmodus
Menüleiste
Die Menüleiste besteht aus zwei Teilen. Oben sehen wir ein Textmenü, darunter befindet sich ein Bildmenü. Ich konzentriere mich hier auf letzteres.

Linke Seitenleiste
Die linke Seitenleiste hat am Rand drei Registerkartenreiter. Der oberste Reiter trägt das Symbol eines Fensters (vier Karos), der mittlere einen Stern und der untere eine Büroklammer. Je nachdem, welchen Reiter man anklickt, verändert sich der Inhalt der Seitenleiste. Ist der oberste Reiter aktiv, ist deer Kopf der Seitenleiste betitel mit *Thumbnails* und zeigt, wie in gängigen PDF-Anzeigeprogrammen, eine Übersicht über die Seiten des geöffneten PDF-Dokumentes. Der Stern bedeutet *Bookmarks*, also Lesezeichen, und die Büroklammer zeigt eventuell vorhandene Anhänge – mit beispielsweise dem Adobe Acrobet kann man ja sowohl Lesezeichen anlegen als auch einem PDF-Dokument PDF-Dateien und andere Dateitypen anhängen. Dies würde also in PDF Converter alles angezeigt werden.
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Rechte Seitenleiste
Die rechte Seitenleiste gibt dem Benutzer ein paar Tipps zum Einstieg.

Dateien konvertieren
Nun zur Praxis. Wir wollen eine PDF-Datei in ein anderes Format umwandeln. Ich habe zu diesem Zweck ein uraltes Dokument aus dem Jahr 2009 hervorgekramt, denn ich will sehen, ob der PDF-Konverter mit so einem alten Ding noch klarkommt. Ja, es lässt sich öffnen und wird korrekt angezeigt.
Um eine Datei in ein Microsoft-Office-Dokument umwandeln zu können, muss Microsoft Office auf dem PC installiert sein. Bei mir ist das nicht der Fall, und so erscheint diese Fehlermeldung:

Doch es gibt zum Glück auch die Möglichkeit, in ein Apache-OpenOffice-Dokument umzuwandeln.

LibreOffice, das zu OpenOffice kompatibel ist, ist auf meinem Rechner installiert, und somit klappt auch die Konvertierung:

Perfekt! Weitere Konvertierungen hatte ich ja bereits in meinem Artikel über die Version 4 von PDF Converter Elite getestet, deswegen belasse ich es jetzt bei diesem einen Beispiel. Damals hatte sich ja schon die korrekte Arbeitsweise des Programmes gezeigt.
Die einzelnen Dokumentformate des OpenOffice-Paketes sind nicht in der oberen Menüleiste aufgelistet, aber man kann sie in der rechten Seitenleiste auswählen. Man hat die Wahl zwischen Writer, Calc und Impress, also der Textverarbeitung, der Tabellenkalkulation und der Präsentation.

Bearbeitungsmodus
Menüleiste
Im Bearbeitungsmodus hat die Menüleiste viel weniger Einträge als im Konvertierungsmodus.

Dafür finden wir viele Funktionen zum Editieren in der rechten Seitenleiste (siehe weiter unten).
Linke Seitenleiste
Die linke Seitenleiste ist dieselbe wie im Umwandlungsmodus und dient der Übersicht über das geöffnete Dokument, wie schon weiter oben beschrieben.
Rechte Seitenleiste
Die rechte Seitenleiste bietet im Bearbeitungsmodus diverse Möglichkeiten, das Dokument zu manipulieren. Es lassen sich erstens die Texte und zweitens die Seiten bearbeiten.

Text bearbeiten
Nachdem ich eins meiner alten Dokumente ins PDF-Format umgewandelt habe, will ich es bearbeiten. Zunächst nehme ich mir den Text vor. Leider zeigt sich, dass nicht die gesamte Zeile markiert wird, sondern nur ein Teil davon:

Nach Rücksprache mit einer Mitarbeiterin des Herstellers wurde mir erklärt, dass PCE durchaus die Zeilen, aber auch Bilder in »chunks«, also in Teilstücke zerlegt. Warum das so ist, ist mir ein wenig rätselhaft, da ich so ein Verhalten bisher noch bei keinem PDF-Bearbeitungsprogramm vorgefunden habe und ich auch keinen Sinn darin sehe.
Und wenn ich jetzt den Text an der linken oberen Ecke der grünen Markierung mit der Maus packe und an eine andere Stelle verschiebe, zeigt sich, dass der Text zwar korrekt erkannt worden ist, aber Teile des Textes offensichtlich noch als Bild gespeichert worden sind und unter dem eigentlichen Text lagen:

Nun muss ich allerdings zugeben, dass ich auch ein schwieriges Dokument ausgesucht habe, denn der Text liegt zwischen einem Bild und mehreren Strichen:

Und dafür hat sich PDF Converter gut geschlagen, finde ich. Ich wollte PCE aber noch an einem reinen Textdokument ohne Bilder testen. Und hier war es nur möglich, einzelne Buchstaben auszuwählen, nicht die ganze Zeile oder den ganzen Absatz. Jedenfalls habe ich keine Tastenkombination gefunden, die das ermöglicht hätte:

So lässt sich ein Fließtext natürlich nicht vernünftig bearbeiten; Passagen in den bestehenden Text einzufügen war mir nicht möglich. Hier sollte PDFConverter.com also noch dringend nachbessern.
Wichtig zu wissen ist Folgendes: In den Fällen, in denen ein Font nicht komplett ins PDF-Dokument eingebettet wurde und somit bestimmte Buchstaben unter Umständen fehlen, kann PCE diese fehlenden Buchstaben auch nicht ins Dokument schreiben. Hier muss man einen Standard- oder System-Font auswählen, damit es klappt:

Seiten bearbeiten
Wenn man nicht die Inhalte, sondern die Seiten als solche verändern möchte, bieten sich ebenfalls etliche Möglichkeiten. Besonders nützlich finde ich die Rotations-Funktion, denn manchmal bekomme ich von Kunden PDF-Dateien zugeschickt, die aus irgendwelchen Gründen um 90 Grad gedreht sind, also im Quer- statt Hochformat vorliegen oder umgekehrt. Mit PCE kann ich sie in die richtige Position bringen und auch so abspeichern.
Was man noch alles tun kann: Seiten löschen, PDF-Dokumente zusammenführen, ein aus mehreren Seiten bestehendes Dokument in mehrere Dokumente aufsplitten, die Reihenfolge der Seiten verändern und die Seiten umzuformatieren (zum Beispiel Letter in DIN A4) oder zu skalieren.
Weitere Fähigkeiten
PDF Converter Elite 5 kann aber nicht nur PDF-Dateien öffnen. Ich habe problemlos ein TextMaker-Dokument (TextMaker ist Teil des Office-Paketes des deutschen Bürosoftware-Herstellers SoftMaker) öffnen können – das ist erstaunlich, denn bisher war es mir noch nie gelungen, eine solche Datei in einem Fremdprogramm anzuzeigen. Ob PDF Converter Elite 5 auf die Bibliotheken von SoftMaker zugreift, sodass das Office-Paket zwangsläufig auf dem PC installiert sein muss, kann ich allerdings nicht sagen.
Natürlich kann der PDF-Converter auch PDF-Dokumente erstellen, und zwar auch aus anderen Anwendungen heraus. Dazu wird beim Setup der Anwendung ein virtueller Druckertreiber installiert.
Preis
Als Einzelplatzlizenz kostet die Software knapp 100 US-Dollar, und dieser Preis gilt für den Download. Wer eine CD haben möchte, bezahlt 10 Dollar mehr. Es sind auch Mehrplatzlizenzen erhältlich, hierfür gibt es gestaffelte Rabatte. Man kann sowohl mit Kreditkarte als auch per PayPal bezahlen. Die Lizenz gilt lebenslang, und wer die Vorversion besitzt, kann für den halben Preis ein Upgrade erwerben.
Fazit
PDF Converter Elite 5 erzielt sehr gute Konvertierungsergebnisse. Das Umwandeln von PDF-Dateien in Microsoft-Office-Formate konnte ich leider nicht testen, da ich diese Bürosoftware nicht habe. Doch die Umwandlung in OpenOffice- bzw. LibreOffice-Dateien hat bei meinen Tests sehr gut funktioniert, sogar mit recht schwierigen Dokumenten, die aus einem Mischmasch von Text und Grafiken bestehen. Auch die Funktionen zum Manipulieren der Seiten, wie das Umsortieren, Skalieren oder Drehen finde ich sehr nützlich. Schwächen zeigt leider die Text-Bearbeitungsfunktion.
Linux: FileZilla-Eintrag aus der Anwendungsliste verschwunden
Ich benutze an meinem beruflichen PC die Linux-Distribution Antergos, die ein Arch-Derivat ist. Arch ist ein sogenanntes Rolling Release, was bedeutet, dass man Updates einspielen kann, sobald sie erschienen sind, und nicht erst alle halbe Jahre, wie bei vielen anderen Distributionen. Das hat den Vorteil, dass man stets auf dem aktuellen Stand der Dinge ist, aber auch den Nachteil, dass man durch die laufenden Aktualisierungen gelegentlich auch mal eine Version eines Anwendungsprogrammes erhalten kann, in dem Bugs sind.
Etwas Seltsames ist mir heute passiert, und ich kann gar nicht genau sagen, ob es überhaupt mit so einem Update in Zusammenhang steht. Ich wollte etwas per FTP auf den Server hochladen, aber der FileZilla war gar nicht mehr in meinen Favoriten eingetragen – und auch nicht in der Anwendungsliste unter Internet. Selbst eine Suche nach der Anwendung ergab keinen Treffer. In der Softwareverwaltung zeigte sich aber, dass das Programm nach wie vor installiert war, und ich fand es auch im Dateisystem unter /usr/bin. Nur war eben die Verknüpfung verschwunden. Mit einem Menüeditor wie Alacarte, der bei vielen Distributionen mitgeliefert wird und als Menu Editor oder Hauptmenü bezeichnet ist, kann man den fehlenden Eintrag wieder hinzufügen.




