Archiv der Kategorie: Büro

Datenorganisation mit TreeSheets

Um Daten zu veranschaulichen, organisieren und strukturieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bekannt sind Datenbanken und Tabellen. Einen neuen Weg beschreitet die Open-Source-Software TreeSheets für Windows, Linux und Mac OS X. Sie vereinigt in sich Merkmale von Tabellen, Mind-Maps, Notizen, PIMs, Text-Editoren und kleinen Datenbanken.

Texte und Bilder legt man in Zellen. Diese lassen sich frei verändern und auf verschiedene Weisen anordnen. So weit, so gut. Ich finde die Bedienung allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, bin beim Testen ziemlich schnell an meine Grenzen (oder die Grenzen des Programms?) gestoßen und kann deswegen leider hier wenig darüber schreiben. Zum Beispiel habe ich es nicht geschafft, Verbindungslinien zwischen Zellen zu ziehen, so wie es auf den Screenshots abgebildet ist.

Somit weiß ich nun auch nicht so richtig, warum ich eine Software benutzen soll, die vorgibt, alles Mögliche zu können, wenn es für Tabellenkalkulation, Zeitplanung, Textverarbeitung und so weiter doch spezialisierte Programme gibt, in die ich bereits eingearbeitet bin.

Schade irgendwie, denn ich war recht neugierig gewesen und hatte mir wohl eine Arbeitserleichterung erhofft. Vielleicht kommen andere Benutzer besser mit der Software klar.

treesheets.com

Kalenderchen

Wenn es um die reine Terminplanung, aber nicht um Kontaktverwaltung geht, findet man ein paar schlanke Programme. Eins davon ist Kalenderchen, das fürs Windows®-Betriebs­system erhältlich ist. Eine Android™-Version ist in Planung.

Mit Kalenderchen lassen sich einmalige und wiederkehrende Termine nach verschiedenen Kriterien erstellen. Zum Beispiel sind Konstrukte möglich wie: jeder dritte Freitag im Monat. Eine kleine Besonderheit gibt es bei der Eingabe von Geburtstagen: es wird gleich das entsprechende Tierkreiszeichen mit gespeichert – nun gut …

Ich muss allerdings sagen: wenn man zum Beispiel an die Thunderbird-Erweiterung Lightning gewöhnt ist, dann kommt einem Kalenderchen doch ein wenig mager vor. Natürlich muss man bedenken, dass letzteres von einem einzigen Entwickler programmiert wird und nicht von einer Open-Source-Gemeinde.

Wenig intuitiv finde ich, dass man zum Beispiel bei der Termineingabe keine Felder zur Angabe der Start- und Endzeit vorfindet, sondern die Startzeit vor die Terminbezeichnung eintippen muss. In der heutigen Zeit sollte eine Anwendung es dem Benutzer doch einfacher machen.

Ferner kann man sich, soweit ich es erkennen kann, nur an demjenigen Tag an einen Termin erinnern lassen, an dem ebendieser stattfindet. Was macht denn das für einen Sinn? An den Geburtstag eines Freundes oder einer Freundin lasse ich mich doch schon mal ganz gerne eine Woche vorher erinnern, nicht fünfzehn Minuten vorher. Schließlich will man ja rechtzeitig ein Geschenk besorgen können. Individuelle Erinnerungszeiten pro Termin sind auch nicht einstellbar.

Kurz gesagt: ich halte die Software nur für geeignet, wenn es um eher einfache Erinnerungen und Terminplanungen im privaten Bereich geht.

www.kalenderchen.de
Um die Software benutzen zu können, muss man sich nicht registrieren und braucht keine Lizenznummer einzugeben, aber der Entwickler bittet um eine Spende, für die man sich auch eine Quittung geben lassen kann.

Alternative: Day Organizer
Bisher nur kurz angetestet – macht einen super Eindruck!

Total Organizer

Ich bin neulich auf einen PIM namens Total Organizer gestoßen. Er ist für das Windows®-Betriebssystem und läuft laut Hersteller unter XP, 2003, 2000 und NT.

Gleich vorweg gesagt: die Software wird offensichtlich seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt, sieht etwas altbacken aus, und wer zum Beispiel Microsoft Outlook® oder Mozilla Thunderbird mit der Kalender-Erweiterung Lightning benutzt, braucht so etwas eh nicht.

Für die wenigen Anderen könnte es interessant sein, wenn sie am PC ihre Kontakte verwalten und an Termine oder zu erledigende Aufgaben erinnert werden wollen. Die System-Anforderungen sind äußerst gering.

Moderne Funktionen wie etwa die Anbindung an einen Google-Kalender bietet das Programm nicht. Ansonsten entspricht der Funktionsumfang dem, was man sich im Allgemeinen von einem Organizer für den Einzelplatz erwartet. Was allerdings nicht möglich ist: Termine festzulegen, die sich nicht auf ein bestimmtes Datum oder einen festen Abstand festlegen lassen – also etwa nach dem Schema: jeder dritte Freitag im Monat.

Das Programm ist Freeware, aber leider nur in englischer Sprache erhältlich. www.konradp.com/products/

Alternative: Mozilla Sunbird (Entwicklung 2010 eingestellt)

CRM-Software taurec_cm

Ich hatte früher schon mal die Customer-Relationship-Software taurec_cm angetestet, die für das Windows®-Betriebssystem erhältlich ist, bin aber damals nicht richtig warm damit geworden. Heute habe ich mir die aktuelle Testversion (6.1.6.0) herunter geladen, weil ich dachte, dass eine neue Major-Version vielleicht auch eine kräftige Überarbeitung der Benutzeroberfläche verpasst bekommen hätte. Nun, große Unterschiede gegenüber der 5er-Version sind mir nicht aufgefallen, aber es sieht alles ein wenig frischer und moderner aus. Und diesmal kann ich mich tatsächlich mit dem Programm anfreunden.

Man kann wirklich sagen, dass es sich bei taurec_cm um eine professionelle und leistungsfähige CRM-Software handelt. Man kann damit seine Kunden verwalten, Marketing­kampagnen planen und projektbezogene Arbeitszeiten erfassen. Die Eingabe­möglich­keiten lassen keine Wünsche offen. Im Vergleich zu vTiger CRM ist taurec_cm wesentlich intuitiver zu bedienen. Eine Firebird-Datenbank ist eingebettet, welche ohne Konfiguration gleich beim ersten Programmstart zur Verfügung steht. Mit dem integrierten E-Mail-Client lässt sich sowohl mit einzelnen Kunden individuell kommunizieren als auch eine Mailing­aktion durchführen.

Ich möchte das Programm hier nicht detailliert vorstellen, weil so eine Software extrem umfangreich ist und eine gewisse Einarbeitungs­zeit erfordert, die mir momentan fehlt. Interessierte können sich aber eine 30-Tage-Testversion von dem deutschen Hersteller RagTime.de Sales GmbH herunterladen. Entschließt man sich zum Kauf, kommt man mit 249,00 € Brutto für eine Einzelplatzlizenz ganz preisgünstig weg. Selbstverständlich gibt es auch gestaffelte Mehrplatz-Lizenzen. Erweiterungs-Module muss man laut Angaben des Herstellers nicht hinzukaufen, da alles Benötigte schon enthalten ist. Das Produkt richtet sich vorwiegend an kleine und mittelständische Unternehmen.

taurec_cm 6

Schriftverwaltung mit Typograf

Bei der Gestaltung zum Beispiel von Plakaten ist es sehr wichtig, eine zur Thematik und zum Bildmaterial passende Schrift einzusetzen. Ein typografisch interessierter Gestalter hat sicherlich wesentlich mehr Schriften auf dem Computer als ein normaler Benutzer, und da kann es zeitaufwändig sein, sich durchzuwühlen.

Gut, wenn man eine Software zur Schriftverwaltung hat. Solche Programme gibt es allerdings nicht gerade wie Sand am Meer, und außerdem sind sie oftmals eher mäßig brauchbar. Unter den Programmen für das Windows®-Betriebssystem finde ich »Typograf« besonders herausragend. Es zeigt die installierten Fonts an und es lassen sich neue Fonts aus Ordnern oder von CD-ROMs installieren.

Doch der große Vorteil ist die einfache Möglichkeit, die Schriften in Schriftgruppen einzuteilen. Denkbar wäre eine Einteilung nach Einsatz bei Kunden. Ich persönlich sortiere gern nach Schriftkategorien, wie Serifenschriften, serifenlose Schriften, Schreib- und Pinselschriften etc. Diese Oberkategorien lassen sich auch noch weiter untergliedern. Die Hilfe-Datei klärt darüber hinaus über Schriftstilgruppen auf.

Der Preis von EUR 29,– für eine Einzellizenz ist äußerst moderat. Für Besitzer einer älteren Version, die also von einer 4.x-Version auf die gerade aktuelle 5.1.2 aktualisieren wollen, liegt der Preis sogar bei nur EUR 14,95. Typograf läuft unter Windows 7, Vista, XP, 2000 und Windows Server (32 Bit/64 Bit).

http://www.neuber.com/typograf/index.html

Jeden Monat ein kostenlose Schrift

Das deutsche Softwarehaus SoftMaker bietet jeden Monat eine kostenlose Schrift an. Manchmal ist es eine ganze Schriftfamilie, wie zum Beispiel diesen Monat. »Schriftfamilie« bedeutet, dass eine Schrift in verschiedenen Schnitten vorliegt, also zum Beispiel normal, fett, kursiv, eng, weit etc.

Momentan gibt es die Familie Veracruz Serial als Download. Es ist eine elegant aussehende Venezianische Renaissance-Antiqua. Ausgedruckt, zum Beispiel in 10 Punkt, bietet sie eine sehr gute Lesbarkeit. Auch riesengroß, zum Beispiel für Plakate, kann ich sie mir – je nach Thematik – gut vorstellen.

Unter folgender Adresse ist sie für begrenzte Zeit kostenfrei erhältlich: www.freefont.de. Sie darf für den eigenen Gebrauch heruntergeladen, aber selbstverständlich nicht als Font weiterverteilt werden.

Handschriften-Paket kurzzeitig kostenlos bei SoftMaker

Heute, am 30. Mai 2012, entdeckt: Das deutsche Unternehmen SoftMaker bietet sein Paket mit 20 eleganten Handschriften kurzzeitig kostenlos zum Download an.

Wie lange das Angebot gilt, wird leider nicht verraten. Also schlägt man am besten umgehend zu, auch wenn man momentan noch keinen konkreten Einsatzzweck im Kopf hat – aber was man hat, hat man. Die Schriften sind installierbar unter Windows®, Linux und Apple Macintosh®.

Evernote: Ihr virtuelles Gedächtnis

Ein Freund fragte mich einst, ob ich ein Programm kenne, das Dokumente unterschiedlichster Art sammeln und wiederauffindbar machen kann. Also Fotos, Texte, Tabellen und was man so hat. Das war vor Jahren, und die Lösungen, die ich fand, waren alle nicht so rundum zufriedenstellend. Aber jetzt bin ich auf etwas Interessantes gestoßen, es nennt sich Evernote.

Das Programm lässt sich auf verschiedenen Desktop- und Mobil-Betriebssystemen installieren. Man erstellt außerdem ein kostenloses Benutzerkonto und hat dann ein monatliches Kontingent auf dem Evernote-Server von 60 MiB. Das ist nicht viel, reicht aber für für Office-Dokumente, Notizen und ein paar Bilder oder Skizzen, die man vielleicht unterwegs braucht.

Und hierin sehe ich auch den größten Vorteil: Die Dateien werden auf allen Geräten, mit denen man eine Verbindung aufbaut, synchronisiert. Wenn man also geschäftlich unterwegs ist, hat man seine Präsentationen oder Schriftstücke auf allen Geräten verfügbar, vom Notebook bis zum Mobiltelefon. Man kann Interessantes unterwegs eingeben, sagen wir mal Gesprächsnotizen oder Ideen, und hat sie später im Büro direkt auf dem PC griffbereit.

In dem Programm lässt sich alles verschlagworten und es gibt eine Suchfunktion mit Filtermöglichkeiten. So findet man Dinge schnell wieder. Für die aktuellen Browser gibt es ein Add-on, das es erlaubt, Links zu Webseiten direkt in Evernote zu speichern.

Und wenn der Online-Speicherplatz irgendwann zu knapp wird, kann man vom kostenlosen Konto zu einem kostenpflichtigen umsteigen.

Insgesamt eine runde Sache – wenn man so etwas braucht. Natürlich muss man zusehen, dass man nichts Unnützes sammelt, dann würde aus dem Nutzen sicherlich schnell ein Nachteil in Form von Chaos werden.

PDF in Word konvertieren

Manchmal möchte man eine PDF-Datei in ein Word-Dokument konvertieren.

Beispielfall: Man hat eine Kundeninformation in einem Textverarbeitungs-Programm erstellt, in PDF umgewandelt und als E-Mail-Anhang an Kunden geschickt. Später will man die PDF-Datei in geänderter Form an andere Kunden schicken, aber man hat leider inzwischen die originale Word-/Writer-/TextMaker-Datei gelöscht. Copy-and-paste wäre eine Möglichkeit, ist aber bei aufwändigen Formatierungen und enthaltenen Bildern doch recht arbeitsintensiv.

Ich habe ein Programm ausprobiert, das breit gefächterte Arbeiten an PDF-Dateien, so auch die Umwandlung in DOC, verspricht. Es nennt sich PDFtypewriter. In der Demo-Version wurde darauf hingewiesen, dass nach Zufall einige Buchstaben bei der Konvertierung in ein X umgewandelt werden würden. Das ist ja durchaus akzeptabel, wenn man erst mal nur die Programmfunktionen testen will.

Leider schlug die Umwandlung in DOC aufgrund eines Programmierfehlers völlig fehl und die Umwandlung in RTF brachte nur inhaltslose Blätter zutage. Auch einige andere Programme, die ich ausprobiert habe, brachten nur Müll zustande.

Ein Konverter, der wirklich gute Ergebnisse hinbekommt, ist Franzis PDF goes Word. Beim Franzis-Verlag ist es nicht mehr zu bekommen, aber man findet es noch in verschiedenen Online-Shops oder auch schon mal im Wühltüsch von Unterhaltungselektronik-Märkten für ungefähr zehn Euro.

Calibri und andere Schriften legal installieren

Die serifenlose Standardschrift unter Windows® seit Vista ist die Calibri, und sie ist auch enthalten in aktuellen Microsoft®-Office-Programmen. Wer noch XP benutzt und MS Office nicht installiert hat, dem fehlt diese beliebte Schrift.

Wenn man sie dennoch legal verwenden möchte, kann man sich den kostenfreien PowerPoint Viewer herunter laden und installieren. Damit hat man dann auch Calibri und ein paar andere Schriften im Fonts-Ordner.

Diese Schriften darf man gemäß den Lizenzbedingungen auf eben diesem Computer (mit legal erworbenem Windows-Betriebssystem) verwenden, um Schriftstücke zu erstellen oder auszudrucken. Natürlich darf man die Schriften selbst nicht weiter verteilen.

Quelle: Prometeo