Silbentrennung auf Webseiten

Silbentrennung im Textverarbeitungsprogramm geht automatisch und ist auch von Hand steuerbar, wenn die Automatik mal Fehler macht.

Silbentrennung auf Webseiten ist eine andere Sache. In CSS 2 war es nicht vorgesehen. Natürlich konnte man von Hand einen harten Trennstrich setzen an den Stellen, wo man es als erforderlich erfand. Das passte dann mit den Einstellungen des Webdesigners. Aber wenn der Seitenbesucher einen anderen Browser benutzte, vielleicht auch noch unter einem anderen Betriebssystem und im schlimmsten Fall mit individuell eingestellter Schriftgröße, dann waren die Trennstriche oft nicht am Ende einer Zeile, sondern irgendwo mittendrin. Sehr hässlich.

Man konnte sich in HTML mit einem soft hyphen (­) behelfen und sogar ein Online-Tool zu Hilfe nehmen: hypho-o. Schön und gut für einen Webdesigner, aber unzumutbar für einen Kunden, der jedesmal seinen geänderten Text durch dieses Werkzeug jagen und dann per copy-and-paste in den Text-Editor einfügen müsste.

Mit CSS 3 leuchtet ein Hoffnungsschimmer am Horizont auf: es ermöglicht Silbentrennung oder hyphenation, wie es im Englischen heißt. Die Browserunterstützung ist allerdings noch nicht sehr gut, und ohne Browser-Präfixe kommt man momentan noch nicht aus. Und so lautet der Code:

p {
-moz-hyphens: auto;
-o-hyphens: auto;
-webkit-hyphens: auto;
-ms-hyphens: auto;
hyphens: auto;
}

Ich habe es in verschiedenen Browsern unter Windows und Linux getestet. Unter Linux habe ich keinen Browser gefunden, unter dem es funktioniert hat. Unter Windows klappt es besser:

Firefox 10.0.2: ja
Seamonkey 2.7: ja
Safari 5.1.2: ja

Chrome 16.0.912.63: nein
Opera 11.61: nein
Internet Explorer 8 und 9: wahrscheinlich nicht; ist mir momentan aber auch ziemlich egal.

Reduzierte Computerbücher versandkostenfrei

Terrashop ballert momentan seine Lager-Überbestände raus. Das Versandhaus führt hauptsächlich preisreduzierte Restauflagen, Remittenden und Mängel­exem­plare. Wobei die Mängelexemplare nach meinen Erfahrungen gar keine gravierenden Mängel aufweisen. Nie haben Seiten gefehlt oder so was.

Jedenfalls kann man bis zum 27. Februar 2012 ohne Mindestbestellwert zum Beispiel Computerbücher versandkostenfrei bestellen. Ich habe bei Terrashop schon oft gut abgestaubt: Bücher zu den Themen Programmierung, Daten­banken, Webdesign, Marketing oder Fotografie.

Evernote: Ihr virtuelles Gedächtnis

Ein Freund fragte mich einst, ob ich ein Programm kenne, das Dokumente unterschiedlichster Art sammeln und wiederauffindbar machen kann. Also Fotos, Texte, Tabellen und was man so hat. Das war vor Jahren, und die Lösungen, die ich fand, waren alle nicht so rundum zufriedenstellend. Aber jetzt bin ich auf etwas Interessantes gestoßen, es nennt sich Evernote.

Das Programm lässt sich auf verschiedenen Desktop- und Mobil-Betriebssystemen installieren. Man erstellt außerdem ein kostenloses Benutzerkonto und hat dann ein monatliches Kontingent auf dem Evernote-Server von 60 MiB. Das ist nicht viel, reicht aber für für Office-Dokumente, Notizen und ein paar Bilder oder Skizzen, die man vielleicht unterwegs braucht.

Und hierin sehe ich auch den größten Vorteil: Die Dateien werden auf allen Geräten, mit denen man eine Verbindung aufbaut, synchronisiert. Wenn man also geschäftlich unterwegs ist, hat man seine Präsentationen oder Schriftstücke auf allen Geräten verfügbar, vom Notebook bis zum Mobiltelefon. Man kann Interessantes unterwegs eingeben, sagen wir mal Gesprächsnotizen oder Ideen, und hat sie später im Büro direkt auf dem PC griffbereit.

In dem Programm lässt sich alles verschlagworten und es gibt eine Suchfunktion mit Filtermöglichkeiten. So findet man Dinge schnell wieder. Für die aktuellen Browser gibt es ein Add-on, das es erlaubt, Links zu Webseiten direkt in Evernote zu speichern.

Und wenn der Online-Speicherplatz irgendwann zu knapp wird, kann man vom kostenlosen Konto zu einem kostenpflichtigen umsteigen.

Insgesamt eine runde Sache – wenn man so etwas braucht. Natürlich muss man zusehen, dass man nichts Unnützes sammelt, dann würde aus dem Nutzen sicherlich schnell ein Nachteil in Form von Chaos werden.

Schriftkontrast auf Webseiten

Die Schrift auf einer Webseite sollte gut lesbar sein – das ist eigentlich klar. Aber was macht eine Schrift gut lesbar?

Zunächst einmal die Schriftkategorie: serifenlos oder mit Serifen (Schmuckschriften etc. wollen wir hier mal außen vor lassen)? Serifen sind die kleinen »Füßchen« unten an den Längsbalken oder die Ausläufer an den Querbalken eines Buchstabens. In gedruckten Publikationen erleichtern sie den Lesefluss, weil sie das Auge von einem Buchstaben zum andern überleiten. Auf Bildschirmen dagegen verschwimmt eine Schrift in kleiner Schriftgröße oft, wodurch sich Serifenschriften für Mengentexte auf Webseiten eher nicht so gut eigen. Natürlich hängt es immer auch von der Schriftgestaltung ab.

Wichtig ist auch die Zeilenlänge: bei zu langen Zeilen findet das Auge schwer die richtige nächste Zeile, bei zu kurzen Zeilenlängen muss das Auge zu oft in die nächste Zeile springen, was ebenso den Lesefluss stört.

Noch wichtiger finde ich die Schriftgröße. Man darf nicht vergessen, dass nicht alle Menschen, die eine Webseite lesen wollen, über eine hundertprozentige Sehkraft verfügen. Natürlich kann man im Browser die Schriftgröße anpassen: entweder, indem man eine Mindestgröße in den Einstellungen angibt, die einem angenehm ist, oder indem man bei Webseiten mit allzu kleiner Schrift die Anzeige vergrößert. Bei vielen Browsern geht das durch Drücken von STRG und +. Nicht jeder Benutzer weiß das, und deswegen brechen vielleicht manche den Webseitenbesuch bei unlesbar kleiner Schrift schnell wieder ab.

Und jetzt endlich kommen wir zu dem Punkt, der in der Überschrift schon erwähnt wird: zum Schriftkontrast. Die Leserlichkeit steht und fällt mit dem Kontrast. Schrift auf gemustertem Hintergrund ist ein absolutes Tabu, es sei denn, das Muster wäre extrem dezent in der Farbgebung und Struktur, also quasi kaum sichtbar. Komplementärkontrast ist ebenso schlecht (Komplementärfarben stehen sich im Farbkreis genau gegenüber). Zum Beispiel würde blaue Schrift auf orangenem oder auch auf rotem Grund bei gleicher oder nur wenig unterschiedlicher Farbhelligkeit zum Flimmern führen, das den Augen sehr unangenehm ist.

Also setzt man eine dunkle Schrift auf einen hellen Untergrund. Reines Schwarz auf reinem Weiß ist auf Monitoren – im Gegensatz zu Printmedien – ein zu extremer Kontrast. Da wählt man besser ein sehr dunkles Grau/Anthrazit oder ein cremiges Weiß. Wenn es nicht so unbunt sein soll: trotzdem dunkle Farbe auf hellem Grund oder umgekehrt, also zum Beispiel ein Dunkelbraun auf vanillefarbenem Grund.

Was gar nicht geht, ist etwa mittelgrau auf hellgrau. Wenn dann auch noch die Schrift sehr klein ist, sagen wir 8pt/11px/0.7em, macht das Lesen einfach keinen Spaß mehr. Wie auf dem Beispiel unten.

schriftkontrast.png

Social Media Cheat Sheet

The Small Business Social Media Cheat Sheet auf Flowtown.com bietet einen Überblick über die gängigen sogenannten Sozialen Medien, leider nur in englischer Sprache.

Verglichen werden Twitter, Facebook, YouTube, Google+, Tumblr und Digg. Zu jedem dieser Dienste gibt es eine kurze Erklärung und eine Auflistung der Vor- und Nachteile. Interessant für Neulinge ist die jeweilige Kurzanleitung, wie man den Dienst nutzen kann, und eine Erklärung des dort eingesetzten Fachjargons.

Alles ist sehr übersichtlich und schnell erfassbar gestaltet. Unten gibt es noch Angaben über Nutzerzahlen der verschiedenen Dienste.
Der Platzhirsch ist, wenig verwunderlich, Facebook, danach kommt mit einigem Abstand YouTube und erst auf dem dritten Platz Twitter.

Mir gefällt der auch in 2012 noch stark angesagte Retro-Look mit bunten Farben und in diesem Fall an Jute erinnernde Strukturen bei den
Überschriften-Banderolen. Besonders lustig finde ich, dass man sich beim Herunterrollen quasi in die Erde eingräbt. Wenn man die Seite
betritt, sieht man Himmel und eine Wiese, und nach unten geht es tief durch die Erde hindurch, bis man auf Gestein stößt – den Footer.

The Small Business Social Media Cheat Sheet
Flowtown – Social Media Marketing Application

Suchmaschine Duck Duck Go

Und wieder mal habe ich eine Suchmaschine gefunden (zufällig), die ich vorher noch nicht kannte: Duck Duck Go. Das ist ein lustiger Name, und das Logo/Maskottchen ist eine Comic-Ente.

Duck Duck Go beschreibt sich selbst als – ich übersetze es mal ins Deutsche – »eine Suchmaschine mit Hauptsitz in Valley Forge, Pennsylvania, die Information aus interaktiv wertgeschöpften Websites (wie Wikipedia) benutzt, mit dem Ziel, traditionelle Ergebnisse zu erweitern und die Relevanz zu verbessern.«

Nach Aussagen des Gründers Gabriel Weinberg wird Wert gelegt auf eine hohe Qualität der Suchergebnisse. Websites mit allzu viel Werbung werden möglichst ausgefiltert, ebenso Websites, die massenhaft Inhalte meist schlechter Qualität erstellen, nur um im Suchindex von Google weit nach oben zu kommen. Ferner werden aus Achtung vor der Privatsphäre der Benutzer keine IP-Adressen gespeichert, keine Informationen über Nutzer erfasst und nur die nötigsten Cookies gesetzt (»We don‘t track or bubble you!«).

Sympathisches Konzept, finde ich.

Weitere Infos:
Wikipedia
Golem
Chip

Unix-Zeitstempel konvertieren

Es kann vorkommen, dass man einen Unix-Zeitstempel benötigt, zum Beispiel um Datenbankeinträge auf ein bestimmtes Datum zu setzen. Oder man muss umgekehrt aus einem Unix-Zeitstempel ein lesbares Datum machen.

Die Unixzeit ist eine ziemlich lange Ziffernfolge, die nicht wie eine gewohnte Datumsangabe ein Datum erkennen lässt, denn seit Unix Version 6 zählt die Unixzeit die vergangenen Sekunden seit dem 1. Januar 1970 00:00 Uhr UTC, wobei Schaltsekunden nicht mitgezählt werden (Wikipedia). Computer kommen damit, im Gegensatz zu Menschen, natürlich wunderbar klar.

Was also tun, wenn man ein Datum in die Unixzeit umwandeln muss oder umgekehrt? Nun, ich habe einen Online-Konverter gefunden, mit dem das schnell und einfach geht: www.gaijin.at/olsutc.php. Sicherlich gibt es noch mehr solcher Konvertierer, aber dieser gefiel mir auf Anhieb. Außerdem wird er mit erweiterten Funktionen zum Download angeboten – allerdings nur für das Windows®-Betriebssystem.

Billig ist kein Kundennutzen

Will man als Kunde wirklich immer nur billig einkaufen? Oder legt man doch vielleicht Wert auf Qualität, Chic und lange Haltbarkeit? Was nützt einem billiger Schund, der schlecht aussieht, schlecht verarbeitet ist und schnell kaputt geht? Oder was hat man von einer Dienst- oder handwerklichen Leistung, die zwar billig ist, aber halbherzig und vielleicht minderwertig durchgeführt wird?

Die Werbung suggeriert zwar den Konsumenten, dass alles immer irgendwie noch billiger zu bekommen ist, als es eigentlich kosten dürfte. Aber wie soll das möglich sein? Wie kann ein Händler oder Dienstleister etwas zu einem Preis anbieten, der unter Wert liegt? Eigentlich doch gar nicht. Schließlich kalkuliert jeder Kaufmann oder jede Kauffrau die Verkaufspreise so, dass Gewinne erzielt werden. Denn keinen Gewinn zu erzielen, bedeutete den wirtschaftlichen Ruin.

Daraus folgt, dass marktunüblich niedrige Preise entweder zu Lasten der Qualität gehen oder Arbeiterinnen und Arbeiter in Billiglohnländern ausgebeutet werden. Und Fälle wie der, dass Läger für neue Ware oder aufgrund von Renovierungsarbeiten schnell geräumt werden müssen, sind eher selten.

Werbeaussagen wie Zwanzig Prozent auf alles oder Wir schenken Ihnen die Mehrwertsteuer können nur Augenwischerei sein oder einen Hang zum wirtschaftlichen Selbstmord andeuten.

Einen sehr interessanten Artikel zum Thema Preisnachlässe gibt es auf ChannelPartner.

PDF in Word konvertieren

Manchmal möchte man eine PDF-Datei in ein Word-Dokument konvertieren.

Beispielfall: Man hat eine Kundeninformation in einem Textverarbeitungs-Programm erstellt, in PDF umgewandelt und als E-Mail-Anhang an Kunden geschickt. Später will man die PDF-Datei in geänderter Form an andere Kunden schicken, aber man hat leider inzwischen die originale Word-/Writer-/TextMaker-Datei gelöscht. Copy-and-paste wäre eine Möglichkeit, ist aber bei aufwändigen Formatierungen und enthaltenen Bildern doch recht arbeitsintensiv.

Ich habe ein Programm ausprobiert, das breit gefächterte Arbeiten an PDF-Dateien, so auch die Umwandlung in DOC, verspricht. Es nennt sich PDFtypewriter. In der Demo-Version wurde darauf hingewiesen, dass nach Zufall einige Buchstaben bei der Konvertierung in ein X umgewandelt werden würden. Das ist ja durchaus akzeptabel, wenn man erst mal nur die Programmfunktionen testen will.

Leider schlug die Umwandlung in DOC aufgrund eines Programmierfehlers völlig fehl und die Umwandlung in RTF brachte nur inhaltslose Blätter zutage. Auch einige andere Programme, die ich ausprobiert habe, brachten nur Müll zustande.

Ein Konverter, der wirklich gute Ergebnisse hinbekommt, ist Franzis PDF goes Word. Beim Franzis-Verlag ist es nicht mehr zu bekommen, aber man findet es noch in verschiedenen Online-Shops oder auch schon mal im Wühltüsch von Unterhaltungselektronik-Märkten für ungefähr zehn Euro.

Lightning für Thunderbird 9.0.1

Als heute mein Thunderbird (ein kostenloser E-Mail-Client) auf die Version 9.0.1 aktualisiert wurde, lief das Add-on Lightning nicht mehr. Lightning ist ein Kalender, der sich nahtlos in Thunderbird integrieren lässt und über umfangreiche Funktionen verfügt.

Installiert war noch die Lightning-Version 1.0. Wenn man sie auf Version 1.1.1 aktualisiert, funktioniert der Kalender wieder. Die alte Version sollte vorher nicht deinstalliert werden.

Vor dem Update und bei Erfolg auch danach kann man ja eine Sicherung durchführen. Am einfachsten und sehr zuverlässig geht das mit MozBackup.