Trello: Kollaborations-Werkzeug

Seit einiger Zeit suche ich nach schlanken, sehr einfach zu bedienenden Kollaborations-Werkzeugen als Webanwendung. Gerade probiere ich Trello aus. Leider ist es nur in englischer Sprache verfügbar.

Zunächst einmal legt man ein Board an, also eine Art Schwarzes Brett für ein bestimmtes Projekt oder eine bestimmte Benutzergruppe. Dieses Brett kann man sich wie eine Pinnwand vorstellen.

An diese Pinnwand kann man Karten heften, auf die man zu erledigende Aufgaben schreibt. Der Fortschritt der Aufgaben lässt sich verfolgen anhand der drei Kategorien To do, Doing und Done. Auf jede Karte lässt sich ein Enddatum eintragen, sodass man den Überblick behält, bis wann eine Aufgabe erledigt sein soll. Während der Projektlaufzeit wird man die Kärtchen je nach Bearbeitungsstatus immer weiter nach rechts verschieben. Das gelingt sowohl über ein Kontextmenü als auch per Drag-and-drop.

Ich finde Trello sehr einfach zu bedienen, und man könnte mit dessen Hilfe auch Kunden das Fortschreiten eines Projektes mit all seinen Teilaufgaben veranschaulichen. Zugriff haben nur vorher eingeladene Benutzer. Derjenige, der ein Brett angelegt hat, kann einstellen, ob Mitglieder selbst wieder Benutzer einladen dürfen oder nicht.

Trello ähnelt auf den ersten Blick Glassboard, das ich in einem älteren Artikel vorgestellt habe (Inhalte teilen: ganz privat mit Glassboard). Die Aufgaben sind jedoch sehr unterschiedlich: Glassboard trägt die Züge eines Chats mit der Möglichkeit, Dateien auszutauschen; Trello ist hingegen ein Projektverwaltungs-Werkzeug.

Links:
Trello
Glassboard

Bliss Control: Einstellungen der Social-Networks finden

Manchmal möchte man Einstellungen in den Social-Networks wie Twitter oder Facebook ändern, vielleicht auch das Konto wieder auflösen, aber man sucht sich einen Wolf. Die Suche hat ein Ende! Denn ein Dienst namens Bliss Control listet die Links zu verschiedenen Einstellungen diverser Plattformen auf. Allerdings fehlen die im deutschsprachigen Raum verbreiteten Netzwerke wie StayFriends oder Mister Wong.

Link:
Bliss Control

EssentialPIM als Outlook-Alternative

Wer als Windows®-Benutzer Microsoft® Outlook®, aus welchen Gründen auch immer, nicht benutzen will, kann auf verschiedene ähnliche Software zurückgreifen. Eins dieser alternativen Programme ist EssentialPIM, das E-Mail-Client, Adressbuch, Kalender und Aufgabenliste in sich vereint.

Ich habe mir die Free-Version herunter geladen und teste sie gerade. Der erste Eindruck ist sehr gut. E-Mail-Konten lassen sich mühelos anlegen, und auch die sonstige Bedienung ist sehr intuitiv. Die kostenlose Version ist gegenüber der Kaufversion (ab $ 40,–) abgespeckt. Was man vielleicht am ehesten vermissen könnte, ist die fehlende Synchronisation mit Diensten und Programmen wie Google, iCloud, Outlook, CalDav, CardDav etc. oder die Möglichkeit, die Datenbank in Dropbox abzuspeichern. Eine Synchronisation mit Android und iOS hingegen geht.

Für Mac® OS X oder Linux ist EssentialPIM leider nicht erhältlich.

Wechsel meiner Bank

Ich habe mich entschlossen, meiner bisherigen Bank den Rücken zu kehren und zu einer zu wechseln, die zu meiner eigenen Unternehmens-Ethik und zu meinen persönlichen Einstellungen passt.

Nun bin ich frischer Kunde der GLS Bank, die mir in den letzten Monaten positiv in Presse- und TV-Berichten aufgefallen war. Und heute habe ich nun auch noch erfahren, dass sie am Wettbewerb des »Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2012« teilgenommen hatte und den begehrten Preis in der Kategorie »Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen« erhalten hat. Damit setzte sich zum ersten Mal eine Bank (!) in der Königskategorie durch.

Kennen Sie das: dass man hinterher ganz und gar zufrieden mit seiner Entscheidung ist, weil man überzeugt ist, das Richtige getan zu haben? Ein super Gefühl!

Links:
blog.gls.de/[…]/deutschlands-nachhaltigstes-unternehmen-2012-die-gls-bank/
www.nachhaltigkeitspreis.de/1149-0-GLS-Bank.html

twitterfeed versus dlvr.it

Eines der vielen Kriterien, um gut in Suchmaschinen-Ergebnissen dazustehen, ist eine beachtenswerte Präsenz in den sogenannten »Social Media«. Das Vorhandensein vieler Fans signalisiert den Suchmaschinen eine hohe Beliebtheit.

Doch die selbst geschriebenen Artikel immer von Hand auf Twitter, Facebook etc. hoch­zu­laden, wäre ein immenser Aufwand. Gut, dass jedes einigermaßen brauchbare Content-Management-System aus den News- oder Blogartikeln einen Feed generieren kann – und dieser wiederum lässt sich automatisiert weiter verteilen.

Ich benutze zu diesem Zweck sowohl twitterfeed als auch dlvr.it. Leider zickt twitterfeed gelegentlich rum und weigert sich aus unerfindlichen Gründen (API-Änderungen der Social-Media-Anbieter?) von Zeit zu Zeit, die Feeds auszuliefern. Deswegen habe ich seinerzeit dlvr.it ausprobiert, und es arbeitet, soweit ich sehen kann, sehr zuverlässig.

Nun läge es ja nahe, komplett umzusteigen. Aber twitterfeed ist gänzlich kostenlos, bei dlvr.it hingegen ist der kostenlose Account begrenzt auf fünf verschiedene Feeds und/oder drei verschiedene Social-Profiles. Damit komme ich nicht aus. Ein Upgrade auf die Pro-Version wäre eine Möglichkeit, die kostet knapp 10 US-Dollar pro Monat. Na, erst mal abwarten, wie sich beide Anbieter und ihre Dienste weiter entwickeln …

twitterfeed.com
dlvr.it

Cupcake Ipsum

Als Blindtext für Webseiten-Entwürfe wird ja gern das sogenannte Lorem ipsum, ein an Latein angelehntes Kauderwelsch, verwendet. Und Blindtext ist ein Platzhalter-Text, den man benutzt, wenn der echte Text noch nicht zur Verfügung steht. Um solche Texte mit einer bestimmten Anzahl von Zeichen und Abschnitten zu erzeugen, kann man Generatoren benutzen.

Und es erscheinen immer mal wieder neue Generatoren, von denen manche ziemlich verrückte Blindtexte ausspucken. Heute bin ich auf Cupcake Ipsum gestoßen, den »zucker-glasierten Lorem-Ipsum-Generator«.

Funktioniert gut! Jetzt stellt sich uns nur noch die Frage: Was sind Cupcakes? – Nun, es sind runde Törtchen mit einer Glasur oben drauf. Der Unterschied zu Muffins liegt wohl im Wesentlichen darin, dass Muffins eher kleine Brote sind, Cupcakes aber eben Törtchen. Kurz gesagt: der Teig ist anders, die Form ähnlich.

Cupcake Ipsum made by applicake.com – süüüüß!
http://cupcakeipsum.com/

Colophon in WordPress-Themes

In manchen WordPress-Themes, zum Beispiel im Standard-Theme Twenty Eleven, findet man die ID colophon in style.css bzw. in footer.php. Es geht offensichtlich um die Angaben im Fußbereich, aber ich hatte das Wort Colophon, oder in deutsch Kolophon, noch nie gehört und recherchierte im Netz und in Wörterbüchern.

Der Begriff stammt aus dem Verlagswesen. Schon im Mittelalter wurde die Druckermarke, also das Signet des Druckers, auf der letzten Buchseite eingedruckt – in der Frühzeit des Buchdrucks war der Drucker oft gleichzeitig der Verleger und auch Buchhändler. Später wurden die Druckermarken durch die Verlagssignete ersetzt. Der Kolophon kann entweder auf der Rückseite des Titelblattes oder ganz am Ende des Druckwerkes stehen. Er enthält heute üblicherweise Informationen über Inhalt, Verfasser, Ort, Zeit, Hersteller, Auftraggeber und Produktionsdetails. Oft sind die Angaben auch aufgeteilt, sodass zum Beispiel Angaben zum Druck vorne platziert sind und hinten Kurzlebensläufe der Autoren oder Dankesworte zu finden sind.

Insofern kann ein Kolophon auch auf einer Website auftauchen. Es ist zu unterscheiden vom Impressum, das Pflichtangaben über den Herausgeber der Website, Kontaktdaten und oft auch weitere gesetzlich vorgeschriebene Angaben enthalten muss. Bei manchen Geschäftsbetrieben oder Freiberufen muss zum Beispiel die zuständige Aufsichtsbehörde genannt werden.

Im Kolophon hingegen findet man manchmal Informationen zu (X)HTML und CSS, Angaben zur Benutzerfreundlichkeit, verschiedene Qualitätssiegel oder einen Hinweis auf das eingesetzte Content-Management-System. Sehr gut eignet sich für all dies der Fußbereich. Der Betreiber der Website oder die Autoren des Blogs stellen sich aber oft auf einer ganzen Seite vor, die etwa Über uns oder About us genannt wird.

WordPress liegt somit nach meinem Verständnis nur teilweise richtig damit, Colophon zu dem Fußbereich zu sagen. Andere Inhaltsverwaltungs-Systeme nennen es allgemeiner Footer.

Quellen:
http://blog.templaterie.de/about/
Duden-Wörterbuch
Langenscheidt-Wörterbuch
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolophon_(Schriftstück)
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Buchdrucks

Windows 8: Schöne neue Kachelwelt

Ab heute ist Windows™ 8 im Handel erhältlich. Saturn zum Beispiel bietet Windows 8 Pro im aktuellen Prospekt für 59 Euro an, auf der Website wird eine Upgrade-Version für 50 Euro offeriert.

Das ist preiswert, ja. Aber soll man auch umsteigen? Als PC-Benutzer wird man sich gehörig umstellen müssen, die Steuerung per Maus soll schwierig sein. Denn die Bedienung orientiert sich an der mobiler Geräte. Nähere Informationen kann man der Website von Die Welt entnehmen.

Zeiterfassung mit Toggl

Mit Toggle lassen sich die für Projekte aufgewendeten Arbeitszeiten erfassen, und zwar online mithilfe des Webbrowsers. Man kann Projekte und Kunden anlegen, sodass man einen ganz guten Überblick über den jeweiligen Aufwand behält. Der Dienst kostet 5 US-Dollar im Monat pro Mitarbeiter, es gibt aber auch eine abgespeckte Basis-Version, die zum Beispiel für einen Freiberufler oder ein Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern unter Umständen ausreicht.

Doch nur in der Pro-Version hat man Integrationsmöglichkeiten mit anderen Diensten, ein Abrechnungsmodul, Aufgabenlisten, unbegrenzt viele Mitarbeiter-Konten und die Möglichkeit, Kunden einen Zugang zum entsprechenden Projekt zu gewähren.

Toggl macht auf mich einen guten Eindruck, aber zur Projektverwaltung und Zeiterfassung benutze ich bereits seit ein paar Jahren ein Windows™-Programm, das bei mir täglich im Einsatz ist: XpertTimer Basic. Vorteil von Toggl wäre für mich allerdings, meine Arbeit für Kunden transparent halten zu können.

hellotxt ist tot

Seit 7. August 2012 ist der kostenlose Dienst hellotxt tot. Es war eine Art Verteiler, mit dem sich Feeds an verschiedene Social-Media- und Microblogging-Plattformen wie Twitter, Facebook, Friendfeed oder Tumblr senden ließen. Natürlich müssen wir nicht allzu traurig sein, denn es gibt ja noch twitterfeed oder dlvr.it.

Was ich nur auffällig und irgendwie auch erschreckend finde, ist, wie schnell die verschiedensten Dienste kommen und gehen. Nur wenige, ganz große, halten sich über viele Jahre. Kleine werden gelegentlich aufgekauft oder verschwinden eben ganz. An viele erinnert man sich nach kurzer Zeit gar nicht mehr …