Angriffe auf Joomla!-Systeme

Einer meiner Webhoster teilte vor wenigen Tagen per Newsletter mit, dass es in den letzten Monaten vermehrt zu Angriffen auf Joomla!-Systeme gekommen ist. Betroffen sind anscheinend vor allem Installationen, die vor Dezember 2012 gemacht wurden und den JCE (Joomla Content Editor) verwenden. Genaueres dazu ist unter folgenden Links nachzulesen:
www.joomla.de/[…]/171-sicherheitslücke-im-jce-editor.html
www.joomlacontenteditor.net/news/item/jce-231-released

Wie schon auf WordPress-Systeme kommt es nun auch vermehrt zu Brute-Force Angriffen auf die Joomla!-Administrator-Seite. Die sicherste Abwehr dürfte auch hier neben einem guten Passwort (sinnlose Zeichenkette aus mindestens zehn Zeichen, bestehend aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen) ein zusätzlicher Passwortschutz per .htaccess-/.htpasswd sein.

Angriffe auf WordPress-Blogs minimieren

Seit etwa Februar 2013 finden im diesmal extrem großen Stil Angriffe per Botnetz auf WordPress-Blogs statt. Darüber ist viel geschrieben worden, aber ein paar eigene Erkenntnisse möchte ich noch beisteuern.

IP-Adressen der Angreifer per .htaccess-Datei (im Falle eines Apache-HTTP-Servers) zu sperren hat keinen Sinn, es wurden schon über 90.000 verschiedene mit weltweiter Herkunft gezählt. Oft wird das Plugin »Limit Login Attempts« empfohlen. Diese Erweiterung verhindert Brute-Force-Attacken. Sie ist leicht zu konfigurieren und gehört für mich inzwischen als Muss zu jeder WordPress-Installation.

An vielen anderen Schwachstellen setzt »Better WP Security« an. Was mir besonders gut gefällt, ist eine Verschleierung des Login-Bereiches: über die gewohnten Dateinamen ist das Login nach entsprechender Einstellung nicht mehr erreichbar. Ferner kann man zum Beispiel die Anmelde-Möglichkeit auf bestimmte Tageszeiten begrenzen, das Tabellenpräfix ändern, die Benutzer-ID »1« (= standardmäßige ID des Administrator-Accounts) in eine andere Zahl umschreiben, die wichtigsten Dateien und Verzeichnisse per .htaccess-Einträge gegen Zugriff abriegeln und so weiter. Die Optionen sind wirklich beachtlich, aber man sollte auf jeden Fall vor irgendwelchen Änderungen ein Datenbank-Backup machen. Außerdem kann man sich im schlimmsten Fall selbst vom Blog aussperren. Man muss dann die .htaccess-Datei bearbeiten. Also bitte ein wenig Vorsicht walten lassen!

Es wird von den Angreifern übrigens nicht nur der Benutzername »admin« verwendet, wie man in manchen Blogartikeln lesen kann, sondern auch »Admin«, »administrator«, »Administrator«, »adminadmin« und womöglich noch weitere Variationen. Das Wichtigste ist also, keinen Benutzernamen zu verwenden, in welchem »admin« in irgendeiner Form vorkommt.

Um aber Angreifer gar nicht bis zum Anmeldebereich kommen zu lassen, habe ich mich entschieden, die Datei wp-login.php in Hauptverzeichnis des Blogs nur für meine eigene IP-Adresse freizugeben – genauer gesagt: für den IP-Bereich meines Internet-Service-Providers. Dazu sind nur ein paar Zeilen in die .htacess-Datei einzutragen:

# Adminbereich absichern
<Files wp-login.php>
Order Deny,Allow
Deny from all
Allow from xx.xxx.
</Files>

Anstelle von »xx.xxx.« trägt man natürlich die ersten zwei Bytes des IP-Bereiches seines Providers ein. Hier kann man seine IP-Adresse ermitteln:
www.torstenkelsch.de/deine-ip.php

Weitere Informationen:
t3n.de/news/massive-angriffswelle-[…]
www.heise.de/security/meldung/Botnet-attackiert-Wordpress-[…]
www.golem.de/news/security-angriff-gegen-admin-konten-[…]

Image Studio Pro zum Komprimieren von JPG-Fotos

Bei Terrashop.de gab es mal die Software Image Studio Pro des Herstellers Proxma für nur 3,99 Euro plus Versandkosten. Dort ist sie nicht mehr erhältlich, aber man kann sie gelegentlich auch bei Amazon.de für einen kleinen Preis finden. Das Programm läuft auf Windows ab Version XP. Hat man es installiert, nennt es sich allerdings, entgegen dem Aufdruck auf der Verpackung, Image Compressor 6.

Und dieser Name beschreibt eher die Stärke des Programms, nämlich Bilder fürs Web zu komprimieren, um Ladezeiten möglichst gering zu halten. Man muss allerdings die höchste Kompressionsstufe einstellen, um nennenswerte Verkleinerungen der Dateigröße zu erreichen. Bei normaler Kompression kann es passieren, dass die Datei gleich groß wie vorher bleibt oder sogar größer wird. Die Qualität des Bildes ist bei der höchsten Kompressionsstufe fürs Web immer noch erstaunlich gut. Andere Grafikprogramme würden zum Beispiel bei einer Verkleinerung der Dateigröße um 80 % schon deutliche Artefakte erkennen lassen. Leider lassen sich mit Image Studio Pro aber nur JPG-Dateien komprimieren, keine PNG-Dateien, die im Web auch sehr verbreitet sind.

Image Studio Pro bietet auch Retuschefunktionen an. Diese sind, wenn man gutwillig ist, gerade mal so «Na ja«. Der Automatische Weißabgleich korrigierte in meinem Testbild nicht den starken grünen Farbstich, sondern hellte die zu dunklen Bildbereiche auf. Die Automatische Tonwertanpassung machte eigentlich gar nichts, und die Automatische Histo­gramm­abglei­chung (eigentlich ist das die Tonwertanpassung) hellte das Bild insgesamt zu stark auf, also auch die sowieso schon recht hellen Bereiche. Einen Weißpunkt scheint das Programm also gar nicht gesetzt zu haben. Einstellungsmöglichkeiten von Hand hat man gar nicht, etwa wie in Photoshop. Der Rundumschlag Bild verbessern bringt bei manchen Fotos gute Ergebnisse, bei anderen schlechte.

Kurz gesagt: Zur Retuschierung von Fotos würde ich eine andere Software benutzen, aber wenn es darum geht, JPG-Fotos fürs Web zu komprimieren, spielt Image Studio Pro seine Stärke aus, doch nur, wie gesagt, wenn man auch die höchstmögliche Kompressionsstufe einstellt.

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Testbild (Ausschnitt) im Original – 74,8 KB

testbild-isp-irfanview.jpg
Testbild (Ausschnitt), komprimiert mit IrfanView bei 95-prozentiger Kompression – 68,2 KB

testbild-isp-imagestudiopro.jpg
Testbild (Ausschnitt), komprimiert mit Image Compressor 6 Pro Edition bei höchster Kompressionsstufe – 58,1 KB

Peer-to-Peer-Framework für dezentrale soziale Netzwerke

Wie bei Telepolis aus dem Heise-Verlag zu lesen ist, entwickelt ein hauptsächlich an der Universität Paderborn ansässiges Team ein Peer-to-Peer-Framework für dezentrale soziale Netzwerke.

Ziel ist es, eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung zu stellen, die es jedem ermöglicht, eine Art selbst gehostetes Facebook zu betreiben. Der Unterschied zum echten Facebook ist, dass die Daten nicht unkontrollierbar zentral irgendwo in den USA gespeichert werden, sondern eben auf dem selbst angemieteten Webspace zum Beispiel hier in Deutschland.

Mich wundert ein wenig, dass Telepolis das als so großartige Neuigkeit darstellt. So etwas gibt es doch schon längst, und es nennt sich Diaspora* (genau, mit Pusteblumen-Sternchen hinten am Namen dran). Dies kann jeder von GitHub herunterladen und auf dem eigenen Server installieren. Nur leider und unverständlicher Weise wird es bei weitem nicht so gut angenommen wie der Datenkrake Facebook. Insofern wird wohl auch das neue dezentrale Netzwerk nicht gerade boomen, zumindest nicht ohne gewaltige Marketingstrategie und besondere Funktionen, welche Facebook nicht bietet.

Trotzdem darf man gespannt sein; nur leider gibt es momentan noch keinen Download. Eine Beta-Version soll aber bald öffentlich verfügbar sein.

CRM-Software taurec_cm

Ich hatte früher schon mal die Customer-Relationship-Software taurec_cm angetestet, die für das Windows®-Betriebssystem erhältlich ist, bin aber damals nicht richtig warm damit geworden. Heute habe ich mir die aktuelle Testversion (6.1.6.0) herunter geladen, weil ich dachte, dass eine neue Major-Version vielleicht auch eine kräftige Überarbeitung der Benutzeroberfläche verpasst bekommen hätte. Nun, große Unterschiede gegenüber der 5er-Version sind mir nicht aufgefallen, aber es sieht alles ein wenig frischer und moderner aus. Und diesmal kann ich mich tatsächlich mit dem Programm anfreunden.

Man kann wirklich sagen, dass es sich bei taurec_cm um eine professionelle und leistungsfähige CRM-Software handelt. Man kann damit seine Kunden verwalten, Marketing­kampagnen planen und projektbezogene Arbeitszeiten erfassen. Die Eingabe­möglich­keiten lassen keine Wünsche offen. Im Vergleich zu vTiger CRM ist taurec_cm wesentlich intuitiver zu bedienen. Eine Firebird-Datenbank ist eingebettet, welche ohne Konfiguration gleich beim ersten Programmstart zur Verfügung steht. Mit dem integrierten E-Mail-Client lässt sich sowohl mit einzelnen Kunden individuell kommunizieren als auch eine Mailing­aktion durchführen.

Ich möchte das Programm hier nicht detailliert vorstellen, weil so eine Software extrem umfangreich ist und eine gewisse Einarbeitungs­zeit erfordert, die mir momentan fehlt. Interessierte können sich aber eine 30-Tage-Testversion von dem deutschen Hersteller RagTime.de Sales GmbH herunterladen. Entschließt man sich zum Kauf, kommt man mit 249,00 € Brutto für eine Einzelplatzlizenz ganz preisgünstig weg. Selbstverständlich gibt es auch gestaffelte Mehrplatz-Lizenzen. Erweiterungs-Module muss man laut Angaben des Herstellers nicht hinzukaufen, da alles Benötigte schon enthalten ist. Das Produkt richtet sich vorwiegend an kleine und mittelständische Unternehmen.

taurec_cm 6

Kategorien geändert

Ich habe an einigen Stellen die Kategorien dieses Blogs ein wenig geändert. Die Kategorie Software erschien mir als zu nichtssagend und unsinnig. Die darin enthaltenen Artikel habe ich in die passenden Interessengebiete verschoben. So findet man zum Beispiel Artikel über Grafikprogramme jetzt unter Gestaltung > Grafiksoftware.

Neu hinzugekommen sind die Kategorien Betriebssysteme, Büro und Sicherheit. Wie häufig Artikel darin jeweils erscheinen werden, das kann ich auch noch nicht sagen. Am interessantesten für mich selber ist wahrscheinlich die Büro-Thematik. Hier wird es um Dinge wie Organisation, Zeitmanagement und Bürosoftware gehen.

Mit den geänderten Kategorien ändern sich auch die Permalink-Strukturen. Natürlich weiß ich, dass das aus Sicht der Suchmaschinen-Optimierung nicht so richtig toll ist, aber wenn ich eine neue Sitemap hochlade und Google diese über die Webmaster-Tools bekanntgebe, wird schon alles gutgehen.

Linkverwaltung mit Advanced Link Manager

Advanced Link Manager in der Enterprise-Version war ein umfangreiches Programm von Caphyon für Windows, Mac OS X und Linux zur Link-Verwaltung, wie der Name schon sagt. Es war zwar stark spezialisiert auf die Offpage-Optimierung, half aber auch bei der Onpage-Optimierung.

Ein Kommentator hat mich Ende August 2023 darauf aufmerksam gemacht, dass die Software nicht mehr erhältlich ist. Wann sie vom Markt genommen wurde, kann ich leider nicht sagen.

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Hier noch ein paar Gedanken zur Suchmaschinenoptimierung generell:

Generell sollte man zuallererst immer zusehen, dass die Website valide ist, dass also der HTML-Quelltext und die CSS-Angaben den Standards entsprechen. Noch wichtiger ist vermutlich, dass die Inhalte hochwertig und interessant sind. Und zu guter Letzt sollten die Schlüsselwörter zum Beispiel in den Titeln, Überschriften und natürlich in den Texten vorkommen. All das sollte allerdings in erster Linie dem Zweck dienen, den menschlichen Besuchern in übersichtlicher Weise die gesuchten Informationen darzubieten. Eine zu exzessive Optimierung, die einzig und allein zu dem Zweck durchgeführt wurde, auf die vorderen Plätze zu kommen, wird zumindest von Google nicht gern gesehen.

Wenn man diese ganzen Dinge erledigt hat, geht es darum, Links zu erhalten. Ein starker Faktor für Suchmaschinen ist bekanntlich die Anzahl und Qualität der von außen kommenden, auf die eigene Website verweisenden Links. Im Optimalfall passiert das von ganz alleine, weil sich vielleicht die guten Inhalte der Webpräsenz herumgesprochen haben. Oft genug muss man aber ein wenig nachhelfen. Es kann auch sein, dass man zwar recht viele Links schon bekommen hat, die eigenen Platzierungen in den Suchergebnissen aber trotzdem schwächeln. Dann gilt es herauszufinden, woran es liegen könnte.

SEO mit Advanced Web Ranking

Ich bin dabei, ein für Windows, Mac OS X und Linux erhältliches Programm zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu testen. Es handelt sich um Advanced Web Ranking in der Enterprise-Version.

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www.advancedwebranking.com

Wozu dient die Software? Nun, sie hilft einem, die eigene Website oder die eines Kunden so zu optimieren, dass sie von Suchmaschinen gut gefunden wird und möglichst auf den vorderen Plätzen der Suchergebnisseiten erscheint. Es gibt eine ganze Menge Tools am Markt, die man für solche Zwecke einsetzen kann, aber die preiswerten sind meistens nicht sehr umfangreich. Anstatt sich mehrere Werkzeuge zu kaufen, die nur in ihrer Gesamtheit alle benötigten Funktionen abdecken, kann man lieber ein einziges kaufen, welches alles unter einem Dach bietet. Die Enterprise-Version, die ich hier vorstelle, kostet $ 399,– oder umgerechnet ca. € 306,– und ist geeignet für »Small Businesses«. Genauer gesagt, handelt es sich um eine Einzelplatz-Lizenz, die für Freiberufler interessant sein dürfte.

Die deutsche Übersetzung ist nicht ganz vollständig, aber man findet sich gut zurecht, denn die Bedienung ist intuitiv. Das Programm ist in diverse Module aufgeteilt, die man mittels einer bebilderten Leiste am linken Rand auswählen kann. Die Menüpunkte lauten:

  • Rankings
  • Analytics
  • Links
  • Social
  • Research
  • Reports
  • Alerts
  • Data
  • Project
  • Settings

Am oberen Rand kann man die einzelnen Einstellungen jedes Moduls festlegen.

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Fangen wir mal mit dem untersten Punkt an, Settings (Einstellungen): Hier werden die Basiseinstellungen vorgenommen, nämlich Programmeinstellungen, Aussehen der Reporte, Angabe von Proxy-Servern und vieles mehr. Unter Project (Projekt) stellt man ein, welche Suchmaschinen abgefragt werden sollen, welche Keywords (Schlüsselwörter) geprüft und welche Websites gescannt werden sollen. Das können eigene, aber auch die der Konkurrenten sein.

Und nun zu den wirklich interessanten Punkten!

Rankings (Rangliste) zeigt die Platzierung der Schlüsselwörter in den Ergebnissen der Suchmaschinen. Man behält so einen guten Überblick, wie sich die eigenen Platzierungen und die der Konkurrenten verändern. Eine Aktualisierung der Daten lässt sich zeitgesteuert automatisieren, sodass man zeitnah und gezielt auf Veränderungen reagieren kann. Hat man viele Suchbegriffe und mehrere Konkurrenten eingegeben, dauert die Abfrage ziemlich lange, man kann sie also am besten zum Beispiel in der Mittagspause laufen lassen.

Analytics erlaubt es, ein Google-Analytics-Konto anzubinden und zeigt die Daten an. Suchbegriffe, die sich mit den Schlüsselwörtern decken, die man unter Rankings eingegeben hat, werden farbig und gefettet angezeigt. Somit kann man ganz gut vergleichen, ob nach den favorisierten Keywords überhaupt auch gesucht wird und gegebenfalls auf bessere umsteigen.

Interessant ist auch das Modul Links. Es prüft die eingehenden Links, also diejenigen, die von anderen Webseiten auf die eigenen Webseiten verweisen. Leider wird nicht angezeigt, auf welche Seiten genau gelinkt wird, also ob auf die Startseite oder eine Unterseite. Dies wäre schon wichtig zu wissen, damit man erkennen könnte, welche eigenen Inhalte am interessantesten für die Linkgeber sind. Immerhin wird die Autorität der Linkgeber angezeigt. Einen Link von beispielsweise DMOZ, Wikipedia oder einer großen Tageszeitung zu bekommen, ist natürlich bedeutsamer als einen von einer unbekannten privaten Webpräsenz zu erhalten.

Social (gesellschaftliche Medien) klopft die Bekanntheit in Facebook, Twitter und Google+ ab, also wie oft Inhalte geteilt oder weiterempfohlen wurden. Man kann die Entwicklung im Laufe der Monate anhand der Grafik nachverfolgen. So sieht man, ob irgendwo der Fortschritt stagniert, sodass man versuchen kann, mehr Fans zu gewinnen – indem man sich über eine eventuelle Steigerung der Qualität oder Häufigkeit der Publikationen Gedanken macht.

Research (Recherche/Forschung) beinhaltet mehrere Werkzeuge. Unter anderem werden hier mögliche Fehler oder Schwachstellen aufgezeigt, wie etwa Seiten mit demselben Titel oder gar gleichem Inhalt. Ferner gibt es hier mehrere Keyword-Hilfen, zum Beispiel kann man eine Schlüsselwörter-Recherche betreiben, wenn man Advanced Web Ranking mit seinem Google-AdWords-Konto verknüpft. Diese und die weiteren ausgefeilten Analyse-Möglichkeiten hier im einzelnen zu besprechen, würde den Rahmen eines Blogartikels allerdings sprengen.

Unter Reports (Berichte) kann man Umfang und Aussehen der Ergebnisberichte einstellen. Die Berichte lassen sich als PDF-Datei, HTML, CSV usw. ausgeben und per E-Mail verschicken oder auf einen FTP-Server hochladen.

Alerts (Warnungen) gibt Warnhinweise aus, wenn irgendwas nicht stimmt, und unter Data (Daten) lassen sich Projekte speichern, Daten im- und exportieren und die Programm-Einstellungen als XML-Datei abspeichern.

Advanced Web Ranking Enterprise bietet also eine beeindruckende Fülle an Hilfen, Analysen und Kontrollen, die einem Suchmaschinenoptimierer die Arbeit wesentlich erleichtern können. Vor allen Dingen hat man hier alle notwendigen Werkzeuge in einem einzigen Programm. Das dürfte wesentlich übersichtlicher und zeitsparender sein, als mit drei oder vier verschiedenen Programmen zu werkeln und die Daten dann irgendwie zusammenfügen zu müssen. Der Preis für so eine gewaltige SEO-Software ist moderat, und ein SEO-Freiberufler ist hiermit bestens bedient.

Agenturen benötigen allerdings die Mehrplatz-Lizenz, und Unternehmen, die selbst ihre Webseiten optimieren wollen, werden vielleicht eher zur Professional- oder Standard-Version greifen. Diesen beiden fehlen aber verschiedene erweiterte Funktionen der Enterprise-Version.

www.advancedwebranking.com

Intuitiver Hex-Farbwähler

Ich habe im Netz einen intuitiven Farbwähler gefunden, der die hexadezimalen Farbcodes ausgibt. Das ist ideal für Webdesigner, die die HTML-Farbangaben benötigen und sich auf einfache Weise eine Farbpalette für ein Webprojekt zusammenstellen möchten.

Das gesamte Browserfenster dient als Farbwähler. Man fährt mit der Maus über die Fläche, um eine Farbe auszusuchen. Bewegt man die Maus von ganz links nach ganz rechts, erscheinen die Farben vom Orangerot-Bereich bis zum Violettrot-Bereich, natürlich mit allen Farben dazwischen, also Grün, Blau etc. Maus nach oben dunkelt Farben ab, Maus nach unten hellt sie auf. Ein linker Mausklick speichert die Farbe links im Browserfenster ab, und man kann die nächste Farbe wählen, bis man seine Palette zusammen hat. Die Farbangaben werden mitten auf jedem Farbbalken als Text angezeigt, und diesen kann man per Copy-and-paste in seinen HTML-Editor einfügen.

Ich finde, intuitiver und einfacher geht es schon fast nicht mehr. Vorausgesetzt natürlich, man hat keine Farb-Fehlsichtigkeit und ein gutes Gespür für passende Farben.

Intuitiver Hex-Farbwähler

http://color.hailpixel.com/

Google Glass und das Persönlichkeitsrecht

Die Google-Brille Glass ermöglicht es, Informationen über dem Gesichtsfeld einzublenden (gute kabellose Internetverbindung vorausgesetzt) oder per Sprachsteuerung Fotos zu schießen. Auch Videoclips sind möglich.

Man könnte die Frage stellen, wer so etwas braucht. Nun, gekauft und benutzt wird nicht das, was sinnvoll oder unbedingt notwendig ist. Sondern das, was einem künstlich geschaffenen Bedürfnis entspricht. Ein Mobiltelefon im Bus zu benutzen, ist nicht notwendig, wird aber von Tausenden von Teenagern gemacht. Und mit einer Cyber-Brille auf der Nase herumzulaufen, wird eines Tages genauso selbstverständlich sein.

Und unschön für die Mitmenschen. Denn das Persönlichkeitsrecht kann noch leichter verletzt werden. Unbemerkt kannst du gefilmt werden und unvorteilhafte Schnappschüsse könnten wer-weiß-wohin hochgeladen werden. Richtig, das kann auch mit Digitalkameras und Smartphones passieren. Oder mit der versteckten Kamera im Kugelschreiber. Aber ich glaube, das Bewusstsein, dass andere Menschen ein Recht auf ihre Privatsphäre haben, wird durch so eine Kamerabrille noch weiter unterwandert werden. Weil der Träger ja nicht per Hand die Kamera auf eine Person richten muss, sondern die »Zielperson« quasi nur anschauen muss, wie man es mit einer normalen Brille oder Kontaktlinsen oder ohne Sehhilfe auch tut. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Sicherlich irgendwie cool, so eine Brille, aber gewiss ein zweischneidiges Schwert. Oder besser gesagt: ein zweischneidiges Glas.

http://www.google.com/glass/start/what-it-does/ Google: »Welcome to a world through Glass.«
Spiegel: Vorabtest von Google Glass