Archiv der Kategorie: Internet

Opera Next 15.0

Ich habe mir heute die derzeitige Entwicklerversion 15.0 des Webbrowsers Opera herunter geladen und auf meinem Windows-Notebook installiert. Solche Vorabversionen bezeichnet das Unternehmen immer als »Next«.

Download für Windows und Mac OS X (für Linux noch nicht erhältlich):
www.opera.com/de/developer/next

Ich muss sagen: dieser Browser ist sauschnell. Er basiert auf Googles Open-Source-Browser Chromium. Somit wird nicht mehr Operas eigene Rendering-Engine verwendet – aber auch nicht die Webkit-Engine wie in Opera 14 für Android, sondern Googles Neuentwicklung Blink.

Details kann man auf Golem nachlesen:
www.golem.de/news/opera-next-opera-15[…]
www.golem.de/news/blink-statt-webkit[…]

Spam durch gecrackte Joomla!-Accounts

Es müssen in den letzten Wochen gewaltig viele Joomla!-Konten geknackt worden sein, um sie im großen Stil als Spamschleuder zu missbrauchen. Ich erhalte an eine meiner E-Mail-Adressen immer wieder neue Spam-Nachrichten. Es handelt sich ausnahmslos um Schmuddelkram mit englischsprachigem Betreff. So kann ich bei meinem Internet-Service-Provider Versatel immerhin ganz gut Filter setzen.

Ich habe den Spam stichprobenartig untersucht. Die Absenderadressen entsprachen gleichnamigen Domains, und so schaute ich mir die entsprechenden Websites an. Es waren alles normale, seriöse Webauftritte. Und, wie schon gesagt, sie wurden alle mit dem Content-Management-System Joomla! betrieben, und zwar in der veralteten Version 1.5. Das zeigt die Gefahr, die darin liegt, wenn Webmaster ihre Systeme nicht auf dem aktuellen Stand halten – und zu einfache Passwörter verwenden.

Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis neben den großen CM-Systemen Joomla! und WordPress auch weniger verbreitete Systeme angegriffen werden.

Peer-to-Peer-Framework für dezentrale soziale Netzwerke

Wie bei Telepolis aus dem Heise-Verlag zu lesen ist, entwickelt ein hauptsächlich an der Universität Paderborn ansässiges Team ein Peer-to-Peer-Framework für dezentrale soziale Netzwerke.

Ziel ist es, eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung zu stellen, die es jedem ermöglicht, eine Art selbst gehostetes Facebook zu betreiben. Der Unterschied zum echten Facebook ist, dass die Daten nicht unkontrollierbar zentral irgendwo in den USA gespeichert werden, sondern eben auf dem selbst angemieteten Webspace zum Beispiel hier in Deutschland.

Mich wundert ein wenig, dass Telepolis das als so großartige Neuigkeit darstellt. So etwas gibt es doch schon längst, und es nennt sich Diaspora* (genau, mit Pusteblumen-Sternchen hinten am Namen dran). Dies kann jeder von GitHub herunterladen und auf dem eigenen Server installieren. Nur leider und unverständlicher Weise wird es bei weitem nicht so gut angenommen wie der Datenkrake Facebook. Insofern wird wohl auch das neue dezentrale Netzwerk nicht gerade boomen, zumindest nicht ohne gewaltige Marketingstrategie und besondere Funktionen, welche Facebook nicht bietet.

Trotzdem darf man gespannt sein; nur leider gibt es momentan noch keinen Download. Eine Beta-Version soll aber bald öffentlich verfügbar sein.

google69.com

Wie der Zufall so will, bin ich kürzlich auf google69.com gestoßen, eine Suchmaschine, die sich als »Google search results free of ads« bezeichnet. Ein Impressum oder so was gibt es nicht, aber über eine Whois-Abfrage findet man heraus, dass eine Person namens Ihar Kamolau dahinter steckt, die sich in Wirklichkeit in kompletter Kleinschreibung eingetragen hat und in den USA lebt.

Jedenfalls ist es eine Art nachgebautes Google, das tatsächlich Google-Suchergebnisse ausliefert – allerdings völlig ohne Werbung, also auch ohne AdSense-Anzeigen. Ob das den echten Google-Chefs so passt, glaube ich nicht. Allerdings wird es ihnen wohl auch nicht passen, wenn Benutzer Werbeblocker einsetzen, welche die Google-AdWords/AdSense-Anzeigen auf den Suchergebnisseiten unterdrücken. Denn die Klicks auf solche Anzeigen sind ja nun mal die Einnahmequelle von Google.

Und der Name »Google69« sowie das imitierte Design der Webseite (wenn auch ohne Google-Logo) dürften wohl früher oder später zu Rechtsstreitigkeiten führen.

Weniger suspekte alternative Suchmaschinen (allerdings nicht mit Google-Engine) sind zum Beispiel:
Ecosia (»Ökologisch inspirierte Webseite zur Websuche«)
Benefind (»Sie suchen, wir spenden«)
DuckDuckGo (»Wir glauben an bessere Suche und kein Tracking«)

Opera 12.13 für Windows stürzte ab

Mein Standardbrowser auf meinem Arbeits-PC mit Windows XP ist Opera, weil er (genauso wie Firefox) sehr standardkonform und damit für die Webentwicklung gut geeignet ist. Ich habe die automatischen Updates eingeschaltet, und gestern wurde von Version 12.12 auf 12.13 aktualisiert. Diese Version lief auch ein paar Stunden lang gut, aber am Abend stürzte Opera dann unvermittelt ab. Und jeder Neustart-Versuch schlug fehl.

Ich hatte am Nachmittag mehrere PythonIDEs herunter geladen, installiert und getestet, zum Teil auch wieder vom Rechner entfernt, und ich weiß nicht, ob das irgendwas mit den späteren Abstürzen zu tun hatte. Ich habe die Fehlerursache nicht herausfinden können, aber was ich versuchte, um das Problem zu beseitigen, war folgendes – nur leider alles ohne Erfolg:

  • Opera-Neustart ohne gespeicherte Tabs und Erweiterungen
  • C:\Dokumente und Einstellungen\[…]\Anwendungsdaten\Opera umbenannt, damit ein neues Verzeichnis angelegt wird
  • Registry-Reinigung
  • PC-Neustart
  • Deinstallation und Neuinstallation von Opera 12.13

Wie gesagt, das nützte alles nichts, Opera stürzte nach wie vor direkt beim Laden ab. Was letztlich zum Erfolg führte:

  • Deinstallation von Version 12.13
  • Installation von Version 12.12
  • erneute Aktualisierung auf Version 12.13 im Zuge der automatischen Updates
  • Wiederherstellung des alten Benutzerverzeichnisses

Das funktionierte seltsamer Weise. Opera ist auf dem neuesten Stand, meine ganzen Einstellungen sind erhalten geblieben und der Browser läuft bis jetzt stabil. Gut. Hoffen wir mal, dass es so bleibt.

OrganisedMinds: Kollaborations-Werkzeug

Ein weiteres Kollaborations-Werkzeug, das ich ausprobiert habe, ist OrganisedMinds™. Auch dieses bedient man über den Webbrowser. Diese deutsche Software von der OrganisedMinds GmbH in Karlsruhe hat mir nicht gleich auf Anhieb gefallen, doch je länger ich damit experimentiere, desto mehr wird mein anfängliches Unbehagen abgeschwächt.

Was mich gleich zu Beginn gestört hat, war, dass ich mich nicht sofort zurecht gefunden habe. Ich finde das Programm ein bisschen zu wenig intuitiv. Dazu kommt, dass mir die Benutzeroberfläche nicht gefällt. Vielleicht liegt es an der Farbgebung, die insgesamt trüb und konservativ auf mich wirkt (aber das ist Geschmackssache). Man kann allerdings ein eigenes Hintergrundbild hochladen, und damit habe ich die Gesamtwirkung deutlich aufhübschen können.

Ich wusste auch nicht gleich, wie man diese Stapel, die sozusagen unten auf dem Sideboard liegen, handhabt. Inzwischen ist mir das klar. Es ist wie im echten Büro: verschiedene Ablagekörbe beinhalten verschieden wichtige Akten oder zeitlich eingeteilte Aufgaben. Sie werden hier Aktivitäten genannt. Voreingestellt in OrganisedMind sind: Eingang, Wiedervorlage, Wartend und Aktion. Man kann die Bezeichnungen ändern oder weitere Körbe anlegen. Denkbar wäre zum Beispiel auch je ein Korb pro Mitarbeiter. Die Aktivitäten lassen sich sehr leicht von einem Korb in einen anderen befördern. So kann man Aufgaben delegieren oder den Bearbeitungsstatus veranschaulichen.

Die einzelnen Aktivitäten sind zwar beschriftet, aber um die ganze Aufgabenbeschreibung zu lesen, muss man mit der Maus über die Aktivität fahren und dann zwei Klicks ausführen. Das finde ich etwas zu umständlich.

Ich glaube, dass OrganisedMinds seine Stärken in der tatsächlichen Kollaboration ausspielt – wahrscheinlich kann man es erst dann richtig beurteilen, wenn es nicht nur von einer Einzelperson getestet, sondern im Alltag von einem Arbeitsteam benutzt wird. Eine etwas intuitivere Bedienung und klarere Gestaltung wäre aber auf jeden Fall wünschenswert.

Link:
organisedminds.com

Spicebird ist tot

Die Entwickler von Spicebird hatten vorgehabt, eine Art Thunderbird mit erweiterten Funktionen anzubieten. Ich hatte Mitte 2011 darüber geschrieben.

Inzwischen wurde die Entwicklung eingestellt. Als Grund wird bekannt gegeben, Mozilla habe quasi nachgerüstet und Funktionen wie zum Beispiel das Chat-Modul in Thunderbird eingebaut. Benutzer hätten daher keinen Vorteil mehr davon, Spicebird zu benutzen. Und das damals viel zu hoch gesteckte Ziel, gegen Microsoft Outlook anstinken zu wollen, wird in der Erklärung gar nicht erwähnt.

Trello: Kollaborations-Werkzeug

Seit einiger Zeit suche ich nach schlanken, sehr einfach zu bedienenden Kollaborations-Werkzeugen als Webanwendung. Gerade probiere ich Trello aus. Leider ist es nur in englischer Sprache verfügbar.

Zunächst einmal legt man ein Board an, also eine Art Schwarzes Brett für ein bestimmtes Projekt oder eine bestimmte Benutzergruppe. Dieses Brett kann man sich wie eine Pinnwand vorstellen.

An diese Pinnwand kann man Karten heften, auf die man zu erledigende Aufgaben schreibt. Der Fortschritt der Aufgaben lässt sich verfolgen anhand der drei Kategorien To do, Doing und Done. Auf jede Karte lässt sich ein Enddatum eintragen, sodass man den Überblick behält, bis wann eine Aufgabe erledigt sein soll. Während der Projektlaufzeit wird man die Kärtchen je nach Bearbeitungsstatus immer weiter nach rechts verschieben. Das gelingt sowohl über ein Kontextmenü als auch per Drag-and-drop.

Ich finde Trello sehr einfach zu bedienen, und man könnte mit dessen Hilfe auch Kunden das Fortschreiten eines Projektes mit all seinen Teilaufgaben veranschaulichen. Zugriff haben nur vorher eingeladene Benutzer. Derjenige, der ein Brett angelegt hat, kann einstellen, ob Mitglieder selbst wieder Benutzer einladen dürfen oder nicht.

Trello ähnelt auf den ersten Blick Glassboard, das ich in einem älteren Artikel vorgestellt habe (Inhalte teilen: ganz privat mit Glassboard). Die Aufgaben sind jedoch sehr unterschiedlich: Glassboard trägt die Züge eines Chats mit der Möglichkeit, Dateien auszutauschen; Trello ist hingegen ein Projektverwaltungs-Werkzeug.

Links:
Trello
Glassboard

Bliss Control: Einstellungen der Social-Networks finden

Manchmal möchte man Einstellungen in den Social-Networks wie Twitter oder Facebook ändern, vielleicht auch das Konto wieder auflösen, aber man sucht sich einen Wolf. Die Suche hat ein Ende! Denn ein Dienst namens Bliss Control listet die Links zu verschiedenen Einstellungen diverser Plattformen auf. Allerdings fehlen die im deutschsprachigen Raum verbreiteten Netzwerke wie StayFriends oder Mister Wong.

Link:
Bliss Control

EssentialPIM als Outlook-Alternative

Wer als Windows®-Benutzer Microsoft® Outlook®, aus welchen Gründen auch immer, nicht benutzen will, kann auf verschiedene ähnliche Software zurückgreifen. Eins dieser alternativen Programme ist EssentialPIM, das E-Mail-Client, Adressbuch, Kalender und Aufgabenliste in sich vereint.

Ich habe mir die Free-Version herunter geladen und teste sie gerade. Der erste Eindruck ist sehr gut. E-Mail-Konten lassen sich mühelos anlegen, und auch die sonstige Bedienung ist sehr intuitiv. Die kostenlose Version ist gegenüber der Kaufversion (ab $ 40,–) abgespeckt. Was man vielleicht am ehesten vermissen könnte, ist die fehlende Synchronisation mit Diensten und Programmen wie Google, iCloud, Outlook, CalDav, CardDav etc. oder die Möglichkeit, die Datenbank in Dropbox abzuspeichern. Eine Synchronisation mit Android und iOS hingegen geht.

Für Mac® OS X oder Linux ist EssentialPIM leider nicht erhältlich.