Archiv der Kategorie: Blogsysteme

FlatPress: Blogsystem ohne Datenbank

Wer ein Blog betreiben oder als Webdesigner eines für einen Kunden einrichten möchte, aber keine Datenbank zur Verfügung hat, kann auf ein Blogsystem ausweichen, das die Daten in Textdateien, sogenannte »flat files« speichert. Eins dieser Systeme ist FlatPress. Wie der Name schon andeutet, orientiert es sich an WordPress, ist damit aber nicht kompatibel, das heißt: WordPress-Plugins lassen sich in FlatPress nicht nutzen.

Und es ist wesentlich weniger leistungsfähig. Es ist kein Mehrbenutzer-System, es bietet keine Zeitsteuerung, keine Versionierung und meines Wissens auch keine XML-RPC-Schnittstelle zum Fernpublizieren. Aber in vielen Fällen braucht man das alles auch gar nicht.

FlatPress verwendet die Template-Engine Smarty. Es lassen sich recht leicht eigene Themes basteln, falls man keins der angebotenen verwenden möchte, sondern etwas Individuelles braucht. Auch ein RSS- und Atom-Feed lässt sich erstellen. In die Seitenleiste kann man Widgets platzieren, zum Beispiel ein Suchfeld, den zu abonnierenden Newsfeed, eine Auflistung der neuesten Artikel und ein nach Monaten sortiertes Archiv (diese Dinge sind als Plugins recht einfach zuschaltbar).

Damit stillt FlatPress die Grundbedürfnisse eines Bloggers. Natürlich lassen sich auch statische Seiten anlegen, sodass man es auch als kleines CMS verwenden kann.

Und die Datensicherung und -wiederherstellung ist einfach: Dateien (insbesondere den Ordner /fp-content/content) per FTP auf den lokalen PC kopieren und im Bedarfsfall wieder zurück auf den Webserver. Datenbank-Sicherungen (Dumps) entfallen ja.

Fazit:
FlatPress ist ein schlankes und schnelles Blogsystem, das sich anbietet, wenn keine Datenbank zur Verfügung steht, man als Einzelner bloggt und nur Basis-Funktionalität benötigt.

WordPress 3.3

WordPress 3.3 ist erschienen, und es bringt einige Verbesserungen. Das Dashboard kommt wesentlich aufgeräumter daher; das einzige Medien-Symbol startet jetzt den Uploader für alle Dateitypen und das neue Drag-and-Drop-Interface macht Hochladen zum Kinderspiel; und wenn ich das richtig sehe, können Plugin-Entwickler Symbole in der dunkelgrauen Menüleiste am oberen Rand platzieren – ob das vorher nicht auch schon möglich war, weiß ich allerdings nicht.

Das Plugin Cachify (smarter Cache für WordPress) von Sergej Müller zeigt jedenfalls jetzt ein Icon für Cache leeren an. Das ist wirklich praktisch, denn vorher musste man immer erst umständlich zur Plugins-Kategorie gehen.

Hier sind informative Artikel über WordPress 3.3, die ich im Netz gefunden habe:
Pro-Linux.de
Golem.de
WordPress Deutschland

Schnelle Bereinigung für rel=”category tag” in WordPress

Neulich traf mich ja fast der Schlag, als sich mein privates WordPress-Blog (Version 3.2.1) als nicht mehr valide gegen den W3C-Markup-Validator herausstellte. Schuld war eine Mikroformat-Annotation: rel=”category tag”. Über die functions.php im Theme-Ordner kann man das bereinigen.

Bei Whitney Krape fand ich die Anleitung und den Code, den man einfügen muss:

add_filter( 'the_category', 'add_nofollow_cat' );
function add_nofollow_cat( $text ) {
$text = str_replace('rel="category tag"', "", $text); return $text;
}

Sergej Müller: neues WP-Plugin für datenschutzkonforme Statistiken

Sergej Müller stellte heute Morgen in seinem Blog sein neues Plugin »Statify« für das Blogsystem WordPress vor. Google Analytics steht ja in Deutschland unter starkem Beschuss von Datenschützern, weil es IP-Adressen speichert und Daten von Deutschland in die USA sendet. »Statify« hingegen steht im Einklang mit den deutschen Daten­schutz­bestim­mungen.

Von WordPress-Kenner Sergej Müller stammen ja schon mehrere äußerst professionelle und brauchbare Plugins, zum Beispiel das bekannte und beliebte Anti-Kommentarspam-Tool »Antispam Bee«. Und auch »Statify« ist wie gewohnt kostenlos, aber natürlich ist es immer nett und auch fair, wenn zufriedene Benutzer als Dankeschön eine Spende per PayPal oder Flattr geben.

Was ich gut finde, ist, dass die Datenbank-Tabelle, in der die statistischen Daten gespeichert werden, sich in bestimmten Abständen selbsttätig reinigt. Es muss ja schließllich nicht sein, dass sie durch uralte Statistiken unnötig aufgebläht wird.

Statify: Plugin für Datenschutz-konforme Statistik in WordPress

Überflüssige WordPress-Plugins loswerden

Auch wenn man die beiden WordPress-Standard-Plugins »Hello Dolly« und »Akismet« gelöscht hat: bei einem WordPress-Update sind sie garantiert wieder da! »Hello Dolly« bietet keinen Mehrwert und »Akismet« ersetzen viele – wie in Foren zu lesen ist – lieber durch Antispam Bee.

Außerdem ist »Akismet« inzwischen in Deutschland aus datenschutz­rechtlicher Sicht äußerst umstritten und reiht sich damit in die von Datenschützern gehassten Tools Google-Analytics und Facebook-Like-Button ein.

Wie auch immer – wer diese beiden Plugins bei einem WordPress-Update eben nicht immer wieder erneut vorfinden möchte, kann dieses Entfernungs-Werkzeug installieren: Unwanted-Plugins-Remover für WordPress. Danke an das »Schweizer WordPress Magazin« für den Hinweis und noch mehr danke an Dominik Schilling, der das Plugin programmiert hat!