Blog

Peer-to-Peer-Framework für dezentrale soziale Netzwerke

Wie bei Telepolis aus dem Heise-Verlag zu lesen ist, entwickelt ein hauptsächlich an der Universität Paderborn ansässiges Team ein Peer-to-Peer-Framework für dezentrale soziale Netzwerke.

Ziel ist es, eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung zu stellen, die es jedem ermöglicht, eine Art selbst gehostetes Facebook zu betreiben. Der Unterschied zum echten Facebook ist, dass die Daten nicht unkontrollierbar zentral irgendwo in den USA gespeichert werden, sondern eben auf dem selbst angemieteten Webspace zum Beispiel hier in Deutschland.

Mich wundert ein wenig, dass Telepolis das als so großartige Neuigkeit darstellt. So etwas gibt es doch schon längst, und es nennt sich Diaspora* (genau, mit Pusteblumen-Sternchen hinten am Namen dran). Dies kann jeder von GitHub herunterladen und auf dem eigenen Server installieren. Nur leider und unverständlicher Weise wird es bei weitem nicht so gut angenommen wie der Datenkrake Facebook. Insofern wird wohl auch das neue dezentrale Netzwerk nicht gerade boomen, zumindest nicht ohne gewaltige Marketingstrategie und besondere Funktionen, welche Facebook nicht bietet.

Trotzdem darf man gespannt sein; nur leider gibt es momentan noch keinen Download. Eine Beta-Version soll aber bald öffentlich verfügbar sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit Absenden dieses Kommentarformulars bestätigst du, dass du die Datenschutzerklärung gelesen hast und dich mit der Speicherung deiner Daten einverstanden erklärst. Deine Daten werden nur benötigt, um dich gegebenenfalls zwecks Beantwortung deiner Anfrage kontaktieren zu können, und werden weder an Dritte weitergegeben noch zu Werbezwecken missbraucht.