Datenverlust auf Webservern

Manche Kunden sind der Ansicht, ihre Daten auf dem Webserver ihres Hosters/Providers seien absolut sicher und könnten nie verloren gehen oder zerstört werden. Das ist ein Irrglaube.

Es stimmt zwar: Die »guten« Webhoster sichern die Daten täglich auf einem Backup-Server. Doch Billiganbieter tun das nicht unbedingt. Und eine gesetzliche Verpflichtung gibt es sowieso nicht. Aber wie lange bleiben die Daten­siche­rungen gespeichert bzw. wie schnell werden sie von neueren überschrieben? Das ist nämlich der Punkt. Wenn ein Angreifer zunächst unbemerkt Schad-Code auf Ihrer Website eingeschleust hat, gibt es möglicherweise keine alte Datensicherung ohne diese Infektion mehr.

Man sollte also auf jeden Fall zusätzlich eigene Backups machen. Und zwar sowohl von den auf dem Server gelagerten Dateien als auch von den Inhalten der Datenbank – die meisten Inhaltsverwaltungssysteme speichern ja die Seiteninhalte in einer MySQL-Datenbank, während für das Seitenlayout Template-/Theme-Dateien zuständig sind. Nur wenige Content-Management-Systeme arbeiten ohne Datenbank und speichern Ihre Texte in sogenannten flat files ab, also normalen Textdateien.

Natürlich sollte man diese Backups regelmäßig machen, beispielsweise mindestens monatlich – je nach Häufigkeit von Aktualisierungen. Ein Blog, in dem pro Woche drei neue Artikel erscheinen, sollte also mindestens wöchentlich gesichert werden.

Wenn Sie das nicht selber machen möchten, gibt es immer noch die Möglichkeit, es auszulagern. Ich plane, diese Dienstleistung ab 2012 zu einem fairen Preis anzubieten. Ihre Daten (Dateien und Datenbanktabellen) würden dann regelmäßig kopiert und in einem geschützten Verzeichnis gespeichert werden; das heißt, sie sind per Webbrowser nicht zugänglich. Sinnvoller Weise werden die Daten auf einem separaten Webserver gespeichert. Und im Notfall spiele ich Ihnen die Daten in kurzer Zeit zurück. Denn der Stillstand etwa eines Webshops über mehrere Tage wäre neben dem Umsatzausfall natürlich auch ein großer Image­schaden. Im Januar 2012 wird eine neue Preisliste erscheinen, wo dann diese Backup-Leistung mit aufgeführt sein wird.

Die Tage von Flash sind gezählt

Wie auf Golem zu lesen ist, hat Adobe beschlossen, die Entwicklung von Flash weitgehend einzustellen. Es soll ein weicher, fließender Übergang zu HTML5 stattfinden. Künftige Browser-Generationen werden somit irgendwann auf das bisher standardmäßig installierte Flash-Plugin verzichten. Von heute auf morgen werden Flash- und ActionScript-Entwickler sicherlich nicht arbeitslos. Sich langsam mit HTML5 und JavaScript anzufreunden, wäre dennoch bestimmt nicht verkehrt.

Dreizehn Filmplakat-Trends

Auf Oh No They Didn't! werden dreizehn Filmplakat-Trends vorgestellt, die zeigen, wie ähnlich sich die Plakate zu den Filmen in bestimmten Genres doch sind. Kategorie 1 ist zum Beispiel »Kleine Leute am Strand, Riesenköpfe in den Wol­ken« und bezeichnet das Genre des kitschigen Dramas.

Der (englischsprachige) Artikel bezieht sich auf das (französischsprachige) Blog von Christophe Courtois und listet die dort ziemlich verstreuten Blogartikel zum Thema »Filmplakate« auf.

Ziemlich witzige, ironische Beschreibungen! Und ja, die Plakate ähneln sich, so nebeneinander präsentiert, tatsächlich sehr stark.

GRATIS! Toolkit für Kreative

Wer sich erstmals bei Veer anmeldet, einer Bild- und Schriftagentur, kann sich eines aus vier sogenannten Toolkits aussuchen. Deren Themen sind: Business, Gastronaut, Voyageur und Retroactive.

Ein Toolkit besteht aus Fotos, Illustrationen und Fonts. Einzeln würden diese Bestandteile über 200 Euro kosten. Nicht schlecht als Geschenk, finde ich. Außerdem bekommt der/die neu angemeldete Benutzer(in) noch 10 Credits geschenkt – die bei Bildagenturen übliche Währung, die man kaufen und dann für den Erwerb von Nutzungsrechten der angebotenen Bilder und Materialien einsetzen kann.

Aber auch für bereits angemeldete Benutzer gibt es – wöchentlich wechselnd – kostenlose Schmankerl im Gratis-Bereich.

Viel Spaß!

Georgia Pro und Verdana Pro

Georgia als Serifenschrift und Verdana als serifenlose sind zwei der am meisten auf Webseiten eingesetzten Schriften. Sie wurden seinerzeit im Auftrag von Microsoft speziell für die Anzeige auf Computerbildschirmen entworfen. Die typografischen Möglichkeiten sind mit den wenigen Schriftschnitten Standard, Fett und Kursiv allerdings recht beschränkt.

Daher wurden beide Schriftfamilien nun in Zusammenarbeit vierer Schriftentwickler erweitert auf jeweils 20 Schriftschnitte und tragen den Namenszusatz »Pro«. Sie sind erhältlich als Desktop- und als Webfonts-Version. So große und dazu hochwertige Schriftfamilien haben natürlich auch einen recht stolzen Preis.

Nähere Informationen: fonts.com

Wozu ist ein CMS gut?

Natürlich beobachtet man als selbständiger Webdesigner die Konkurrenz. Es gibt viele richtig gute Mitbewerber, deren Websites ich mir gerne anschaue und deren Texte mich begeistern können. Manchmal stößt man aber auch auf befremdende Aussagen, wie etwa,

in der Regel werde nicht mit standardisierten Content-Management-Systemen (CMS) gearbeitet, sondern die Website des Kunden von Hand erstellt, um die Einzigartikeit der Internetpräsenz zu gewährleisten. Der Kreativität seien so keine Grenzen gesetzt.

Moment, Moment!
a)
Wieso sind Standards schlecht? Webstandards gewährleisten doch eine möglichst einheitliche Darstellung in allen Browsern und unter allen Betriebssystemen.
b)
Auch beim Einsatz eines CMS (= Inhaltsverwaltungssystem) erstellt der Webdesigner die Internetpräsenz doch von Hand. Denn es muss ein Design erstellt werden, das zur Corporate Identity passt, Layout und Typografie müssen harmonisch sein, es muss ein Theme/Template für das entsprechende CM-System gebaut werden, es müssen Texte und Bilder eingepflegt werden und es muss nicht zuletzt eine übersichtliche Struktur geschaffen werden.
c)
Moderne Inhaltsverwaltungssysteme sind so flexibel, dass eine absolut einzigartige und dazu noch leistungsfähige, moderne Internetpräsenz geschaffen werden kann.
d)
Der Kreativität sind auch und gerade bei Einsatz eines CMS keine Grenzen gesetzt, weil der Webdesigner in der Gestaltung frei ist und sich Erweiterungen installieren lassen, die verschiedene vom Kunden gewünschte Funktionalitäten möglich machen.

Und was sicherlich für den Kunden am meisten von Bedeutung ist: Er/sie kann im Regelfall spätere Änderungen der Inhalte selbst durchführen. Zum Ändern der Texte steht ein grafischer Texteditor zur Verfügung, Bilder können leicht selbst ausgewechselt werden und manchmal können sogar Inhaltsblöcke verschoben/ausgetauscht werden. Kenntnisse in HTML sind hierfür nicht erforderlich. Der Webdesigner muss somit nicht für jede kleine Textänderung neu beauftragt werden.

Wenn dann noch ein lizenzkostenfreies Open-Source-CMS eingesetzt wird, fallen eben nur Kosten für die Dienstleistungen des Webdesigners an, nämlich fürs Design und die Einrichtung des Systems. Viele Zusatzmodule zum Erweitern der Funktionalität sind gänzlich kostenlos oder aber sehr preisgünstig. Und weitere Folgekosten entstehen nur dann, wenn das Design einmal geändert und den aktuellen Trends angepasst werden soll, was aber im Standardfall erst nach vielleicht drei bis fünf Jahren ansteht.

Und genau aus diesen Gründen biete ich meinen Kunden Webdesign eben gerade unter Benutzung eines CMS an – bevorzugt Concrete5 oder Drupal. Und das auch noch preisgünstig, wartungsfreundlich und auf Ihr individuelles Unternehmensdesign abgestimmt.

Zu viele Hintergrundbilder

Den Seitenaufbau von Webseiten zu beschleunigen, ist immer eine gute Idee. Was den Aufbau unter anderem verlangsamt, sind zu viele Hintergrundbilder. Ich hatte ja bisher für den Schatteneffekt rund um den Haupt-Container Bilder eingesetzt: eins für den linken und rechten Rand, eins für den Schatten über dem Kopfbereich und eins für den Schatten unter dem Fußbereich.

Es sind alles nur winzige Dateien gewesen, denn ich komprimiere Bildmaterial immer so gut wie nur möglich. Aber trotzdem beanstandete die Ge­schwin­dig­keits­test-Erweiterung (für Firefox und Opera) YSlow das zu viele Hintergrundbild-Material. Gut, dass die meisten aktuellen Webbrower die CSS3-Eigenschaft box-shadow inzwischen beherrschen. Internet Explorer 8 und älter natürlich nicht – ist klar.

Für diese Krankheit, die sich Webbrowser schimpft, benutze ich also nach wie vor ein Bild als Schatteneffekt. Ich habe es immerhin geschafft, nur noch ein einziges Bild zu verwenden statt wie bisher drei verschiedene. Das verkürzt auch schon mal ein bisschen die Ladezeit. Alle anderen aktuellen Browser (ja, und erstaunlicher Weise wohl auch Internet Explorer 9) kommen mit box-shadow klar. Für ältere Gecko- und Webkit-Browser kann man die Präfixe -moz und -webkit verwenden.

Nähere Informationen: CSS3.info

Werbung stört beim Lesen von Webseiten

Wenn ich einen Text auf einer Webseite lesen möchte, dann möchte ich diesen Text eigentlich konzentriert lesen. Hintergrundmusik kann mich da stören, aber noch mehr stören mich flackernde Werbeanzeigen.

In Opera kann man die zwar ohne extra Erweiterung ausblenden lassen, aber das macht man quasi von Hand, und man muss bei jedem neu auftauchenden Banner dieses Werkzeug wieder in die Lehre schicken. Es gibt zwar Erweiterungen, die so was automatisch machen, aber nicht immer blenden sie auch wirklich jegliche Werbung zuverlässig aus.

Und außerdem kann es immer noch Zeug geben, das zwar keine Werbung ist, aber trotzdem beim Lesen erheblich stört, wie irgendwelche momentan uninteressanten, aber nichtsdestotrotz furchtbar bunten Informationen in den Seitenleisten oder so was.

Wie gesagt, wenn ich einen Artikel lesen will, will ich nur diesen Artikel lesen. Und zum Glück habe ich neulich eine Erweiterung für Opera entdeckt, die mir diesen Wunsch erfüllt: cleanPages von QuHno. Großartig!

Opera ist wieder flott

Ich hatte in früheren Beiträgen geschrieben, dass Opera 11 unter Windows aus unerfindlichen Gründen extrem langsam beim Seitenaufbau war und auch nach Abschalten bestimmter Einstellungen kaum schneller wurde. Doch in den 11.5x-er Versionen hat er endlich wieder seine frühere Schnelligkeit wiedererlangt. Ich habe momentan Version 11.51, Build 1087, und ich bin wieder sehr zufrieden, wenn nicht gar begeistert von diesem Webbrowser.

Er hat ein Webentwicklungs-Werkzeug namens Dragonfly integriert – ähnlich wie die Add-ons Firebug oder Web Developer in Mozilla Firefox. Und viele Innovationen, die man gern Firefox zuschreibt, stammen ursprünglich von Opera: Mausgesten, die Schnellwahl, gruppierbare Tabs (gut, diese Funktion gab es für Firefox zumindest als Erweiterung, bevor sie fest eingebaut wurde), abgespeckter Kopfbereich (mit ausblendbarer Menüleiste etc.) – und vieles mehr, an das ich mich heute nicht mehr erinnere, weil es eine Selbstverständlichkeit geworden ist.

Die Arbeitsspeicher-Belastung ist bei Opera 11.51 allerdings nach wie vor gewaltig; da hat Firefox in Version 7.x deutlich die Nase vorn.